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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Vorlesung. Technische und philosophische Grundlagen

Zusammenfassung
Die erste Vorlesung stellt die Informationstechnik an Hand einiger Begriffe dar, durch sieben Definitionen des Computers, je eine Definition der Informationsübertragungstechnik und der Informationsverarbeitungstechnik und schließlich durch zehn Definitionen der Information.
Heinz Zemanek

2. Vorlesung. Geschichte der Informationsverarbeitung

Zusammenfassung
Die einführenden Begriffe sind Geschichte, Zeit und Kalender. Es wird ein perspektivisches Schema verwendet, eine logarithmische Zeitskala, die der höheren Bedeutung und genaueren Kenntnis jüngst vergangener Zeit gegenüber der länger zurückliegenden Rechnung trägt und damit eine bessere Übersicht über die Entwicklungen gibt.
Heinz Zemanek

3. Vorlesung. Al Chorezmi (783–850)

Der Namensgeber des Algorithmus
Zusammenfassung
Aus 1001 Nacht kennen wir alle den Kalifen Harun al Raschid, der für das goldene Zeitalter von Bagdad steht. Sein Sohn al Mamun nahm einen Mathematiker in seine Dienste, dessen Name schließlich dem Algorithmus gegeben wurde: al Chorezmi, heute meist al Khowarizmi geschrieben.
Heinz Zemanek

4. Vorlesung. Sprache

Syntax und Semantik in der Informationsverarbeitung
Zusammenfassung
Ohr, Auge, Mund und Hand bilden ein Viergespann im menschlichen Körper, das in enger entwicklungsgeschichtlicher, organisatorischer und gedanklicher Verflechtung die Aufnahme, Wiedergabe und Benützung der Sprache besorgt.
Heinz Zemanek

5. Vorlesung. Von der Einzellösung zur Systemlösung

Eine Wandlung der Technik
Zusammenfassung
Von der Antike bis in unsere Zeit isolierte die Technik ein Arbeitsproblem aus seinem Umfeld heraus und löste es mit Hilfe physikalischer und technischer Kenntnisse.
Heinz Zemanek

6. Vorlesung. Architektonische Leitideen für Systeme

Gedanken zu einer Theorie des Entwurfs
Zusammenfassung
Die gegenseitigen Abhängigkeiten, aber auch das Bedürfnis nach Stil haben den Entwurf zu einer Aufgabe gemacht, für welche die technische Ausbildung nicht ausreicht. Wie im Bauwesen müßte zwischen Bautechnik und Architektur unterschieden werden. Und die Architektur müßte vom Bauwesen auf jede Art von Systementwurf verallgemeinert und nach den Prinzipien, die Vitruv schon vor 2000 Jahren aufstellte, zu einer Sammlung von Leitideen und zu einem besonderen Studien- und Arbeitsgebiet gemacht werden.
Heinz Zemanek

7. Vorlesung. Computer für die Geisteswissenschaften, Geisteswissenschaften für den Computer

Zusammenfassung
Die Geisteswissenschaften brauchen den Computer, und der Computer braucht die Geisteswissenschaften. Diese sind aber auf den Computer noch nicht recht vorbereitet, und die meisten Informatiker sehen noch nicht ein, wie notwendig die Geisteswissenschaften für eine effektive Informationstechnik sind.
Heinz Zemanek

8. Vorlesung. Menschliche und künstliche Intelligenz

Zusammenfassung
Glanz und Kläglichkeit der „Artificial Intelligence“ liegen dicht nebeneinander. Schon die Lösung einer Differentialgleichung im Computer ist ein Stück künstlicher Intelligenz. Was aber das Sondergebiet der Künstlichen Intelligenz, abgekürzt KI, zum Ziel hat, ist die Simulation allgemeiner menschlicher Intelligenzleistung, zu der sich der Computer ebenso eignet wie zur Berechnung. In welcher Relation aber steht ein solches Programm zur menschlichen Intelligenz? Es wird untersucht, welche Rolle dabei das Bewußtsein spielt. Denn der Mensch ist mehr als ein Informationsverarbeitungsautomat — was im Eifer der Programmierung nicht nur vergessen, sondern von manchen sogar geleugnet wird.
Heinz Zemanek

9. Vorlesung. Kunst aus dem Computer

Naturwissenschaftliche Kunst?
Zusammenfassung
Jedes Werkzeug ist zur Hervorbringung von Kunst geeignet, wenn es nur ein richtiger Künstler in die Hand nimmt. Also auch der Computer. Musik wird seit Jahrhunderten auch von Automaten aufgeführt. Griechen und Araber bauten Automaten und sogar Automatentheater. Aber erst die Elektronik hat die automatisch abgespielte Musik ins Überwiegen gebracht, und mit dem Computer sind beachtliche Graphiken hergestellt worden. Der Computer kann komponieren und graphische Muster mit Feinheit über sechs Zehnerpotenzen hersteilen. Diese Muster sind Produkte einer mathematischen Idee, welche von ihrem Promotor Fraktale genannt werden. Und doch merkt man der Computerkunst gewisse Beschränkungen an.
Heinz Zemanek

10. Vorlesung. Technik und Humanismus

Zusammenfassung
Die letzte Vorlesung schließt die philosophische Klammer mit Gedanken zur Wiederver-menschlichung der Technik, die vom Computer — natürlich nur mit unserer Absicht und Entschlossenheit — nicht nur gefördert werden könnte, sondern die vom Computer gefordert wird, nicht in Manifesten, sondern aus der transgalileischen Natur der Informationstechnik heraus, nicht bloß aus idealistischer Überlegung, sondern sogar aus finanzieller Rücksicht. Das stellt eine echte Hoffnung der Informationstechnik dar, die kein Informationsschlaraffenland bringen kann, ja nicht einmal das Informationsbedürfnis vollständig zu stillen vermag. Denn je mehr Information der Mensch bekommt, umso mehr braucht er zusätzlich. Der Mensch ist zur Unterinformiertheit verurteilt. Betrachtet und benützt er aber die Technik auf menschliche Weise, dann kann sie weder zum Selbstzweck werden noch den Menschen überwältigen. Für die Wiedervermenschlichung der Technik kann der Computer zu einer großen Hilfe werden, nicht von selbst, aber wenn er richtig begriffen und eingesetzt wird.
Heinz Zemanek

Nachwort

Zusammenfassung
Das SEL-Stiftungskolleg hat mich durch die Herren Kollegen Prof. Dr. W. Kaiser und Prof. Dr. G. Kohn, eingeladen, im Studienjahr 1988/1989 an der Universität Stuttgart eine Vortragsreihe über das geistige Umfeld der Informationstechnik zu halten. Diese Einladung habe ich mit großer Freude, aber wider besseres Wissen angenommen.
Heinz Zemanek

Backmatter

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