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Über dieses Buch

Der erste Band der Trilogie untersucht historisch und anhand der aktuellen Krisen die Grundbegriffe des Geldes wie Kredit, Zins, Risiko und Kapitalanlage und zeigt, wie mit ihm menschliche Zusammenarbeit organisiert werden kann bzw. könnte. Der Autor zeigt den Nutzen, den das Missverständnis vom Wert des Geldes an sich für die Marktwirtschaft hat, sieht darin aber auch das wesentliche Hindernis zu deren bewusster Veränderung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung und Zusammenfassung zum Gesamtwerk

Geld regiert die Welt. Doch das Geheimnis seiner Macht liegt in seiner Nutzung. Im Kapitalismus hat diese Nutzung als Finanzdienstleistung eine professionelle Form gefunden, die uns als Finanzsystem gegenübertritt. Ohne Geld, das selbst nichts ist, aber doch alles bedeutet, scheint diese Wirtschaft funktionsunfähig zu sein.

Udo Reifner

Geld: Wert oder zirkulationsfähige Forderung?

In einem Lehrbuch der Volkswirtschaftslehre heißt es ähnlich wie in den meisten Stellungnahmen zum Geld auch in anderen Wissenschaften: »In der Vergangenheit hat man viel Mühe darauf verwandt, nach dem ›Wesen‹ des Geldes zu suchen. … Heute beginnt man in der Regel die Analyse des Geldes mit der Frage nach dessen Funktion (als) … Recheneinheit, Tauschmedium (für viele Ökonomen das zentrale Merkmal des Geldes), Wertaufbewahrungsmittel«.

Udo Reifner

Wirtschaft: Kooperation oder Geldgewinn?

Wenn Geld nicht nur Tauschmittel, sondern allgemeines Hilfsmittel in der Wirtschaft ist, dann müssen wir ein Verständnis von Wirtschaft zugrunde legen, das über die Marktwirtschaft hinausgeht. In diesem Verständnis müssen alle Formen praktischen Wirtschaftens heute und in der Geschichte ihren Platz haben. Der enge marktwirtschaftliche Horizont der modernen Wirtschaftswissenschaften bringt uns sonst dazu, wider alles Gefühl und alle Erfahrung das Streben nach Geld als natürlich zu verewigen.

Udo Reifner

Kredit: Ungleichzeitige Kooperation oder Zinsgewinn?

Geld ist selber Kredit und zugleich ein Kreditmittel. Wenn Wirtschaft Kooperation im Streben nach dem guten Leben ist, dann fügt der Kredit jeder Wirtschaftsweise das entscheidende Element produktiver Kooperation hinzu: die Ungleichzeitigkeit. Menschen leisten zu verschiedenen Zeiten etwas und kooperieren doch dabei. Vorsorge (sparen, anlegen) nennen wir den Kredit in die Zukunft, Nachsparen (leihen, mieten) die Nutzung der Ressourcen anderer mit dem Versprechen, zukünftig dafür Leistungen zu erbringen.

Udo Reifner

Zins: Früchte oder Gewinnbeteiligung?

Der Zins ist das historische Rätsel der Kreditgesellschaft. Kaum ein Phänomen des aufkommenden Kapitalismus ist mehr mit Mythen, Fehlvorstellungen, Lobpreisungen wie Verdammung belastet wie die Zinsen. Wer den Kapitalismus als ein gesellschaftlich einsetzbare Methode des Wirtschaftens statt als Heilslehre begreift und die Instrumente wie Kredit und Zinsen bewusster und damit sinnvoll reguliert einsetzen möchte, der muss nicht nur die Frage, was Zinsen sind, sondern auch wie ihre Entstehung zu erklären ist, beantworten.

Udo Reifner

Risiko: Streuung oder Spekulation?

Risiko ist die Wahrscheinlichkeit, mit der belastende Ereignisse in Zukunft eintreten. Aus der Perspektive des einzelnen ist es Unglück oder Schicksal. In dieser Form wurde das Risiko traditionell göttlicher Fürsorge anvertraut oder als Gottes Zorn hingenommen.

Udo Reifner

Provision: Bestechung oder Belohnung?

Provisionen sind Entgelte, die für den Erfolg eines Geschäftes bezahlt werden. Weil als Erfolg nur der Vertrag (Erfolgsmakler), manchmal aber auch schon der Nachweis einer Vertragsmöglichkeit (Nachweismakler) zählt, nicht aber, ob das Geschäft sich für den Mieter, Hauskäufer, Versicherungsnehmer, Anleger auch persönlich »lohnt«, hat die Provision von je her den Nimbus einer Belohnung auch für Betrug an sich.

Udo Reifner

Produkte: Leistung oder Betrug?

Die Finanzkrise 2008 wird oft als Folge davon angesehen, dass Investmentbanker systematisch über den Wert von Kreditforderungen getäuscht haben. Zwar dürfte sie eher dem Umstand geschuldet sein, dass sich mit der EDV ein Berg von Forderungen in einer geschlossenen Geldspirale drehte. Doch diese Spirale entwickelte sich zu einem Strudel, weil Banker spekulierten, obwohl sie den Wertverlust der verbrieften Kreditforderungen bereits kannten oder sogar bewusst herbeiführten (Subprime).

Udo Reifner

Bank: Vermittler, Investor oder Geldvermehrer?

Die Bank steht im Zentrum der Geldwirtschaft. Alles was wir Gutes oder Schlechtes mit dem Geld verbinden nimmt mit ihr personale Gestalt an: Banker, Bankgeschäfte, Bankrecht, Bankensenat, Bankbetriebswirtschaftslehre, Bankenkrise, Bankgewinne, Bankenkonkurs, Bankenkollaps, Bankensicherheit, Bankenmentalität. Der Tisch, auf dem im Mittelalter in Italien Geld gewechselt wurde, nannte sich Banco.

Udo Reifner

Backmatter

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