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Über dieses Buch

Über die letzten Jahrzehnte ist ein anhaltender Wandel der Arbeitsbelastung durch die fortschreitende Technisierung und Computerisierung in allen Gesellschaftsbereichen sowie durch das Verlagern der Beschäftigungen in die Informationsverarbeitungs- und Dienstleistungstätigkeiten wahrnehmbar. Somit nahm auch das Bewusstsein in der Forschung, der Politik und der Arbeitswelt über die Ausmaße der Gesundheitsfolgen von der psychischen (Fehl-)Belastung am Arbeitsplatz zu. Eine Prämisse zur Verfolgung arbeitswissenschaftlicher Prinzipien für den nachhaltigen Gesundheitserhalt liegt in dem validen, objektiven, praktikablen und nicht zuletzt in dem ökonomischen „Detektieren“ etwaiger (Fehl-)Belastung an Arbeitsplätzen. Die Idee, das endogene, spontane und unwillkürliche Lidschlagverhalten des Menschen und insbesondere die Lidschlag- oder Lidschlussfrequenz als objektiven Indikator für die aktuelle kognitive Beanspruchung zu nutzen, ist nicht neu. Trotz der recht zahlreichen Studien sind die Erkenntnisse bis heute nicht hinreichend. Norman Reßut widmet sich daher der Zielstellung, die aktuelle Erkenntnislage vom Zusammenhang der psychisch (mentalen) Belastung/ Beanspruchung und dem Lidschlagverhalten in Teilen zu überprüfen und zu erweitern.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Problem- und Zielstellung

Zusammenfassung
Der über die letzten Jahrzehnte anhaltende Wandel der Arbeitsbelastung durch die fortschreitende Technisierung und Computerisierung in allen Gesellschaftsbereichen, sowie durch das Verlagern der Beschäftigungen in die Informationsverarbeitungs- und Dienstleistungstätigkeiten, erweiterten den Fokus von der physikalischen Arbeitsbelastung (Lärm, Hitze, Kälte, Schadstoffe, körperliche Belastung usw.)hin zu einer psychischen Berufsbelastung (siehe Kapitel 2 Bockelmann.2011). Das zunehmende Bewusstsein in der Forschung, der Politik und der Arbeitswelt über die Ausmaße der Gesundheitsfolgen von der psychischen (Fehl-)Belastung am Arbeitsplatz ist wahrnehmbar. Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) belief sich die Anzahl ausgefallener Arbeitstage für 2012, begründet durch psychische Erkrankungen, auf rund 60 Millionen (BMAS/BAuA.2014)
Norman Reßut

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen und Stand der Forschung

Zusammenfassung
Für die Beantwortung der gerade dargelegten Fragestellungen, vom quantifizierbaren Zusammenhang zwischen Lidschlagverhalten und der psychischen (mentalen) Belastung/ Beanspruchung, ist das Darlegen der tangierenden theoretischen Grundlagen wesentlich. Dafür werden im Zuge dieses Abschnittes kurz der allgemeine Wandel der Arbeit sowie die immanent vorherrschende psychische Belastung/ Beanspruchung und deren Bewertung dargelegt, als auch deren Zusammenhang zur menschlichen Kognition diskutiert.
Norman Reßut

Kapitel 3. Hypothesen

Zusammenfassung
Zur Beantwortung der Forschungsfragen, welche im Abschnitt 1 zur Problem- und Zielstellung dargelegt wurden, dienen der formulierte Hypothesenkomplex H.I des Abschnitts 3.2 zur explanativen Untersuchung der Lidschlagfrequenz in unterschiedlich hohen psychischen (mentalen) Belastungssituationen und der Hypothesenkomplex H.II des Abschnitts 3.3 zur exploratorischen Suche nach einem Muster im Lidschlagverhalten während unterschiedlich hoher psychischer (mentaler) Belastung. Der Hypothesenkomplex H.0 setzt sich vorerst mit der Prämisse von einer manipulierbaren, unabhängigen Variablen des zugrundeliegenden experimentellen Forschungsdesigns auseinander.
Norman Reßut

Kapitel 4. Untersuchungsmethodik

Zusammenfassung
Eine hohe Relevanz bei quantitativen, empirischen Forschungsstudien liegt auch in der Replizierbarkeit der jeweiligen Untersuchung und deren Ergebnisse. Über erfolgreiche Replikationen bewähren sich die Befunde der Studien und das Vertrauen in deren Ergebnisse wird erhöht (siehe die folgenden Absätze zum Kritischen Rationalismus).
Norman Reßut

Kapitel 5. Ergebnisse

Zusammenfassung
Von den ursprünglich 64 Proband*innen, mit denen das Laborexperiment durchgeführt wurde, flossen nicht alle in die weiterführenden Betrachtungen der zugrundeliegenden Studie ein. Der Ausschluss von spezifischen Datensätzen einzelner Proband*innen aus der Ergebnisbildung erfolgte aus drei Gründen (1.)–(3.).
Norman Reßut

Kapitel 6. Diskussion und kritische Methodenbetrachtung

Zusammenfassung
Die zugrundeliegende Arbeit stellt sich der theoretischen und praktischen Herausforderung, die aktuelle Erkenntnislage vom Zusammenhang der psychisch (mentalen) Belastung und dem menschlichen Lidschlagverhalten in Teilen zu prüfen und zu erweitern. Dieser Herausforderung subsumierten sich zwei Hauptfragestellungen. Zum einen, ob die vorherrschende inkonsistente Datenlage zur Lidschlagfrequenz während verschiedener psychischer (mentaler) Belastungssituationen, mittels aktueller IMT aufgelöst werden kann.
Norman Reßut

Kapitel 7. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Zur Beantwortung der ersten im Abschnitt 1 formulierten wissenschaftlichen Fragestellung, ob unter Einsatz aktueller IMT, die durchschnittliche Lidschlagfrequenz direkt als Indikator für eine höhere psychische (mentale) Belastung/ Beanspruchung fungieren kann, wird folgendes konstatiert. Mit den in dieser Arbeit eingesetzten Methoden und Methodologien ist es nicht gelungen, die durchschnittliche Lidschlagfrequenz des Menschen, über verschieden hohe psychische (mentale) Belastungsreize, signifikant zu verändern.
Norman Reßut

Backmatter

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