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Über dieses Buch

Der Fortschritt in der Kommunikationstechnik erlaubt es, auch sehr komplexe Informationsstrukturen ohne regionale und zeitliche Limitierung zu verbreiten, was eine schnelle, optimale globalstrategische Nutzung aller verfügbaren Ressourcen möglich macht. Die hierdurch hervorgerufenen strukturellen Veränderungen in der Weltwirtschaft sind weder aufzuhalten noch umkehrbar. Dies führt zwangsläufig zu langfristigen weltweiten Umschichtungen und Umverteilungen von Märkten, Machtbefugnissen, Arbeitsteilungen, Einkommen und Vermögenswerten. Parallel dazu führen große Unterschiede der Lebensumstände in den unterschiedlichen Regionen dieser Welt zu starken Wanderungsbewegungen von Arbeitsuchenden und Flüchtlingen. Der Umstrukturierungsprozess der Weltwirtschaft, der hierdurch in Gang gesetzt wird, erfolgt in einem Umfang und mit einer Geschwindigkeit, der große Anforderungen an die Flexibilität, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit aller betroffenen Volkswirtschaften, der in ihnen tätigen Unternehmen und damit an uns alle stellt. Diesen Umstrukturierungsprozess möglichst reibungsfrei, ohne Aggressivität in wirtschaftlicher, politischer und auch militärischer Hinsicht zustande zu bringen, ihn friedlich, als Evolution und nicht als Revolution zu verstehen und zu managen, das ist die Aufgabe unserer Zeit. Rudolf R. Wolf nimmt ihn nach der 1. Auflage von 1996 ein zweites Mal in den Blick.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Entstehung des Machiavelli-Syndroms

Zusammenfassung
Das Tempo der strukturellen Veränderungen in der Weltwirtschaft erzwingt ein fast schlagartiges Umdenken in etablierten Wirtschaftssystemen. Moderne Techniken und Arbeitsstrukturen können bei Newcomern ohne Rücksichten auf überkommene, historisch gewachsene Strukturen nach den neuesten Erkenntnissen eingerichtet werden. Die hierdurch erwachsende Konkurrenz erzwingt einen permanenten Anpassungsprozess in bestehenden Unternehmen.
Analog zu einem lebenden Organismus steht das Machiavelli Syndrom als Merkmal für den Alterungsprozess einer Organisation. So, wie ein alternder Organismus immer weniger Kraft hat, sich gegen Krankheitserreger zu wehren, wird eine alternde Organisation immer weniger in der Lage sein, selbstreinigend erforderliche Anpassungsprozesse durchzuführen.
Wilhelm R. Wolf

2. Das Theater-Syndrom: Ein Syndrom des karzinogenen Bereichs

Zusammenfassung
Unterschiedliche Bereiche einer Organisation haben unterschiedliche Aufgaben, um eine effiziente Arbeitsteilung zu ermöglichen. Zwischen einigen Abteilungen bestehen vielfach Konflikte, die durch die unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Interessen der Abteilungsfunktionen hervorgerufen werden. Diese notwendige Rollenverteilung entwickelt sich zu einem Problem für das Unternehmen oder den Staat, wenn die gemeinsame Diskussionsgrundlage nicht mehr vorhanden ist und die an sich sinnvollen Konfliktpotentiale mehr und mehr anfangen, ein Eigenleben zu führen.
Wilhelm R. Wolf

3. Das Panik-Syndrom: Ein Syndrom der infektiösen Art

Zusammenfassung
Haben Sie schon einmal mit einem Kollegen zusammengearbeitet, bei dem alles immer zu spät fertig war, bei dem Termine nie eingehalten wurden? Wo der Aufwand für nachträgliche Aufarbeitungen, für Diskussionen und für die schadensbegrenzenden Maßnahmen, in keinem Verhältnis mehr stand zur verfügbaren Zeit für effiziente Arbeit, ganz zu schweigen von Planungstätigkeiten? Da alles immer flexibel gehalten werden musste, für die Katastrophenfälle, die sowieso immer dazwischenkamen, war jede planerische Aktivität reine Zeitverschwendung und landete garantiert in der Schublade. Unabhängig davon, was gerade gemacht wurde, es gab immer etwas Wichtigeres zu tun. Im Endeffekt beschuldigte jeder jeden. Wenn Sie eine solche Situation selbst erlebt haben, kennen Sie das Panik-Syndrom aus eigener Erfahrung.
Wilhelm R. Wolf

4. Das Handicap-Syndrom: Ein Syndrom verursacht durch Lernbehinderungen

Zusammenfassung
Vorausgesetzt, dass Organisationen mehr sind als nur die Addition von Einzelintelligenzen, dass sie in der Lage sind, eine eigene Intelligenz zu entwickeln und zu lernen, dann muss es auch möglich sein, Hindernisse, die diesem Lernprozess im Wege stehen, zu beseitigen und den Lernfortschritt erheblich zu verbessern.
Wilhelm R. Wolf

5. Das Doktor-Syndrom: Ein Syndrom des psychischen Bereichs

Zusammenfassung
Die Verantwortlichkeit des Managements oder einer Regierung für die Folgen des eigenen Handelns ist allumfassend, sie betrifft das Unternehmen oder den Staat als Ganzes. Diese Verantwortung auf Berater oder Gutachter und deren Ratschläge oder wie auch immer gestaltete Theorien abzuwälzen, ist daher nicht zulässig. Der Zwang zur fehlerlosen Pflichterfüllung, selbst wenn die notwendige Kompetenz zur Erfüllung der Aufgaben vorhanden ist, kann bei der Ausprägung des Machiavelli-Syndroms eine Flucht in die Nicht-Verantwortung hervorrufen. Dies ist die Hauptursache, die zur Entwicklung des Doktor-Syndroms führt.
Wilhelm R. Wolf

6. Syndromprophylaxe und Syndromtherapie: Organisationshygiene

Zusammenfassung
Die Möglichkeiten des World Wide Web und der weltweiten Logistik ermöglichen es jedem potentiellen Wettbewerber, Produktionsstätten am kostengünstigsten Standort zu errichten und Märkte an jedem beliebigen Ort der Welt zu bedienen. Zusammen mit den vorhandenen computerunterstützten Techniken im Design, Engineering und in der Produktion können jederzeit, auch im entferntesten Winkel der Erde, komplexe Wissenstrukturen bei gegebener Vorbildung der dort Beteiligten eingesetzt werden. Dies führt zwangsläufig zu einem internationalen wirtschaftlichen Gesamtoptimierungsprozess, der sich in seinem Umfang und in seiner Härte der Vorstellungskraft der meisten Politiker in letzter Konsequenz immer noch zu entziehen scheint.
Die Beurteilung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und die richtige Anwendung der zur Syndromprophylaxe und Syndromtherapie vorhandenen Instrumente sind sowohl für Unternehmen, als auch für Staaten überlebenswichtig.
Wilhelm R. Wolf

7. Ausblick: Die Arbeitswelt der Zukunft – Unser Weg in eine virtuelle Gesellschaft

Zusammenfassung
Um zukünftige Entwicklungen besser zu verstehen, ist ein historischer Rückblick auf den bisherigen globalen Sozialisierungsprozess der Menschheit hilfreich. In Folge dieses fortschreitenden Sozialisierungsprozesses werden historisch gewachsene hierarchische Strukturen zunehmend durch wesentlich effektivere Netzwerkstrukturen ersetzt. Damit diese Netzwerkstrukturen zur vollen Entfaltung ihres Potentials kommen können, muss jeder Teilnehmer des Netzwerkes zu jeder Information Zugang haben. Die hierbei auftretenden Probleme der notwendigen Vertraulichkeit und Abgrenzung der Netzwerke untereinander sind grundsätzlich nicht neu, die Problemlösungen müssen aber einem neuen Umfeld angepasst und ergänzt werden.
Hier ist der Gesetzgeber, auch im internationalen Kontext in der Pflicht, die notwendigen gesetzlich durchsetzbaren Rahmenbedingungen zu schaffen.
Wilhelm R. Wolf
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