Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Das Internet hat sich durch seine Verhäuslichung massenhaft verbreitet: Wie verlief der Anschaffungsprozess? Wie haben Paare das Internet in ihren Alltag eingefügt und welche Veränderungen brachten mobile Technologien? Wie haben sich die häuslichen Medienrepertoires und Kommunikationskulturen verändert? Diese und weitere Fragen beantwortet die qualitative Langzeitstudie mit Paarhaushalten. In ethnografisch orientierten Haushaltsstudien wurde ein systematisch zusammengestelltes Sample von 25 Paaren zwischen 2008 und 2016 viermal zu ihrem häuslichen Medienhandeln befragt. Ergänzt werden die Befunde durch eine Untersuchung von 16 Paaren der Online-Avantgarde im Jahr 2016.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung des Projekts und ausgewählte Befunde

Zusammenfassung
Ab Mitte der 1990er Jahre begannen Haushalte in Deutschland sich einen privaten häuslichen Internetanschluss zuzulegen. Anfänglich waren es erst wenige, gleichwohl war dies der Beginn der massenhaften Verbreitung des Internets ab den 2000er Jahren und legte das Fundament für die heutige Bedeutung von Onlinemedien im Alltag der Bevölkerung.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 2. Theorierahmen: Mediatisierungs- und Domestizierungsansatz

Zusammenfassung
Das Forschungsprojekt ist dem Feld der Aneignung neuer Medientechnologien zuzuordnen und knüpft theoretisch am Mediatisierungsansatz sowie am Domestizierungsansatz an und verbindet diese. Grundsätzlich stellen wir das Nutzerhandeln ins Zentrum unserer Überlegungen. Denn nicht die Medientechnologie ‚wirkt‘, sondern im Zusammentreffen von technologischen Potenzialen und den Aneignungsweisen der Nutzer*innen wird die Bedeutung der Technologien konstituiert.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 3. Methodisches Vorgehen

Zusammenfassung
Wir geben im Folgenden zunächst einen Überblick zum Aufbau der qualitativen Langzeitstudie, die wir zur Analyse der Domestizierung des Internets und der Mediatisierung des Zuhauses durchgeführt haben. Sodann erläutern wir wesentliche Grundprinzipien des methodischen Designs. Anschließend wird die Konzeption der einzelnen Erhebungs- und Auswertungsverfahren differenziert vorgestellt.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 4. Der Einzug des Internets in die häusliche Sphäre: Rückblick auf die Anschaffungsprozesse

Zusammenfassung
Als wir das erste Teilprojekt unserer Langzeitstudie zwischen 2008 und 2010 durchgeführt haben – und noch gar nicht wussten, dass wir dieses würden fortführen können –, zielten unsere Fragestellungen auf zwei Ebenen: Zum einen wollten wir die damalige Internetnutzung der Paare im häuslichen Alltag erforschen, wozu die späteren Buchkapitel Auskunft geben (siehe Kapitel 5–9). Zum anderen wollten wir mit den Paaren, die zum Zeitpunkt des ersten Interviews alle das Internet bereits zuhause hatten, rekonstruieren, wie es zur Anschaffung gekommen war. Dieser Zehn-Jahres-Rückblick auf die erste Zeit mit dem Internet steht im Zentrum dieses Kapitels.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 5. Räumliche Arrangements und häusliche Kommunikation: Von der separaten Platzierung bis zur mobilen Allgegenwart des Internets

Zusammenfassung
Wir möchten in diesem Kapitel zeigen, wie Praktiken der Internetnutzung, räumliche Arrangements und häusliche Kommunikationsweisen interagieren. Mit räumlichen Arrangements bezeichnen wir hier die Platzierung eines (neuen) Mediums in Verbindung mit seinen Nutzungsweisen und seinen Bedeutungen im häuslichen Kontext.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 6. Das Internet im Medienrepertoire: Die Koexistenz alter und neuer Medien in den Haushalten

Zusammenfassung
Mit der Anschaffung des Internets für zuhause erweitert sich das Medienrepertoire. Jedes Medium erfüllt für die Nutzer und Nutzerinnen spezifische Funktionen im Alltag. Tritt ein neues Medium hinzu, kann es in der Konsequenz zu Verschiebungen der Funktionen und zu Veränderungen der Nutzungsweisen aller Medien kommen.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 7. Alltagsumbrüche als Dynamisierung der häuslichen Onlinenutzung

Zusammenfassung
Dieses Kapitel analysiert Aneignungsprozesse von Medien vor dem Hintergrund der Veränderung der persönlichen Lebenssituation. Es wird dargestellt, inwiefern die Paare im Sample ihre Onlinenutzung im Zuge einschneidender Lebensveränderungen – im folgenden Alltagsumbrüche genannt – veränderten. Dabei kann es sich um Ereignisse wie eine Trennung, einen Umzug oder Elternschaft handeln.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 8. Häusliche Geschlechterkonstellationen mit dem Internet im Wandel

Zusammenfassung
Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit der Frage nach der Bedeutung von Geschlecht in der Domestizierung des Internets und im mediatisierten Zuhause. In Kapitel 4 wurde bereits herausgearbeitet, inwiefern Geschlecht bei dem Zugang zum Internet eine Rolle spielt und wie durch die Domestizierung des Internets insbesondere für Frauen Teilhabe am neuen Medium entstand. Im Folgenden wird an diese Befunde angeknüpft und die Zeit nach der Anschaffung untersucht.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 9. Häusliche Berufsarbeit mit dem Internet: Entgrenzungsprozesse

Zusammenfassung
In diesem Kapitel geht es um den Zusammenhang zwischen der Domestizierung des Internets und der damit einhergehenden häuslichen Integration (mobiler) onlinefähiger Medien und der Entgrenzung von Berufsarbeit in das Zuhause. Wir argumentieren, dass das Erledigen beruflicher Tätigkeiten zuhause in weiten Teilen ein Mediatisierungsphänomen ist, weil ohne die Nutzung onlinebasierter Medien das Arbeiten jenseits betrieblicher Kontexte in vielen Berufen nicht möglich wäre.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Kapitel 10. Die Online-Avantgarde: Eine kontrastierende Studie zur Konvergenz im häuslichen Medienhandeln

Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt Befunde zum konvergenten Medienhandeln im Häuslichen vor, die im Rahmen von kontrastierenden Haushaltsstudien erhoben wurden. Wir haben diese Analysen durchgeführt, weil wir Paare untersuchen wollten, die sich bezüglich ihres Medienhandelns vom ursprünglichen Sample (siehe Abb. 3.2) deutlich unterscheiden, um empirisch ein breiteres Spektrum häuslichen Medienhandelns zu erfassen: Aus den Befunden der Panelstudie ging deutlich hervor, dass das Ursprungssample das mediale Internet nur in begrenztem Maß nutzt. Deshalb wollten wir mehr über das Medienhandeln von Paaren wissen, die ihre Nutzung fest in den Alltag integriert haben.
Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

Backmatter

Weitere Informationen