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Über dieses Buch

Diese Einführung bietet eine medientheoretisch fundierte und systematische Darstellung der Grundstrukturen des bundesdeutschen Mediensystems und seiner kommunikationspolitischen Genese seit 1945. Im Mittelpunkt stehen die ökonomischen, politischen, rechtlichen und technischen Grundlagen und Funktionsweisen der Medien öffentlicher Kommunikation (Buch, Presse, Rundfunk, Film, Online-Medien). Darüber hinaus werden die medienübergreifenden Rahmenbedingungen (Medienverfassung) und Infrastrukturen (Nachrichten-, PR- und Werbeagenturen, Telekommunikation) dargestellt und aktuelle Trends des Mediensystems aufgezeigt.Für die zweite Auflage wurde der Band überarbeitet und aktualisiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Medien und Mediensystem

In diesem Kapitel werden die begrifflichen Grundlagen und Kriterien für die systematische Analyse der deutschen Medien erläutert. Der Titel dieses Buches unterstellt, dass es in Deutschland nicht nur unterschiedliche Medien gibt, sondern dass diese eine Gesamtheit als systematischen Zusammenhang bilden: ein aus kleineren Einheiten (Elementen oder Komponenten) zusammengesetztes „Ganzes“ (gr. Sýstema), das zudem trotz Globalisierung und europäischer Integration geografisch oder politisch abgrenzbar ist. Erörtert wird in diesem Kapitel, in welchem Sinn von einem Mediensystem hier die Rede sein kann und was mit den Medien, die hier ein „System“ bilden, eigentlich gemeint ist. Diesem Zweck dient ein differenzierter kommunikationswissenschaftlicher Medienbegriff, der neben der technischen Basis weitere Dimensionen berücksichtigt: Medien werden als Zeichensysteme verstanden, deren Organisation und Institutionalisierung untersucht werden soll. Dabei müssen mediensemiotische (Zeichentypen), kommunikationssoziologische (Akteure, Rollen und Regeln), medienökonomische (Medienunternehmen und -märkte), kommunikationspolitische sowie medienrechtliche und -ethische (Regulierung und Selbstregulierung von Medien) Perspektiven zusammenwirken.

Klaus Beck

Kapitel 2. Der normative Rahmen des deutschen Mediensystems

Bevor wir die einzelnen Medien bzw. Medienteilsysteme genauer analysieren, soll hier zunächst der normative Rahmen des deutschen Mediensystems in der gebotenen Kürze dargestellt werden. Es geht dabei um die medienübergreifenden rechtlichen und ethischen Grundlagen, auf denen die publizistischen Medien insgesamt basieren. Die für einzelne Medienfelder wie Buch, Film, Rundfunk oder Onlinemedien spezifischen gesetzlichen Regelungen und Selbstkontrollinstitutionen werden hingegen in den folgenden Kapiteln behandelt (vgl. Kap. 4).

Klaus Beck

Kapitel 3. Infrastrukturen des deutschen Mediensystems

Alle publizistischen Medien sind auf Infrastrukturen angewiesen, um an Themen, Nachrichten und andere Medieninhalte zu gelangen, die sie für die öffentliche Kommunikation zur Verfügung stellen: Redaktionen der Presse und des Rundfunks sowie der Onlinemedien fungieren als Vermittler, d. h. sie benötigen selbst Quellen für Nachrichten. Hierfür greifen sie vor allem auf Nachrichtenagenturen zurück. Auch Pressestellen und PR-Agenturen beliefern Medien mit Inhalten, die sie im Interesse von Unternehmen, Verbänden, Organisationen oder Regierungen verbreiten. Und schließlich zählt auch Werbung nicht nur zu den weit verbreiteten Medieninhalten, sondern stellt eine wichtige Finanzierungsquelle des deutschen Mediensystems dar. Für alle drei Zwecke greifen die meisten Medien in Deutschland auf spezialisierte Agenturen zurück, die jedoch nach ganz unterschiedlichen Logiken und Normen arbeiten, weil sie verschiedene Ziele verfolgen. Diese medienübergreifenden Infrastrukturen auf der Beschaffungsseite werden in diesem Kapitel dargestellt. Abschließend geht es dann um die wichtigsten Infrastrukturen für Verbreitung und Vertrieb von Medien.

Klaus Beck

Kapitel 4. Die publizistischen Medien

Imfolgenden Kapitel wird das Buch als ältestes publizistisches Medium zunächst semiotisch und technisch charakterisiert: Herstellung und Verbreitung technisch und massenhaft mittels Druckpresse (und mittlerweile auch in digitalem Format) reproduzierte linearere Langtexte kennzeichnen die Buchkommunikation. Aus der Organisationsperspektive werden daher die Strukturen und Funktionen des Buchwesens vorgestellt: Ausgehend von den Autoren werden in einem arbeitsteiligen Verfahren Texte durch Lektoren ausgewählt und für die Publikation vorbereitet sowie durch Verleger finanziert und vermarktet. An diesen herstellenden Buchhandel schließt mit einem für Deutschland sehr spezifischen und weltweit einzigartigen Groß- und Einzelhandesssystem der verbreitende Buchhandel an. Erläutert werden die Rollen der beteiligten Akteure sowie dieGeschäftsmodelle und Strategien der Verlage sowie die besonderen Strukturen des Buchmarktes.

Klaus Beck

Kapitel 5. Dynamik des deutschen Mediensystems

In diesem Kapitel geht es um den Wandel des Mediensystems, der anhand von vier Spannungsfeldern im Überblick aufgezeigt wird: Diskutiert werden dabei die Kontexte und widersprüchlichen Folgen der aktuell zu beobachtenden 1) Digitalisierung und Vernetzung, die einerseits zu einem Zusammenwachsen (Konvergenz) von Medien, andererseits zu einer Differenzierung des Medienangebotes führen. Auch die 2) Liberalisierung der Medien hat zu paradoxen Entwicklungen geführt: Einerseits hat sich der Staat aus vielen Aufgaben der Medienregulierung und den Monopolen im Kommunikationssektor zurückgezogen.

Klaus Beck

Kapitel 6. Das deutsche Mediensystem im Überblick

Dieses Kapitel vermittelt einen zusammenfassenden Überblick des deutschen Mediensystems, wie es im vorliegenden Band detaillierter untersucht wird. Auf den erneuten Nachweis der Einzelinformationen wird hier aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet (vgl. hierzu Kap. 3 und 4).

Klaus Beck
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