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Über dieses Buch

Michael Waltinger beschreibt in dieser Medienethnografie die Mobiltelefonaneignung im urbanen Alltag einer Gemeinde in Eastlands Nairobi (Kenia). Besondere Berücksichtigung findet dabei die Verwobenheit des Alltagsmedienhandelns mit den soziostrukturellen Lebensbedingungen der Menschen, um das Medienhandeln auf Subjektebene in die gesellschaftlichen Strukturen auf Makroebene zu stellen. Während das Mobiltelefonhandeln vielfältige Lebensbereiche umfasst und den Geräten als ambivalente Artefakte unterschiedlichste Einflüsse positiver wie negativer Natur zugeschrieben werden, so gehören diese im kontemporären Nairobi zum way of life: Sie sind Symbol für die Teilhabe am globalen Dorf, komplex zu dechiffrierende Zeichen sozialer Distinktion sowie Signifikate einer lokal verorteten Afromoderne.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

TEIL A: PROBLEMSTELLUNG UND THEORETISCH-GEGENSTÄNDLICHE GRUNDLAGEN

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Kapitel 1. Einleitung und Aufbau der Arbeit

Afrika hat historisch eine lange Tradition des globalen Handels und dem damit verbundenen Konsum „außerafrikanischer Güter“ (Hahn, 2007, S. 202), wobei auf dem afrikanischen Kontinent im Gegensatz zu anderen – bspw. asiatischen – Weltregionen „kaum je eine grundsätzliche Ablehnung der fremden Waren auftrat“ (ebd.). Im Sinne kultureller Aneignung ergaben sich dabei jedoch i.d.R.
Michael Waltinger

Kapitel 2. Eigene Vorarbeiten und Forschungsstand zu Beginn der Arbeit

In der Folge dieses Kapitels wird zum einen skizziert, in welchen eigenen Vorarbeiten bzw. Bezugspunkten das vorliegende Forschungsprojekt seinen Ursprung nimmt. Zum anderen wird ein sich hieraus ergebendes Forschungsinteresse formuliert – welches detaillierter in Kap. A3 ausformuliert werden wird – und der diesbezügliche Forschungsstand zum Zeitpunkt der Formulierung dieser Desiderata um das Jahr 2012 (also auch: vor dem ersten Feldeintritt via Pilotfeldphase im Oktober 2012, vgl. Kap. B8.2) aufgearbeitet.
Michael Waltinger

Kapitel 3. Erkenntnisinteresse und Hauptfragestellung

Die obigen Ausführungen und die dort identifizierten Desiderate nochmals zusammenfassend kann konstatiert werden, dass über den Forschungsgegenstand in seinem konkreten Zuschnitt eher weniger spezifisches Vorwissen vorliegt. Für das, was an Vorwissen vorhanden ist gilt, dass dieses eher parzelliert vorliegt und sich auf gewisse, mehr oder minder isoliert betrachtete, Einzelbereiche konzentriert und dabei i.d.R. Ressourcenbezüge und/oder soziostrukturelle Aspekte wie Lebenslagen oder Medienkompetenzen kaum umfassende Berücksichtigung finden.
Michael Waltinger

Kapitel 4. Theoretisch-konzeptuelle Bezüge für die medienethnografische Feldforschung

Der hier nun folgende Abschnitt soll im Wesentlichen zwei miteinander verbundenen Zwecken dienen. Zum einen soll es in der Folge darum gehen, die aus der oben entwickelten Hauptfragestellung und damit für die Arbeit zentralen Hauptbegriffe theoretisch-konzeptuell zu klären. Dies sind v.a. die Begriffe bzw. Konzepte (1) Alltag bzw.
Michael Waltinger

Kapitel 5. Entfaltung des Forschungsgegenstands für die medienethnografische Feldforschung

Ähnlich, wie dies bereits in den einführenden Zeilen zum vorhergehenden Kapitel der theoretisch- konzeptuellen Bezüge bemerkt wurde, geht es auch in der Folge dieses Kapitels hier nun darum, die aus der Hauptfragestellung sowie dem Titel der Arbeit resultierenden – und über obige theoretisch-konzeptuelle Rahmung hinaus – stärker gegenstandsbezogenen Aspekte weiter zu klären. Dies betrifft hier sodann v.a. die begrifflichen Größen des urbanen Kenia sowie des Mobiltelefons.
Michael Waltinger

Kapitel 6. Kondensation Teil A: Leitfragenbereiche und Subfragestellungen von Erkenntnisinteresse und Hauptfragestellung

Mit den bis an diese Stelle vorgenommenen Ausführungen ist nun das anfängliche Theorieund Sachverständnis entwickelt, expliziert und offengelegt, mit welchem ins Feld geschritten wird und welches im Sinne gedankenleitender Konstrukte in die durchzuführenden Feldforschungen einfließen und diese bei allem Bemühen um weitere Offenheit doch auch mit leiten wird – sei dies bspw. hinsichtlich des inhaltlichen Fokus in den zum Einsatz kommenden Erhebungsmethoden oder in der Auswahl von TeilnehmerInnen und/oder Feldlokalitäten. Ein weiteres Ziel dieser Theorie- und Sachverständnisentwicklung bis an diese Stelle war die Eröffnung der Möglichkeit, die eingangs auf Basis des Erkenntnisinteresses formulierte forschungsleitende Hauptfragestellung unter Zuhilfenahme von Implikationen aus diesen Klärungen möglichenfalls in Leitfragenbereiche konkretisieren zu können.
Michael Waltinger

TEIL B: DARSTELLUNG DES FORSCHUNGSANSATZES, DES MEDIENETHNOGRAFISCHEN FELDFORSCHUNGS-PROZESSES SOWIE DER METHODEN DER DATENERHE-BUNG UND -ANALYSE

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Kapitel 7. Methodologische Grundlagen und Begründung des Forschungsansatzes

In der Folge dieses Kapitels wird nun zunächst die Ethnografie als dem der vorliegenden Forschungsarbeit zugrunde liegenden Forschungsansatz begründet ausgewählt (Kap. B7.1). Der ethnografische Ansatz wird sodann methodologisch fundiert, in der interpretativen bzw. symbolischen Anthropologie nach Geertz verankert und in diesem Zuge auch die Schlüsselbegriffe Verstehen, Kultur, Bedeutung und Sinn für diese Arbeit geklärt (Kap. B7.2).
Michael Waltinger

Kapitel 8. Medienethnografische Forschung im Feld

In Anschluss an die methodologische Grundlegung der Arbeit und die Begründung medienethnografischer Feldforschung als Forschungsansatz findet nun die Darstellung des Feldforschungsprozesses bzw. der Feldarbeiten selbst statt. Wie in der Folge zu entfalten sein wird, war die Feldforschung ein iterativer Prozess. Verschiedene Aspekte wie etwa der letztliche Feldzugang und -zuschnitt haben sich in diesem Prozess ebenso organisch wie unter systematischer Überlegung entwickelt und waren dabei in der sich letztlich darstellenden Form kaum absehbar.
Michael Waltinger

Kapitel 9. Methoden der Datenerhebung

Während das vergangene Kap. B8 vornehmlich die Entwicklung des Feldforschungsprozesses selbst im Blick hatte, spielten auch dort Erhebungsmethoden bereits eine Rolle. Im Kontext dieser Ausführungen zur Feldforschung galt der Blick auf die Erhebungsmethoden allerdings noch vornehmlich der begründeten Darstellung des Prozesses des Ausprobierens, Verwerfens und letztlichen Wählens der verschiedenen Erhebungsmethoden, die im Rahmen dieser Medienethnografie zu einem jedweden Zeitpunkt insgesamt jemals eine Rolle spielten. Während dabei begründet bspw. einige Methoden verworfen wurden (etwa die mobile Selbstdokumentation), andere Methoden in anderen Bahnen verliefen als angedacht (etwa die Handysprechstunde) und wieder andere initial angedachte Methoden durch Methodenäquivalente ersetzt wurden (etwa die Ersetzung des episodischen Interviews durch das ethnografische Interview), findet innerhalb dieses Kap. B9 nun eine detaillierter Darstellung jener Methoden statt, mit welchen gemäß der Ausführungen in Kap. B8 letztlich der Hauptdatenkorpus der vorliegenden Medienethnografie generiert wurde.
Michael Waltinger

Kapitel 10. Aufbereitung und Analyse des empirischen Materials

Während sich die Aufbereitung und Analyse des in der vorliegenden Medienethnografie erhobenen Datenmaterials in der chronologisch-linearen Struktur des vorliegenden Forschungsberichts der Feldforschung anschließt, so fanden dennoch – wie in Kap. B7.1 sowie den jeweiligen Zwischenfazits in Kap. B8 dargestellt – immer wieder analytische Zwischenschritte statt. Wie in Kap. B7.3 beschrieben, macht die Medienethnografie im hier spezifizierten Zuschnitt letztlich jedoch nur eine umfassende Analyse des gesamten gesammelten bzw. generierten Materials am Ende der Feldforschungen.
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TEIL C: AUSWERTUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG

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Kapitel 11. Lebenslagen als Aneignungskontexte in den Lokalitäten der Feldstudie

Zur Eröffnung der Ergebnisdarstellung der Mobiltelefonaneignung im Alltag werden nun zunächst die Lebenslagen der Menschen im untersuchten Feld dargestellt, so dass der Kontext dahingehend gesetzt ist, im Rahmen welcher äußeren Bedingungen und Ressourcenbezüge (sowie deren Wahrnehmung durch die Menschen) das Alltagsmedienhandeln stattfindet – und somit jene Horizonte eröffnet sind, welche das Alltagsmedienhandeln mit bedingen und vor denen dieses erst angemessen eingeordnet und verstanden werden kann. Damit entspricht dieses Kap. C1 der Beantwortung des in Kap. A6 formulierten Leifragenbereichs Lebenslagen.
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Kapitel 12. Alltagsmedienhandeln in den Lokalitäten der Feldstudie

Im Anschluss an die oben vorgenommene Darstellung der Lebenslagen der Menschen im Sinne einer Kontextsetzung jener äußeren Bedingungen und Ressourcenbezüge, vor deren Hintergrund das Alltagsmedienhandeln stattfindet, findet nun die Darstellung besagten Alltagsmedienhandelns selbst statt. Dieser Teil wird zunächst eingeleitet von einer Darstellung jener Medien, mit welchen die Menschen im Alltag überhaupt typischerweise umgehen – und welcher Stellenwert dem Mobiltelefon innerhalb ebendiesem „Medienensemble, mit dem heute jedermann umgeht“ (Bausinger, 1984, S. 66) (= Alltagsmediensetting), zukommt (Kap. C12.1). Von hier aus weiter den Gegenstand Mobiltelefon fokussierend, findet auf Ausführungen zum Aufkommen des Mobiltelefons in den Lokalitäten der Feldstudie sowie einer Deskription der dort vorhandenen Gerätetypen eine Darstellung dessen statt, was die Menschen mit dem Mobiltelefon im Alltag machen, was hierbei insbes. typische Handlungssituationen und -weisen sind – und inwiefern dieses Typische, Routinierte evtl. auch durchbrochen wird (Kap. C12.2).
Michael Waltinger

Kapitel 13. Alltagsmedienkompetenzen in den Lokalitäten der Feldstudie

Im Anschluss an die bisher vorgenommenen Darstellungen der Lebenslagen (Kap. C1) und des Alltagsmedienhandelns (Kap. C12) wendet sich dieses Kap. C13 nun als abschließender Teil der Ergebnisdarstellungen entlang der Forschungsfragenleitung den Alltagsmedienkompetenzen in den Lokalitäten der Feldforschung zu. Die Ausführungen in der Folge beginnen dabei mit der Darstellung jener sich in der Performanz des Alltagsmedienhandelns zeigenden Alltagsmedienkompetenzen der FeldteilnehmerInnen, die in den Analysen herausgearbeitet werden konnten. Im Sinne einer Bestandsaufnahme wird dabei v.a. das Vermögen der FeldteilnehmerInnen in den Blick genommen – jene Alltagsmedienkompetenzen also, welche die Menschen mitbringen bzw. welche vorhanden sind (Kap. C13.1).
Michael Waltinger

TEIL D: ERGEBNISDISKUSSION, SCHLUSSREFLEXION UND FAZIT

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Kapitel 14. Ergebnisdiskussion und Optionen der Anschlussarbeit

In diesem Kapitel werden nun zunächst die im vorhergehenden Teil C dargelegten Ergebnisse anhand des in Kap. A3 formulierten Erkenntnisinteresses sowie entlang der in Kap. A6 entwickelten Leitfragenbereiche und Subfragestellungen diskutiert. Dabei wird jeweils erörtert, inwieweit diese jeweiligen Fragestellungen beantwortet werden konnten, wo die Befunde besonders belastbar und reichhaltig oder weniger belastbar bzw. reichhaltig waren sowie was sich an Desideraten für zukünftige Forschungsarbeiten ableiten lässt (Kap. D14.1). Sodann findet eine Begutachtung dessen statt, inwiefern mit Blick auf die in Kap. A2.2 initial entwickelte bzw. begründete Forschungslücke seit dem Jahr 2012 möglichenfalls weitere Studien hinzukamen, die sich forschungsgegenständlich entsprechend relevant befassten (Kap. D14.2).
Michael Waltinger

Kapitel 15. Methodisch-methodologische Schlussreflexionen

In der Rückschau auf den Forschungsprozess kann festgehalten werden, dass mit Blick auf die in Kap. D14.1 entlang der Leitfragenbereiche und Subfragestellungen diskutierten erlangten Erkenntnisse – unter den a.a.O. jeweils formulierten Einschränkungen und Desideraten – sowohl die theoretisch-konzeptuellen Bezüge (d.h. der Bezug auf den Alltag, der Ansatz des Kontextuellen Verstehens von Medienaneignung sowie die Konzepte der Lebenslagen und der Alltagsmedienkompetenzen, vgl. Kap. A4) als auch der methodologische Ansatz der medienethnografischen Feldforschung (vgl. Kap. B7) in Kombination mit dem Auswertungsansatz nach Kuckartz (vgl. Kap. B10.3) insgesamt geeignete Zugänge waren, um das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Medienethnografie (vgl. Kap. A3) gewinnbringend zu bearbeiten.
Michael Waltinger

Kapitel 16. Fazit

„Uko wapi?“ (Kisuaheli: Wo bist du?), so schreibt The Nairobian – Nairobis populärste Wochenzeitung – in einer Karikatur, sei heutzutage die gebräuchlichste Frage in Nairobi. Damit ist nicht nur auf den Charakter der Ortslosigkeit des Mobiltelefons verwiesen, sondern v.a. auch auf dessen Taken for grantedness (Ling, 2012) – das Mobiltelefon und mobile Kommunikation als etwas fraglos Gegebenes also, was quasi voraussetzungslos voneinander erwartet wird. Damit ist der Bogen geschlagen zur Eröffnung dieser Medienethnografie, wo Afrika als einer der am schnellsten wachsenden Mobilfunkmärkte weltweit bezeichnet und vor dem Hintergrund einer ansonsten oft eher rudimentären Haushaltsmedienausstattung – v.a. was elektronische Kommunikationsmedien angeht – danach gefragt wurde, was die Menschen mit den Medien machen; oder mit Theunert (2008) nochmals treffender im Sinne dieser Arbeit formuliert: „Was macht der Mensch mit den Medien, die er in Gebrauch nimmt, im Kontext und in Bezug auf seine soziale Umwelt“ (S. 302)? Es ging dieser Feldstudie darum, wie und weshalb die Menschen Mobiltelefone in ihren Alltag einbetten, was sie mit diesen alltäglich in welchen Lebensbereichen tun, welche Bedeutung den Mobiltelefonen im Alltag zukommt und wie die Geräte mit dem Alltagsleben und dessen sozialen und soziostrukturellen Gefügen verwoben sind bzw. unter welchen Kontextbedingungen sich alltägliches Medienhandeln mit Mobiltelefonen vollzieht (vgl. Kap. A1 und A3).
Michael Waltinger

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