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Über dieses Buch

​Die Studie behandelt das Fernsehen im Digitalzeitalter. Basierend auf einer Repräsentativbefragung wird das aktuelle Bildschirmverhalten der Bürger, insbesondere in der Wechselbeziehung TV, Pay-TV, Internet behandelt. Es lassen sich künftige Nutzertypen identifizieren, die flexibel Web und TV je nach Situation einsetzen und dabei besonderen Wert auf qualitativ hochwertige Unterhaltung legen. Ferner geht die Publikation ausführlich auf neue TV-Formate und besonders digitale Plattformen ein und beleuchtet zudem die Rolle der Social Media für Fernsehvorlieben​.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Das Leitmedium TV

Zusammenfassung
Fernsehen lebt. Fernsehen verändert sich. Trotz Internet, Computerspielen und einer Überfülle nicht nur digitaler Freizeitangebote erzielt das traditionelle Bildschirmmedium immer noch Rekordquoten, ist immer noch das Leitmedium für die großen gesellschaft spolitischen Debatten, erreicht in einer einzelnen Situation sofort synchron die meisten Menschen, ist die einfachste Möglichkeit für passive Unterhaltung. Und mit rund 95 Prozent der deutschen Haushalte, die einen Fernsehanschluss haben, liegt es immer noch fast 20 Prozent oberhalb der Quote für einen aktiv genutzten Online-Zugang.
Jo Groebel

2. Eine kurze Geschichte des Fernsehens

Zusammenfassung
Spricht man von „neuem Fernsehen“, muss man sich klarmachen, dass der Begriff „neu“ natürlich relativ ist. Sobald sich eine Technologie etabliert hat, wird sie kaum noch jemand als neu bezeichnen. Es lohnt daher, das Fernsehen von seinen Ursprüngen und seiner Geschichte her zu betrachten, denn das Verständnis von Gegenwart und Zukunft erschließt sich nicht zuletzt aus den Erkenntnissen, Angeboten, Diskussionen und Verhaltensmustern der TV-Vergangenheit und dem, was früher als Innovation galt.
Jo Groebel

3. Das neue Fernsehen: Technologie

Zusammenfassung
Die Internet-Fähigkeit des Fernsehgeräts und intelligente interne oder externe Erweiterungen wie Smart-Cards und Set-Top-Boxen, dazu Mobilgeräte oder Receiver mit Festplatte und vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten sind spätestens seit 2010 im Markt selbstverständlich geworden. Mit den über 9 Millionen verkauft en Flachbildschirmen wurden 2012 weit über 6 Milliarden Euro umgesetzt; einen großen Teil, im ersten Halbjahr 2013 59 Prozent aller Geräte (BITKOM, 2013), machen dabei Smart-TVs aus, auch Hybrid- oder Connected TV genannt, als technischer Standard in der Fachabkürzung HbbTV, Hybrid broadcast broadband TV. Die den Durchschnittsbürgern nicht immer verständlichen Begriff e verweisen darauf: Neben der Geräteintelligenz spielen die Verbindung mit anderen Kommunikationsmodi eine große Rolle sowie vor allem die (Heim-)Vernetzung. Hinzu kommt künftig das Prinzip des Cloud-TV, die Abrufb arkeit zentral gespeicherter Fernsehinhalte, ähnlich wie es bereits beim Cloud Computing geschieht.
Jo Groebel

4. Das neue Fernsehen: Formate

Zusammenfassung
Das Fernsehen bietet eine so überwältigende Menge an neuen Sendungen, dass es kaum möglich ist, alle, die besten oder auch die umstrittensten aktuelleren Formate annähernd zu erfassen. Zu den erfolgreichsten gehörten jedenfalls zu Beginn des 21. Jahrhunderts Casting-Shows, Kochprogramme, Coaching-Sendungen, zum Beispiel zum Th ema Schulden oder Erziehung, und die sogenannten Reality-Formate. Viele davon verschwanden aber nach einigen erfolgreichen Jahren wieder. Auch die Genregrenzen sind – und das defi niert vermutlich vor allem die inhaltlichen Neuerungen der letzten Jahre – fließend geworden. Neben Hybrid-TV im technischen Sinne kann ebenso von Hybrid-Formaten gesprochen werden. Dokumentation vermählt sich mit Soap in der „Scripted Reality“ bei RTL und SAT.1, der Talentwettbewerb mit dem Dokudrama im modernen Casting, die Spieleshow mit „Sex and Crime“ in der auf Tabubruch und Skandal abzielenden Unterhaltung, selbst Politik mit Casting oder Wettbewerb wie bei der Kanzlerwahlshow des ZDF oder Stefan Raabs „Absolute Mehrheit“.
Jo Groebel

5. Das neue Fernsehen: Strukturen

Zusammenfassung
Neues Fernsehen bedeutet auch neue Akteure neben den etablierten Anbietern. Verleger sind mit Online-Videos in den Markt eingestiegen, ursprünglich vor allem Hardware produzierende Unternehmen wie Apple bieten audiovisuelle Inhalte, und andere wie Google und Yahoo kommen aus der Web-Welt. Ganz neue Firmen entwickeln eigene Formate oder wollen bestehende verwerten. All dies hat wirtschaft liche, kulturelle, rechtliche, regulative und politische Konsequenzen. Sie werden nicht zuletzt deutlich im Vergleich des stationären und des mobilen Fernsehens (Tab. 5.1) – gerade hier kommen die angesprochenen Aspekte zum Tragen. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass jeweils ein fundamental unterschiedlicher Vorgang beim Nutzer stattfi ndet. Beim traditionellen TV mit in der Regel fester Position des Fernsehgeräts begibt sich der Zuschauer gezielt an einen festgelegten Ort.
Jo Groebel

6. Das neue Fernsehen: Verhalten

Zusammenfassung
Bei allen technologisch und inhaltlich überwältigenden Optionen der neuen Fernsehwelt: Der Tag hat nur 24 Stunden, die Woche sieben Tage. Menschen arbeiten, essen, schlafen, sind unterwegs, treffen sich mit anderen und pflegen Hobbys außerhalb des Fernsehens. Nimmt man die weiteren elektronischen Möglichkeiten des Freizeitverhaltens wie Games, Social Media, Musikkonsum und vieles mehr hinzu, erstaunt es fast, dass bei den Bundesbürgern der Fernseher im Schnitt immer noch mehr als drei Stunden an ist. An ist, denn das heißt wohlgemerkt nicht, dass auch intensiv und aufmerksam geschaut wird.
Jo Groebel

7. Die empirische Studie: Methode

Zusammenfassung
Zur Erfassung von Verhaltens- und Einstellungsindikatoren rund um das neue Fernsehen führte TNS Infratest im Auft rag von Sky Deutschland im Herbst 2011 mit einer repräsentativen Stichprobe 1000 Deutscher im Alter ab 14 Jahren computerunterstützte Telefoninterviews (Computer Assisted Telephone Interviewing, CATI) zu zentralen Bereichen des Th emas durch. Die Fragen waren zuvor auf Basis früherer Studien zum Fernsehen sowie vor allem nach zahlreichen Expertenrunden mit den Vertretern der Marktforschung von Sky, von TNS Infratest und dem Autor der Studie formuliert worden. Unter Berücksichtigung der demographischen Verteilung von Geschlecht, Alter, Bildung, Haushaltseinkommen sowie regionaler Kriterien bei einer Population von 68,299 Millionen deutschsprachigen Bürgern über 14 Jahren mit Fernsehbesitz bestand die Stichprobe aus 850 innerhalb dieser Dimensionen zufallsausgewählter Teilnehmer.
Jo Groebel

8. Die empirische Studie: Ergebnisse

Zusammenfassung
Der Fernseher ist auch unter Berücksichtigung der wenigen Haushalte, die kein Gerät besitzen, immer noch das am meisten genutzte audiovisuelle Medium. Daran hat auch die Digitalisierung der Familien mit PC, Laptop, Smartphone, Tablets etc. nichts geändert. Die vorliegende Studie bezieht daher mit der Zielrichtung der Konstellation zwischen traditionellem und neuem TV sowie der Web-Welt nur Fernsehhaushalte ein; auf dieser Basis entsprechen die folgenden Ergebnisse nicht allen Deutschen, sondern nur denen mit TV-Anschluss. Noch ist die Ausstattung von Haushalten mit fernsehfähigem Computer(-Empfang), aber ohne Fernsehgerät statistisch zu vernachlässigen. Doch die Ergebnisse verweisen darauf, dass sich hier, wenn auch nur allmählich, eine Loslösung des TV-Empfangs von einem entsprechenden Fernsehapparat herkömmlicher Bauart vollziehen könnte.
Jo Groebel

9. Der „Rocking Recipient“

Eine Einordnung
Zusammenfassung
Mit den technischen Möglichkeiten der Verknüpfung zwischen traditionellem Fernsehen und der Online-Welt ging über viele Jahre nicht schon automatisch ein ähnlich flexibles Nutzerverhalten einher. Erst im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts sind nun auch in Deutschland, das zeigt die Studie, das zeigen viele weitere Ergebnisse, Plattformkonvergenz und Nutzungsmuster zusammengerückt. Zumindest die jüngere Generation setzt das TV und Online-Angebote flexibel ein. Daraus resultieren mehrere Konsequenzen für die Zukunft :
  • An die Stelle herkömmlicher Demographie tritt zunehmend eine Beschreibung und Einteilung des Nutzerverhaltens nach Stimmungen und Situationen.
Jo Groebel

10. Zehn Perspektiven für das neue Fernsehen

Ohne Zusammenfassung
Jo Groebel

11. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Das neue Fernsehen ist Realität geworden: Digitalisierung, Smart-TV, der anhaltende Erfolg von Abonnement-Fernsehen, IPTV, Web-TV sowie Milliarden abrufbarer Clips im Internet belegen dies eindeutig. Im Fokus der Studie „Das neue Fernsehen“ stand vor allem die Wechselwirkung zwischen dem traditionellen Fernsehangebot und den neuen Angebotsformen von Bewegtbild, z.B. über Online- Verbreitungswege. Die Ergebnisse einer Repräsentativbefragung unter 1000 Deutschen durch TNS Infratest und weitere aktuelle internationale Forschungen zeigen: Hauptsächlich bei der jüngeren Generation, zunehmend aber auch über alle Altersgruppen hinweg kommt es zu einem ständigen Wechselspiel zwischen dem traditionellen TV und der Online-Welt. Dem Zuschauer eröffnen sich dadurch neue Wege.
Jo Groebel

Backmatter

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