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01.09.2014 | Sonderheft 1/2014

Österreichische Zeitschrift für Soziologie 1/2014

Das pädagogische Portfolio – Die Privatheit der Lehrpersonen in der Öffentlichkeit von Bildungsorganisationen

Zeitschrift:
Österreichische Zeitschrift für Soziologie > Sonderheft 1/2014
Autor:
Michaela Heid

Zusammenfassung

Der Wandel des Verhältnisses zwischen Privatheit und Öffentlichkeit zeigt sich nicht nur an der Präsentation des Selbst im Web 2.0, sondern kann auch an sogenannten Selbstlernarchitekturen beobachtet werden. Dazu zählt beispielsweise die Portfolioarbeit an Pädagogischen Hochschulen, in der Studierende und bereits praktizierende Lehrpersonen gegenüber ihrer Berufsgruppe neben ihrer Lerngeschichte, auch Elemente ihrer privaten Biographie präsentieren. Lernprozesse sollen sichtbar gemacht werden, gleichzeitig aber auch das lernende Subjekt selbst. Es zeigt sich, dass mit dieser Portfolio-Variante nicht nur der Mensch in seiner Berufsrolle vermessen und erfasst wird, sondern eben auch als Privatperson. Die Person in ihrer Gesamtheit wird einer (Dauer-)Reflexion unterzogen und zum Thema gemacht, wobei die Frage ist, für wen letztendlich die Selbstbeschreibungen und -darstellungen produziert werden, für sich selbst oder für andere? Und inwiefern lassen sich die von Seiten der pädagogischen Bildungsorganisation an die Portfolio-Autorinnen und Autoren gestellten Reflexionsansprüche mit den Leistungs- und Selbstdarstellungen verbinden und im Portfolio verwirklichen? Diesen Fragen geht der Beitrag anhand der Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojektes nach. Diskutiert wird auch, inwiefern die dominante Rolle der Person bei der Portfolioarbeit in die Debatte um Subjektivierung von Arbeit bzw. zur Logik von Subjektivierungsprozessen passt. Das Portfolio legt zumindest nahe, dass die Selbstthematisierung, die Innenorientierung in der Außendarstellung, zu einem normativen Ideal wurde, dem sich nur wenige entziehen können.

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