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Über dieses Buch

​Mit vielen Praxisbeispielen und klar strukturiert beschreibt Däfler, was gelassene Menschen anders machen. Er begibt sich auf die Suche nach den Geheimnissen gelassener Menschen. In ICEs, Fitnessstudios und Restaurants sieht er sich ebenso um wie in der Literatur. Nach und nach offenbaren sich ihm 44 Geheimnisse, die er schließlich zusammenfasst, ordnet und in diesem Buch vorlegt. So unverkrampft und witzig, gleichzeitig jedoch auch fundiert, hat noch niemand über Gelassenheit geschrieben. In der zweiten Auflage geht der Autor auch auf die tiefgreifenden Folgen der Coronakrise ein.

Als erfahrener Trainer, Redner und Coach ist Däfler deutschlandweit gefragter Experte bei den Themen Stressabbau, Resilienz und Burn-out-Prophylaxe. Zahlreiche Bücher, Interviews und Vorträge haben ihn zu einem der bekanntesten Fachleute in diesem Genre gemacht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Eins habe ich in Mathe gelernt – geht es zu leicht, ist es falsch

Frontmatter

Kapitel 1. Gelassene Menschen haben eine Macke

Ja, man muss es so deutlich sagen. Gehobener würde man es so ausdrücken: GEMs leiden unter einer dissoziativen Identitätsstörung. Mit anderen Worten: In ihrem Kopf leben mehrere Persönlichkeiten. Warum? Weil GEMs sich paradox verhalten.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 2. Gelassene Menschen verstehen sich als Gestalter ihres Lebens

Spricht man nach der fünften Flasche Rotwein mit guten Freunden darüber, inwieweit wir Herr über uns selbst sind, wie sehr wir über unser Schicksal verfügen, wer tatsächlich am Lenkrad unseres Lebens sitzt, dann bekommt man meist drei recht extreme Antworten.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 3. Gelassene Menschen rechnen stets mit Problemen

GEMs sind Optimisten. Das haben Sie gerade gelesen. Das heißt aber nicht, dass sie die rosarote Brille aufhaben. Sie marschieren nicht naiv durchs Leben. Von selbigem wissen sie, dass es wie ein Strand ist: Es gibt tolle Momente, aber es wird auch viel Müll angespült.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 4. Gelassene Menschen leben im Hier und Heute

Bleiben wir am Strand: Sie liegen mit Ihrem Partner in trauter Harmonie am Meeresufer, vor Ihnen das funkelnde Mittelmeer, unter Ihnen weicher, weißer Sand, über Ihnen ein Deutsche-Bank-blauer Himmel, in der Hand ein kühles Bier (wahlweise auch ein erfrischender Cocktail) und zwischen Ihren Ohren: der Gedanke ans Büro, ob dort alles ohne Sie rundläuft. Habe ich Sie ertappt? Könnte es Ihnen auch so gehen?

Martin-Niels Däfler

Kapitel 5. Gelassene Menschen haben Vertrauen in die Zukunft

Vielleicht einer der markantesten Wesenszüge von GEMs ist deren Urvertrauen, und zwar zu ihren Mitmenschen (darüber erfahren Sie mehr beim Geheimnis Nr. 11) und in die Zukunft. Unerschütterlich glauben sie, dass sie es irgendwie schon hinbekommen werden. Ist die Situation noch so kacke, GEMs sind davon überzeugt, dass alles, was ihnen widerfährt, nicht so schlimm werden wird.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 6. Gelassene Menschen planen ihr Leben maßvoll

Ein paar Seiten zuvor haben Sie gelesen, dass sich GEMs als Gestalter ihres Lebens verstehen. Deshalb verfügen sie auch über Lebensziele. Sein Leben zu planen und Lebensziele zu erreichen, das bedeutet, Probleme zu lösen, Hürden und Niederlagen zu überwinden, immer einmal öfter aufzustehen, als man hingefallen ist, um letztlich das Leben zu führen, das man sich wünscht.

Martin-Niels Däfler

Ich hab keine Macken – das sind Special Effects

Frontmatter

Kapitel 7. Gelassene Menschen haben Selbstvertrauen

In ihrem absolut lesenswerten Buch „Ich bleib so scheiße, wie ich bin“ schreibt die deutsch-israelisch-iranische Journalistin Rebecca Niazi-Shahabi drei – wie ich finde – sehr beruhigende Sätze.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 8. Gelassene Menschen wollen nicht perfekt sein

Vor ein paar Jahren lebte ich in einer kleinen Spessartgemeinde. Unser Haus lag direkt am Waldrand und in unserem ansehnlich großen Garten standen vier alte Eichen und einige Buchen, die sich alle erdenkliche Mühe gaben, ihre Äste mit Blättern zu zieren. So schön der Anblick im Frühjahr und Sommer war, so sehr stöhnte ich angesichts der riesigen Mengen an Laub, die im Herbst anfielen.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 9. Gelassene Menschen lassen sich nichts vorschreiben

So, nun wissen wir schon eine ganze Menge über die Geheimnisse von GEMs. Uns ist bekannt, dass sie sich annehmen, so wie sie sind, und gar nicht perfekt sein wollen. So verwundert es Sie bestimmt auch nicht zu erfahren, dass GEMs relativ unempfindlich gegenüber Veränderungsaufforderungen von ihren Mitmenschen sind.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 10. Gelassene Menschen nehmen sich selbst nicht zu ernst

GEMs kennen die Bedeutung der Zahl 108.000.000.000 (in Worten: einhundertundacht Milliarden). So viele Menschen haben bisher insgesamt auf der Erde gelebt. Angesichts dieser unvorstellbar großen Menge erkennen GEMs ihre eigene Bedeutung auf unserem Planeten: Sie tendiert gegen null.

Martin-Niels Däfler

Dich mag ich – du hast genauso einen an der Klatsche wie ich

Frontmatter

Kapitel 11. Gelassene Menschen haben ein positives Menschenbild

Im vorangegangenen Kapitel haben wir untersucht, wie GEMs sich selbst sehen; nun wollen wir mal betrachten, welche grundsätzliche Einstellung sie gegenüber ihren Mitmenschen hegen beziehungsweise welche Auffassung sie vom Wesen des Menschen haben. Meine Recherchen zeigen, dass es mindestens drei unterschiedliche Menschenbilder gibt.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 12. Gelassene Menschen hören zu

Wie äußert sich ein positives Menschenbild ganz konkret im Alltag? Nun, durch einige Verhaltensweisen, über die wir noch an verschiedenen Stellen in den kommenden Geheimnissen sprechen werden, vor allem jedoch durch die Aufmerksamkeit, die wir anderen schenken, insbesondere indem wir gut zuhören. Doch um diese Begabung ist es oft schlecht bestellt. Richard Carlson hat es auf den Punkt gebracht.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 13. Gelassene Menschen fragen nach

Sicherlich haben nicht alle GEMs das Hauptwerk „Schnelles Denken, langsames Denken“ des Nobelpreisträgers Daniel Kahneman gelesen, dennoch kennen sie intuitiv dessen Hauptthese, wonach wir stets eine verzerrte Wahrnehmung haben und zahlreiche Denkfehler unseren Blick trüben. Das Gehirn verarbeitet nämlich vor allem Signale, die unseren Erwartungen widersprechen.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 14. Gelassene Menschen versuchen, andere zu verstehen

Im vorherigen Geheimnis hatten wir es davon, dass wir die Welt oft nicht so sehen, wie sie ist, weil wir eine recht schräge Wahrnehmung haben. Dies kann mitunter zu Fehldeutungen, Konflikten und Stress führen – allesamt Dinge, die wir brauchen wie Fußpilz.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 15. Gelassene Menschen bewerten nicht alles

Sie wissen ja schon, dass wir permanent in „Wahrnehmungsfallen“ tappen – das heißt, wir erfassen nie sämtliche Details einer Situation. So läuft permanent in unserem Unterbewusstsein ein „automatisches Fehler-Screening“ – wir richten unsere Aufmerksamkeit vor allem auf das, was nicht in Ordnung ist. In Vorzeiten hat uns dieser Mechanismus davor geschützt, von einem testosterongesteuerten Wollnashorn aus dem Hinterhalt angegriffen zu werden. Also eigentlich nicht dumm gedacht von der Natur.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 16. Gelassene Menschen lügen nicht

Bis zu 200-mal am Tag lügt jeder Mensch; abends häufiger als morgens; Männer häufiger als Frauen (vgl. Gerlach, P. et al. 2019). Das haben Forscher herausgefunden. Wenn Lügen tatsächlich kurze Beine haben, müssten wir alle also mit unserem Hintern laufen. Sie zweifeln, dass jeder von uns lügt? Sie nämlich nicht!

Martin-Niels Däfler

Kapitel 17. Gelassene Menschen sagen nicht alles, was sie denken

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie spricht man von selektivem Mutismus, wenn Heranwachsende nur mit bestimmten Personen sprechen oder öfter schweigen. In gewisser Hinsicht sind GEMs von dieser Krankheit betroffen, allerdings mit sehr positiven Folgen. Inwiefern? Im Spannungsfeld zwischen Wahrheit und Höflichkeit sind viele Sprengminen versteckt.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 18. Gelassene Menschen lösen Konflikte konstruktiv

Was den einen am anderen stört oder auf die Palme bringt, lässt einen Dritten völlig kalt. Sicherlich haben Sie das schon selbst erfahren: Ein Kollege berichtet Ihnen über das unmögliche Verhalten von Frau Schlett. Sie können aber überhaupt nichts Schlimmes daran finden.

Martin-Niels Däfler

Ich stehe nicht im Regen – ich dusche unter Wolken

Frontmatter

Kapitel 19. Gelassene Menschen wollen optimistisch sein

Über Optimismus haben wir ja schon beim Geheimnis Nr. 2 gesprochen – dort hatte ich gesagt, dass Optimismus etwas mit der Beurteilung konkreter Situationen zu tun hat und immer das Positive in den Fokus stellt, während Zukunftsvertrauen eine Geisteshaltung, eine Sicht auf die Welt und das Leben im Allgemeinen darstellt. GEMs schaffen es einfach, in jedweder Lebenslage den Glauben an einen positiven Ausgang nicht zu verlieren oder ein scheinbar missliches Ereignis positiv zu deuten. Beim Pessimisten scheitern Beziehungen, beim Optimisten klappt das mit dem Single-Sein.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 20. Gelassene Menschen wollen freundlich sein

Wenn GEMs ein einziges Buch benennen müssten, das sie mit auf eine Marsexpedition nehmen dürften, dann wäre das mit hoher Wahrscheinlichkeit die nur 128 Seiten umfassende „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick. Ich habe ja bereits daraus zitiert und will dies nun abermals tun. Auf der letzten Seite dieses wunderbaren Werkes schreibt der Kommunikationswissenschaftler.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 21. Gelassene Menschen wollen dankbar sein

Dankbar sein – was sich anhört wie eine Tugend aus Omas Zeiten, ist in Wirklichkeit eine höchst aktuelle Empfehlung für all jene, die sich mehr Gelassenheit wünschen. Dabei gilt es zweierlei zu unterscheiden: Dankbarkeit im Verhalten anderen gegenüber und Dankbarkeit für das, was man hat oder was einem widerfährt. Beide Spielarten der Dankbarkeit verhelfen zu mehr Gelassenheit, weil sie zu besseren/entspannteren Beziehungen zu anderen Menschen wie auch zu einer positiveren Lebenseinstellung führen. Dankbarkeit ist der Gegenspieler negativer Gedanken.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 22. Gelassene Menschen wollen tolerant sein

Vielleicht erinnern Sie sich, auch wenn es schon ein paar Jahre her ist: Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2016 hatte der Süßwarenkonzern Ferrero eine Sonderausgabe der Kinderschokolade aufgelegt. Die Verpackungen zierten Kinderbilder der Nationalspieler, darunter Ilkay Gündogan, dessen Eltern aus der Türkei stammen, und Jérôme Boateng, der ghanaische Wurzeln hat. Diese Werbeaktion war der Facebook-Gruppe „Pegida BW – Bodensee“ offenbar des Guten zu viel: „Vor nichts wird haltgemacht. Gibts die echt so zu kaufen oder ist das ein Scherz?“, war da im Internet zu lesen. Hmmm, wirklich tolerant ist das eher nicht.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 23. Gelassene Menschen wollen pragmatisch sein

Weil GEMs Überraschungen oder Zufälle für völlig normal erachten, schmeißt sie ein unvorhergesehenes Hindernis nicht aus der Bahn. Unvermutete Chancen entdecken und nutzen sie schneller als andere. Dies gelingt ihnen auch deshalb so gut, weil sie pragmatisch sind: Sie machen stets das Beste aus einer Situation. Wenn ihnen einer Steine in den Weg legt, pflastern sie einen Weg daraus.

Martin-Niels Däfler

Ich bin nicht faul – nur hoch motiviert, nichts zu tun

Frontmatter

Kapitel 24. Gelassene Menschen kümmern sich um sich

Es ist offensichtlich: Nur derjenige, der in sich ruht, der zufrieden/glücklich ist, kann vermeintlich belastende Situationen richtig einschätzen und Stressoren mit Gelassenheit begegnen. Ich bezeichne das als das „Sauerstoffmasken-Prinzip“, das Sie sehr wahrscheinlich kennen, auch wenn Sie den Begriff so noch nie gehört haben. Wenn Sie mit dem Flugzeug unterwegs sind und den Sicherheitsanweisungen lauschen (anstatt gelangweilt in der Zeitung zu blättern oder dem Sitznachbarn Ihre Lebensgeschichte aufzudrängen), dann vernehmen Sie von den Flugbegleitern sinngemäß die Aufforderung, im Falle eines plötzlichen Druckverlustes in der Kabine die automatisch herabfallenden Sauerstoffmasken zunächst sich selbst und erst dann hilfsbedürftigen Mitreisenden (zum Beispiel Kindern oder stark alkoholisierten Geschäftsreisenden) anzulegen.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 25. Gelassene Menschen genießen das Leben

Der griechische Philosoph Epikur (342–270 v. Chr.) lebte zu einer Zeit in Athen, als die Zustände ziemlich deprimierend waren. Die so vielversprechend gestartete Demokratie kam ins Stottern. Die Bürger wurden zunehmend ungehorsam und Despotismus breitete sich aus.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 26. Gelassene Menschen sprechen positiv

Vorhin haben Sie gelesen – vielleicht erinnern Sie sich noch? –, dass GEMs öfter mal die Klappe halten, damit sie andere nicht verletzen und auf diese Weise einem möglichen Streit (über den man sich aufregen müsste) aus dem Weg gehen. Sie nörgeln nicht dauernd, weil sie wissen, dass permanentes Herummosern jede anfangs noch so harmonische Beziehung vergiftet. Muss dann doch mal was angesprochen werden, wählen GEMs ihre Worte weise und finden positiv-wertschätzende Formulierungen, die dem anderen nicht wehtun.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 27. Gelassene Menschen nehmen sich Zeit für das, was sie tun

Vor nicht allzu langer Zeit war ich mit meinem Sohn in Darmstadt in einem gigantischen Rennbahncenter – die dort aufgebaute Carrerabahn lässt jedes Männerherz schneller klopfen. Gefühlte 50-mal größer als die üblicherweise in Kinderzimmern oder Hobbykellern befindlichen Rennstrecken, konnten wir uns hier so richtig austoben. Insgesamt fünf 20-Runden-Rennen fuhren wir gegeneinander.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 28. Gelassene Menschen können „Nein“ sagen

Zahlreiche Menschen haben einen Sprachfehler. Sie können nicht „Nein“ sagen – weder zu anderen noch zu sich. Das heißt, ihnen fehlt die Gabe, auch mal auf was zu verzichten, mal (im wahrsten Sinn des Wortes) etwas sein zu lassen.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 29. Gelassene Menschen nehmen sich nicht zu viel vor

Die erste Strophe des „Lazy Song“ von Bruno Mars liest sich wie eine Hymne an die Faulheit.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 30. Gelassene Menschen schaffen sich ein Wohlfühl-Umfeld

Wollen wir uns voller Elan dem nächsten Geheimnis entspannter Menschen zuwenden. Es geht um die Wohnung und den Arbeitsplatz. Ich weiß, was Sie jetzt denken: Was hat das denn mit Gelassenheit zu tun? Eine ganze Menge, denn unsere äußere Umgebung besitzt einen enormen Einfluss darauf, wie wir drauf sind.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 31. Gelassene Menschen bewegen sich regelmäßig

Wenn Buddha tatsächlich so ausgesehen hat, wie ihn die allgegenwärtigen Statuen abbilden, dann darf wohl angenommen werden, dass er nicht jeden Morgen eine Stunde um den Baum der Erkenntnis gejoggt ist. Auch wird er vermutlich nicht regelmäßig bei HotIron2 im Varanasi FitnessCenter seinen Trizeps gestählt haben.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 32. Gelassene Menschen betreiben Körperpflege

Das darf man jetzt nicht zu wörtlich nehmen – es ist davon auszugehen, dass auch Menschen, die gewaltig unter Strom stehen, nicht auf die morgendliche Dusche verzichten und ein Deo benutzen. Das ist nicht mit „Körperpflege“ gemeint, sondern dahin gehend zu verstehen, dass GEMs ihren Körper pflegen, im Sinne von: ihn achten und sorgsam behandeln.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 33. Gelassene Menschen achten auf ihre Körperhaltung

Der US-amerikanische Psychologe und Philosoph William James (1842–1910) stellte im 19. Jahrhundert die These auf, dass Menschen in der Lage sind, jedes beliebige (erwünschte) Gefühl dadurch zu erzeugen, dass sie sich so verhalten, als ob sie dieses Gefühl erlebten. Deshalb spricht man auch von der „Als-ob-Theorie“. Letztlich ist es eine radikale Umkehrung des Zusammenhangs, wonach ein bestimmtes Gefühl („ich bin traurig“) ein bestimmtes Verhalten („ich schaue betrübt und lasse die Schultern hängen“) bedingt.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 34. Gelassene Menschen pflegen Freundschaften

Freunde des Hopfen- und Rebensaftes aufgepasst: Es folgt eine seriöse Begründung dafür, warum es völlig okay ist, sich hin und wieder zusammen mit den Kumpels die Festplatte zu formatieren: Soziale Beziehungen sind einer der wichtigsten Schlüssel zum Glück. Das ist so ziemlich das Einzige, worauf sich alle Experten, die sich mit Gelassenheit, Zufriedenheit und Stress beschäftigen, einigen können, von den Psychologen bis zu den Ökonomen. „Soziale Beziehungen“ ist ein etwas sperriger Begriff für Freunde.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 35. Gelassene Menschen meiden Miesepeter

Gerade eben haben wir uns mit dem Thema „Freunde“ beschäftigt. Wollen wir direkt im Anschluss auch die Kehrseite betrachten! Sicher kennen Sie das Gefühl: Wenn Sie mit gut gelaunten, sympathischen Menschen zusammen sind, geht es Ihnen selbst automatisch besser. Auch umgedreht gilt dieser Zusammenhang: Miesepeter stecken uns mit ihrer schlechten Laune an – „emotional contagion“ nennen das Psychologen (vgl. Carlin 2019).

Martin-Niels Däfler

Das Passwort fürs Leben heißt Humor

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Kapitel 36. Gelassene Menschen erkennen die Verhältnismäßigkeit

Die deutsche Schwimmerin Britta Steffen hat während ihrer Karriere mehr als zwei Dutzend Medaillen bei Olympischen Sommerspielen sowie Welt- und Europameisterschaften gesammelt. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an sie bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London. Doch statt Gold gab es nur enttäuschende Platzierungen. Steffen kommentierte dies in einem Interview (zitiert nach Ohne Verfasser 2012) so.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 37. Gelassene Menschen nehmen Dinge nicht persönlich

Mittwochmorgen, Udo setzt sich verschlafen an den Frühstückstisch. Oh ja! Ein Nutellabrot könnte er mal wieder essen. Er schnappt sich das Glas – und stellt fest: Es ist leer. Shit! Hat mal wieder einer ganz geschickt alles rausgekratzt, ohne Nachschub zu besorgen. Nun gut, dann halt ein Joghurt. Udo schlappt zum Kühlschrank, holt sich ein Erdbeerjoghurt raus, reißt den Deckel ab und sieht: Schimmel! Das kann doch gar nicht sein. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist doch noch gar nicht erreicht. Udo vergeht die Lust, etwas zu essen.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 38. Gelassene Menschen sprechen an, was sie stört

Fangen wir mal mit einer Anekdote an. Deren Herkunft ist mir leider trotz intensiver Recherchen verborgen geblieben. Tut aber eigentlich auch nichts zur Sache. Hier also „Die Todesliste des Bären“.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 39. Gelassene Menschen haben meistens einen Plan B

Alles verlief nach Plan. Nur der Plan war scheiße. Ja, auch GEMs kann das passieren.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 40. Gelassene Menschen sehen das Gute im Schlechten

Sie sehen in Ihrem Lieblingsmodegeschäft ein wunderschönes, jedoch sündhaft teures Kleid (für die männlichen Leser: ein tolles Jackett). Sie schlafen eine Nacht darüber und entscheiden sich dafür, sich das besondere Stück von Ihrem Urlaubsgeld zu gönnen. Froh gelaunt gehen Sie später am Tag in den Laden, um kurz darauf bitter enttäuscht zu werden: „Tut mir leid, aber in Ihrer Größe haben wir das Kleid nicht mehr.“

Martin-Niels Däfler

Kapitel 41. Gelassene Menschen betrachten Probleme als Lernmöglichkeit

Auch im Leben von GEMs tauchen Probleme auf: Da will der Getränkeautomat um keinen Preis der Welt die 1-EUR-Münze annehmen. Oder beim Weggehen merken sie, dass sie das Ladekabel vom Handy nicht richtig eingesteckt haben. Oder sie kriegen in ihre Capri-Sonne, die neuerdings „Capri-Sun“ heißt, den Strohhalm nicht ins Loch.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 42. Gelassene Menschen lenken sich ab

Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass wir über Multitasking gesprochen haben, also den Versuch, mehrere Sachen gleichzeitig zu machen. Sie haben gelesen, dass das nicht geht, weil unser Gehirn nicht in der Lage dazu ist, seine Aufmerksamkeit aufzusplitten (außer Bundesligaglotzen und Biertrinken – das geht immer parallel). Beim Geheimnis Nr. 27 haben Sie erfahren, dass GEMs deshalb Multitasking vermeiden.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 43. Gelassene Menschen ändern, was sie stört

Es gibt Menschen, die haben wirklich ernsthafte Probleme, wogegen unsere Sorgen absolut nichtig erscheinen. So schreibt beispielsweise Stefan E. im Forum von haustechnikdialog.de.

Martin-Niels Däfler

Kapitel 44. Gelassene Menschen akzeptieren, was passiert ist

Sie haben gerade gelesen, dass GEMs das ändern, was sie stört. Was aber nun, wenn etwas nicht zu ändern ist, wenn es definitiv keine Möglichkeit gibt, an der Situation etwas zu drehen, wenn wir mit „Hey, können wir das auf dem (jetzt mit den Augen zwinkern) kurzen Dienstweg klären“ nicht weiterkommen? Dann bleibt offenkundig nur, die ganze Sache so hinzunehmen, wie sie ist.

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