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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

10. Das Post-Narrativ in der Anwendung

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Zusammenfassung

Im Anschluss an die bisherigen Ausführungen soll eine Reflexion und ein Transfer hier erlangter Erkenntnisse auf einen Realfall folgen, der so auch noch erweitert wird. In den Fokus rückt dabei das Unternehmen Swarovski Gemstones, das seinen Agilisierungsprozess seit 2011 verfolgt hat. Anhand des Beispiels sollen die Begriffe einer agilen Entwicklung, wie sie hier verstanden wurde sowie eines integrierten, internen Kommunikationsbegriffes im Zuge der Post-Narrative in konditionalen Phasen, ein Stück weit praxisnäher dargestellt und deskriptiv, praxisbezogen vertieft werden.
Fußnoten
1
Der Begriff des Konsenses in diesem Kontext bleibt zu diskutieren, s.a. Kap. 9
 
2
Auch hier noch einmal, wird die Abgrenzung dieser Arbeit zu Duwes sehr Führungs-nahen und initiierten Konditionalprozessen, die sie „radikale Innovationen“ nennt (vgl. bspw. S. 205), deutlich.
 
3
Vgl. dazu bspw. auch nochmal Führungsdilemma nach Kühl, Kap. 6
 
4
Vermieden werden muss dabei, dass sich durch das neue Prozessmuster, bisher funktionale und effiziente Strukturen innerhalb wie außerhalb des Circles zersetzen oder im Widerspruch zum Organisationserhalt insgesamt stehen.
 
5
Geht man jedoch von Luhmanns nach wie vor geltender Annahme der Kontext- statt Durchgriffssteuerung aus, ist dieser Punkt eingeschränkt zu sehen. Maximal kann eine Mehrwert-Vermittlung versucht, aber verständnisbezogen keinesfalls durch das Post-Narrativ geplant erreicht werden, was zu dessen rückwärtsgewandter Grundstrategie passt und einen wesentlichen Unterschied zur internen Kommunikation im bisherigen Agilitätsverständnis darstellt. 
 
6
Dass diese Ideen sich jetzt schon in der Praxis ihren Weg bahnen, zeigen erste Überlegungen zur Thematik der Demokratisierung interner Kommunikation durch Consulting-Firmen, wenngleich es sich dabei um rein praxisorientierte Gedanken handelt, die weder im hier genannten Kontext der Agilität oder Systemtheorie verortet, noch wissenschaftlich fundiert sind (vgl. bspw. Hirschtec, 2021). Darüber hinaus distanziert sich diese Arbeit von einer reinen Demokratisierung interner Kommunikation (vgl. auch Kap. 11).
 
7
Es lassen sich an dieser Stelle Parallelen zur Innovationskommunikationsforschung ziehen, die teilweise ebenfalls davon ausgeht, dass – übertragen auf hier verwendete Begrifflichkeiten – Effectuationprozesse von kommunikativer Befähigung (vgl. auch Kap. 11 dieser Arbeit) bedingt werden (vgl. bspw.Linke & Zerfaß, 2011).
 
Metadaten
Titel
Das Post-Narrativ in der Anwendung
verfasst von
Oliver Haidukiewicz
Copyright-Jahr
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-38036-6_10