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Über dieses Buch

Obwohl das Residualgewinnverfahren auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, ist seine Einordnung in den Kanon der zu Verfügung stehenden Unternehmensbewertungsverfahren bis heute strittig. Seine eindeutige Klassifizierung als Kombinations- oder Gesamtbewertungsverfahren ist jedoch von zentraler Bedeutung für die Beantwortung der Frage, für welche Bewertungszwecke es eingesetzt werden kann: Entscheidung, Vermittlung oder Argumentation. Vor diesem Hintergrund nimmt Carolin Lohse neben der Eingruppierung des Residualgewinnverfahrens seine Analyse aus Sicht der funktionalen Unternehmensbewertung vor. Die Autorin zeigt, dass die Einsatzgebiete des Residualgewinnverfahrens dabei insbesondere in der Argumentationsfunktion zu sehen sind, und legt in diesem Zusammenhang dar, wie sich residualgewinnbasierte Bewertungskonzepte für Verhandlungszwecke nutzen lassen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Zum Entwicklungsstand des Residualgewinnverfahrens

Zusammenfassung
Die zentrale Aufgabe der Unternehmensbewertung besteht in der Zuweisung eines Wertes zu einem Bewertungsobjekt – dem Unternehmen – durch ein Bewertungssubjekt, welches sich mit dem Kauf des in Rede stehenden Unternehmens einen Nutzenzufluss erhofft. Für die Durchführung einer solchen Wertzuordnung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, wobei die sogenannten finanzwirtschaftlichen Verfahren, namentlich das „Discounted Cash Flow“(DCF)-Verfahren und die Ertragswertmethode als die zurzeit bedeutsamsten Konzepte erachtet werden können. Im Rahmen einer solchen finanzwirtschaftlichen Unternehmensbewertung bildet die Beurteilung eines zukünftigen, unsicheren Zahlungsstroms, welcher zwischen einem Unternehmen und dem betreffenden Bewertungssubjekt voraussichtlich fließen wird, ein zentrales Element.
Carolin Maria Lohse

Kapitel 2. Grundlagen der funktionalen Unternehmensbewertung

Zusammenfassung
Im Rahmen der Bewertungslehre konkurrieren verschiedene Konzeptionen der Unternehmensbewertung miteinander: Die (ältere und jüngere) objektive, die subjektive sowie die funktionale Unternehmensbewertung. Die objektive Bewertungslehre wird häufig als die historisch älteste der drei Konzeptionen bezeichnet. Die Wurzeln der subjektiven Wertlehre reichen jedoch bedeutend weiter in die Vergangenheit zurück; die Erkenntnis hinsichtlich der Subjektivität eines Wertes findet sich bereits bei HERMANN HEINRICH GOSSEN und CARL MENGER.
Carolin Maria Lohse

Kapitel 3. Grundform des Residualgewinnverfahrens

Zusammenfassung
Das Residualgewinnverfahren wird von Teilen der Literatur den Kombinationsbzw. Mischverfahren zugeordnet. Diese Verfahrensgruppe vereinigt Elemente der Einzel- und Gesamtbewertung, indem sie den Unternehmenswert als eine Kombination von Substanz- und Ertragswert ermittelt. Ersterer ist definiert als die Summe von isoliert bewerteten Vermögensgegenständen abzüglich der Summe isoliert bewerteter Schulden eines Unternehmens.
Carolin Maria Lohse

Kapitel 4. Residualgewinnverfahren in finanzierungstheoretischer Ausprägung

Zusammenfassung
Obgleich sich die Idee einer „wertorientierten Unternehmensführung“ bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts zurückverfolgen lässt, hat sie erst mit dem Werk RAPPAPORTS „Creating Shareholder Value“ in der betriebswirtschaftlichen Literatur und Praxis an Popularität gewonnen sowie eine Fokussierung der Unternehmenspolitik auf eine Steigerung des Aktionärsvermögens angestoßen. Die wertorientierte Unternehmensführung folgt dem Gedanken, „[…] daß die Maximierung des Unternehmenswertes das ausschlaggebende Ziel aller Unternehmen sein sollte.“ Zur Erreichung dieser Zielsetzung müssen ex ante diejenigen Handlungsalternativen ausgewählt werden, welche wertsteigernd wirken.
Carolin Maria Lohse

Kapitel 5. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zusammenfassung
Obgleich die Wurzeln des Residualgewinnverfahrens weit in die Vergangenheit zurückreichen, hat es erst zu Beginn der 90er Jahre eine verstärkte Aufmerksamkeit in Theorie und Praxis erfahren. Ab diesem Zeitpunkt wurde die primär von PREINREICH und LÜCKE begründete Grundform des Residualgewinnverfahrens mehrfach aufgegriffen und variiert, woraus die von den verschiedenen Beratungsgesellschaften zur periodenbezogenen „Performancemessung“ empfohlenen Residualgewinnvarianten resultierten. Während sich die stärkere Beachtung des Residualgewinnverfahrens damit zunächst nur auf seine Eignung zur Messung der Wertsteigerungspotenziale einer Periode beschränkte, erlangte nach und nach auch die Unternehmensbewertung anhand von Residualgewinnen eine zunehmende Bedeutung.
Carolin Maria Lohse

Backmatter

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