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Über dieses Buch

Johannes Viehmann stellt das S‑Netzwerk als Plattform für unleugbar verfügbare Daten vor. Die neue Verteilung von Verantwortung über Misstrauensparteien beim S-Netzwerk setzt nicht voraus, dass sich einzelne Parteien oder Mehrheiten korrekt verhalten, denn parteiübergreifende Manipulationsversuche sind meldepflichtig und Tests schüren aktiv Misstrauen gegen derartige Initiativen. Untragbare Inhalte werden reversibel auf begründeten Zugriff beschränkt. Das S‑Web – die verlässliche Verlinkung im S‑Netzwerk – erlaubt es, viele Aufgaben ohne spezielle Services zu lösen, sodass keine zusätzlichen operationellen Risiken entstehen. Als Beispiel wird die alternative Wirtschaftsform Jadwirtschaft konzipiert, deren auf offenen Konten im S-Web geführtes Bezugsmittel Jad (Justification, Accounting, Destruction) nicht frei transferierbar ist. Dies erleichtert die Steuerung der Bezugsmittelmenge und reduziert die Abhängigkeit von Risikogeschäften wie Krediten. Gewisse Finanzkrisen können nicht auftreten. Ökologisch und im Umgang mit Immaterialgütern öffnen sich neue Perspektiven.

​Der Autor:

Dr. Johannes Viehmann ist ein Researcher am Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme FOKUS im Bereich Critical System Engineering.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die Schaffung des S-Netzwerks aus dem Misstrauen

Zusammenfassung
Das S-Netzwerk ist konzipiert als eine Plattform, die es ihren Teilnehmern erlaubt, reliable Publikationen und sichere Hinterlegungen zu machen und darauf zuzugreifen. Es kombiniert digitale Langzeitarchivierung in einem Computernetzwerk mit Unleugbarkeit und mit weiteren besonderen Gewährleistungen etwa bezüglich der Zugänglichkeit, ohne einzelnen Parteien oder Quoren einfach vertrauen zu müssen. Der Anspruch ist, dass die Rechtsgültigkeit der darin gespeicherten Inhalte und Metadaten mit gleichwertiger Konsequenz für alle Teilnehmer sichergestellt wird.
Zusammen mit dem Konzept der bidirektionalen verlässlichen Verlinkung im S-Netzwerk, dem S-Web, ergeben sich vielfältige neue Möglichkeiten, auf spezialisierte netzwerkseitige Services zu verzichten und so die Risiken alleine auf die Korrektheit und Sicherheit des S-Netzwerks zu reduzieren. Zu den aktuellen Entwicklungstrends Cloud und Web of Services bildet das S-Netzwerk gemeinsam mit dem S-Web einen komplementären Gegenentwurf.
Johannes Viehmann

Kapitel 2. Das S-Netzwerk in der Wirtschaft

Zusammenfassung
Für die wirtschaftliche Einschätzung des S-Netzwerks sind die Aufwendungen dem zu erwartenden Nutzen gegenüberzustellen und es muss ein geeignetes Konzept zur Finanzierung entwickelt werden.
Sollte sich das S-Netzwerk etablieren, könnte das erhebliche Auswirkungen auf bestehende Geschäftsprozesse, Verwaltungsaufgaben und ganze Industrien haben, insbesondere im Zusammenhang mit beliebig reproduzierbaren immateriellen Gütern. Eventuell können neue Wirtschaftssysteme mithilfe des S-Netzwerks verwirklicht werden.
Johannes Viehmann

Kapitel 3. Jad und Jadwirtschaft

Zusammenfassung
Die Jadwirtschaft ist als eine neue Alternative zur Geldwirtschaft konzipiert, die sich wie LETSysteme und andere Tauschringe auf ein System mit offenen Konten stützt. Die Jadwirtschaft setzt mit Jad (Justification, Accounting, Destruction) jedoch auf ein Einweg-Bezugsmittel, das nicht frei transferierbar ist. Ein solches Bezugsmittel verspricht Vorteile dort, wo nicht einfach getauscht werden kann, also etwa im Umgang mit beliebig reproduzierbaren Gütern. Die Menge eines nicht beliebig transferierbaren Bezugsmittels lässt sich leichter steuern. Als technische Erfindung kann die Jadwirtschaft risikoarm in kleinem Maßstab realisiert und parallel zur weitgehend freien Geldwirtschaft genutzt werden. Für eine effiziente dezentrale Verwirklichung der Jadwirtschaft wird eine Plattform für reliable Publikationen, sichere Hinterlegungen und verlässliche Verknüpfungen benötigt – eine Plattform wie das S-Netzwerk.
Johannes Viehmann

Kapitel 4. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
S-Netzwerk und Jadwirtschaft eröffnen neue Möglichkeiten, aber vor einer Realisierung ist noch viel Forschungsarbeit zu leisten. Zugleich gilt es, neben potenziellen Verbesserungen sowie Weiterentwicklungen auch bereits anders ansetzende Alternativen zu suchen und zu erdenken.
Johannes Viehmann

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