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Über dieses Buch

In diesem Fachbuch sollen ein wirtschaftswissenschaftliches Denkmodell und eine realistische Zukunftsvision von dem Bild des selbstfahrenden Unternehmens vorgestellt werden. Die Zeit der von Menschen gesteuerten, linearen Prozesse ist vorbei: Das selbstfahrende Unternehmen passt sich ganzheitlich automatisiert an neue Anforderungen an, lernt ständig weiter, verliert nie den Fokus, ermüdet nicht und weiß zu jedem Zeitpunkt über den Zustand sämtlicher Organe in seinem agilen Organismus Bescheid. Es übernimmt Routine-Prozesse, während die Menschen vor allem kreative und zwischenmenschliche, empathische Tätigkeiten ausführen. Die technische Grundlage dafür gibt es bereits heute.

Dieses Buch stellt die Vision des selbstfahrenden Unternehmens im Jahr 2035 vor, zeigt den Weg dorthin auf und illustriert diesen mit zahlreichen praxisnahen Beispielen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Über die gesamte Geschichte der Menschheit hat sich immer wieder gezeigt, dass alles was technisch möglich und sinnvoll war, schließlich auch in der Praxis umgesetzt wurde. Jene Völker und später Unternehmen, die sich diese Technologien erfolgreich aneigneten, verschafften sich seit jeher enorme Vorteile. Heute stehen wir an einer neuen Schwelle der technischen Evolution.
In diesem Buch sollen ein wirtschaftswissenschaftliches Denkmodell und eine realistische Zukunftsvision mit dem Bild des selbstfahrenden Unternehmens hergestellt werden. Alle langweiligen Routinen und Prozesse werden von der Software gesteuert, die Menschen werden für kreative und empathische Tätigkeiten freigespielt. Sämtliche Funktionen im Unternehmen sind in Echtzeit miteinander sowie mit der relevanten Umwelt vernetzt. Die technische Grundlage dafür gibt es bereits heute. Es geht also darum, ein klares Bild des Ziels und ein Denkmodell zu erhalten, um den Weg dorthin aufzubereiten.
Florian Schnitzhofer

Kapitel 2. Die Vision

Zusammenfassung
Die Vorstellung, dass sich Unternehmen zu selbstfahrenden Organisationen entwickeln, ist im öffentlichen Diskurs noch kein Thema. Die allgegenwärtige Digitalisierung wird zwar umfangreich diskutiert – ein Zielbild, das über die kurzfristigen Entwicklungen hinausgeht, gibt es jedoch derzeit noch nicht. Aus einzelnen Entwicklungen, wie der Künstlichen Intelligenz und dem selbstfahrenden Auto entsteht vielleicht ein unscharfes Bild, was diese Entwicklungen für unsere Unternehmen bedeuten können. Eines ist sicher: Die Erfolgreichen werden rascher diese Möglichkeiten nutzen, sie haben bereits jetzt eine Vorstellung, welche gewaltigen Potenziale aus diesen technologischen Möglichkeiten resultieren.
Um auch allen anderen diese Chancen zu eröffnen, ist es das Ziel dieses Buches, ein klares, attraktives und faszinierendes Bild der Zukunft zu schaffen, die aus den technischen Möglichkeiten resultiert.
Florian Schnitzhofer

Kapitel 3. GRANOBIZ – ein Beispiel aus dem Jahr 2035

Zusammenfassung
Um die theoretischen Überlegungen praxisgerecht zu illustrieren, wird in diesem Kapitel ein konkretes Beispiel eines selbstfahrenden Unternehmens dargestellt. Mit dem Müsliriegel-Hersteller der fiktiven Marke GRANOBIZ sollen die vielfältigen Aspekte der Entwicklung von 2020 bis 2035 aufgezeigt werden.
Das Kapitel beschreibt die unterschiedlichen Geschäftsbereiche von GRANOBIZ und den Werdegang bis 2035. Beispielsweise wird der zukünftige Vertrieb und das Marketing von GRANOBIZ skizziert: GRANOBIZ erfasst 2035 die wichtigen Marktpartner, wie zum Beispiel die Fitnessstudios, vollautomatisiert. Da sämtliche Daten über das Nutzungsverhalten vorliegen, besteht eine hervorragende Basis, um hier wiederum den Menschen einzusetzen und persönliche Kontakte mit den Betreibern der Studioketten herzustellen. Anhand des Beispiels wird gezeigt, dass für wichtige Großkunden nach wie vor das persönliche Gespräch, der Beziehungsaufbau und das Vertrauen die entscheidende Rolle spielt.
Florian Schnitzhofer

Kapitel 4. Digitalisierung und technisches Wort-Bingo

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist es, die existentiell wichtigen technischen Themen für das selbstfahrende Unternehmen einfach und verständlich für Entscheidungsträger zu erklären. Als erfahrener Softwarestrategie-Berater sehe ich seit Jahren immer wieder Themen, die in den großen und erfolgreichen Betrieben nicht funktionieren. Ein Beispiel, das dies gut veranschaulicht, ist die Anwendung zum Kauf eines Fahrtickets eines öffentlichen Transportunternehmens. Die Idee hinter diesem Prinzip ist ganz einfach, es sollte ermöglicht werden, auf dem Handy eine passende Verbindung zu suchen und das Ticket per Klick zu bezahlen. Gleich vorweg das Ergebnis: Die App kostete das Transportunternehmen über 100 Mio. Euro – während eine durchschnittliche App mit ähnlicher Funktionalität etwa mit 70.000 € zu kalkulieren ist. Dieses Kapitel beschreibt die Problemfelder, die in diesem Großprojekt schiefgelaufen sind und bringt zahlreiche weitere Beispiele und Anleitungen für bessere Lösungen.
Florian Schnitzhofer

Kapitel 5. Spannungsfelder in analogen Unternehmen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel erfolgt die Darstellung der derzeitig gültigen „Unternehmenslehre“, die sich über Jahrzehnte weiterentwickelt, aber im Kern nicht grundsätzlich verändert hat, da in fast allen Unternehmen bis dato nur eine Teildigitalisierung stattgefunden hat, die auf den alten, „analogen“ Strukturen beruht.
Die Struktur der Ausführungen in diesem Kapitel ist angelehnt an die wichtigsten unternehmerischen Prozessgruppen, die eine weit verbreitete Herangehensweise bei der Strukturierung der Prozesse in den Unternehmen repräsentieren. Bis heute erfolgt daher die Digitalisierung auf Grundlage der traditionellen analogen End-to-End-Prozesse, anstatt umgekehrt die Digitalisierung von den erheblich weitreichenderen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz an zu denken. Angelehnt an die derzeitigen End-to-End-Prozessgruppen werden in diesem Kapitel die Spannungsfelder und Optimierungspotenziale beschrieben.
Florian Schnitzhofer

Kapitel 6. Selbstfahrendes Unternehmen

Zusammenfassung
Die rasante technologische Entwicklung im Bereich Software und Technologie wird im Jahre 2035 selbstfahrende Unternehmen ermöglichen. Diese autonomen Organisationen zeichnen sich durch die vollständige Automatisierung aller unterstützenden und produzierenden Prozesse aus. Softwaresysteme in großen Unternehmen sind durchschnittlich 15 bis 20 Jahre im Einsatz. Jede auch noch so kleine fachliche und technische Entscheidung im Bereich der Digitalisierung zahlt auf die Vision des selbstfahrenden Unternehmens ein.
In fünf Abschnitten werden in diesem Kapitel die zukünftigen Unternehmensbereiche beschrieben: Interaktion mit Markt und Kunden, Interaktion mit Lieferanten und Partnern, Wertschöpfung, Finanz und Organisation mit ihren Änderungen. Selbstfahrende Organisationen besitzen keine klassischen End-to-End-Prozesse, sondern Algorithmen treffen laufend aufgrund von Daten die Entscheidungen. Diese Transformation wird beschrieben und die daraus resultierende Organisationsform wird erklärt.
Florian Schnitzhofer

Kapitel 7. Der Mensch und die selbstfahrende Organisation

Zusammenfassung
Zentraler Beweggrund meiner Vision vom selbstfahrenden Unternehmen ist die Ermächtigung der Menschen in Unternehmen und Organisationen. Diese Menschen müssen frei gemacht werden von technisch unsinnigen und langweiligen repetitiven Arbeiten. Menschen sollen ihrer Leidenschaft und ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden und somit Spaß an ihrer Tätigkeit finden. Repetitive und stark analytische Tätigkeiten müssen durch Softwarealgorithmen erledigt werden. Schlussendlich muss sich die Arbeit für jeden einzelnen Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin finanziell auszahlen – und im Umkehrschluss müssen die Unternehmen hocheffizient und profitabel sein, um international in einer multipolaren Welt erfolgreich zu sein. Dieses Kapitel betrachtet das selbstfahrende Unternehmen aus der Perspektive der Mitarbeitenden. Die unterschiedlichen Auswirkungen auf den Lebenszyklus im Unternehmen, den Arbeitsalltag und den rechtlichen Rahmen werden anhand unterschiedlicher Rollen beschrieben.
Florian Schnitzhofer
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