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Über dieses Buch

Ausgehend von Analogiebetrachtungen zur Funktionsweise des Gehirns aus physiologischer und verhaltenspsychologischer Sicht wird beschrieben, wie Organisationen agiler und zukunftsfähiger gestaltet werden können. Technologische Entwicklungen wie Big Data, Social Media, Augmented Reality, Internet der Dinge und künstliche Intelligenz können von einer Organisation nur erfolgreich genutzt werden, wenn sie im „Unterbewusstsein der Organisation“ und damit deren Infrastruktur gezielt eingebaut werden, den handelnden Menschen intuitiv zugänglich und nutzbar gemacht werden und so das zweckmäßige Handeln und Entscheiden in der Organisation unterstützen. Dieser neue Denkansatz - das Modell des Unterbewusstseins von Organisationen und die Gestaltungsmöglichkeiten - wird praxisorientiert anhand von Beispielen und Szenarien erläutert. Das Buch richtet sich an innovative Führungskräfte, Strategen, Organisatoren und Berater, die bereit sind, ihre Organisationen „neu zu denken“, sowie an Leser mit Interesse an Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Der Begriff des Unterbewusstseins – abgeleitet aus der Literatur – und die Fähigkeiten zur Intuition und zu intuitivem Handeln sind eng miteinander verknüpft. Die Analogiebetrachtung im Sinne des „Unterbewusstseins von Organisationen“ ist zweckmäßig und mit dem Einzug der neuen Technologien in die Organisationen geradezu indiziert. Infrastrukturen sowie Struktur- und Ablauforganisation einer Organisation bilden – verbunden mit Werten, Haltungen und Strategien der Organisation – das Unterbewusstsein einer Organisation.
Werner Leodolter

2. Verhaltenspsychologische und kognitionswissenschaftliche Betrachtungen

Zusammenfassung
Unbewusste Prozesse, die auf Erfahrungen beruhen und trainiert werden können, steuern unser Verhalten und folgen einer „inneren Argumentation“. Geprägt werden sie u.a. durch sprachliche Konstrukte. Diese unbewussten Prozesse formen das „schnelle und intuitive Denken“. Die Vorteile der Effizienz sind verbunden mit Gefahren, wie Vorurteilen, Bias etc. Intuition ist eine wesentliche Ressource unseres kognitiven Systems und ist beeinflussbar. Das Unterbewusstsein wirkt als eine assoziative Maschine, die auf Basis von Mustererkennung arbeitet. So bilden wir uns unsere Realität in einem dreistufigen Prozess aus Verdrängung, Verzerrung und Verallgemeinerung ab. Assoziationen und Analogien sind wesentliche Merkmale von Intelligenz. Diese verhaltenspsychologischen und kognitionswissenschaftlichen Aspekte auf personeller Ebene können für gute Entscheidungsfindungen genutzt werden und – im Kontext der jeweiligen Organisation – auch im Lichte der Analogiebetrachtung zum Unterbewusstsein von Organisationen positiv genutzt werden.
Werner Leodolter

3. Elemente der Infrastruktur einer Organisation – Relevante existierende und erwartbare Technologien

Zusammenfassung
Die Fundamente von Organisationen wie der organisatorische Aufbau, Mission Statements, Visionen und daraus abgeleitete Unternehmensstrategien und strategische Zielsetzungen tragen das Kerngeschäft der jeweiligen Organisation und sind Teil der Infrastruktur der Organisation. Diese Strukturen beeinflussen das Verhalten der Organisation und sind Teil des Unterbewusstseins der Organisation. Die neuen Technologien und Werkzeuge wie Sensorik, Internet der Dinge, augmented reality, social media, Data etc. lagern sich in dieser Infrastruktur an und verändern die Wahrnehmung der Organisation – aber auch die Interaktionsmöglichkeiten nach innen und außen. Sie verändern so das Unterbewusstsein der Organisation. Neue Konzepte wie Social collaboration und real time enterprise beschleunigen die Interaktions- und Geschäftsprozesse und öffnen neue Paradigmen wie das Paradigma des Teilens – die „shareconomy“. Entscheidungen erfolgen zunehmend IT-unterstützt (Decision support) oder gar automatisiert. Systeme und Algorithmen mit Lernfähigkeit und künstlicher Intelligenz halten Einzug. Wie kann die organisatorische und unternehmerische Governance in solchen Umbruchsphasen gesichert werden? Wie können die Fundamente und das Gerüst der Organisation zweckmäßig und stabil gehalten werden? Wie kann das Unterbewusstsein der Organisation als Grundlage für das schnelle und effiziente Handeln zielgerichtet und sicher – „resilient“ – gestaltet werden? Dies erfordert neben der Kommunikation auch die richtigen Algorithmen zur Selbststeuerung solcher komplexer Systeme. Es gilt, Organisationen so zu gestalten, dass sie mit Unsicherheiten und Umbrüchen bestmöglich umgehen können.
Werner Leodolter

4. Modell einer Organisation – Wirkungsweise des Unterbewusstseins und des Bewusstseins einer Organisation

Zusammenfassung
Als Basis für die Überlegungen zur Gestaltung des Unterbewusstseins von Organisationen und seiner Schnittstellen zum Bewusstsein wird ein Modell einer Organisation entwickelt – ausgehend vom Mitarbeiter und den Organisationseinheiten sowie deren Zusammenspiel in einer Gesamtorganisation, ergänzt um verbindende Elemente wie Arbeitsgruppen, Projektgruppen etc. Diese Elemente sind einerseits eingebettet und untereinander verbunden in der Infrastruktur der Organisation und zu internen Wissens- und Informationsquellen. Andererseits sind sie auch auf – durch neue Technologien zunehmend – vielfältige Art und Weise angebunden an die Sphären der Kunden und Stakeholder, an die Sphäre des Marktes und des Mitbewerbes sowie an die Sphäre der externen Wissensquellen und Informationsquellen. Dieses Modell einer Organisation mit Fokus auf ihr Unterbewusstsein wird mit anschaulichen praxisnahen Szenarien und Erzählungen erläutert und vertieft.
Werner Leodolter

5. Gestaltung einer Organisation und ihres Unterbewusstseins

Zusammenfassung
Die Theorie komplexer Systeme baut u. a. auf systemtheoretischen und chaostheoretischen Erkenntnissen zur Emergenz auf: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Die Gestaltung der Organisation/des Unternehmens und ihres/seines Bewusstseins und Unterbewusstseins erfolgt in Anlehnung an die Prozesse des menschlichen Gehirns als Quelle der Kreativität und Innovation: der Wahrnehmung, der Kognition und Erkenntnis und der Prozesse der Entscheidung und Interaktion. Die Innovation und Merkmale für gelungene Innovation sind Basis für daraus entwickelte Gestaltungsleitlinien, die sodann um Aspekte der Organisationskultur erweitert werden und hinführen zu Leitlinien zur Gestaltung der Ablauforganisation und der Aufbauorganisation sowie zu Infrastrukturen als Teil des Unterbewusstseins von Organisationen. Es empfiehlt sich die Entwicklung eines integrierten Managementsystems als Handlungsrahmen für rasches und flexibles Handeln. Die erweiterte Wahrnehmung, das erweiterte-implizite und explizite Wissen und die daraus (bewusst und diszipliniert, halbautomatisch oder automatisch) abgeleiteten Erkenntnisse, Schlussfolgerungen und Entscheidungen prägen das Unterbewusstsein von Organisationen und die Schnittstelle zu ihrem Bewusstsein. Das „neu Denken“ der Organisation im Lichte der neuen technologischen Möglichkeiten wie künstliche Intelligenz, Entscheidungsautomatismen etc. und der Umbrüche im Umfeld benötigen ihre Zeit, Mühe und Disziplin. Es ist daher eine der wichtigsten Managementaufgaben, sich dieser Entwicklung und Aufgabe bewusst zu stellen und dies nicht einfach dem Tagesgeschäft zu überlassen oder einfach „geschehen zu lassen“. Die Nachhaltigkeit und langfristige Existenz der Organisation sind davon massiv betroffen. Der Mensch wird dabei nach wie vor – im Sinne der Governance – „im Sattel“ sitzen. Wenn wir es richtig machen, werden zukünftige Organisationen keine „künstliche Intelligenz“ darstellen, sondern sich in eine Art „hybride Intelligenz“ weiterentwickeln. Grundsätzlich sollte hinsichtlich der Menschen und ihrem Verhältnis zu den Strukturen, Organisationen und neuen Technologien gelten: Die Menschen dienen nicht den Strukturen, sondern die Organisationen und deren Infrastrukturen dienen den Menschen.
Werner Leodolter

6. Resümee und Ausblick

Zusammenfassung
Das Unterbewusstsein von Organisationen ist eine relevante Sichtweise bzw. Metapher auf dem Weg zur Weiterentwicklung unserer Organisationen und damit auch unserer Gesellschaft. Die Zukunft wird keine Organisationen als künstliche Intelligenz sehen, sondern als eine Form hybrider Intelligenz, mit Elementen künstlicher Intelligenz, aber mit – hoffentlich – verantwortungsbewussten Menschen im „Sattel“.
Werner Leodolter

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