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27.12.2013 | Datenbanken und Informationssysteme | Im Fokus | Onlineartikel

CRM-Projekte profitieren von detaillierten Anforderungen

Autor:
Peter Pagel

Ein professionelles Anforderungsmanagement ist Standard in Software-Entwicklungsprojekten. Beim Aufsetzen von CRM-Projekten wird darauf oftmals verzichtet. Dabei würde eine Spezifizierung durch ein interdisziplinäres Team die Ergebnisse deutlich verbessern.

Software, die im Customer Relationship-Management (CRM) zum Einsatz kommt, wird häufig mit Standardfunktionen ausgeliefert. Dabei vermitteln viele Anbieter den Eindruck, dass sich die erforderlichen Anpassungen an die individuellen Anforderungen der User mit geringem Aufwand vornehmen lassen. Der Nachteil: Bei einem solchen Vorgehen wird die Implementierungsphase zum Versuchsfeld mit entsprechendem zeitlichen wie finanziellen Aufwand. Besser wäre die vorherige Formulierung der Anforderungen durch ein interdisziplinär besetztes Team, wie Lars Maryniak, Software-Architekt bei der adesso AG, in seinem Fachbeitrag Requirement Engineering in Microsoft-Dynamics-CRM-Projekten darstellt.

Strukturiertes Vorgehen erleichtert die Implementierung

Ein Grund für die unzulängliche Spezifizierung der Anforderungen an CRM-Software dürfte die nicht ganz eindeutige Verortung im Unternehmen sein. In der Regel fungiert die IT als Bereitsteller, die eigentlichen Spezifikationen, die aus dem Geschäftsprozess resultieren, können jedoch nur die Fachbereiche liefern. Ihnen fehlt wiederum häufig die Erfahrung, ausreichend zu spezifizieren – so gerät die Anforderungenliste zum Prosadokument mit geringer Aussagekraft. Maryniak plädiert für ein Anforderungsmanagement mit Augenmaß, das strukturiert die einzelnen Handlungsfelder auflistet und präzise die Beziehungen der im System hinterlegten Objekte (Entitäten) untereinander darstellt. Für Umsetzbarkeit sorgt die Festlegung von Prioritäten, was beispielsweise auch die Verschiebung weniger dringender Anpassungen auf ein späteres Release erlaubt.

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