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09.12.2015 | Datenbanken und Informationssysteme | Im Fokus | Onlineartikel

Seehäfen sollen Industrie-4.0-fähig werden

Autor:
Dieter Beste

Logistik 4.0: In einem Verbundforschungsprojekt loten Wissenschaftler der Universität Bremen zusammen mit Praktikern Optimierungspotenziale der Hafenlogistik aus.

Seehäfen kennzeichnen die Springer-Autoren in „Logistik – eine Industrie, die (sich) bewegt“ als „Hauptschnittstelle für den globalen Handel“ (Seite 10). Zunehmende Vernetzungen mit ihren permanent wachsenden Anforderungen sowie neue technische Möglichkeiten im Zuge der Industrie-4.0-Entwicklungen fordern die Branche allerdings stark heraus. „Die Prozesse rund um den Güterumschlag in den Seehäfen bergen ein hohes Innovations- und Optimierungspotenzial, das durch neue digitale Dienstleistungen sowie deren intelligente Verknüpfung miteinander genutzt werden kann“, konstatiert Klaus-Dieter Thoben, Leiter des Bremer Instituts für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen. Kosten und Terminabweichungen könnten beispielsweise zumeist nur noch durch Prozessoptimierung reduziert werden: „Durch die Unterstützung mittels überbetrieblicher digitaler Dienstleistungen für die Planung und Durchführung“.

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Hier setzt das neue Verbundforschungsprojekt „Prozessinnovation durch digitale Dienstleistungen für den Seehafen der Zukunft“ (ProDiS) mit sechs bremischen Partnern unter Leitung des BIBA an. Es hat in den kommenden dreieinhalb Jahren ein Volumen von 2,4 Millionen Euro und wird vom Bundesforschungsministerium mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert. In ProDiS legen Forscher und Praktiker ihr Hauptaugenmerk auf die Optimierung entlang der Wertschöpfungsketten, besonders auf den Seehafen-Umschlag von standardisierten Einheiten (Container) und den Umschlag für die Offshore-Windindustrie.

Logistik 4.0

Güter aller Art, Equipment und Beschäftigte, so das Projektziel, sollen künftig firmenübergreifend und drahtlos miteinander vernetzt automatisch Informationen an eine zentrale Cloud übermitteln. Auf Basis dieser Cloud-Daten wollen die Bremer Forscher entsprechend der neuesten Industrie-4.0-Standards digitale Dienstleistungen der Logistik 4.0 konfigurieren und zeitnah zur Verbesserung der Planung und der Unterstützung der Operationen im Seehafen zur Verfügung stellen.

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