Skip to main content
main-content

Datenmanagement

weitere Buchkapitel

11. Anwendungen zur Entscheidungsunterstützung

Dieses Kapitel stellt solche Anwendungen dar, die der Rationalitätssicherung von Entscheidungsprozessen in Unternehmen dienen. Aufbauend auf den allgemeinen Komponenten solcher dispositiven bzw. analytischen Anwendungen werden Anwendungsbeispiele für aufgabenorientierte Lösungen zur betrieblichen Entscheidungsunterstützung vorgestellt.

Prof. Dr. Paul Alpar, Prof. Dr. Rainer Alt, Prof. Dr. Frank Bensberg, Prof. Dr. Peter Weimann

10. Anwendungen in ERP-Systemen

Dieses Kapitel erläutert, wie Anwendungen in ERP-Systemen Unternehmensprozesse unterstützen und automatisieren können. Es werden sowohl sektorneutrale als auch sektorspezifische Anwendungen vorgestellt. Abschließend wird darauf eingegangen, wie ERP-Systeme als Standardsoftwareprodukte in Unternehmen einzuführen sind.

Prof. Dr. Paul Alpar, Prof. Dr. Rainer Alt, Prof. Dr. Frank Bensberg, Prof. Dr. Peter Weimann

Kapitel 16. Anwendungsfall Digitalisierung

Das Projekt „Digitalisierung Lagebilder“ ist eines der Schwerpunktvorhaben für die Digitalisierung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung. Mit der Einführung einer digitalen Einsatzbereitschaftslage leistet das Projekt einen richtungsweisenden Beitrag für die fundierte Entscheidungsunterstützung und Führungsfähigkeit vom Bundesministerium bis in die Truppe. Die digitale Einsatzbereitschaftslage soll zukünftig fest in die Entscheidungsstrukturen aller Ebenen des Geschäftsbereichs BMVg integriert werden. Damit ist es für die Nutzer direkt im Live–System möglich, die Vorteile einer digitalen Anwendung zu erleben. Der Beitrag stellt die besonderen Herausforderungen und das innovative agile Vorgehen des Projekts dar. Dies ist ein richtungsweisendes Best Practice Beispiel für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

Rainer Bernnat, Germar Schröder, Lucas Sy, Tobias Alexander Krause, Felix Lücke, Sophia Stadler, Nicola Schudnagies

Digitalisierung im Rechnungswesen und Controlling – praktische Aspekte der Steuer- und Unternehmensberatung

Der Begriff Digitalisierung umfasst ein sehr breites Themenspektrum, von „papierlosen“ Tätigkeiten bis zur gänzlichen Disruption von gesamten Geschäftsmodellen. Digitalisierung bedeutet somit, dass analoge Wertschöpfung durch Leistungserbringung in einem digitalen, computerhandhabbaren Modell ganz oder teilweise ersetzt wird. Es wird daher ein digitales Modell der betrieblichen Realität geschaffen, welches eine Analog-Digital-Wandlung unternehmensrelevanter Daten und Prozesse erfordert. Die digitale Transformation verändert die Art, wie wir produzieren, Dienstleistungen erstellen und damit auch wie wir arbeiten.

Dietmar Ploier, Stefan Mayr

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Rolle des Controllers

Digitalisierung wird in der Wissenschaft und Praxis als maßgebendes Thema der Zukunft diskutiert. Der Themenkomplex Digitalisierung und dessen Auswirkungen lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Digitalisierung bedeutet nicht nur die Umwandlung von analogen in digitale Darstellungen, sondern umfasst aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Veränderungen des Kundenverhaltens und der Märkte durch digitale Technologien, sowie den notwendigen Wandel von Geschäftsmodellen, Wertschöpfungsketten und Organisationsstrukturen in den Unternehmen.

Tanja Wolf, Melanie Heidlmayer

Controlling und Business Intelligence & Analytics

Der zunehmende Umfang unterschiedlichster interner sowie externer Daten, die sich in betrieblichen Prozessen ergeben, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Vor dem Hintergrund erhöhter Wettbewerbsintensität – und folglich verstärktem Innovationsdruck – investieren Unternehmen weltweit hohe Summen in neue Ressourcenplanungs- und Analysetechnologien, womit Transformationsprozesse aufgrund der Digitalisierung eingeleitet werden. Zudem zeigt sich, dass Unternehmen, die bereits moderne ERP (Enterprise Resource Planning)- und Analyseinstrumente in Verwendung haben, mittlerweile so hohe Datenbestände aufweisen, dass sie gar nicht im Stande sind, diese effektiv zu nutzen.

Daniel Pabinger, Stefan Mayr

Digitalisierung im Spannungsfeld zwischen Technologie und Management

Die transformative Wirkung der digitalen und vernetzten Technologien beeinflusst alle Unternehmen und Branchen, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität, Dauer und Einflussnahme. Das Personalmanagement von Unternehmen nimmt im Kampf um die besten Talente im digitalen Zeitalter, bei der Gestaltung neuer Kompetenzprofile und Arbeitsmodelle sowie bei der aktiven Begleitung des notwendigen kulturellen Wandels zukünftig eine Schlüsselposition ein. Dieser Beitrag beginnt mit der Skizzierung grundlegender Paradigmen wie der Agilität und Kundenzentrierung, die unser digitales Zeitalter prägen, und definiert auf der Basis einer kausalen Diskussion von Technologie und gesellschaftlicher Entwicklung die beiden zentralen Begriffe Digitalisierung und digitale Transformation, indem auch zentrale Technologietrends thematisiert werden. Hierbei wird insbesondere ihre Wirkung auf die Gestaltung von Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen aufgezeigt. Im Mittelpunkt der weiteren Auseinandersetzung steht die differenzierte Diskussion der Implikationen für Unternehmen aufgrund der allgegenwärtigen und umfassenden Durchdringung der Unternehmen mit den digitalen und vernetzten Technologien. Hier werden z. B. Themenbereiche wie Lernen und Arbeiten im digitalen Zeitalter berührt oder zukünftige Führungsaufgaben. Mit der Idee eines digitalen Personalmanagements schließt dieser Beitrag.

Claudia Lemke

Kapitel 6. Fallbeispiel Grünlandstrom

Die im Kap. 6 skizzierte abgeänderte Fallstudie beruht auf Arbeiten von Studierenden im Wintersemester 2017/2018 an der Fachhochschule Aachen im Masterstudiengang Energiewirtschaft & Informatik.

Jörg Heiner Georg

Kapitel 2. Das Betriebsmodell Stromvertrieb

In Kap. 2 werden grundlegende Funktionen eines Stromvertriebs erläutert. Die Basis bildet dabei ein Betriebsmodell, das grundsätzliche Logiken des Zusammenspiels der verschiedenen Funktionen aufzeigt.

Jörg Heiner Georg

Lieferantenintegration im Kontext von Industrie 4.0 — aktuelle Anforderungen an Lieferanten, Herausforderungen und mögliche Handlungsoptionen

Für eine erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 ist die unternehmensübergreifende Vernetzung zwischen vor‐ und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen unerlässlich. Dazu gehört für ein Unternehmen insbesondere die Integration der vorgelagerten Wertschöpfungsstufen. Es ergeben sich zahlreiche aktuelle Anforderungen an Lieferanten sowie Herausforderungen, die spezifische Maßnahmen erfordern. Während diese Themen in der unternehmerischen Praxis häufig genannt werden, sind ein systematischer Überblick sowie eine Analyse in der Wissenschaft derzeit noch nicht zu finden. Der vorliegende Artikel untersucht Anforderungen an Lieferanten, Herausforderungen bei der Umsetzung und Handlungsoptionen zur Lieferantenintegration bei Industrie 4.0 mithilfe eines qualitativ‐empirischen Forschungsdesigns. Als Datengrundlage dienen 21 Interviews mit Experten aus den Branchen Maschinen‐ und Anlagenbau, Elektronik und Elektrotechnik, Automobilindustrie, Konsumgüterindustrie sowie Informations‐ und Kommunikationstechnik. Dabei werden der aktuelle Stand der Lieferantenintegration im Kontext von Industrie 4.0 untersucht und aktuelle Erkenntnisse zu dem Thema Lieferantenmanagement und die Veränderungen durch Industrie 4.0 aufbereitet. Daraus können Implikationen für die Unternehmenspraxis wie auch für die betriebswirtschaftliche Forschung abgeleitet werden.

Julian Müller, Johannes Veile, Kai‐Ingo Voigt

Personenbezogene Daten in der digitalen Ökonomie – Eine wirtschaftliche und juristische Betrachtung

Es ist wohl unumstritten, dass personenbezogene Daten in der heutigen, digitalen Zeit einen immer größer werdenden Stellenwert einnehmen. Viele der neu entstehenden Geschäftsmodelle basieren auf den Daten ihrer Nutzer und wie lukrativ diese Modelle sein können, demonstrieren die finanziellen Erfolge von den großen Akteuren wie beispielsweise Google und Facebook. Und nicht nur datenbasierte Unternehmen vertrauen auf die „Macht der Daten“, mittlerweile sammeln und analysieren fast alle Unternehmen die Daten ihrer Nutzer oder kaufen Datensätze auf sog. Datenmarktplätzen ein. Personenbezogene Daten werden in der Wirtschaft also in verschiedensten Praktiken verwendet, mit mehr oder weniger starker Akzeptanz ihrer Nutzer. Fraglich bleibt dabei, wem die Daten eigentlich „gehören“, also ob es eine Art Eigentumsrecht an personenbezogenen Daten formal überhaupt geben kann, zu wessen Gunsten und wie dieses ausgestaltet sein könnte. Die Erkenntnisse zu dieser rechtswissenschaftlichen Fragestellung sowie der wirtschaftlichen Perspektive werden in diesem Beitrag gegenübergestellt und diskutiert.

Nora Wessels, Anne Laubach, Peter Buxmann

Privatheitsschutz durch Open Data und Trusted Third Parties: Plädoyer für die öffentliche Kontrolle sozialer Daten

In diesem Beitrag werden auf Basis der Betrachtung der Potentiale und Probleme bei der Verwendung von Social-Media-Daten in der Forschung Überlegungen zur Bedeutung datenökonomischer Dynamiken und Strukturen im akademischen Bereich angestellt. Die Schwierigkeiten beim Zugang und Teilen der Daten werden ebenso betrachtet wie die Rolle von Plattformbetreibern und die Möglichkeiten zur Archivierung von in der Forschung genutzten Daten zum Zwecke der Ermöglichung von Sekundärnutzung und Nachvollziehbarkeit von Analyseergebnissen.

Katharina Kinder-Kurlanda

Verwaltungsdigitalisierung integriert betrachten

Die Verwaltungsdigitalisierung führt nur dann zum Erfolg, wenn sie innerhalb der Verwaltung integriert betrachtet wird. Dieser Prozess kann mit einer handlungsfeldorientierten Steuerung gelingen, die systematisch Themen identifiziert, die interdisziplinär getrieben und bearbeitet werden müssen. Ein zentraler Rahmen, z. B. in Form von Standards, etablierte Steuerungsprozesse und ein über die Prozessoptimierung hinausgehendes Prozessmanagement sind dafür wichtige Voraussetzungen.

Marc Groß, Anika Krellmann

E-Government und smarter Staat: Die Schweiz auf halbem Weg

Die Schweiz ist mit E-Government im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Das ist die Schlussfolgerung der Zusammenschau aktueller Studien zum Thema: Nachfolgend stellen wir kurz international vergleichend den Entwicklungsstand der Schweiz vor und präsentieren anschliessend detailliert die Entwicklung des E-Government in der Schweiz. Im Fokus der Überlegungen stehen damit folgende Fragen: Wie weit ist die Digitalisierung der Schweizer Verwaltung national und international fortgeschritten? Und was sind mögliche Gründe für die eher zögerliche Umsetzung?E-Government steht seit bald 20 Jahre auf der Agenda der Schweizer Politik: Ging es in einer ersten Maturitätsstufe um Effizienz und Effektivität, um Kundenorientierung und im Allgemeinen um die Digitalisierung der Verwaltung, so rücken heute vermehrt die Zusammenarbeit, ein sicherer und ökonomischer Umgang mit Daten inklusive digitale Identität und die Integration nicht-staatlicher Akteure für die Entscheidungsfindung und die Erbringung staatlicher Dienstleistungen in den Vordergrund. Wir beschliessen unsere Analyse mit Thesen zum smarten Staat und zur Beschleunigung der digitalen Transformation in der Schweiz.

Alessia Neuroni, Ingrid Kissling-Näf, Reinhard Riedl

Das Ökosystem der Digitalisierung

Digitalisierung passiert nicht einfach so, sie muss aktiv gestaltet werden. Kommunen spielen als Zentren des kommunalen Lebens dabei eine besondere Rolle. In ihrer Verantwortung liegt es, die fortschreitende digitale Transformation nicht nur zu ermöglichen, sondern sie im Sinne einer guten Lebens-, Arbeits- und Standortqualität sowie eines nutzerorientierten Bürgerservices in produktive, aktive und erfolgreiche Systeme zu lenken. Dafür brauchen sie u. a. einen klaren Denk- und Handlungsrahmen. Dazu gehört ein gemeinsames Verständnis von Digitalisierung, klare Rollen und Verantwortungsbereiche und ein vernetztes Denken und Handeln im gesamten Ökosystem der Digitalisierung.

Marc Groß, Anika Krellmann

2. Das Projekt verstehen

Das Projekt, in dessen Rahmen ein Testmanager arbeitet, bildet die Grundlage für all seine Handlungen. Es führt also kein Weg daran vorbei, das Projekt kennen zu lernen, also alle Grundlagen des Projektmanagements, die für das Testen von Bedeutung sind. Dazu zählen: der ProjektsteckbriefProjektsteckbrief die UmfeldanalyseUmfeldanalyse die ProjektzieleProjektziel der PhasenplanPhasenplan die ProjektorganisationProjektorganisation das StakeholdermanagementStakeholdermanagement der ProjektstrukturplanProjektstrukturplan das RisikomanagementRisikomanagement Folgen wir der Theorie des Projektmanagements (Wir orientieren uns am Projektmanagement-Standard der GPM [Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.]. Auf formale Definitionen der verwendeten Projektmanagement-Begriffe verzichten wir jedoch bewusst), so sollte für die oben genannten Punkte jeweils eine klare Dokumentation existieren. In der Realität ist das allerdings selten der Fall. Wir wollen an dieser Stelle trotzdem idealtypisch beschreiben, welche Dokumente und Artefakte (Unter einem Artefakt verstehen wir ein Produkt, das als Zwischen- oder Endergebnis entsteht) wir wie nutzen würden. Falls ein Artefakt nicht vorhanden ist, so wird es schwieriger, das Projekt zu verstehen. Um diese Wissenslücke zu schließen, ist es sinnvoll, sich selbst eine Übersicht mit dem passenden Abstraktionsgrad zu erarbeiten. Der Testmanager kann alternativ dazu versuchen, das fehlende Artefakt im Laufe des Projektes vom Projektmanagement nachgeliefert zu bekommen.Das hört sich nach viel Arbeit an und das ist es auch. Doch nur wer das Projekt in seinem Aufsatz verstanden hat, kann das eingebettete Testprojekt gut managen. Der Einsatz an dieser Stelle zahlt sich außerdem in anderer Form aus. Durch die initiale Recherchearbeit werden wertvolle Kontakte zu wichtigen Personen im Projekt geknüpft. Die Chance dabei kooperative Beziehungen zu etablieren, sollte sich kein Testmanager entgehen lassen.

Oliver Droste, Christina Merz

Kapitel 2. Gesundheitsdaten und Digitalisierung – Neue Anforderungen an den Umgang mit Daten im Gesundheitswesen

Im Zuge aktueller DigitalisierungsprozesseDigitalisierungsprozess des Gesundheitswesens erweitern sich die Möglichkeiten der Datenbereitstellung, -erhebung und -auswertung enorm. In einer individualisierten Gesellschaft entstehen so neue Potenziale, um den pluralisierten gesundheitlichen Bedarfen von Individuen, Communities und Organisationen nachzukommen. Gleichzeitig erfordern Gesundheitsdaten einen sensiblen Umgang, um konsequent den Sicherheits- und Datenschutzbedürfnissen der Nutzer Rechnung zu tragen. Vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Gesundheitswesens wird aufgezeigt, welche Auswirkungen Digitalisierungsprozesse auf verschiedene Stakeholder im Gesundheitswesen haben. Deutlich wird dabei, dass für alle Akteure die Existenz von und ein adäquater Umgang mit (digitalen) Gesundheitsdaten unerlässlich sind. Der Beitrag leitet daraus neue Anforderungen an dem Umgang mit Gesundheitsdaten ab und resümiert, dass neue Ausbildungsangebote im Bereich GesundheitsdatenmanagementGesundheitsdatenmanagement geschaffen werden müssen.

Kim Veit, Michael Wessels, Wolfgang Deiters

Kapitel 3. Digital Health Literacy – Thesen zu Konzept und Förderungsmöglichkeiten

Digital Health Literacy wird von vielen Stakeholdern im Gesundheitswesen als Grundbedingung für eine gelingende digitale Transformation eingefordert; welche Kompetenzen jedoch damit gemeint sind und wie diese gefördert werden können, das bleibt meistens im Dunkeln. Das Projekt „TK-DiSK“ hat das Ziel, das Konzept Digital Health Literacy wissenschaftlich zu begründen und weiterzuentwickeln. Kompetenz, Wissen und Fähigkeiten werden hier nicht ausschließlich in den Köpfen von Patienten und Versicherten verortet, sondern als soziale Praktiken verstanden, die von Erfahrungen, materiellen Realitäten und sozialem Kontext mitbestimmt werden. Digital Health Literacy muss daher nicht nur als Eigenschaft von Individuen, sondern auch von soziotechnischen Systemen verstanden werden. Den Organisationen und Institutionen im Gesundheitswesen kommt damit bei der Realisierung von Digital Health Literacy eine zentrale Rolle zu.

Silja Samerski, Hardy Müller

25. Entwicklung einer mobilen Anwendung zur Unterstützung des betrieblichen Gefahrstoffmanagements

Der vorliegende Beitrag beschreibt die Konzeptionierung und die Umsetzung einer mobilen Anwendung, welche betriebsspezifische Informationen zu Gefahrstoffen dezentral verfügbar macht und es ermöglicht relevante Eingangsdaten der Gefährdungsbeurteilung direkt am Arbeitsplatz zu erfassen. Das Ziel des Projektes ist ein Gefahrstoffmanagementsystem durch die Bereitstellung mobiler Lösungen zu ergänzen und somit Optimierungspotenziale bei der Verarbeitung von Gefahrstoffinformationen aufzuzeigen. Dazu wurde ergänzend eine REST-Schnittstelle entwickelt, mit deren Hilfe die mobile Anwendung in eine bestehende Desktop- bzw. Webanwendung integriert werden kann.

Leonie Hannig, Simon Schütze, Lea Charlé, Katharina Koal, Volker Wohlgemuth

Erweiterung datenbasierter Wertschöpfungsketten um transferierbare Modelle

Die Zukunftsvision der Fusion von industriellen Fertigungsprozessen und intelligenten cyberphysischen Systemen stellt Unternehmen vor Herausforderungen einer ganz besonderen Kategorie. Die Grundlage hierfür bildet der enorme technologische Fortschritt im Bereich der Datenanalyse in den letzten Jahren, der nun in unterschiedliche Bereiche unseres Lebens Einzug hält. Längst haben sich Privatpersonen damit arrangiert, neben ihrer eigentlichen Identität noch eine digitale Kopie von sich zu pflegen, die maschinenlesbar ist und somit Gegenstand von automatisierten Analysen (meist zu Werbezwecken) ist.

Torben Schnuchel, Michael Granitzer

Herausforderungen für das IT- Architekturmanagement im Zuge der Digitalisierung

Unter Architekturmanagement (oder Enterprise Architecture Management) versteht man die Analyse, Planung und (Um-)Gestaltung der IT-Landschaft von Organisationen entsprechend der Organisationsstrategie.

Stephan Wildner

Geschäftsmodelle im Wandel durch Industrie 4.0 – Wie sich etablierte Industrieunternehmen in verschiedenen Branchen verändern

Deutsche Industrieunternehmen sehen sich heutzutage nicht nur der Globalisierung, sondern insbesondere einem intensiveren Wettbewerb, verstärkter Marktvolatilität und kürzeren Innovationszyklen sowie einer steigenden Komplexität gegenüber. Der Druck auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen steigt. Zur Bewältigung dieser vielfältigen Herausforderungen werden Flexibilität, Effizienz und anpassungsfähige Produktions- und Logistiksysteme benötigt.

Kai-Ingo Voigt, Christian Arnold, Daniel Kiel, Julian M. Müller

Kapitel 16. Geotechnische Messverfahren

In der Geotechnik kommt den verschiedenen Messverfahren bereits seit Jahrzehnten eine besondere Bedeutung zu. Der Baugrund, sei es Fest- oder Lockergestein, lässt auf Grund seiner Heterogenität im Allgemeinen nur eine begrenzte Schärfe bei der Festlegung von Kennwerten bzw. Materialeigenschaften zu.

Roman Marte, Florian Scharinger, Monika Paulus-Grill, Werner Lienhart

12. Getriebesteuerung – Elektrik, Elektronik, Aktuatorik und Sensorik

Viele Innovationen im Bereich der Getriebe- und Antriebstechnik sind maßgeblich durch die Integration von Mechanik, Elektronik und Software sowie die Vernetzung von Steuergeräten bestimmt (Abschn. 12.1). Das Kapitel spannt den Bogen vom Aufbau von elektrohydraulischen Steuereinheiten, über das Zusammenspiel der Mechanik-, Hydraulik-/Pneumatik-, Elektronik- und Software-Komponenten, bis hin zur Vernetzung des Getriebesteuergeräts im Gesamtfahrzeug. Der Aufbau und die Funktionsweise der elektronischen Getriebesteuerung (TCU) als Hardware mit ihren Bestandteilen und den Schnittstellen werden beschrieben (Abschn. 12.2). Die gängigsten Sensoren eines Getriebes werden erläutert (Abschn. 12.4). Grundelemente der Funktions- und Softwareentwicklung sowie der Getriebeabstimmung (Calibration) werden vorgestellt (Abschn. 12.5). Fragestellungen zu Entwicklungsstandards wie „Automotive Spice“ und „Functional Safety“ werden behandelt (Abschn. 12.6). Neben dem Getriebesteuergerät werden bei Fahrantrieben mit Elektromotoren zusätzlich leistungsstarke Treiber für die Ansteuerung der elektrischen Maschinen benötigt. Daher wird ein Einblick in das Thema Leistungselektronik gegeben und Unterschiede der Bordnetzstrukturen von konventionellen gegenüber elektrifizierten Fahrzeugen aufgezeigt (Abschn. 12.7).

Dr.-Ing. Harald Naunheimer, Prof. Dr.-Ing. Bernd Bertsche, Dr.-Ing. Joachim Ryborz, Dr.-Ing. Wolfgang Novak, Dr.-Ing. Peter Fietkau

6. Enterprise Identity und Access Management

In diesem Kapitel werden Aufgaben, Prinzipien und Mechanismen eines „Enterprise Identity and Access Management-Systems“ dargestellt und erläutert.

Norbert Pohlmann

Kapitel 4. Konzeption: Zusammenstellung der Konzeptelemente

Mit dem Abschluss des vorangegangenen Analyseteils und der dadurch gewonnenen Distanz zur Forschungsfrage ist es sinnvoll, einen Rückblick vorzunehmen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Konzept zu erzeugen, das die Forschungsfrage „Wie sollte ein Online-Mitfahrdienst seine Nutzer steuern?“ beantwortet. Aufgrund der für betriebswirtschaftliche Forschungsarbeiten typischen Maßgabe der Anwendungsorientiertheit – typisch: Wie kann der Erfolg des Unternehmens gemehrt werden? –, rückte die Deduktion einer konkreten Zielrichtung sowie von Elementen einer geeigneten Steuerungsmethodik in den Mittelpunkt der Arbeit.

Maximilian Lukesch

Kapitel 52. Digitalisierungspotenziale im Rahmen der Kostenermittlung von Bauleistungen

Digitaler Schatten – Analytik – Cyber-physische Systeme – Plattformen

Die Hauptaufgabe der Bauauftragsrechnung ist die Kostenermittlung für Bauleistungen vor, während und nach der Leistungserstellung. Diese Kostenermittlungen werden als Kalkulation bezeichnet.) Zu diesem Zweck werden die der jeweiligen Kostenermittlung zu Grunde liegenden Unterlagen (Pläne, Baubeschreibungen etc.) analysiert und die daraus resultierenden preisrelevanten Leistungen in einem Leistungsverzeichnis abgebildet. Das Leistungsverzeichnis besteht aus einzelnen Positionen, deren Einzelkosten der Teilleistungen je nach Anforderung (Eigenleistungen, Fremdleistungen etc.) auf unterschiedliche Weise ermittelt werden, um daraus die Kosten für die Bauleistungen ableiten zu können.

Mike Gralla, Lisa Theresa Lenz

Kapitel 5. Arbeitsbereich Baumanagement – Prof. Mauerhofer

Vor nunmehr sechs Jahren ist mir am 01. Oktober 2013 die Ehre zu Teil geworden, am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft den Forschungs- und Lehrbereich Baumanagement übernehmen zu dürfen. Die bisherige Zeit war vor allem von Lehr- und Forschungstätigkeit geprägt. Im Bereich der Lehre konnte ich seit Beginn meiner Tätigkeit eine Reihe von verschiedenen Lehrveranstaltungen abhalten, wodurch ich „meinen“ Studierenden einen praxisnahen und zukunftsorientierten Einblick in „das Leben nach der Universität“ ermöglichen konnte.

Gottfried Mauerhofer

Kapitel 11. Baubetriebliche Gutachten – Mysterium zur Wahrheits- und Entscheidungsfindung

oder ein Dinosaurier aus der analogen Welt?

Der vorliegende Beitrag widmet sich der zunehmenden Kritik an baubetrieblichen Gutachten zur Durchsetzung von Bauzeitansprüchen in Bezug auf fehlende Qualitätsstandards. Die Verfasser zeigen anhand von drei ausgewählten Aspekten „Wertekodex für die Verfasser von baubetrieblichen Gutachten“, „Standardisierung im weiterem Sinne“ und „Qualität der Datengrundlagen“ Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität auf, die zu einer erhöhten Prüfbarkeit und Glaubhaftigkeit führen könnten. Damit wird der Beitrag von Eschenbruch/Gerstberger unter dem Titel „2018: Zeitenwende für baubetriebliche Gutachten“ im wissenschaftlichen Diskurs deduktiv weitergeführt und bereits erste praktikable Lösungsansätze zu den drei vorgenannten Aspekten entwickelt.

Antje Tiesler, Ralf Gnerlich, Felix Möhring, Volkhard Franz

Kapitel 6. Monitoring und Erfolgskontrolle

Um im Rahmen einer Ökosystemrenaturierung zu ermitteln, ob die gesteckten Ziele durch die ergriffenen Maßnahmen erreicht worden sind, ist eine Erfolgskontrolle notwendig. Diese kann zu einem bestimmten Zeitpunkt einmalig oder durch ein Monitoring als ein wiederholt durchgeführtes Untersuchungsprogramm durchgeführt werden. Hierfür steht eine Vielzahl von ökologischen Indikatoren bzw. Parametern zur Verfügung. Für eine Erfolgskontrolle in der Ökosystemrenaturierung werden die entsprechenden Merkmale und die Parameter für die Operationalisierung genannt.

Stefan Zerbe

Kapitel 5. Empirische Erhebung

Die im vorangegangenen Kapitel dargestellte Forschungslage zur Schulleitergesundheit unterliegt sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in anderen Ländern starker Kritik.

Barbara Szabo

5. Zusammenbau (Assemblies)

Dieses Kapitel befasst sich mit dem Zusammenfügen von Einzelteilen zu Baugruppen. Im ersten Abschnitt erfolgt hierzu eine Erläuterung grundlegender Definitionen und Anordnungsbeziehungen von Bauteilen. Im Anschluss daran werden die spezifischen Symbolleisten und unterschiedlichen Buttons erklärt.

Sándor Vajna, Michael Schabacker

1. Einführung

Das Einführungskapitel gliedert sich in mehrere Abschnitte. Nach einer kurzen Klärung der verwendeten, grundlegenden Begriffe erfolgt die Erläuterung der Benutzungsoberfläche von Solid Edge 2019.

Sándor Vajna, Michael Schabacker

Kapitel 5. Diskussion

Das vorliegende Kapitel dient der Beantwortung des Erkenntnis- und Gestaltungsziels. Mithilfe des Big Data Betrachtungsgegenstands leiten Experten Konsequenzen im IM ab (Abschnitt 5.1). Die gewonnenen Resultate bilden die Grundlage für das Gestaltungsziel. In diesem Zusammenhang werden angemessene Gestaltungsempfehlungen in einem umfangreichen Literaturüberblick ermittelt und den identifizierten Konsequenzen zugeordnet, sodass eine aufgabengerechte Informationsbereitstellung in Zeiten von Big Data ermöglicht wird (Abschnitt 5.2).

Marco Pospiech

Kapitel 4. Gang der Arbeit

Das folgende Kapitel dokumentiert die Forschungsergebnisse dieser Arbeit. Die Erkenntnisse stammen von acht veröffentlichten Beiträgen und werden dem Forschungsdesign (siehe Abbildung 7, S. 41) folgend in die vier nachfolgenden Abschnitte (4.1 - 4.4) aufgeteilt.

Marco Pospiech

Kapitel 2. Handlungsbedarf in Zeiten von Big Data

Um die Notwendigkeit der Forschung zu verdeutlichen, müssen zunächst IM und Big Data (Abschnitt 2.1) als grundlegende Bestandteile der Arbeit näher erläutert werden. Ausgehend von diesen Erörterungen leitet Abschnitt 2.2 anhand einer argumentativ-deduktiven Diskussion potenzielle Konsequenzen eines IM in Zeiten von Big Data ab.

Marco Pospiech

Kapitel 2. Die Grundlagen des E-Procurement

Das E-Procurement steht allgemein als Begriff für den elektronischen Einkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen durch ein Unternehmen über digitale Netzwerke. Damit erfolgt eine Integration innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung bzw. Abwicklung von operativen, taktischen und strategischen Aufgaben im Beschaffungsbereich.

Tobias Kollmann

Kapitel 3. Die Grundlagen des E-Shop

Der E-Shop steht allgemein als Begriff für den elektronischen Verkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen durch ein Unternehmen über digitale Netzwerke. Damit erfolgt eine Integration innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung bzw. Abwicklung von operativen, taktischen und strategischen Aufgaben im Absatzbereich.

Tobias Kollmann

4. Kriterienkatalog zur Zertifizierung von Cloud-Services

Dieses Kapitel beinhaltet den Kriterienkatalog zur Zertifizierung von Cloud-Services. Der Kriterienkatalog ist entlang von Kategorien sortiert und umfasst für jedes Kriterium die Information welches Objekt zertifiziert werden muss, mit welcher primären Auditierungsmethode zertifiziert werden sollte, und ob eine Vor-Ort-Auditierung sowie eine kontinuierliche Auditierung notwendig ist. Manche Kriterien sind als Empfehlung definiert. Solche Kriterien sind als optional anzusehen und nicht zwingend notwendig, jedoch wird es Cloud-Service-Anbietern empfohlen, diese Kriterien zu erfüllen bzw. Funktionalitäten in ihren Services anzubieten.

Sebastian Lins, Stephan Schneider, Ali Sunyaev

Kapitel 18. Daten- und Signalanalyse

Nicht nur in den Naturwissenschaften fallen vor allen Dingen quantitative Daten an, deshalb gehört die Auswertung, Aufbereitung und Darstellung von Daten zum Rüstzeug jedes Wissenschaftlers. Die zunehmende Bedeutung der Datenanalyse in vielen Bereichen ist auch anhand der inzwischen allgegenwärtigen Schlagwörter „Big data“ und „Data science“ erkennbar. In diesem Kapitel sollen die grundlegenden Methoden der Daten- bzw. Signalanalyse besprochen und anhand von Beispielen verdeutlicht werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den klassischen Analysemethoden, deren mathematischer Hintergrund leicht nachvollziehbar ist und schnell einen Einstieg in dieses umfangreiche Gebiet erlaubt. Aufwendigere Methoden sowie Fragen zur fachgebietsabhängigen Interpretation von Daten sollen entsprechenden Fachbüchern vorbehalten bleiben.

Stefan Gerlach

Kapitel 5. Das alltägliche Doing Pancreas – Indizierte Selbst- und Körpervermessung im Kontext Diabetes

Die Bauchspeicheldrüse ist „schlau“, da sie das Hormon Insulin produziert, welches die Zellen dazu anregt, Glukose aus dem Blut zu transportieren und in Energie umzuwandeln. Sie ist ein zentrales Rädchen, um den Blutzuckerhaushalt des Körpers zu regulieren. Ist diese organische Selbstregulation gestört, entsteht ein medizinisches Problem: Diabetes.

Lisa Wiedemann

Kapitel 27. Smart Cities

Governance, Big Data und Anwendungsbeispiele

Die Digitalisierung zeigt Auswirkungen auch auf die moderne Konzeption von Städten. Unter der Bezeichnung Smart City entwickeln die Verantwortlichen zusammen mit den Stadtplanern und Experten Plattformen, die nicht nur die internen Verwaltungsabläufe, sondern auch die Beziehung zu und das Miteinander zwischen den Stakeholdern einer Stadt verbessern sollen. Dabei entstehen integrative Konzepte, die die City-Governance, Organisation und Technologie bündeln und auf eine einheitliche Zielerreichung hin ausrichten. Im Anschluss an die generische Entwicklung einer Smart City behandelt der Beitrag die spanische Stadt Barcelona als Beispiel für eine entsprechende Umsetzung. Am Ende werden die Chancen und Risiken dieses Konzeptes zusammenfassend gewürdigt.

Dirk Drechsler

Kapitel 5. CCXM Company: Effizienz erhöhen, um Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten

InCCX-Matrix Company diesem Kapitel steht die Analyse der Anbieter-/Company-Perspektive im Fokus. Die Effizienz der Leistungserzeugung bildet in der CCX-Matrix die Y-Achse. Die Bausteine, die Effizienz bilden, sind Einnahmequellen, Kostenstruktur, Key Enabler, Kundenbeziehungsmanagement und Kanalmanagement. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele wird aufgezeigt, wie digitale Technologien jeden einzelnen Baustein beeinflussen. Ferner wird dargestellt, wie schnell branchenfremde Wettbewerber mithilfe digitaler Technologien höhere Effizienz aufweisen und somit die Wettbewerbsposition von etablierten Unternehmen gefährden.

Dr. Steffen Jäckle, Uwe Brüggemann

Kapitel 8. Kognitive Verzerrungen als Ausgangsbasis für ein Controlling

Einleitend sei folgende Beschreibung für die Person Steve, die zufällig aus einer repräsentativen Stichprobe ausgewählt wurde, zu betrachten:

Timo Neunaber

2. Industrie 4.0, MES und Digitalisierung

Der Begriff „Industrie 4.0“ tauchte erstmals 2011 zur Hannover Messe auf. Im Oktober 2012 wurde ein erster Entwurf der Umsetzungsempfehlungen und im April 2013 ein Abschlussbericht mit dem Titel „Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 des Arbeitskreises Industrie 4.0“ der Bundesregierung vorgelegt. Damit erfolgte der Startschuss für ein Projekt, dass in den Folgejahren unter anderen Überschriften wie „Digital Factory“, „Industry 2020“ u.v.a.m. weltweit Verbreitung gefunden hat.

Jürgen Kletti, Rainer Deisenroth

1. Einordnung und Funktionsumfang von MES

Der Zwang zu mehr Effizienz und Qualität sowie der Preisdruck, der durch den globalen Wettbewerb entsteht, zwingen Fertigungsunternehmen immer mehr, die Produktion zu optimieren und Abläufe zu verbessern. Eine pünktliche, fehlerfreie Lieferung an den Kunden ist längst nicht mehr das höchste Ziel eines Fertigungsunternehmens, sondern die Produktion, in der erst gar keine Fehler entstehen. Mögliche Qualitätsmängel sollen bereits vor der Entstehung vermieden oder fehlerhafte Teile sollen sofort nach deren Entdecken aus der Produktion ausgeschleust werden. Damit werden Aufwände und Kosten reduziert, die durch das Weiterbearbeiten von Teilen entstehen, deren Qualität durch die Probleme in den vorhergehenden Verarbeitungsschritten ohnehin nicht mehr gewährleistet ist. Weitere Schwachstellen in der Produktion sind überhöhte Umlaufbestände durch hohe Liegezeiten, Energieverschwendung durch schlechte Planung oder überdimensionierter Personaleinsatz durch nicht optimierte Prozessauslegung. Diese Liste ließe sich nahezu beliebig fortsetzen. Die Effekte hierzu wurden in zahlreichen Untersuchungen zu Verschwendungen in der Produktion beschrieben unter anderem im Buch „Die perfekte Produktion“ (Kletti und Schumacher 2011).

Jürgen Kletti, Rainer Deisenroth

Kapitel 3. Datenmanagement als Basis eines professionellen CREM

Ohne eine geeignete Datenbasis ist kein professionelles Management möglich. Daher sollte auch die Grundlage allen Tuns im Immobilienmanagement eine ausreichende Datentransparenz sein. In internationalen, heterogenen Portfolios von Betriebsimmobilien stellen sich gesonderte Herausforderungen wie Datenverfügbarkeit, heterogene Systemlandschaften, unterschiedliche Maßsysteme, unterschiedliche Herangehensweisen im Rechnungswesen, etc.

Thomas Glatte

Kapitel 6. Zusammenfassung – Der (steinige) Weg zum CRE-Manager

Einen Königsweg für den Aufbau und die Weiterentwicklung des Corporate Real Estate Managements im Unternehmen gibt es nicht. Eine Vielzahl von wesentlichen Parametern und sehr heterogene Konstellationen im Unternehmensvergleich aber auch innerhalb der Unternehmen selbst machen es notwendig, die jeweilige CRE-Struktur individuell zu konfigurieren. Diese Struktur ist zudem kontinuierlich den innerbetrieblichen, gesamtwirtschaftlichen und ggf. auch gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Genau darin aber liegt der besondere Reiz der Aufgabe. Es liegt letztlich einzig am zuständigen CRE-Manager, die langfristigen Unternehmens- und CRE-Ziele nicht aus dem Auge verlierend, mit etwas Mut, viel Geschick, einigem Opportunismus und sehr viel Geduld einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Gelegentliche Rückschläge sind in der Praxis die Regel und somit als Teil des Gesamtprozesses zu sehen.

Thomas Glatte

2. Dokument

Das Dokument, seine physische Grundlage in Form des Papiers, seine Eigenschaften, seine Vor- und Nachteile bei der Verwendung und sein Lebenszyklus vergegenwärtigen in diesem Kapitel seine dominante Rolle im Informationsmanagement.

Wolfgang Riggert

Transformation der Kundenzufriedenheitsforschung – Anforderung an das Kundenzufriedenheitsmanagement der Zukunft

Die Kundenzufriedenheitsforschung befindet sich in einem radikalen Umbruch. Technologien, die es erlauben, mit Kunden jederzeit in Verbindung zu treten, das eingeholte Kundenfeedback in Echtzeit zu verarbeiten, automatisiert zu analysieren und über Schnittstellen mit anderen System zu teilen, eine wachsende Flut von Datenpunkten, die zu einem besseren Verständnis verdichtet werden können, und ein im Verhältnis zu strukturiertem Feedback stark wachsender Anteil unstrukturierten Kundenfeedbacks, häufig über Bewertungsportale im Internet, schaffen neue Herausforderungen – und neue Möglichkeiten – für Unternehmen, Kundenbeziehungen besser zu analysieren und aktiver zu managen als je zuvor. Der vorliegende Beitrag betrachtet den Wandel der Anforderungen an Kundenzufriedenheitsprogramme der Zukunft, zeigt Trends und deren Implikationen für die Entwicklung des Geschäftsfeldes auf, beleuchtet wesentliche Veränderungen in den Eigenschaften zukünftiger Kundenzufriedenheitsprogramme und klärt die Frage, wie zukunftsfähig der Bereich Kundenzufriedenheitsforschung für Marktforscher ist.

Stephan Thun

Kapitel 4. Mensch Marketing im Bangalore Modell

Nach der Entwicklung des Bangalore Modells das die theoretischen Konzepte von Design Thinking, Service-Dominant Logic und Digitalisierung ins Marketing konzeptionell zusammenfasste, wird in diesem Kapitel das konzeptionelle Modell des Mensch Marketing entwickelt. Das Mensch Marketing ermöglicht, die Zusammenhänge zwischen den Einflussfaktoren der Bangalore Models und dem Mensch Marketing aufzuzeigen und umzusetzen. Voraussetzung des Mensch Marketing ist das integrative Verständnis von H2H Mindset, H2H Prozess und H2H Management. Für alle drei Komponenten des Mensch Marketings werden zunächst die Einflüsse der ersten Modellebene konkretisiert und erläutert.Der H2H Mindset macht deutlich, dass sich Mensch Marketing nur umsetzen lässt, wenn die beteiligten Menschen einen Mindset haben, der dem postulierten nahekommt. Zunächst wird der Begriff Mindset definiert. Danach wird sichtbar, dass der H2H Mindset auf dem theoretisch vorherrschenden Marketing Mindset als kunden- bzw. marktorientierte Unternehmensphilosophie aufsetzt und diesen erweitert. Dabei wird auch auf den Unterschied eines Growth Mindset und eines Fixed Mindset eingegangen. Außerdem wird deutlich, dass wir von Mindset im Zusammenhang mit den beteiligten Individuen sprechen und von Corporate Mindset als Unternehmensphilosophie, die notwendig ist, damit sich Menschen mit H2H Mindset damit identifizieren können und ihren Mindset ausleben können. Die wesentlichen Eigenschaften des H2H Mindset und deren Konkretisierung schließen die Ausführungen zum H2H Mindset ab.Der H2H Prozess versteht sich als Weiterentwicklung des Marketing-Mix. Diese Entwicklung wird erstmals in der Literatur (sofern wir das beobachten konnten) kompakt auf der Basis der wesentlichen Entwicklungsstufen dargestellt. Der Marketing Mix wird nicht durch den H2H Prozess abgelöst, aber vor dem Hintergrund der Notwendigkeit einer digitalen Transformation weiterentwickelt. Es wird herausgearbeitet, dass Marketing wieder eine bedeutende Rolle bei der Innovation spielen sollte und dies nur möglich ist, wenn sich das Marketing selbst zum Mensch Marketing weiterentwickelt. Dabei steht die Co-Creation von Wertangeboten in Wertschöpfungsnetzen bestehend aus Produkten, Dienstleistungen sowie zutreffender Wertversprechen im Zentrum der Marketingaktivitäten. Mit diesem Prozess wird ein Wertangebot (weiter-)entwickelt, das den beteiligten Wertschöpfungspartnern eine zentrale Rolle zuweist. Der H2H Prozess führt durch die H2H Canvas, die iterativ und dynamisch ergänzt und weiterentwickelt werden kann. Die Ausführungen zum H2H Prozess schließen mit den Voraussetzungen, welche Unternehmen erfüllen sollten, bevor sie den H2H Prozess bei sich einführen.

Waldemar Pförtsch, Uwe Sponholz

Kapitel 8. HRM – Healthcare Relationship Management als marketingorientierter Führungs- und Management-Denkrahmen für das deutsche Gesundheitswesen

Es hieße Eulen nach Athen zu tragen, wenn man in diesem Artikel erklären wollte, dass die Gesundheitswirtschaft aufgrund ihrer Regulatorik, der gesellschaftlichen Stellung als Daseinsvorsorge oder ihrer existenziellen medizinischen Bedeutung eine ganz besondere Branche ist. Akzeptiert man diese Besonderheiten, dann ist es nur folgerichtig, dass man sich auch Gedanken macht um einen speziellen Denkrahmen als Führungskonzept von Unternehmen für diesen Teil der Wirtschaft und Gesellschaft. Diesem ambitionierten Ziel folgt die Vorstellung von Healthcare Relationship Management (HRM)als marketingorientiertes Führungs- und Managementkonzept, das in der Lage ist, die klassische Marketing-Denke (4p) mit dem Ansatz von wertschöpfenden Prozessen zu verknüpfen. Das HRM-Konzept versteht sich als Angebot für Payer, Provider und Pharma/Life Sciences für das Management-Denken und -Handeln. Drei Anwendungsszenarien verdeutlichen die Werthaltigkeit eines strukturierten Führungskonzepts: Versorgungsmanagement, Chaos ante portas bei E-Health und der Use Case „Reiseimpfungen“.

Michael Sander, Evelyn Kade-Lamprecht

Entwicklung kooperativer Dienstleistungen durch Service Prototyping

Das Angebot der Industrie wird vermehrt geprägt durch ein Lösungsgeschäft im Zusammenhang mit Digitalisierung, Vernetzung, Co-Creation und neue Geschäftsmodelle. Dieser Beitrag betrachtet, welche Auswirkungen aktuelle Trends auf die Entwicklung innovativer Dienstleistungen und Produkt-Service-Systeme haben und wie bisherige Ansätze der Dienstleistungsentwicklung dadurch an ihre Grenzen stoßen. Er stellt ein Service Prototyping-Konzept vor, zeigt dessen Vorteile für die Entwicklung kooperativer Services auf und beleuchtet diese anhand von zwei Fallstudien.

Christian van Husen, Abdul Rahman, Abdel Razek, Martin Raban, Saed Imran

Kapitel 22. Das Statistikprogramm R

Es gibt zahlreiche Computerprogramme, mit denen man statistische Analysen durchführen kann, wie zum Beispiel die kommerziellen Programme SAS, EViews, Minitab, STATISTICA oder SPSS, um nur einige zu nennen. Jedoch unterscheiden sie sich hinsichtlich der angebotenen Methoden, der Benutzerfreundlichkeit und vor allem bezüglich des Preises.

Prof. Dr. Christoph Weigand

Kapitel 5. Bewertung und Schlussfolgerungen

Der Hype um den Bitcoin (Abschn. 2.7.1) und andere Kryptowährungen hat der Blockchain enorme Aufmerksamkeit verschafft. Gleichzeitig stiegen aber auch die Erwartungen. Manche Projekte vermittelten den Eindruck, Blockchain wäre die Lösungen vieler Probleme und müsste nur noch implementiert werden.

Johannes Hinckeldeyn

Kapitel 3. Forschungsdesigns mit Befragungen

Standardisierte Befragungen in den Sozialwissenschaften werden meist als einmalige Befragung einer Zufallsstichprobe der allgemeinen Bevölkerung im Rahmen einer „Umfrage“ wahrgenommen. Befragungen dieses Typs bieten nur Beschreibungen des Zustandes einer Population zu einem Zeitpunkt und sind daher in ihrer Aussagekraft für wissenschaftliche Studien sehr begrenzt.

Rainer Schnell

Computer- und onlinegestützte Methoden für die Untersuchung digitaler Kommunikation

Der Beitrag gibt einen Überblick über computer- und onlinegestützte Instrumente und Methoden für die Erforschung digitaler Kommunikation. Diese werden in den Kanon der empirischen Sozialforschung eingeordnet und die Diskussion ihrer methodischen Validierung zusammengefasst. Dazu werden – entlang des Forschungsprozesses – reaktive und nicht-reaktive Datenerhebungsinstrumente unterschieden. Für die Verarbeitung und Auswertung von Big Data werden ergänzende Schritte im Forschungsprozess wie die Datenaufbereitung oder -speicherung notwendig. Online-basierte Datenerhebungsinstrumente wie Online-Fragebögen (reaktiv) beziehungsweise Logfile-Analysen und die Auswertung von Datenspuren (nicht-reaktiv) finden in zahlreichen Forschungsdesigns Verwendung. Nachdem der Einsatz digitaler Instrumente in den vergangenen Jahren zum Normalfall geworden ist, werfen neuartige Verfahren methodische Fragen auf: Insbesondere auf Basis Sozialer Medien gewonnene Big Data-Studien gewinnen rasant an Bedeutung. Deshalb sind verstärkte Anstrengungen im Gange, deren Qualität zu hinterfragen und zu verbessern.

Martin Welker

5. Besonderheiten der Rückversicherung in ausgewählten Versicherungssparten

Die Prämie eines Versicherungsvertrages muss so bemessen werden, dass diese zur Deckung der erwarteten Gesamtschadenlast der Vertragsperiode ausreicht. Da jedoch Schadenhöhe und Schadenzahl stark vom Zufall abhängen, ist die Gesamtschadenlast für einzelne Risiken nicht exakt vorhersehbar. Der Erstversicherer hat augGrund der Unabhängigkeit der einzelnen Risiken den Ausgleich durch das Kollektiv, der Rückversicherer hat diesen Ausgleich oft nicht in gleichem Umfang. In der Praxis versucht man, die Gesamtschadenverteilung durch Prognosen zukünftiger Entwicklungen und die Analyse von Vergangenheitsschäden zu schätzen. Hier treten jedoch verschiedenartige Effekte auf, die man als „versicherungstechnisches‟ Risiko bezeichnet.

Andreas Schwepcke, Alexandra Vetter

Kapitel 2. Python verstehen und anwenden

In diesem Kapitel werden die Basis-Konzepte und Datentypen von Python dargestellt. Es zielt darauf ab, Python danach verstehen und eigenständig anwenden zu können. Zunächst werden dazu alle wichtigen Datentypen sowie Datencontainer vorgestellt. Zudem wird geklärt, wie man Programmabläufe steuern und beeinflussen kann. Da im Programmablauf auch Fehler auftreten können, wird ferner besprochen, wie man mit diesen umgehen kann. Abschließend lernen wir eigene Funktionen zu schreiben sowie Daten einzulesen bzw. zu speichern.

Markus Feiks

Connected Cars

Analyse von Start-up Kooperationen im Geschäftsmodell der vernetzten Automobile

Die Vernetzung der Automobile ermöglicht digitale Dienste, die Mehrwerte für Fahrer und Halter hinsichtlich Sicherheit, Navigation, Information, Komfort sowie Unterhaltung generieren. Im Geschäftsmodell der Connected-Car-Services besitzt die Komponente der Partnerschaften eine hohe Bedeutung (vgl. Bosler et al. (2018)). Die OEMs kooperieren mit etablierten Automobilzulieferern, ehemals branchenfremden Unternehmen – z. B.

M. Bosler, W. Burr

Konvergenz der Ökosysteme

Indirekte Netzwerkeffekte und Monetarisierungsmodelle auf digitalen Plattformen für Mobilität

Dem wertbasierte Geschäftsmodellansatz nach Bieger/Reinhold[2] liegt die Prämisse zugrunde, dass der wichtigste Zweck eines Unternehmens in der Schaffung von monetären und nicht-monetären Werten für die Anspruchsgruppen des Unternehmens, wie beispielsweise Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Kapitalgeber, Öffentlichkeit, und das Unternehmen selbst, liegt. Insofern veranschaulicht ein Geschäftsmodell die Logik, wie ein Unternehmen Geld verdient. Der Ansatz, basierend auf dem Business Canvas von Osterwalder/Pigneur, umfasst sechs Stufen: Leistungskonzept (Value Proposition), Wertschöpfungskonzept (Value Creation), Kanäle (Value Communication and Transfer), Ertragsmodell (Value Capture), Werteverteilung (Value Dissemination) und Entwicklungskonzept (Value Development).

D. Kortus-Schultes

Kapitel 3. Die Grundlagen des E-Shop

Der E-Shop steht allgemein als Begriff für den elektronischen Verkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen durch ein Unternehmen über digitale Netzwerke. Damit erfolgt eine Integration innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung bzw. Abwicklung von operativen, taktischen und strategischen Aufgaben im Absatzbereich. Die zunehmende Akzeptanz elektronischer Medien bei den Nachfragern geht mit einem wachsenden Angebot an Produkten und Dienstleistungen einher, die entweder teilweise oder sogar ausschließlich über das Internet durch diese „virtuellen Läden“ vertrieben werden. Ein E-Shop ist somit ein „eigenständiges System aus Hard- und Software, das einem Händler erlaubt, seine Wirtschaftsgüter über Rechnernetze anzubieten, zu verkaufen und gegebenenfalls zu vertreiben“. Man kann also vereinfacht sagen, dass ein E-Shop ein virtueller Verkaufsraum eines Unternehmens ist.

Tobias Kollmann

Potenziale digitaler Assistenzsysteme für die Kommunikation in interdisziplinären Entwicklungsprojekten

An der TU Dresden startete im Herbst 2016 ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines digitalen Assistenzsystems (‚Smarte Werkbank’), gefördert durch den Europäischen Sozialfonds und die Sächsische Aufbaubank. Ziel des Projektes ist es, ein System zu entwickeln, das – insbesondere auch unter Nutzung der neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung heute und zukünftig bietet – den Entwicklungsprozess produktionstechnischer Systeme unterstützt. Zur Lösung dieser Aufgabe wurde ein interdisziplinäres Projektteam gebildet, bestehend aus sechs Forschungs- und sechs Praxispartnern

Marie-Sophie Schönitz, Tobias Günther, Inga-Lisa Hilgers, Sebastian Lorenz, Josephine Dölz, Marie-Christin Papen, Florian U. Siems

Kapitel 20. Digitale Trends und ihre Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsperformance in der Beschaffung

Schon immer haben externe Umwelteinflüsse und dynamische Geschäftsumfelder Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt, ihnen aber auch erhebliche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gegeben. Die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit stellen hierbei keine Ausnahme dar und bieten Chancen für disruptive Innovationen in Supply Chains. Im Rahmen dieses Beitrags werden nach Ausführungen zu unternehmerischer und beschaffungsbezogener Nachhaltigkeit sowie zum operativen und strategischen Beschaffungsprozess, Künstliche Intelligenz, Internet of Things, Big Data, 3-D-Druck, Blockchain sowie Augmented Reality und Virtual Reality als ausgewählte einflussreiche digitale Technologien bzw. technologische Trends vorgestellt und deren Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsleistung in der Beschaffung untersucht. Hierfür wird, aufbauend auf den Erkenntnissen und Ansätzen von Green IT, ein innovatives Analyseschema präsentiert. In diesem bildet eine Erweiterung der Analysedimensionen um die Nachhaltigkeitsdimensionen (ökonomisch/sozial), den Wirkungsort (Beschaffungsabteilung/Supply Chain), den Fokus (strategische bzw. operative Aufgaben oder das Personal betreffend) sowie die Einflussart (direkt/indirekt) die Grundlage der Systematisierung. Die beispielhafte Einordnung kann als Ausgangpunkt für weiterführende Analysen sowie für die Anwendung in der Praxis dienen.

Jasmin Möller, Ronald Bogaschewsky

Kapitel 16. Proaktives Risikomanagement als Unterstützung einer nachhaltigen Beschaffung

Um Nachhaltigkeit zu erreichen, benötigen Unternehmen einen ganzheitlichen und risikoadjustierten Planungsprozess. Für die Umsetzung des Prozesses bedarf es transparenter Datenbestände und eines zukunftsorientieren Datenmanagements. Dieser Beitrag analysiert, inwieweit ein proaktives Datenmanagement zur Vermeidung und Steuerung von Supply-Chain-Risiken beitragen kann. Der gewünschte Sollzustand wird anschließend anhand einer empirischen Studie mit der Umsetzung in der Realität verglichen. Ein selbst entwickeltes Reifegradmodell ermöglicht letztendlich die Eingruppierung von Unternehmen auf ihrem Weg zu einem proaktiven nachhaltigen Vorgehen. Der Fokus liegt hierbei auf einer unternehmensübergreifenden Ausrichtung im Sinne des Supply Chain Managements.

Felix Walther, Christoph Hein, Wanja Wellbrock

3. IT-Systeme als Grundlage eines erfolgreichen Handelscontrollings

Der Einsatz von IT im Controlling gewinnt immer mehr an Bedeutung. Da der Geschäftserfolg von der Aktualität und Genauigkeit von Informationen abhängt, speichern sogenannte OLTP-Systeme nur aktuelle Datenzustände, damit die zu verarbeitenden Daten effizient und effektiv bereitgestellt werden können. Der zentrale Kern der Handels-IT sind leistungsfähige Warenwirtschaftssysteme, da sie die Bereitstellung entsprechender operativer und strategischer Informationen ermöglichen. Auf dezentraler Ebene werden Filial-Warenwirtschaftssysteme verwendet, da diese neben der reinen Abverkaufserfassung auch Bestandsführungs- und Auswertungsfunktionalität bieten. Der Einzelhandel braucht durch die Nähe zu seinen Konsumenten, aber auch zu seinen Lieferanten, neben den internen Daten externes Informationsmaterial. Daher werden Daten über Verbraucherverhalten und Konsumententrends häufig extern erworben. Durch sehr hohe Geschäftsvorgangsvolumen und die charakteristisch große Artikelanzahl, sind die zu verwaltenden Datenmengen der Handelsunternehmen in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Gegensatz zu OLTP-Systemen ist OLAP ein flexibles Analyse-Konzept, um dynamisch auf Daten zuzugreifen und durch den Datenbestand zu navigieren. Zudem birgt die große Anzahl an Transaktionen mit externen Partnern durch elektronische Datenübermittlung ein hohes Rationalisierungspotenzial.

Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Jörg Becker, Prof. Dr. Axel Winkelmann

Geschäftsmodelle additiver Fertigungsverfahren

Wenn man von zukunftsfähigen Unternehmen und Industrie 4.0 spricht, verspricht kaum ein Phänomen eine solch hohes Potenzial wie additive Fertigungsverfahren. Neben dem Internet der Dinge, autonomen Maschinen und der Sensorik, tritt der digitale Druck von Produkten und Bauteilen beständig weiter in den Fokus von Industrie und Forschung. Revolutionär, disruptiv und durchschlagend sind Adjektive, welche im Zusammenhang mit dieser Technologie genannt werden.

Michael Essig, Stephan Kronthaler, Josef Gutsmiedl, Andreas H Glas

Framework zur Umsetzung von Performance-Based-Contracting auf dem Industriegütermarkt

Hervorgerufen durch lange Produktlebenszyklen von Investitionsgütern sehen sich Unternehmen vermehrt einer hohen Marktsättigung gegenüber, die mit einer wachsenden von auf dem Markt befindlichen Anzahl an Primärprodukten – auch als Installed Base (IB) bezeichnet – einhergeht. Dies bewirkt ein Umdenken hinsichtlich der strategischen Ausrichtung von Unternehmen (Greenough & Grubic, 2011, S. 1118). Auf wettbewerbs- und kundenorientierten Märkten ist es häufig nicht mehr das Ziel, ein Alleinstellungsmerkmal lediglich über die physischen Produkte zu generieren, sondern das Angebot um umfangreiche Services zu erweitern.

Stefan Drechsler, Lukas Knieps, Rainer Lasch

Rückbezug der theoretischen Erkenntnisse auf die Empirie

In den Vorkapiteln wurden die Herausforderungen der europäischen Postgesellschaften erläutert und strategische Implikationen der sich zunehmend überschneidenden Wettbewerbsmärkte der Postgesellschaften diskutiert (Kapitel II). Im Anschluss wurden grundsätzliche Positionierungsmöglichkeiten in Form von strategischen Konfigurationen erörtert, sowie der Wandel von Postgesellschaften innerhalb dieser Konfigurationen (Kapitel III und IV). Im Folgenden sollen nun die gewonnenen theoretischen Erkenntnisse auf ausgewählte europäische Postgesellschaften angewendet werden.

Karsten Schwarz

Kapitel 4. Effizientes Energiecontrolling in Zeiten von Industrie 4.0

Können digitale Transformation und Big Data zu mehr Ressourceneffizienz beitragen?

Ein erfolgreiches Energiemanagement kann Energiekosten senken, den Energieverbrauch und die Emissionsbelastung reduzieren und so einen Beitrag zur Steigerung der Ressourceneffizienz leisten. Eine wichtige Basis des Energiemanagements stellt das Energiecontrolling dar. Dieses unterstützt die Verantwortlichen bei der Planung, Steuerung und Kontrolle der energiebezogenen Ziele. Vor dem Hintergrund der Industrie 4.0 könnten die erweiterten Informationssysteme mit valideren Daten zu mehr Entscheidungsgüte beitragen. Um die sich hier bietenden Möglichkeiten und Grenzen zu betrachten, werden mithilfe der SWOT-Analyse die Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen von Big Data und digitaler Transformation für das Energiecontrolling eines Produktionsunternehmens untersucht. Außerdem werden Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Implementierung vorgestellt.

Martin-Alexander Arns, Thomas Heupel

Kapitel 5. Corporate Responsibility in der digitalen Arbeitswelt 4.0

Umsetzungsmöglichkeiten am Beispiel der aufsichtsrechtlichen Regulierung im Risikomanagement der Bankenbranche

Daten und vor allem personenbezogene Daten sind im Zeitalter der Digitalisierung zu einem der wesentlichsten „Rohstoffe“ geworden. Dies betrifft sowohl den Dienstleistungs- als auch den Produktionsbereich. In den Ursache-Wirkungs-Beziehungen der betrieblichen Wertschöpfungskette spielen die nichtfinanziellen Faktoren eine immer größere Rolle und insbesondere das Vertrauen aller Akteure in den Schutz ihrer Daten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Am Beispiel der bankenaufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Risikomanagement und an die IT-Sicherheit von Banken soll aufgezeigt und dafür sensibilisiert werden, wie sich jedes Unternehmen – in unterschiedlicher Ausprägung – seiner Corporate Digital Responsibility stellen kann.

Guido Pfeifer, Inge Wulf

Kapitel 1. Controlling – Digitalisierung, Automatisierung und Disruption verändern Aufgabenfelder und Anforderungen nachhaltig

Digitalisierung und immer schnellere Änderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Technologie haben zur Folge, dass sich auch das Berufsbild des Controllers in den nächsten Jahren stark verändern wird. Bisher typische Aufgaben wie das reine Zusammenstellen von Daten und Zahlen oder standardisiertes Reporting werden nach und nach verschwinden, da diese Aufgaben besser von Computern übernommen werden können. Noch ist zwar nicht ganz klar bzw. genau abzusehen, welche anderen Aufgaben an die Stelle bisheriger Tätigkeiten kommen werden; auch die Expertenmeinungen gehen zum Teil stark auseinander. Allerdings kristallisiert sich heraus, dass Controller künftig mehr gestalterische Aufgaben (Stichworte u. a. Businesspartner, Unterstützung des Managements bei der strategischen Entwicklung des Unternehmens, Harmonisierung von Einzelzielen im Unternehmen zu einer Gesamtzielsetzung, Mitgestaltung bei der Umsetzung von Maßnahmen, Verbesserung der Datenanalyse und Prognosequalität) übernehmen werden, als das bislang der Fall war. Zudem müssen sie ihre Kompetenzen in Statistik sowie Nutzung von IT und (Digital-)Technik erheblich verbessern.

Jörgen Erichsen

Kapitel 2. Strategien der Migration

Migrationen sind, wie wir in Kap. 1 gesehen haben, eine besondere Art der Transformation. Für den Umgang mit Migrationen brauchen wir tragfähige Strategien, und genau denen wollen wir uns nun widmen. Dabei betrachten wir die verschiedenen Arten der Migration und beleuchten Inhalt und Ziele. Kommunikation in Richtung aller Beteiligten (insbesondere was dabei zu beachten ist) und die Frage danach, welche Herangehensweisen zu einem guten Ergebnis führen, runden das Kapitel ab.

Georg Panagos, Christian Hammer

Kapitel 6. Tools und Maßnahmen zur Unterstützung in der Transformation

Die Transformation umfasst mehr als nur Managementmethoden. Gerade die Entscheidung, eine toolgestützte TransformationTransformationtoolgestützte durchzuführen, wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, die wir im Folgenden betrachten werden: Wie nachhaltig kann, sollte bzw. muss die technische Lösung sein? Gibt es eine Grenze, ab wann es nicht mehr sinnvoll ist, die Transformation technisch zu unterstützen? Ist es billiger, eine Reihe von studentischen Hilfskräften zu beschäftigen oder doch lieber ein Tool individuell zu entwickeln?

Georg Panagos, Christian Hammer

Kapitel 5. Vorgehen zur Umsetzung der regulatorischen Vorgaben und der eigenen Strategie

Die regulatorischen Vorgaben müssen eingehalten werden, aber auch die eigene Strategie soll umgesetzt werden. Dazu muss die IDV im Institut gefunden und analysiert werden, um den Ist-Zustand gegen den Soll- und den Muss-Zustand abgleichen zu können. Diese theoretische Herangehensweise hat in der Praxis verschiedene Probleme und Mängel. Möchte das Institut sich von IDV lösen, gibt es einige grundlegende Dinge, die getan werden müssen.

Holger Biernat

54. Strömungsmechanische Simulation von Ladungswechsel, Gemischbildung und Verbrennung: Ausblick

Anwachsende Rechenleistungen ermöglichen Weiterentwicklungen im Bereich der räumlichen und zeitlichen Diskretisierung sowie der Numerik-Schemata. Gegenstand dieses Kapitels ist die Diskussion aktueller Trends und der sich daraus ergebenden Chancen. Ein wesentlicher Knackpunkt ist aktuell die Modellierung der Turbulenz aber auch die Beschreibung der Einspritzprozesse und der Verbrennung.

Dr.-Ing. Christian Krüger, Dr. rer. nat. Frank Otto

Kapitel 1. Digitale Daten

Digitalisierung ist das Schlagwort dieser Zeit. Es vergeht kaum eine Woche, in der in den Medien nicht über Digitalisierung, die digitale Gesellschaft und sogar digitale Bildung berichtet wird.

Peter Bühler, Patrick Schlaich, Dominik Sinner

Kapitel 2. Dateien

Ordnung oder Chaos? Heutige Computer besitzen Festplatten von ein, zwei oder mehr Terabyte. Ein Terabyte ist eine riesige Datenmenge! In der Tabelle auf Seite 9 finden Sie eine Beispielrechnung, wie viele Dateien auf einer 1-TBPlatte untergebracht werden können, beispielsweise 67 Mio. Textdateien, 87.000 MP3-Songs, 43.000 Bilder und 55 Video-DVDs!

Peter Bühler, Patrick Schlaich, Dominik Sinner

Kapitel 3. Datenbanken

„Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts!“, hat Stefan Gross-Selbeck, der bei eBay und Xing zum Multimillionär wurde, treffend formuliert. Denn wie bei Öl geht es auch bei Daten darum, diese zu gewinnen, zu verarbeiten und zu verkaufen.

Peter Bühler, Patrick Schlaich, Dominik Sinner

Kapitel 4. Datenschutz – Datensicherheit

Datenschutz und Datensicherheit sind zwar ähnliche Begriffe, die aber unterschieden werden müssen.

Peter Bühler, Patrick Schlaich, Dominik Sinner

Kapitel 2. Willkommen in der digitalen Unternehmenswelt

Digitale Disruption, Industrie 4.0, Social Media Marketing – man könnte die Liste der im Kontext von digitaler Transformation verwendeten Begriffe und Konzepte fast beliebig verlängern und stetig erweitern. In diesem Kapitel soll etwas Ordnung in die kaum noch überschaubare Begriffswelt gebracht werden. Herausgearbeitet werden die beiden zentralen Merkmale der digitalen Transformation.

Thomas Hess

Zur zielgrößenabhängigen Bestimmung der (Erfolgs-) Faktoren im Targeting

Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung werden zwei Bereiche hinsichtlich der Steuerung von Dialogmarketingkampagnen näher betrachtet. Auf der einen Seite wird geprüft, inwiefern die Notwendigkeit besteht, das Targeting als maßgeblichen Erfolgsfaktor im Dialogmarketing zielgrößenspezifisch auszurichten. Auf der anderen Seite umfasst die Untersuchung die Entwicklung einer anwendungsorientierten Darstellung statistischer Analyseergebnisse, um deren Praktikabilität zu erhöhen. Hinsichtlich des ersten Untersuchungsschwerpunktes wird anhand von Realdaten eines deutschen Versicherungsunternehmens zunächst empirisch aufgezeigt, dass Erfolgsfaktoren im Targeting bisweilen differieren, wenn entweder die Optimierung der Rücklaufquote oder die Optimierung des zu generierenden Umsatzes angestrebt wird. Mit Blick auf den zweiten Untersuchungsschwerpunkt wird im Anschluss gezeigt, dass semantische Differenziale das Potenzial bieten, die Ergebnisse moderner statistischer Analysemethoden anwendungsorientiert aufzubereiten.

Benedikt Lindenbeck

Kapitel 17. Quantitative Daten für die Sekundäranalyse

Die Entwicklung der empirischen Sozialforschung ist untrennbar mit dem Fortschritt ihrer Datenbasis verbunden. Obwohl die ersten Untersuchungen bereits im 19. Jahrhundert durchgeführt wurden, waren über lange Zeit die Forschungsmöglichkeiten durch eine karge Datenlage geprägt. Dieses intensiv wahrgenommene Defizit wurde bald zum Motor der Bemühungen, die Datenlage systematisch zu verbessern. Dies gilt nicht nur für die Menge der verfügbaren Daten, sondern auch für ihre Qualität und Vergleichbarkeit. Der Zugang zu bereits vorliegenden Forschungsdaten erlaubte die Auswertung auch unter neuen Forschungsfragen (Sekundäranalyse) und erschloss neben weiteren Querschnittsanalysen zugleich eine Datenbasis mit Potential für die Analyse gesellschaftlichen Wandels.

Ekkehard Mochmann

Kapitel 16. Qualitative Daten für die Sekundäranalyse

Während die Sekundäranalyse auch Dank einer positiven Archiventwicklung zum Synonym für die erneute Nutzung statistischer (insbesondere Umfrage-)Daten (Mochmann, Kapitel 17 in diesem Band) geworden ist, zeigt sich nunmehr auch eine internationale und aktuell voranschreitende Entwicklung von Archiven, die interessierten Forschenden einen organisierten Zugang zu qualitativen Daten schaffen.

Irena Medjedović

Kapitel 54. Online-Befragung

Online-Befragungen platzieren ihre Fragebögen auf dem Server eines Forschungsinstituts oder eines Providers, wo sie von den Befragungsteilnehmern online ausgefüllt werden. Von anderen Befragungsmodi der standardisierten Befragung (Reinecke, Kapitel 49 in diesem Band) unterscheiden sich Online-Befragungen also durch das von ihnen genutzte Medium: das Internet.

Pia Wagner-Schelewsky, Linda Hering

Kapitel 97. Organisationsdaten

In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass die Ebene der einzelnen Organisation für das Verständnis einer Reihe von Forschungsgegenständen entscheidend ist. Neben der Makroebene (Staat und Gesellschaft) und der Mikroebene (Individuum) steht zunehmend die Organisation als Analyseeinheit zur Erklärung sozialer Phänomene im Fokus der Sozialwissenschaften (z.B. Coleman 1986, Jäger/Schimank 2005). Damit einhergehend hat die Nachfrage nach Organisationsdaten in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen (Liebig et al. 2017).

Alexia Meyermann, Tobias Gebel, Stefan Liebig

Kapitel 31. Datenaufbereitung und Datenbereinigung in der qualitativen Sozialforschung

Charakteristisch für qualitative Daten ist ihre große Vielfalt, die von Antworten auf offene Fragen in Bevölkerungsumfragen (Züll/Menold, Kapitel 59 in diesem Band) über transkribierte narrative Interviews (Küstrers, Kapitel 45 in diesem Band) und Gruppendiskussionen (Vogl, Kapitel 46 in diesem Band) bis hin zu visuellen Daten wie Fotos (Bohnsack, Kapitel 85 in diesem Band), Videos (Tuma/Schnettler, Kapitel 86 in diesem Band) und Social-Media-Daten reicht. Dabei spielen qualitative Daten nicht nur im Rahmen qualitativer Forschung eine Rolle, auch in der quantitativ orientierten Forschung, etwa im Bereich der Surveyforschung (Stein, Reinecke, Kapitel 8 und 49 in diesem Band) sind qualitative Daten sehr häufig anzutreffen. Dies gilt erst recht für Mixed-Methods-Ansätze (Kelle, Kapitel 10 in diesem Band), die in unterschiedlicher Art und Weise qualitative und quantitative Daten miteinander kombinieren und integrieren (Baur et al. 2017).

Udo Kuckartz, Stefan Rädiker

Kapitel 92. Metadaten

Die Digitalisierung der Wissenschaften (Thimm/Nehls, Kapitel 69 in diesem Band) hat es mit sich gebracht, dass im gesamten Forschungszyklus (Stein und Przyborski/Wolrab-Sahr, Kapitel 7 und 8 in diesem Band) die Rolle von strukturierten Informationen, mit denen einzelne Elemente in diesem Zyklus beschrieben werden können, ständig zunimmt. Für diese Struktur entwickeln sich zunehmend Standards, auf denen (Web-)Dienste aufbauen, die in wissenschaftlichen Prozessen eine wichtige Rolle übernehmen können, in dem sie nicht nur Informationen liefern, sondern auch unmittelbar zur Steuerung der Prozesse beitragen.

Knut Wenzig

Kapitel 70. Web Server Logs und Logfiles

Mit Logfiles werden automatisch erstellte digitale Dateien (Thimm/Nehls, Kapitel 69 in diesem Band) bezeichnet, in denen bestimmte Ereignisse elektronisch aufgezeichnet werden. Im sogenannten Web Usage Mining (Srivastava et al. 2000) sind vor allem Web Server Logs von Interesse und werden daher oft synonym zum Begriff „Logfiles“ verwendet. Diese dokumentieren die Zugriffe auf Webseiten, um darauf basierend Webseitenstatistiken erstellen und auswerten zu können.

Andreas Schmitz, Olga Yanenko

Kapitel 4. Computer als Hardware

Ein Computer lässt sich ganz vereinfacht als eine Maschine darstellen, die Eingaben verarbeitet und Resultate ausgibt. Man nennt dies das EVA-Prinzip für Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe.

Claudio Franzetti

Kapitel 10. Applikationen

Unter Applikationen verstehen wir Benutzeranwendungen, die entweder aus Standardsoftware oder individueller Software bestehen (siehe Abbildung 10.1). Die weitverbreitete Abkürzung „App“ leitet sich daraus ab.

Claudio Franzetti

Kapitel 1. Einleitung: QM ist in der Hauptsache Mindset und Methode – also: Mind the GAPZ

Was ist eine Norm? Wie kam die ISO nach Deutschland? Wer ist Deming und was will er mit dem Circle? Was bedeuten die Abkürzungen? Wie ist die Norm aufgebaut?

Christian Chang-Langhorst, Dirk Heynen, Sylvia Homann, Ursula Wienken

3. IT-Sicherheitstechniken und Schutzziele für die medizinische IT

Sämtliche IT-Sicherheitstechniken und -Standards sind in den vergangenen Jahren stetig verbessert und verfeinert worden. Dies ist jedoch auch nötig, denn die steigende Gefahr eines Hackerangriffes, die auch im Gesundheitswesen wachsende Vernetzung der IT, die Intensivierung des IT-Einsatzes und viele weitere Einflussfaktoren machen Angriffe einfacher und auch lukrativer. In diesem Kapitel erfahren Sie mehr über die Standardtechniken und lernen die für Ihre IT relevanten Schutzziele kennen, wie unter anderem Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Dazu werden die wichtigsten Standards im Bereich IT-Sicherheit vorgestellt, die (auch) für das Gesundheitswesen von Relevanz sind.

Martin Darms, Stefan Haßfeld, Stephen Fedtke

Sozialrecht

Das Rechtsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wird nicht nur durch arbeits‑ und steuerrechtliche Regelungen geprägt. Als dritte Säule kommt die sozialrechtliche Komponente hinzu, genauer gesagt die sozialversicherungsrechtliche Betrachtungsweise. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland bekennt sich ausdrücklich zur Sozialstaatlichkeit. Das im Grundgesetz verankerte Sozialstaatsprinzip umfasst das Gebot der sozialen Sicherheit und das Gebot der sozialen Gerechtigkeit.

Horst Teichmanis

Kapitel 7. Controlling

Share- und Stakeholder überzeugen

Controlling in Einkauf und Supply Chain ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur langfristigen Wertsteigerung durch Einkauf und Supply Chain Management. Controlling gestaltet und begleitet die Prozesse der Planung der Strategien und Ziele, deren Steuerung, Kontrolle und Weiterentwicklung. In diesem Verständnis ist Controlling vor allem zukunftsorientiert und der traditionelle Kontrollaspekt, d. h. in den Rückspiegel zu schauen, nimmt eine geringere Rolle ein. Ein gesunder Pragmatismus ist bei der Gestaltung der eingesetzten Controlling-Instrumente zu empfehlen. Eine einfache Lösung mit wenigen Instrumenten und Kennzahlen kann schon große Wirkung haben. Bei der Gestaltung des Controlling in Einkauf und Supply Chain sind zwei Schritte zu gestalten. Im ersten Schritt, dem strategischen Gestaltungsrahmen, wird der Tiefe und Breite des Controlling-Ansatzes definiert. Dieser legt die genutzten Controlling-Instrumente der Planung, Steuerung und Kontrolle sowie deren Einsatz entlang der Supply Chain fest. Der Umfang des Controlling legt auch deren Organisationsform fest. In der Regel ist die Besetzung einer Einkaufs- und Supply Chain Controlling-Stelle sinnvoll, die nah an den Bedarfsträgern arbeitet, jedoch der Finanzabteilung disziplinarisch zugeordnet ist. Im zweiten Schritt der operativen Umsetzung stehen Kennzahlen und deren Ziele im Zentrum. Benchmarking als Methode kann helfen, um zu Zielen zu gelangen, die der SMART-Regel entsprechen. Bei Kennzahlen ist Vorsicht geboten, dass nicht Datenfriedhöfe entstehen, aus denen keine Managemententscheidungen folgen. Es müssen daher Typen von Kennzahlen unterschieden werden, die immer einen Bezug zu den Strategien und Zielen des Einkaufs- und Supply Chain Management aufweisen. Nur so können sie den Führungsprozess unterstützen. Ein adressatengerechtes Reporting, das zwischen Detailierungsgrad und Frequenz differenziert, sichert darüber hinaus die Akzeptanz der ermittelten Kennzahlen im Top-Management und in anderen Funktionsbereichen. Die Weiterentwicklung des Einkaufs- und Supply Chain Controlling kann durch ein Generationen-Modell und ein Assessment unterstützt werden. Die verantwortlichen Manager erhalten eine Positionierung von Einkauf und Supply Chain Management und daraus abgeleitete Handlungsfelder, um ihre Funktion zu einer Wertsteigerungs-Funktion zu entwickeln.

Alwin Locker, Pan Theo Grosse-Ruyken

7. Referenzmodell für telemedizinische Assistenzsysteme in der medizinischen Rehabilitation, Prävention und Nachsorge

Telemedizinische Assistenzsysteme in der Rehabilitation, Prävention und Nachsorge leisten einen wertvollen Beitrag zur Verstetigung des Therapieerfolges. Gerade in ländlichen Regionen können mit ihrer Hilfe die in der Klinik eingeführten Behandlungsprozesse im ambulanten oder häuslichen Umfeld fortgeführt werden. Gleichzeitig erlauben sie den behandelnden Einrichtungen eine Prozessinnovation durch die Flexibilisierung und Digitalisierung der Therapie. In diesem Beitrag beschreiben die Autoren ein Referenzmodell, das aus der mehrjährigen Praxis bei der Entwicklung und Durchführung von Telemedizinprojekten am Fraunhofer FOKUS entwickelt wurde. Eingangs werden die Nutzer- sowie Produkt- und Marktanforderungen beschrieben. Daraus wird das Referenzmodell inklusive der benötigten Systemkomponenten und Funktionen abgeleitet. Abschließend werden die Datenstrukturen und Schnittstellen zu medizinischen Dokumentationssystemen beschrieben. Ziel des Referenzmodells ist es, eine Struktur für die technische Umsetzung von telemedizinischen Assistenzsystemen zu liefern, sodass der konzeptionelle Aufwand für die Entwicklung neuer Anwendungen reduziert werden kann.

Michael John, Maciej Piwowarczyk vel Dabrowski, Anne Grohnert, Benny Häusler, Christian Giertz

Blockchain-Technologie im Handel der Zukunft

In den letzten Jahren hat die Blockchain-Technologie sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Immer mehr Unternehmen sind überzeugt, dass die Blockchain viele Prozesse grundlegend verändern wird. Entscheider aus diversen Industrien stellen sich vor allem zwei Fragen: Welche bestehenden Herausforderungen können mit der Blockchain gelöst werden? Und was ist die optimale Herangehensweise zur Identifizierung von Anwendungen und Umsetzungen von Blockchain-Projekten im Kontext des gesamten Unternehmens? Dieser Beitrag legt die Grundlagen der Blockchain-Technologie sowie deren Vorteile und Herausforderungen aus der Perspektive des strategischen Managements dar. Die Autoren – Blockchain-Experten des Technologie-Dienstleistungsunternehmens Accenture sowie des gemeinnützigen Blockchain Research Labs – geben einen Überblick über die Einsatzpotenziale der Blockchain-Technologie entlang der Wertschöpfungskette der Konsumgüterindustrie und präsentieren ein Konzept zur Identifizierung von Anwendungsfällen.

Constantin Fischer, Ingo Fiedler, Lisa Babenko

5. Modellgetriebene Entscheidungsunterstützung für die Umwidmung gebrauchter Traktionsbatterien

Für künftige Akteure eines Geschäftsmodells mit gebrauchten Traktionsbatterien ist insbesondere die technisch zulässige und ökonomisch erfolgreiche Umwidmung der Batteriesysteme zu geeigneten Weiterverwendungsszenarien als ein komplexes Unterfangen zu bewerten. Mit einer zunehmenden Anzahl gebrauchter Traktionsbatterien, die in den nächsten Jahren ihren Weg zurück aus der Erstanwendung in den Elektroautos finden (Hoyer et al. 2011; Foster et al. 2014), wird für menschliche Entscheider sowohl der Entscheidungsaufwand als auch eine zufriedenstellende Entscheidungsqualität mit den bisher zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln nicht beherrschbar bzw. erreichbar sein. Dennoch müssen zukünftige Akteure auf dem Markt für gebrauchte Traktionsbatterien effiziente (Aufwand) und effektive (Qualität) Entscheidungen treffen, um geeignete bzw. optimale Dispositionen für die Weiterverwendung von Gebrauchtbatterien zu identifizieren und das Geschäft erfolgreich betreiben zu können.

Dr. Benjamin Klör, Dr. Markus Monhof

8. Forschungsausblick zur Umwidmung und Weiterverwendung von Traktionsbatterien

In Kap. 1 wurden die ökologischen sowie ökonomischen Argumente für eine Umwidmung und Weiterverwendung gebrauchter Traktionsbatterien vorgestellt. Weiterhin wurden chemische, technische, und ökonomische Eigenschaften der Traktionsbatterie sowie deren Bedeutung für die Umwidmung und Weiterverwendung im Sinne des EOL‐IS‐Konzepts dargestellt.

Prof. Dr. Daniel Beverungen, B.Eng. Christoph Hindersmann, Dr. Sebastian Menne, Dr. Sascha Nowak, Dr. Shamahmood Obeidi, Dr. Florian Plenter

Zukunft des Handels und Handel der Zukunft – treibende Kräfte, relevante Erfolgsfaktoren und Game Changer

Keine Branche ist derzeit größeren Herausforderungen ausgesetzt als der Einzelhandel. Der direkte Kontakt zu den Endkunden bringt mit sich, dass die Handelsbetriebe als erste Kontaktstelle unmittelbar von den Änderungen des Kaufverhaltens betroffen sind, das durch die zunehmende Internetnutzung induziert wird. Allerdings nicht in gleichem Ausmaß, weswegen eine Differenzierung nach Kontaktprinzip, Format sowie Warengruppe erforderlich ist. Vor allem Food und Non-Food entwickeln sich recht unterschiedlich und bedürfen deshalb einer differenzierten Betrachtung. In jedem Fall führt aber die Digitalisierung zu einer Neuausrichtung der Wertschöpfungsstufen sowie einer Neuordnung der Wettbewerbsregeln, die bisher vor allem die Internetgiganten aus den USA („GAFAs – Google, Amazon, Facebook, Apple“) sowie aus China („TABs – Tencent, Alibaba, Baidu“) begünstigt haben. Der Handel der Zukunft gestaltet sich dabei vielfältig und ermöglicht bereits „Mehrwert“-Schöpfung in neuen Märkten und mit innovativen Geschäftsideen, wie aktuelle Best Practices zeigen. Auch die Gestaltung von Geschäftsmodellen und Geschäftssystemen eröffnet im Zuge der digitalen Revolution neue Möglichkeiten der Wertschöpfung, vor allem für stationäre Händler und damit für Innenstädte bzw. Shopping Center.

Gerrit Heinemann

Kapitel 3. Procurement-Planning: Erfolgspotenziale eröffnen

Das Procurement‐Planning ist eine strategische Aufgabenstellung, mit der die Erfolgspotenziale für das Beschaffungsmanagement eröffnet und gesichert werden. Für die Procurement‐ Funktion werden bereits an diesem Punkt alle erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, damit sie in der Praxis kompetent und durchsetzungsstark agieren kann. Dazu sind die folgenden strategischen Einzelaufgaben auszugestalten und zu implementieren.

Elmar Bräkling, Klaus Oidtmann

Kapitel 2. Kooperation und Fusion als Wettbewerbsstrategien

Die Kooperation zwischen Unternehmen wird von Porter (1985) als eine Option zur Verbesserung der Wettbewerbsposition in einer Industrie beschrieben und damit in den Kontext von Wettbewerbsstrategien auf Unternehmensebene eingeordnet. Dabei existieren in Abhängigkeit der wettbewerbsstrategischen Zielsetzung unterschiedliche Kooperationskonstellationen in Bezug auf die strukturelle Ausgestaltung und rechtliche Form.

Jan-Philipp Büchler

Komplexität managen

Organisatorische, konzeptionelle und methodische Herausforderungen in der internationalen Verbundforschung am Beispiel der „Worlds of Journalism Study“

Das Kapitel setzt sich mit der Komplexität von internationaler Verbundforschung auseinander. Im Zentrum der Betrachtung stehen die zahlreichen organisatorischen, konzeptionellen und methodischen Herausforderungen sowie die Frage, wie diese Herausforderungen sinnvoll gemeistert werden können. Der Beitrag demonstriert dies am Beispiel von Erfahrungen, die die Autoren mit der „Worlds of Journalism Study“ gemacht haben.

Thomas Hanitzsch, Corinna Lauerer, Nina Steindl

Kapitel 1. Einleitung: Grundlagen der IT-Kommunikation

Kaum ein Unternehmen hat sich heutzutage nicht der Digitalisierung verschrieben. Deutschlands Unternehmen, egal ob DAX 30 oder Mittelstand, haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen auf die digitale Transformation, um im internationalen Wettbewerb mithalten bzw. ganz vorne „mitspielen“ zu können. Die Digitalisierung ist mittlerweile fester Bestandteil der Unternehmensstrategie, dementsprechend werden auch ihre IT-Abteilungen in die Pflicht genommen. Das IT-Projektvolumen steigt stetig und damit auch der Druck, innovative Projekte erfolgreich auf- und umzusetzen. Die Verarbeitung und der Einsatz von Big Data, die Realisierung eines flexiblen IT-Arbeitsplatzes, der die neueste Hardware und kommunikative Vernetzung der Mitarbeiter sicherstellt, sowie Bring Your Own Device (BYOD) sind nur ein paar Stichworte, die veranschaulichen, dass IT-Projekte die digitale Transformation in Unternehmen vorantreiben und die Speerspitze der Innovation bilden. Man könnte annehmen, dass somit auch die damit verbundene Kommunikation kein Problem sein sollte. Die Realität sieht jedoch anders aus. Denken Sie einmal an die letzte Kommunikation, die zwischen Ihnen als sogenanntem „End-User“ und Ihrer IT stattgefunden hat. Mit „End-User“ oder „Endanwender/Endbenutzer“ ist in Expertenkreisen „der menschliche Benutzer eines Softwareprodukts, bes. derjenige, der von einem Dialogsystem zur Erfüllung von Fachaufgaben am Arbeitsplatz Gebrauch macht“, gemeint (Lackes und Siepermann 2018). Im Unternehmen umfasst das dann alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von den technologischen Neuerungen der IT-Organisation betroffen sind bzw. Gebrauch davon machen. In den überwiegenden Fällen kommunizieren IT-Abteilungen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über eine E-Mail, deren Aufmachung, Sprache und Inhalt sie nicht einmal dazu bewegt haben, bis zum Ende zu lesen. Und genau hierin liegt das Dilemma: IT-Organisationen liefern Projekte von morgen, ihre Kommunikation ist jedoch von gestern. Die These lautet: Projekte von morgen brauchen auch eine Kommunikation von morgen, um erfolgreich umgesetzt zu werden.

Kim Miriam Dörr, Sandra Aengenheyster

Kapitel 2. Logistische Netzwerke

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den wesentlichen Aspekten von logistischen Netzwerken. Es geht darum, die Auswirkungen von relevanten Megatrends, vor allem die der Digitalisierung, auf distributionslogistische Netzwerke abzuleiten und zu bewerten. Darüber hinaus werden die Potenziale und Grenzen von Supply Chain Management aus Theorie und Praxis miteinander verbunden und kritisch reflektiert.

Christoph Tripp

Kapitel 1. Wettbewerbseffekte der Internationalisierung im Gesundheitswesen

Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den Wettbewerbseffekten, die sich in der grenzüberschreitenden Finanzierung und Versorgung im Gesundheitswesen ergeben. Ziel des Artikels ist, strategische Effekte und damit Wettbewerbseffekte im grenzüberschreitenden Gesundheitswesen anhand empirischer und anekdotischer Evidenz und mithilfe eines industrieökonomischen Instrumentariums aufzuzeigen und zu diskutieren. Der Artikel fokussiert sich auf die Bereiche des internationalen Gesundheitsmarktes, die im Gegensatz zur Pharma- und Medizintechnikindustrie bisher in Bezug auf Wettbewerbseffekte weniger analysiert wurden. Durch die Zusammenfassung der für den internationalen Gesundheitsmarkt relevanten industrieökonomischen Investitions- und Wettbewerbsliteratur werden Gedankenanregungen und Schlussfolgerungen für den zukünftigen internationalen Wettbewerb in den Gesundheitsmärkten gezogen und marktrelevante Forschungsfragen im internationalen Wettbewerb in Gesundheitsmärkten aufgezeigt.

Franz Benstetter, Stephan O. Hornig

Von Qualitätssicherungsmaßnahmen zu einem Qualitätsmanagementsystem in (sozial-)wissenschaftlichen Projekten

Da sich (sozial-)wissenschaftliche Erhebungen als Projekt definieren lassen, sind sowohl geplante und gesteuerte Prozesse zu deren Initialisierung, Umsetzung und Abschluss, als auch Maßnahmen zur Erfüllung der spezifischen Anforderungen an diese notwendig. Ein Qualitätsmanagement ermöglicht die Messung und Lenkung der inhaltlichen Zielerreichung eines Wissenschafts-/Forschungsprojekts. In diesem Beitrag werden die Begriffe „Qualitätssicherung“, „Qualitätsmanagement“ und „Qualitätsmanagementsystem“ definiert, voneinander abgegrenzt und Anwendungsmöglichkeiten im (sozial-)wissenschaftlichen Kontext am Beispiel einer epidemiologischen Studie aufgezeigt. Im beschriebenen Anwendungsbeispiel für ein Qualitätsmanagementsystem, werden die beteiligten Instanzen, welche die Maßnahmen zur Erfüllung der Qualitätsanforderungen und zu deren Bewertung festlegen, mit ihren Verantwortlichkeiten und Aufgaben aufgeführt. Die Umsetzung und die Effektivität der benannten Maßnahmen wird regelmäßig unter der Anleitung eines/r hauptverantwortlichen Qualitätsmanagementbeauftragten(-teams) geprüft und besprochen, Verbesserungsmöglichkeiten werden abgeleitet und die Maßnahmen gegebenenfalls neu ausgerichtet. Insbesondere die hierdurch erreichbare Effektivitäts- und Effizienzsteigerung sowie ein (verbesserter) Wissenstransfer durch eine standardisierte Dokumentation sprechen für die Einführung eines studienspezifischen Qualitätsmanagement(-system)s - auch in kleineren Studien.

Gina Schöne, Jasmin Gundlach, Patrick Schmich, Heike Hölling

Kapitel 18. F&E-Internationalisierung von Big-Pharmaunternehmen in Schwellenländern

Ziel des Beitrags ist ein integrativer Überblick sowie eine Analyse der Chancen und Risiken von F&E-Aktivitäten multinationaler Pharmaunternehmen in Schwellenländern. Dafür wurde die Literatur zu F&E-Aktivitäten von Big-Pharmaunternehmen und deren Internationalisierung in Schwellenländern systematisch ausgewertet. Das traditionelle F&E-Modell, bei dem Big-Pharmaunternehmen ihre F&E selbst und zentralisiert durchführen, wird durch neue F&E-Ansätze in den Schwellenländern ergänzt. Diese umfassen die Diversifizierung des Produktportfolios, Outsourcing und Kooperationen sowie die Entstehung von Innovationsclustern in Schwellenländern. Aus der Kombination dieser Ansätze ergeben sich drei neue Geschäftsmodelle für Big-Pharmaunternehmen.

Carolin Fleischmann, Daniel Kaumanns, Sabine Thiel

Kapitel 3. Indische Privatkrankenhäuser im Wettbewerb mit westlichen Krankenhäusern

Die Entwicklung indischer privater Krankenhäuser verfolgt andere Pfade im Vergleich zu westlichen Krankenhäusern. Eingebettet in das indische Gesundheitssystem haben es indische Krankenhäuser (besser als viele im Westen) geschafft, durch Innovationen hohe Qualität mit niedrige Kosten zu verbinden. Verschiedene Beispiele stellen Vorteile und Alleinstellungsmerkmale des indischen Systems heraus. Gleichzeitig werden Herausforderungen, Kritik und Fehlentwicklungen der privaten Krankenhäuser aufgezeigt.

Neena Gupta-Biener, Sanjeev Kanoria

Kapitel 13. Transformation zu einem datenzentrierten Unternehmen in der Kreditindustrie

Die Finanzdienstleister stehen seit Jahren, ja seit Jahrzenten vor fundamentalen Herausforderungen. Die Phrase Banken im Umbruch ist mittlerweile älter als die Summe aller Legislaturperioden unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Oder wenn man bedenkt, dass vor 25 Jahren – am 30. Juni 1992 – in Deutschland mit dem Motorola International 3200 das erste Handy auf den Markt kam! Und wo stehen die Kreditinstitute heute? Aufgrund regulatorischer Zwänge und dem disruptiven digitalen Wandel steht die Finanzbranche nun an einem weiteren Scheideweg, den sie unbedingt nutzen sollte. Viele betroffene Institute glauben seit Jahren, die Herausforderungen mit normalen Anpassungen und moderaten Veränderungen bewältigen zu können; jedoch wird ihre Rolle dadurch in keiner Weise wertschöpfender, sondern vielmehr durch neue agile Marktplayer, wie etwa die FinTechs, stark in ihren grundsätzlichen Geschäftsfeldern geschwächt. Auch ist es nicht allein mit der Modernisierung der Unternehmensstruktur und damit einhergehenden Kostenreduzierungen getan, um die Rentabilität zu erhöhen, vielmehr müssen hier die Grundstrukturen und die Geschäftsmodelle vollständig mit allen Möglichkeiten hinterfragt werden. Daten sind die alte und neue Währung in der Finanzwirtschaft und hierfür müssen die Finanzdienstleister klare Antworten und Lösungen entwickeln, um im Rahmen eines datenzentrierten Unternehmens und in einem neuen Ökosystem „data as asset“ ihre strategische Transformationen einleiten zu können.

Peter Johannes Wöstheinrich, Michael Rohde

Kapitel 9. Umbau einer IT-Organisation eines IT-Systemhauses – Ein Praxisbeispiel einer IT-Transformation

Dieser Beitrag schildert einen Fall aus der Beraterpraxis des Autors, bei der die Informationstechnologie (IT) einer Organisation erfolgreich umgebaut wurde. Entscheidend dabei war die neue Rolle als Treiber eines Transformationsprozesses, die die IT-Abteilung durch ein neues Selbstverständnis einnehmen konnte. Im Zuge des Transformationsprojekts, das, wie sich herauskristallisierte, nicht auf die IT beschränkt war, sondern letztlich die gesamte Organisation betraf, entwickelten sich auch sämtliche Führungskräfte hinsichtlich ihrer Kompetenzen weiter. Infolge der Veränderungsprozesse wurde das Unternehmen für zukünftige Aufgaben vor dem Hintergrund der Digitalisierung neu aufgestellt. Die Transformation Consulting International GmbH (TCI) nutzte als Modelle den Golden Circle von Sinek, Business Canvas sowie den Enterprise Transformation Cycle, um die Transformation zu planen und durchzuführen.

Wolfgang Schnober

Digitale HR-Kommunikation – Innovatives Video-Recruiting

Die Digitalisierung und der Innovationsdruck stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Die digitale Echtzeit-Kommunikation prägt die Erwartungen der Kunden und damit auch die von Bewerbern. Das stellt neue Anforderungen an das Recruiting und damit an die Personalabteilungen in Unternehmen. Die Verschiebung von traditionellen Bewerbungsprozessen mit lang dargestellten Lebensläufen und Motivationsschreiben hin zur Bewerbung und Kommunikation mit mobilen Endgeräten schreitet voran. Unternehmen sollten ihre HR-Prozesse und damit auch ihre Recruiting-Aktivitäten auf allen Ebenen digitalisieren.

Heike Schiebeck

Kapitel 7. Diskussion und Schlussfolgerungen

Nachfolgend werden die einzelnen Forschungsfragen aus Abschnitt 1.1 aufgegriffen und ausführlich beantwortet.

Pascal Kranich

Kapitel 5. Methodik

Zur Überprüfung des institutionentheoretischen Hypothesenmodells (Abbildung 3) und zur quantitativen Exploration möglicher unterschiedlicher Akteurstypen interdisziplinärer wissenschaftlicher Verbundarbeit (Abbildung 4) wurden insgesamt 305 öffentliche interdisziplinäre Forschungsverbünde aus dem Bereich der Medizin kriterienbasiert ausgewählt und von März bis August 2013 online befragt. Der nach Datenerhebung und Datenbereinigung realisierte Datensatz besteht aus 364 einzelnen befragten Akteuren aus insgesamt 100 verschiedenen Forschungsverbünden. Die Stichprobenbeschreibung dient dem Aufzeigen der Vergleichbarkeit der Verbünde und wissenschaftlichen Akteure und soll letztlich die Integration der Daten in einen Gesamtdatensatz legitimieren.

Michael John

33. Versuchsmesstechnik

Der Anteil der Mess- und Leittechnik an den Kosten eines modernen Gasturbinenkraftwerkes nimmt seit Jahren beständig zu. Betriebsmessstellen wie beispielsweise für Temperaturen, Drücke, Ventilstellungen und Durchflüsse sind für die Lebensdauer der Gasturbine vorgesehen und liefern ihre Informationen kontinuierlich an die Leittechnik. Diese stellt dann die Betriebsparameter automatisch so ein, dass jederzeit ein sicherer, zuverlässiger und umweltfreundlicher Betrieb der Gasturbinenanlage gewährleistet ist.

Prof. Dr.-Ing. Stefan Frank, Dipl.-Ing Jochen Lütche, Frank Woditschka

Kapitel 4. SPSS Statistics

Zielstellung. Das Ziel dieses Kapitels besteht in einer Vermittlung elementarer Kenntnisse im Arbeiten mit dem Programmpaket IBM SPSS Statistics, das im Kontext aller weiteren Betrachtungen der Einfachheit halber kurz nur mit SPSS bezeichnet wird. Die Abbreviaturen IBM und SPSS stehen für „International Business Machines Corporation“ und „Statistical Package for Social Sciences“. Die der sechsten Auflage des vorliegenden Lehrbuches zugrundeliegende Version 25 des Moduls „SPSS Statistics“ ist ein umfassendes und leistungsfähiges Programmpaket zur Analyse, Modellierung und Vorhersage statistischer Daten.Gegenstand. Den Gegenstand dieses Kapitels bilden Notizen zur Entwicklungsgeschichte und zur Produktfamilie von SPSS, zum Vorgang des Startens und Beendens von SPSS, zu den Arten und Zweckbestimmungen von SPSS Editoren, zur Nutzung des SPSS Viewer, zum Aufbau, zur Funktion und zur Handhabung von Dialogfeldern, zum Hilfesystem sowie zu den Optionen.Einführung. Die elementaren und einführenden Bemerkungen sind lediglich auf die Inhalte und Funktionen von IBM SPSS Statistics 25 beschränkt, die für alle weiteren Betrachtungen von Bedeutung sind. Ausführliche Darstellungen hinsichtlich des Aufbaus und der Wirkungsweise von IBM SPSS Statistics 25 können zum Beispiel dem SPSS Hilfesystem entnommen werden.

Peter P. Eckstein

Innovationsmanagement 4.0

Das Management von Innovationen, also der wirtschaftlich erfolgreichen Vermarktung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle, stellt eine wesentliche Größe zukunftsfähiger Unternehmensführung dar. Durch die Digitalisierung ergeben sich in diesem Feld neue Herausforderungen und Lösungsansätze: Geschäftsmodelle gewinnen ebenso an Bedeutung wie die Zusammenarbeit der Unternehmen mit externen Partnern (z. B. Start-ups), die durch eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur gestärkt wird und agile Organisation bietet neue Ansatzpunkte für Aufbau- und Ablauforganisation. Daraus ergeben sich zwei notwendige Anpassungen. Zum einen ändert sich das Verständnis von Innovationsmanagement, was sich in einem neuen Bezugsrahmen (hier als House of Innovation bezeichnet) äußert. Zum anderen müssen Unternehmen sich intensiv mit den Themenfeldern Geschäftsmodelle und Geschäftsmodellinnovation, Agilität sowie Innovationskultur befassen, um auch zukünftig erfolgreich zu innovieren.

Rainer Völker, Andreas Friesenhahn, Dominik Seefeld

Controlling 4.0

Wie veränderte Datenverfügbarkeit und Analysemöglichkeiten das Controlling erneuern

Der Beitrag untersucht, auf welche Faktoren der digitale Wandel im Controlling zurückzuführen ist und welchen Einfluss diese auf das gesamte Controlling-System haben. Es wird gezeigt, dass der digitale Wandel im Controlling im Wesentlichen von einer veränderten Datenverfügbarkeit (Big Data) und neuen Analysemöglichkeiten (Business Analytics) getrieben wird. Die zunehmende Bedeutung von Informationen und dem wachsenden Verständnis von Big Data schaffen neue Potenziale, aber auch Herausforderungen für das Controlling. So werden beispielsweise durch die intelligente Vernetzung von Maschinen und Anlagen enorme Datenmengen generiert, welche das Controlling in neues und gewinnbringendes Wissen transformieren kann. Die Analyseergebnisse zeigen, dass das Controlling herausgefordert ist, Prozesse, Systeme und Daten zu standardisieren, Prozesse zu automatisieren und Controller zu spezialisieren, um einen Nutzen aus der Digitalisierung schöpfen zu können.

Jana Heimel, Michael Müller

5. Fahrzeugkonzeption für die Elektromobilität

Auf den ersten Blick scheint der konzeptionelle Aufbau von Elektrofahrzeugen häufig dem eines konventionell betriebenen Kraftfahrzeuges zu ähneln. Dass dem in vielen Bereichen allerdings nicht so ist, wird in diesem Kapitel dargelegt. Hierbei werden die Veränderungen, Herausforderungen und Chancen der Konzeption durch die Elektromobilität betrachtet. Dafür müssen neben den offensichtlicheren Veränderungen auch Prozesse im Hintergrund überprüft werden. Ein Ausblick auf den Recyclingprozess ist daher ebenso Teil des benötigten Entwicklungsprozesses wie das Anlaufmanagement neuer Produktionsreihen in denen Elektrofahrzeuge in einem neu entwickelten Package produzierte werden können.

Dirk Morche, Fabian Schmitt, Klaus Genuit, Olaf Elsen, Achim Kampker, Christoph Deutskens, Heiner Hans Heimes, Mateusz Swist, Andreas Maue, Ansgar vom Hemdt, Christoph Lienemann, Andreas Haunreiter, Saskia Wessel, Ansgar Hollah, Bernd Friedrich, Matthias Vest, Tim Georgi-Maschler, Wang Honggang

Kapitel 10. Immobilienbestandsmanagement

Immobilien und ImmobilienbeständeImmobilienbestandsmanagement bilden nach wie vor die bedeutendste Vermögenskategorie bei privaten und institutionellen Investoren. Dabei hat sich die Motivation für immobilienwirtschaftliche Betätigung stark ausgeweitet. Von einer ehemals sehr sachwertorientierten Bestandspflege vornehmlich als Produktionsfaktor genutzter Immobilien zu einem nutzenoptimierenden Bestandsmanagement zur Erfüllung diverser Eigentümer- und Nutzerinteressen. In dieser Ziel- und Interessenheterogenität gilt es Managementansätze zu entwickeln und zu nutzen, die ganzheitlich für unterschiedliche Prämissen den monetären und nicht monetären Nutzen der Immobilienbestände optimieren.

Bettina Lange

Nachhaltigkeit von Forschungsdaten

Nutzung von Sozialforschungsdaten für die Sekundäranalyse am Beispiel des Themas „nachhaltiger Konsum“

Die Digitalisierung und die Sammlung großer Datenmengen (Big Data) schreiten in allen Bereichen des wirtschaftlichen und privaten Lebens voran. Für die Forschungscommunity bietet dabei das elektronische Registrieren und Archivieren von Daten nicht nur die Möglichkeit, auf große Datensätze zurückgreifen zu können, sondern diese auch mehrfach unter verschiedenen Forschungsperspektiven zu analysieren. Auch mit hohem personellen, zeitlichen und finanziellen Aufwand erhobene sozialwissenschaftliche Daten werden zunehmend zur Weiter- und Nachnutzung anderen Forschern zur Verfügung gestellt. Diese nachhaltige Nutzung von Forschungsdaten schont Ressourcen und ermöglicht zusätzlich den dauerhaften Zugriff auf einmalige historische Daten. Voraussetzung zur Nutzung dieser Sekundärdaten ist eine ausführliche Dokumentation der Entstehungsbedingungen, Stichproben und Messverfahren. Datenarchive, Forschungsdatenzentren und Datenservicezentren übernehmen die Aufgabe, für angemessene Bereitstellungsbedingungen zu sorgen, den dauerhaften Zugang zu gewährleisten und die Nutzer bei der Datensuche und -analyse zuunterstützen. Anhand einer Onlinerecherche im GESIS Datenbestandskatalog wird beispielhaft die Recherche nach Daten zum „nachhaltigen Konsum“ dargestellt. Verbunden mit den Vorteilen der Nutzung gespeicherter Daten ist dabei auch der Appell an alle Forscher, ihre eigenen Daten anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Anja Tausch

Das STEB-Modell: Modul 1 – die Ist-Analyse

Arme hochkrempeln, die eigentliche Projektarbeit startet in der Istanalyse. In der Prozessanalyse wird vorgestellt, wie die Geschäftsprozesse im Rahmen einer Prozessarchitektur strukturiert und dokumentiert werden sollten. Es gibt in der Praxis viele Notationen, wie die Dokumentation erfolgen kann, dieses Kapitel beschränkt sich auf die Schilderung der Prozesskarte, der Wertstromanalyse und der Ereignisgesteuerten Prozessketten. Hat man die Prozessarchitektur verinnerlicht und die wichtigsten projektrelevanten Prozesse identifiziert, sind bei diesen Abläufen Ursache-Wirkungs-Analysen durchzuführen. In dem Kapitel werden in diesem Zusammenhang mehrere Werkzeuge wie das Ishikawa-Diagramm oder die C&E-Matrix vorgestellt.In der Praxis kommen hier häufig viele Faktoren und Beziehungen zusammen, die Einflüsse auf die Prozesse und ihrer Ergebnisse haben. An allen Faktoren zu arbeiten, würde die Komplexität des Projekts unnötig erhöhen. Deshalb versucht man (ganz im Sinne des Pareto-Prinzips) die wichtigsten Faktoren herauszufiltern, die maßgeblichen Einfluss auf die Prozesse und damit auf das Projektergebnis haben. Hierzu bedient man sich unterschiedlicher grafischergraphischer und statistischer Methoden, um den Prozess zu bewerten sowie die Ursachen des Problems mit statistischen Methoden nachzuweisen.

Serkan Tavasli, Bülent Jens Erwerle

14. Versicherungsunternehmen im kognitiven Zeitalter

Die künstliche Intelligenz ist ein breit aufgestelltes Forschungsgebiet, das sich über die letzten Jahrzehnte immer weiter entwickelt hat und – ähnlich wie das Internet in den vergangenen Jahren – vieles verändern wird. In der Versicherungsbranche wird die künstliche Intelligenz massiven Einfluss auf die Unternehmensstrategien ausüben und zukünftig von existenzieller Bedeutung sein. In der von Daten getriebenen Versicherungsbranche besteht die Hoffnung, dass KI eine Vielzahl neuer Möglichkeiten und Chancen mit sich bringt. Kundenbedürfnisse können mithilfe von KI erfüllt, Schadensprozesse optimiert und die Effizienz im gesamten Unternehmen gesteigert werden. KI leitet einen Umbau der Versicherungsunternehmen ein.

Sebastian Busch

23. Customer Journey am Beispiel des Schadenprozesses in der Versicherungswirtschaft

Die Customer Journey hat sich als Instrument etabliert, um neue Servicelösungen zu kreieren und mit agilen Methoden fachlich und technisch umzusetzen. Darüber hinaus können mit der Dokumentation von Kundenkontaktpunkten bestehende Interaktionspunkte zwischen Kunden und Versicherer skizziert und systematisch sowie strukturiert optimiert werden. Diese Vorgehensweise berücksichtigt zudem die Integration des Kunden als externen Wissensfaktor, den sich ein Versicherer unmittelbar zunutze machen kann. Letztlich entscheidet der wahrgenommene und erzielte Kundenwert sowohl für den Kunden als auch für den Versicherer über die Zusammenarbeit miteinander und die Existenz im Wettbewerb. Der Schadenfall verfügt über eine hohe Relevanz als „moment of truth“ der Kundenbeziehung. Der Artikel erörtert die Potenziale und erfolgreiche Ausgestaltung der „Touchpoints“ der Customer Journey im Schadenprozess.

Marcus Laakmann, Dr. Carsten Rahlf

18. Strategische Datennutzung und Datenschutz

Versicherungsunternehmen monetarisieren seit ihrer Entstehung gezielt die Daten von Kunden mit der Bewertung von Risiken – es ist seither der Kern ihres Geschäftsmodells. Technologie‐Giganten wie Google oder Amazon haben Versicherer jedoch in den letzten Jahren rasant – und nahezu mühelos – im Bereich der Daten‐Monetarisierung überholt.Heute versuchen Versicherer, mit massiven Technologie‐Investitionen die nächste Evolutionsstufe datengetriebener Geschäftsmodelle zu erreichen. Doch welche strategischen Implikationen ergeben sich hierbei, wenn wir das Spannungsfeld des technologischen Fortschritts im Bereich Big Data und regulatorischer Einflüsse betrachten?

Dr. Jan Wicke, Kevin Püster

17. Die Revolution der Prozessautomatisierung bei Versicherungsunternehmen: Robotic Process Automation (RPA)

Die nächste Stufe der Prozessautomation durch künstliche Intelligenz ist noch in ihren Anfängen. Für Versicherer scheinen die Möglichkeiten durch IPA (Intelligent Process Automation) in Kombination mit RPA endlos zu sein. Von der Verwendung virtueller Assistenten und Agenten, über Chatbots für ein neuartiges Interaktionserlebnis bis zur Erkennung von Mustern und verdächtigen Aktivitäten zur Betrugserkennung.

Dr. Michael Reich, Tim Braasch

Kapitel 3. Connected Cars

Das Internet of Things beschreibt die Entwicklung physischer Gegenstände durch mikroelektronische Komponenten zu smarten, vernetzten Geräten. Diese Vernetzung erfolgt über das Internet und ermöglicht untereinander zu kommunizieren und Daten sowie Informationen auszutauschen. Das Connected Car entsteht im Zuge der Digitalisierung der Automobilindustrie und folgt diesem Trend, Alltagsgegenstände mit dem Internet zu verbinden. Die Funktionen von Connected Cars umfassen: Mobilitätsmanagement, Fahrzeugmanagement, Entertainment, Well-Being, Autonomes Fahren, Sicherheit, Home-Integration. Sicherheits- und effizienzbasierte Funktionen legen die Basis zum autonomen Fahren, das in sechs Stufen bis zum voll umfänglichen automatisierten Fahren ohne Eingriff des Fahrers führt. Der Technologie stehen neben der technischen Realisierung noch einige weitere Herausforderungen rechtlicher, ethischer, sicherheitstechnischer sowie datenschutzrechtlicher Natur entgegen. Die fortschreitende Entwicklung des autonomen Fahrens und die Elektromobilität machen es notwendig, die für digitale Dienste notwendige Hardware im Fahrzeug zu integrieren und dem Kunden anzubieten. Die Vernetzung von Automobilen und die damit von Connected Cars produzierten großen Datenmengen sowie die immer komplexer werdenden Assistenzsysteme, die den Weg zum autonomen Fahrzeug ebnen, werfen zahlreiche rechtliche Fragen und Risiken bezüglich Datenerhebung und Datenschutz auf.

Heinrich Holland

Kapitel 4. Anwendungen und Potenziale von Connected Cars

Die Bezeichnungen der Automobilhersteller für ihre Connected-Cars-Programme variieren, ihre Inhalte überschneiden sich zu einem großen Teil. In einer Übersicht werden BMW, Volkswagen, Mercedes, Jaguar und Tesla vorgestellt, da diese Hersteller zu den technologischen Vorreitern auf diesem Gebiet gehören. Die fortschreitende Entwicklung des autonomen Fahrens und die Elektromobilität machen es ohnehin notwendig, die für digitale Dienste notwendige Hardware im Fahrzeug zu integrieren und dem Kunden anzubieten. Die Fahrzeuginfrastruktur für Dienste ist somit vorhanden und die Automobilhersteller sollten deshalb relevante Dienste anbieten und diese auch vermarkten. Mithilfe von digitalen Diensten ist es möglich, die Entstehung der Cashflows in der Automobilindustrie vom Verkauf des Fahrzeugs auf digitale Dienste und Mobilitätsdienstleistungen während der Besitzphase zu verlagern. Die Geschäftsmodelle in der Automobilbranche werden sich verändern; Fahrzeughersteller müssen sich zu integrierten Dienstleistern entwickeln, die in jeder Situation passende Services und Inhalte anbieten können. Zu besonderen Wettbewerbern für die Automobilhersteller können sich Unternehmen wie Apple und Google entwickeln; beide Unternehmen drängen schon heute in den Automobilmarkt. Für die Automobilhersteller ergeben sich Chancen, aber auch Herausforderungen, durch die rasante Weiterentwicklung der Connected Cars. Das Customer Relationship Management (CRM) profitiert von der Vernetzung der Fahrzeuge im Rahmen von Connected Cars, wodurch sich neue Möglichkeiten und Potenziale für die Anbieter ergeben, vor allem für die Hersteller und Händler aber auch für Werkstätten und Versicherer.

Heinrich Holland

Kapitel 4. Marketing und Verkauf im Einzelhandel

Dieses vierte Kapitel befasst sich mit Konsum sowie Marketing und Verkaufsaktivitäten in China. Zu Beginn werden Trends im Onlineverhalten näher betrachtet, wobei Social Media und Suchmaschinen im Mittelpunkt stehen, die auch interkulturell reflektiert werden. Vor diesem Hintergrund wird anschließend der Umgang mit chinesischen Kunden von der Erstansprache über den Verkauf bis zur langfristigen Bindung besprochen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Möglichkeiten im (grenzüberschreitenden) E-Commerce.

Yahui Luo-Alt, Jonas Polfuss

Integrale Planung BIM – Umsetzungserfahrungen im Projekt „Viega World“

Dieses Kapitel berichtet über den Erfahrungsgewinn bei der Umsetzung der „Integralen Planung BIM“ beim Neubau des Seminarcenters „Viega World“ in Attendorn als Referenzprojekt für die Anwendung von BIM in der Gebäudetechnik.

Christoph van Treeck, A. Heidemann, J. Siwiecki, P. Schmidt, U. Zeppenfeldt

Kapitel 5. Fallstudien zu den Patent Intelligence Elementen

Patent Intelligence Elemente bilden Fähigkeiten ab, die Unternehmen bei der Überführung von Patentdaten in unternehmensrelevantes Wissen sowie der Anwendung des Wissens unterstützen. Diese Elemente werden im 7D Reifegradmodell für das Patentmanagement in der Dimension Intelligence abgebildet und in bis zu fünf Reifestufen beschrieben. Die Patent Intelligence Elemente sowie die Beschreibung der Reifestufen unterstützen Unternehmen bei der Analyse der Patent Intelligence, indem die Ist- und Soll-Zustände einzelner Elemente erfasst und definiert werden.

Michael Wustmans

Open Access

Learning Analytics an Hochschulen

Digitale Angebote sind inzwischen fester Bestandteil des Bildungssystems. Zahlreiche Hochschulen verwenden Learning-Management-Systems (LMS) zur Unterstützung von Lehre und Studium und bieten immer häufiger Online-Kurse an, z. B. Massive Open Online Courses (MOOC) (Cormier und Siemens 2010). Bei der Nutzung digitaler Lernangebote und Lernumgebungen fallen kontinuierlich Daten an, die sich analysieren lassen, Einblick etwa in das individuelle Lernverhalten geben oder Hinweise darauf, wie die Lehre und das Lernen unterstützt werden könnten, um Lernprozesse zu verbessern. Bislang nutzen Bildungsinstitutionen diese Daten jedoch noch wenig – mittels Learning Analytics könnte sich das ändern. Was aber ist Learning Analytics? Und wie ist es im Kontext KI einzuordnen?

Corinne Büching, Dana-Kristin Mah, Stephan Otto, Prisca Paulicke, Ernst A. Hartman

Kapitel 3. Immobilienstrategie des Kantons Luzern

Die Schweizer Kantone gehören zu bedeutenden Akteuren auf den Immobilienmärkten: Sie verfügen über einen ausgedehnten, heterogenen und geographisch weit gestreuten Immobilienbestand. Dieser umfasst «klassische» Liegenschaften wie bspw. Büro- oder Wohnimmobilien, mehrheitlich aber zahlreiche Sonderimmobilien wie bspw. Berufsschulen, Gymnasien, Hochschulen, Universitäten, Gefängnisse, Spitäer, Kliniken, landwirtschaftliche Bauten, Schwimmbäder oder denkmalgeschützte Gebäude wie Kirchen, Museen etc.. Die Objekte sind dabei über die Kantone verteilt und sollten – sofern möglich – wirtschaftlich und nachhaltig geplant, gebaut und unterhalten werden.

Hans-Urs Baumann, Michael Trübestein

3. Neue Formen der Wertschöpfung im digitalen Zeitalter

Daten und Informationen sind das Öl des digitalen Zeitalters; Industrie- und Serviceroboter sowie intelligente Algorithmen werden zu einem entscheidenden Produktionsfaktor. Diese beeinflussen nachhaltig die Formen klassischer Wertschöpfung. Gleichzeitig schaffen sie aber auch vollkommen neue Möglichkeiten unternehmerischer Wertschöpfung und beeinflussen damit Branchen- und Marktstrukturen. Dieser Beitrag erläutert die Veränderungen unternehmerischer Wertschöpfung durch den gezielten Einsatz digitaler und vernetzter Technologien. Dabei werden vor allem systematisiert die Einflüsse der Hardware- und Software-Robotik bzw. der intelligenten Algorithmen sowie von Advanced Analytics erörtert und eingeordnet. Auf dieser Basis werden an Beispielen Disruptionen in der unternehmerischen Wertschöpfungskette aufgezeigt und die entstehenden Veränderungen mit ihren Konsequenzen anhand von Beispielen diskutiert. Die veränderten Anforderungen an die Markt- und Branchenstrukturen sowie die Geschäftsmodelle mit ihren Geschäftsprozessen in diesen Wertschöpfungsstrukturen werden beleuchtet. Als Abschluss des Beitrags werden am Beispiel des Gesundheitswesens Veränderungen in der Wertschöpfung angerissen.

Kathrin Kirchner, Claudia Lemke, Walter Brenner

Kapitel 5. Repräsentativität: Versuch einer Begriffsbestimmung

Eine wichtige Fehlerquelle für Abweichungen zwischen Parameterschätzungen und wahren Populationswerten ist die Wahl der Stichprobenstrategie, d.h. die Kombination aus Auswahlverfahren und Schätzfunktion. Werden diese nicht adäquat gewählt, hat dies mit Sicherheit eine Erhöhung des Total Survey Error zur Folge und führt dann dazu, dass die Aussagen, die aus einer Studie gewonnen werden, nicht „repräsentativ“ sind. Auf mögliche Auswahlfehler wird im Kapitel Telefonstichproben, auf Schätzfehler im Kapitel Gewichtung eingegangen.

Siegfried Gabler, Sabine Häder

Kapitel 6. Umsetzung und Anwendung des Prototyps

In diesem Kapitel werden die Fragestellung 4 „Wie können die identifizierten Me-thoden und Algorithmen in einem Software-Prototyp implementiert werden?“ (Kapitel 0 und 6.2) und die Fragestellung 5 „Wie kann der Software-Prototyp zur Anwendung gebracht werden und wie kann die Validität des im Prototyp zur An-wendung gebrachten Vorgehensmodells überprüft werden?“ (Kapitel 6.3) beant-wortet. Dazu wird zuerst kurz der allgemeine Ablauf der Prototypentwicklung be-schrieben. Anschließend werden wichtige Teilbereiche des Software-Prototypen beschrieben. Den Abschluss bildet der Proof-of-Concept.

Gerald Petz

18. Digitale Transformation bei einem technischen Dienstleister

Erfahrungen aus der Transformation von Det Norske Veritas Germanischer Lloyd

Die Ende 2015 begonnene digitale Transformation des maritimen Geschäfts von Det Norske Veritas Germanischer Lloyd (DNV GL) ist Grundlage für die in diesem Beitrag zusammengefassten Erfahrungen. Neben der Rolle von Management und Führung wird die Einbindung der Transformationsbestrebungen in die Strategie diskutiert sowie die inhaltliche Fokussierung der Aktivitäten. Schwerpunkte dieses Beitrags sind das Gesamtsystem, in dem die Transformationsbemühungen organisiert wurden, sowie die Kongruenz dieses Systems als notwendige Erfolgsvoraussetzung.

Albrecht Grell

T7. Industrieroboter

Bei Industrierobotern handelt es sich um flexibel einsetzbare Handhabungsgeräte, die auch Fertigungsaufgaben übernehmen können. Nach VDI-Richtlinie 2860 definiert sich ein Industrieroboter folgendermaßen: Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen bzw. Winkeln frei programmierbar (d. h. ohne mechanischen Eingriff vorzugeben bzw. änderbar) und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- oder andere Fertigungsaufgaben ausführen. In Abgrenzung zu anderen Handhabungseinrichtungen, wie Manipulatoren, Telemanipulatoren und Einlegegeräten, ist der Roboter automatisch ansteuerbar und hinsichtlich Sollwertvorgaben frei programmierbar. Werkzeugmaschinen unterscheiden sich vom Industrieroboter durch die Spezialisierung auf eine bestimmte Arbeitsaufgabe und den diesbezüglich optimierten kinematischen Aufbau. Zudem verfügen Industrieroboter über einen vergleichsweise größeren Arbeitsraum. Der mechanische Aufbau von Industrierobotern lässt sich durch kinematische Ketten darstellen. Die aneinandergereihten Kettenglieder werden auch als Bewegungsachsen bezeichnet und bestehen aus Gelenk, Hebel und Antrieb. Die Verbindung kann sowohl rotatorisch (Drehachsen) als auch translatorisch (Linearachsen) erfolgen. Der Getriebefreiheitsgrad F bezeichnet die Anzahl der unabhängig voneinander angetriebenen Achsen.

Prof. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann, Prof. Dr.-Ing. J. Krüger

Y3. Virtuelle Produktentstehung

Der Produktentstehungsprozess ist Teil des Produktlebenszyklus und umfasst die Produktlebensphasen Produktplanung, Produktentwicklung und Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Produktherstellung (s. F1). Kennzeichnend für den Produktentstehungsprozess ist, dass es sich dabei insbesondere auch um einen informationsverarbeitenden Entscheidungsprozess handelt.Im Produktentstehungsprozess werden rechnerunterstützte Systeme eingesetzt, um sowohl das Produkt als auch dessen Herstellung mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden zu entwickeln. Dabei steht das methodische Erarbeiten, Berechnen, Simulieren und Optimieren der Produkt‐ und Herstellungsmerkmale sowie das Absichern seiner Eigenschaften durch Analyse und Simulationsverfahren im Vordergrund. In Bild 1 wird der Produktentstehungsprozess in den Produktlebenszyklus eingeordnet.

Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl

I3. Ausgewählte Beispiele wichtiger medizintechnischer Geräte

Medizinische Bildgebung ist die Kombination technischer und algorithmischer Verfahren zur Gewinnung orts‐ und evtl. zeitverteilter morphologischer oder physiologischer Größen, deren Kenntnis der Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit dient.

Prof. Dr.-Ing. Stephan Klein, Prof. Dr.-Ing. Marc Kraft, Prof. Dr. rer. nat. Henrik Botterweck, Dr.-Ing. Jürgen Manigel, Prof. Dr. rer. nat. Martin Ryschka, Dr.-Ing. Harald Hanke, Dr. Peter Schouwink, Dr.-Ing. Jochim Koch

Y4. Elektronische Datenverarbeitung – Agentenbasiertes Steuern

Moderne Produktionssysteme besitzen eine zunehmend komplexe Struktur und ein wachsend komplexes Verhalten. Insbesondere müssen sie möglichst flexibel an sich ändernde Bedingungen der Anlagennutzung anpassbar sein [1]. Dabei sollen sie sich je nach Anwendungsgebiet flexibel an sich ändernde Produktsortimente und Ausbringungsmengen, genutzte Produktionsressourcen und anwendbare Produktionstechnologien anpassen und die effizienteste Produktionsweise sicherstellen [2]. Diese Situation hat zum einen tiefgreifenden Einfluss auf die Architektur von Produktionssystemen und ihrer Steuerungssysteme und zum anderen verändert es ihren Entwurfsprozess. Die dabei notwendige Verknüpfung der physikalischen Daten sowie Vorgänge in einem Produktionssystem mit der entsprechenden virtuellen Repräsentation im Steuerungssystem, kann hierbei als Cyber‐Physical Production System (CPPS) angesehen werden, welche die Grundlage für die Implementierung von Agenten darstellt [3].

Prof. Dr.-Ing. Arndt Lüder, Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, Prof. Dr.-Ing. Peter Göhner

S7. Fertigungs- und Fabrikbetrieb

Dieses Kapitel behandelt die Organisation der Produktion mit seinen Schwerpunkten in den Grundlagen des Managements und der Gestaltung des gesamten Systems der Produktion. Es enthält Aufgaben und grundlegende Methoden einzelner Bereiche der Organisation industrieller Produktionen, die auf der traditionellen Methodenlehre beruhen. Vertieft werden darin die wesentlichen Managementfunktionen der Planung und des Betriebes einschließlich des Auftrags‐ und Qualitätsmanagements. Die abschließenden Kapitel gehen auf moderne Konzepte der Digitalen Produktion ein und erläutern grundlegende Ansätze integrierter Systeme von Fertigung und Montage. Ferner werden Grundlagen der Kosten‐ und Wirtschaftlichkeitsrechnung behandelt.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Westkämper, Dr.-Ing. Alexander Schloske

3. Nationale Strukturen und Prozesse zur Erstellung von Cyber-Lagebildern in PPPs

Spätestens durch die NIS-Richtlinie werden die EU-Mitgliedsstaaten gezwungen, nationale Strukturen, Strategien und Prozesse einzurichten, mit deren Hilfe die Richtlinie angepasst, umgesetzt und auditiert werden soll. Die dabei zu schaffenden Behörden, CERTs, Schnittstellen und Meldestrukturen stellen sowohl für den „Public“ als auch für den „Private“-Teil der Public-Private-Partnerships (PPP) rechtliche, organisatorische, technische und finanzielle Herausforderungen dar. So sehr diese Maßnahmen als notwendig anerkannt sind, um nicht nur die Ziele der NIS-Richtlinie sondern auch jene von nationalen Strategien und Programmen umzusetzen, so sehr besteht aber auch die Gefahr, dass durch eine mangelhafte Umsetzung das bisher aufgebaute Vertrauen zwischen Staat und Wirtschaft nachhaltig gestört bzw. zerstört wird.Es ist daher von essenzieller Bedeutung, dass von Beginn an transparent kommuniziert wird, wie neue und vorhandene Behörden, Wirtschaftspartner, CERTs und andere Stakeholder zusammenarbeiten sollen, welche Aufgaben sie haben, welche Leistungen sie erbringen können und welche nicht. Das stellt Behörden (insbesondere jene aus dem nachrichtendienstlichen Bereich) vor eine großteils unbekannte Herausforderung, denn Transparenz ist in diesem Bereich nicht erwünscht bzw. nicht praktiziert. Die zentrale Aufgabe der nächsten Monate und Jahre wird daher die Schaffung eines neuen Verständnisses von Zusammenarbeit sein, das die Partner unterstützt, sie schützt und gleichzeitig nicht isoliert.Eine wesentliche Rolle kommt dabei den Schnittstellenorganisationen zu. Das sind vor allem die (Branchen-)CERTs, die eine verbindende und eine trennende Rolle einnehmen. Zum einen sollen sie beraten, vermitteln und Informationen weitergeben, zum anderen sind sie Wächter über die Einhaltung der vom Informationsgeber gewünschten Vertraulichkeit, insbesondere wenn ein Unternehmen Informationen nicht mit staatlichen Stellen teilen möchte. Um in dieser Rolle nicht mit der Vielzahl an rechtlichen Vorgaben (NIS-Gesetz, Datenschutzgrundverordnung, etc.) und den Erwartungen der anderen PPP-Partner in Konflikt zu geraten, sind klare Verantwortlichkeiten, eindeutige rechtliche Rahmenbedingungen und transparente Aufgabenbeschreibungen notwendig.Sind diese Rahmenbedingungen gegeben, können einerseits die gesetzlich vorgegebenen Informations- und Meldepflichten eingefordert und erfüllt werden und andererseits ein gesamtstaatliches Bild der Cyber-Lage, eine Cyber-Security Situational Awareness geschaffen werden. Diese Situational Awareness ist der Indikator dafür, ob die Strukturen und Prozesse funktionieren, denn nur bei einer reibungslos funktionierenden Zusammenarbeit aller Akteure (staatlich und privatwirtschaftlich) entsteht ein Informationsfluss, der die Erstellung eines Lagebildes erlaubt. Die Situational Awareness wird damit zum Indikator für das Erreichen einer effektiven Arbeitsstruktur auf allen Seiten.Abgeleitet von einem idealtypischen Verlauf einer Kommunikation zwischen staatlichen und privaten Partnern und einer geführten Anwendung im Rahmen von Szenarien beschreibt daher dieses Kapitel die Herausforderungen, notwendigen Strukturen und Prozesse sowie die Maßnahmenempfehlungen der Autoren anhand der in Österreich umgesetzten und noch umzusetzenden Schritte zur Etablierung einer Situational Awareness bei Cyber-Security Bedrohungen.

Wolfgang Rosenkranz, Timea Pahi, Florian Skopik

Bedeutung der Digitalisierung für das Controlling und den Controller

Die Digitalisierung verändert nachhaltig das Controlling und die Tätigkeit von Controllern. Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über die wesentlichen Merkmale und Erscheinungsformen der Digitalisierung. Anschließend werden die Einflüsse der digitalen Welt auf eine wertschöpfungsorientierte Steuerung und die Auswirkungen auf zentrale Aufgabenfelder im Controlling dargestellt. Dabei wird im Einzelnen aufgezeigt, welche Konsequenzen die Digitalisierung für die Gestaltung der IT-Systeme, die Konzeption der Steuerungslogik, die Planung und das Forecasting sowie das Berichtswesen und die Analyse mit sich bringt. Abschließend erfolgt eine Betrachtung der sich daraus ergebenden Kompetenzanforderungen an den Controller.

Kai Nobach

9. Umwelt-Monitoring

Das Umwelt‐Monitoring ist für alle für die Endlagerung radioaktiver Rückstände und Abfälle zur Anwendung kommenden Geotechnischen Umweltbauwerke integraler Bestandteil eines Endlagerkonzeptes. Dabei kann auf die Ausführungen von Kap. 5 verwiesen werden, in welchem ein solches für die langzeitsichere Verwahrung von Uran‐Tailings ponds vorgestellt ist. Die Darlegungen hier beschränken sich deshalb zunächst auf die Endlagerung von radioaktiven Abfällen, insbesondere von hochradioaktiven, wärmeerzeugenden Abfällen (HAW‐HGT). Das Monitoring gewährleistet in einem Endlager die sicherheitsrelevanten Anforderungen. Dies betrifft sowohl die Betriebsphase als auch die Nachverschlussphase. In den nachfolgenden Ausführungen sollen die Anforderungen an ein Monitoring‐Programm als integraler Bestandteil eines Endlagerkonzeptes herausgearbeitet werden.

Dr.-Ing. Michael Lersow

10. Zusammenfassung

In den vorangegangenen Kapiteln ist der Versuch unternommen worden, die Problemstellungen der Endlagerung von radioaktiven Rückständen und Abfällen in unterschiedlichen Geotechnischen Umweltbauwerken (Endlagerbauwerken) mit notwendigem Tiefgang zu erörtern, ohne den Anspruch zu erheben, einer Genehmigungspraxis zu genügend. Dem Autor ging es auch darum, eine breite interessierte Leserschaft anzusprechen und dabei nicht zu verschweigen, dass einerseits eine ganze Reihe von Problemstellungen noch offen ist, dies betrifft insbesondere die Endlagerung von hochradioaktiven, wärmeerzeugenden Abfällen, und dass andererseits die Sicherheitsstrukturen der vorhandenen Geotechnischen Umweltbauwerke sich nicht mit eingelagerten radioaktiven Inventaren begründen lassen, sondern eher damit, ob das Bergrecht oder das Atomgesetz als Grundlage für das Geotechnische Umweltbauwerk und die Langzeitsicherheitsbetrachtungen gesetzt wurde. Dazu wurden die in die verschiedenen Geotechnischen Umweltbauwerken eingelagerten oder einzulagernden radioaktiven Inventare auf der Grundlage eines dimensionslosen Aktivitätsindex, mit dem die Aktivität des jeweiligen Radionuklids auf dessen Freigrenze laut StrlSchV (Anlage III Tabelle 1 Spalte 2) bezogen wird, siehe Kap. 7, verglichen.

Dr.-Ing. Michael Lersow

5. Überwachungsbedürftige radioaktive Rückstände des Uranerzbergbaus

Radioaktive Rückstände sind Materialien, die in industriellen und bergbaulichen Prozessen anfallen, und die in der StrlSchV in Anlage XII Teil A genannt werden, sowie Materialien, die die in der StrlSchV in Anlage XII Teil A genannten Voraussetzungen erfüllen. Deren Verwertung oder Beseitigung wird im Teil 3 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) geregelt. Diese Materialien sind dabei Stoffe, die natürlich vorkommende Radionuklide enthalten oder mit solchen Stoffen kontaminiert sind. Bergbauliche oder industrielle Prozesse führen in vielen Fällen zu Rückständen mit natürlich vorkommenden Radionukliden („NORM“), wobei durch die Richtlinie 2013/59/Euratom [44] der Bergbau zur Uran‐(Thorium‑)Gewinnung und die Verarbeitung der gewonnenen Erze als besonderer Teil der Kernenergienutzung eine Sonderrolle erhält, siehe Kap. 2. Dabei sind die Rückstände in überwachungsbedürftige und nicht überwachungsbedürftige Rückstände zu unterteilen. Hier werden nachfolgend nur die überwachungsbedürftigen Rückstände behandelt, für die nicht überwachungsbedürftigen Rückstände wird auf Kap. 4 verwiesen. Weiterführende Ausführungen wie zur Klassifizierung, zum Auftreten, zu Verwahrungsmethoden etc. finden sich in Kap. 2 und 3.

Dr.-Ing. Michael Lersow

Kapitel 15. Einfluss von Digitalisierung auf Haushalt und Konsum

Wie umfassend deutsche Haushalte mittlerweile mit digitalen Geräten ausgestattet und von Informations- und Kommunikationstechnologie durchdrungen sind, soll mit wenigen Zahlen deutlich gemacht werden. Fast jeder Haushalt war im Jahr 2017 in Deutschland mit Smartphone (99 %), Computer bzw. Laptop (98 %), Internetzugang (98 %) und Fernsehgerät (96 %) ausgestattet. Die meisten Haushalte verfügen über ein Radiogerät (87 %), einen DVD-Player oder Festplattenrecorder (85 %). 73 % der Haushalte besitzen eine feste Spielekonsole und 69 % ein Tablet-PC. In über der Hälfte der Haushalte befindet sich ein Fernsehgerät mit Internetzugang (58 %), ein MP3-Player (56 %) und eine tragbare Spielekonsole (54 %). Die Mitglieder jedes dritten Haushalts können Texte mit einem E-Book-Reader (32 %) lesen. Ein Viertel der Haushalte benutzen eine Streaming-Box, um Filme im Internet anzusehen, und 17 % der Haushalte verfügen über ein Internetradio.

Manfred Bardmann

Kapitel 3. KUNDE – Strategische Kundenanalyse und -planung

Innovative und technologisch führende Produkte sind für viele mittelständische Unternehmen bislang ein Absatzgarant im internationalen Markt. Allerdings reichen diese ausgeprägte Produktfokussierung und der Einsatz von Produktinnovationen als alleiniges Differenzierungsmerkmal im globalen Wettbewerb auch in mittelständischen Unternehmen heute nicht mehr aus. Stattdessen gilt es, die Kunden, mit denen sich langfristig profitable Geschäftsbeziehungen aufbauen lassen, zu identifizieren und prioritär – möglichst individuell – zu bedienen. Die Differenzierung beginnt mit einer umfassenden Analyse von Kundenbedürfnissen und deren Verhalten entlang der Customer Journey. Die Segmentierung der Kunden liefert die Basis für die Planung personalisierter Value Propositions entlang des Kaufentscheidungsprozesses der Kunden. Mit einem verlässlichen Vertriebsforecast lässt sich der zukünftige ökonomische Erfolg des Vertriebs planen. Die zunehmende Digitalisierung eröffnet der Kundenanalyse und -planung zahlreiche Chancen, die Effizienz und Effektivität der Kundenbearbeitung zu steigern.

Bernd Scheed, Petra Scherer

Kapitel 1. Strategisches Vertriebsmanagement in mittelständischen B2B-Unternehmen

Disruptive Veränderungen – getrieben durch die zunehmende Digitalisierung sämtlicher Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche – zwingen mittelständische Unternehmen immer stärker dazu, dem Vertrieb eine strategische Rolle im Unternehmen einzuräumen. Die Vertriebsstrategie ist deshalb regelmäßig und in enger Abstimmung mit der Unternehmensstrategie zu entwickeln und zu aktualisieren.Die Aufgaben des strategischen Vertriebsmanagements können in sechs Aufgabenfelder eingeordnet werden: Markt, Kunde, Portfolio, Vertriebskanal, Organisation und Steuerung. Die konkrete inhaltliche Ausgestaltung und Schwerpunktsetzung innerhalb dieser Aufgabenfelder hängt im mittelständischen B2B-Unternehmen maßgeblich vom jeweiligen Geschäftstyp sowie vom individuellen Entwicklungsstand des strategischen Vertriebsmanagements ab. Mithilfe eines Fragenkatalogs können Unternehmen in diesem Buch eine Selbsteinschätzung des Entwicklungsstands vornehmen und darauf aufbauend individuelle Handlungspläne ableiten.

Bernd Scheed, Petra Scherer

8. CAFM-Software und CAFM-Systeme

Sowohl unter den Anwendern als auch unter den Lieferanten von IT-Lösungen im Facility Management werden die Begriffe CAFM-Software und CAFM-System häufig synonym verwendet. Hier eine klare Begriffsbestimmung gegeben. Die inhaltlichen Komponenten einer CAFM-Software werden mit Bezug auf die geltenden Richtlinien dargestellt. Die technischen Möglichkeiten der Nutzung und Strukturierung von CAFM-Architekturen werden aufgezeigt.

Stefan Koch, Marcel Lojek, Michael May, Michael Marchionini

5. Geschäftsprozesse im Facility Management

Es besteht heutzutage weitreichender Konsens darüber, dass die Auswahl und Einführung von IT-Systemen immer auch ein Organisationsprojekt ist. Geschäftsprozesse stehen dabei für die organisatorische Gestaltung eines effizienten IT-Einsatzes im Mittelpunkt. Hier wird zunächst das grundlegende Verständnis der Prozessorientierung behandelt. Dabei werden zentrale Leitgedanken von Geschäftsprozessen herausgearbeitet, um Geschäftsprozesse selbstständig identifizieren und strukturieren zu können. Auf der Basis von BPMN wird anhand des Fallbeispiels der Flächenbereitstellung im strategischen Gebäudeflächenmanagement die konkrete Anwendung sowohl aus organisatorischer als auch IT-Sicht dargestellt.

Markus Krämer, Reiko Hinke, Matthias Mosig

14. Big Data und Analytics im Facility Management

Das Facility Management der letzten Jahre wurde massiv durch den Einsatz neuer Technologien geprägt. Einzelne Gebäude liefern heute in einer Stunde mehr Daten als noch vor wenigen Jahren der gesamte Immobilienbestand über mehrere Monate.Durch den Einsatz intelligenter Systeme zur Steuerung von Immobilien lassen sich neue Einblicke in den Betrieb der Immobilien gewinnen. Die Masse an Daten (Big Data) bietet dem Facility Management vielschichtige Möglichkeiten der Datenanalyse (Analytics).

Marco Hofmann, Erik Jaspers, Michael May

16. Das CAFM-Richtlinienwerk der GEFMA

Eines der wirkungsvollsten Medien zur Verbreitung der FM-Ideen und zur Gestaltung des FM-Marktes im deutschsprachigen Raum sind die Richtlinien der GEFMA. Mit diesem weltweit einzigartigen Richtlinienwerk publiziert der Verband seine wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse und Erfahrungen. Ziel der GEFMA-Richtlinien ist eine praxisnahe Hilfestellung für FM-Anwender, -Berater, -Dienstleister, -Studierende, -Lehrende, CAFM-Entwickler und alle anderen am Thema FM Interessierten. Hier wird ein Überblick über sämtliche vom GEFMA-Arbeitskreis CAFM erarbeiteten Richtlinien GEFMA 400 ff zur Informationstechnik und Digitalisierung im FM mit Schwerpunkt CAFM gegeben.

Michael May, Michael Marchionini, Marko Opić, Daniel Zawadzki

3. Der CAFM-Markt

Es wird ein Überblick über den deutschsprachigen und teilweise den internationalen CAFM/IWMS-Markt gegeben. Dabei wird sowohl auf die historische Entwicklung als auch auf aktuelle Fakten und Tendenzen eingegangen. Als unerlässliche Informationsquellen werden der GEFMA CAFM-Trendreport sowie die Marktübersicht CAFM-Software mit ihren wichtigsten Aussagen vorgestellt.

Joachim Hohmann, Michael May, Marko Opić

33. Fallbeispiel Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva ist die größte Unfallversicherung der Schweiz. Bei der Schweizer Rehaklinik Bellikon, die zum Immobilienportfolio der Suva gehört, wurde ein CAFM-System eingeführt und zeitgleich ein umfassendes Bauprojekt umgesetzt. Damit der Klinikbetrieb während des Um- und Neubaus gewährleistet werden konnte, waren ein ausgereiftes Datenmanagement sowie die Nutzung von Synergien durch den Einsatz des CAFM-Systems unerlässlich. In den drei Phasen des CAFM-Projekts wurden dafür die Einführung des CAFM-Systems geplant und durchgeführt, das planungs- und baubegleitende Datenmanagement sowie ein Mangelmanagement umgesetzt.

Daniel Ellmer

29. Fallbeispiel Denver International Airport

Der Denver International Airport, oft als DIA bezeichnet, ist ein Flughafen in Denver, Colorado, USA. Mit 135,7 km² ist es der größte Flughafen in den Vereinigten Staaten bezogen auf die gesamte Landfläche.Gezeigt wird Aufbau und Nutzung einer Integrationsplattform, die BIM, CAFM, GIS sowie weitere IT-Systeme verbindet und die damit verbundenen Serviceprozesse wie Abnahme und Instandhaltung technischer Anlagen umfassend unterstützt.

Michael May, Daniel Stonecipher

9. Datenerfassung und Datenmanagement im FM

Ohne Daten kein (CA)FM! FM benötigt verlässliche Informationen, um erfolgreich betrieben werden zu können. Informationsmanagement im FM dient der Bereitstellung von Informationen mit korrektem Inhalt, in ausreichendem Umfang, in der erforderlichen Form und Detailliertheit, zum richtigen Zeitpunkt und am benötigten Ort. Deshalb stehen Methoden der FM-Datenerfassung und des FM-Datenmanagements im Mittelpunkt der Betrachtung.Eine Klassifizierung der Daten nach verschiedenen Gesichtspunkten ist dabei unumgänglich. Damit kann dann eine Datenerfassung und -aufbereitung sowie der Import in das Zielsystem erfolgen. Die Qualität und Aktualität der Daten ist dabei oberstes Ziel.

Nino Turianskyj, Thomas Bender, Thomas Kalweit, Stefan Koch, Michael May, Marko Opić

21. Trends und Perspektiven im CAFM

Aktuelle CAFM-Trends wie BIM, CAFM in der Cloud, Big Data oder IoT werden vorgestellt. Es wird aber auch der Nachholbedarf im Bereich CAFM hingewiesen. Der aktuelle Stand in Forschung und Lehre wird beschrieben und es wird ein Blick in die Zukunft geworfen, um zu erkennen, welchen Anforderungen CAFM gerecht werden muss und wie ein Facility Manager künftig möglicherweise arbeiten wird.

Maik Schlundt, Marco Hofmann, Joachim Hohmann, Michael May, Nino Turianskyj

2. Zum Verhältnis von Facility Management und CAFM

Erfolgreiches FM wird heute mitbestimmt durch ein „maßgefertigtes“ CAFM. Dabei stellen die konkreten FM-Aufgaben in Abhängigkeit vom Kerngeschäft und von der Größe sowie Komplexität der Facilities sehr differenzierte Anforderungen, an denen sich sowohl die FM-Organisation als auch die IT-Unterstützung mittels CAFM ausrichten muss. Potenzielle Nutzer aber auch Berater und Softwareentwickler finden umfassende Unterstützung zum Thema CAFM in dem komplexen Richtlinienwerk der GEFMA.

Michael Marchionini, Joachim Hohmann, Michael May

Kapitel 5. Beobachtungsprotokolle und Feldnotizen

Zum Abenteuer der Entdeckung fremder Sozialwelten gehört in der Ethnografie die schreibende Aneignung von Welt. Neben der Zerstreuung in der Vieldeutigkeit, Unabgeschlossenheit und Unendlichkeit der Wirklichkeit ist die Konzentration auf Gegenstand und Erfahrung bedeutsam. Ganz ähnlich spricht Marcus Clifford im Hinblick auf die Felderfahrung von „displacement“, während es zur intellektuellen Bemächtigung einer „focused, disciplined attention“ bedarf (1997, S. 186).

Stefan Thomas

Kapitel 8. Künstliche Intelligenz im Jahr 2018 – Aktueller Stand von branchenübergreifenden KI-Lösungen: Was ist möglich? Was nicht? Beispiele und Empfehlungen

Die Fortschritte in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz bewirken, dass diese jetzt – d. h. im Jahr 2018 – für viele Unternehmen handlungsrelevant wird. Für einige Unternehmen wird Künstliche Intelligenz dabei sogar eine Kernkompetenz. Dies bedeutet jedoch, dass sich Unternehmen mit den Ängsten vor Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen müssen. In diesem Buchbeitrag wird deshalb dargestellt, welche Potenziale von Künstlicher Intelligenz im Umgang mit Wissen, in der Unterstützung von Entscheidungen, in der Verbesserung von Services und in der Effizienzsteigerung besitzt und wie mit den Ängsten im Umfeld von Künstlicher Intelligenz am besten umgegangen wird.

Wolfgang Hildesheim, Dirk Michelsen

Kapitel 5. Schlussbetrachtung und Ausblick

Datenzentrische Geschäftsmodelle erfahren als originärer Forschungsgegenstand in der Wissenschaft bislang lediglich eine Randaufmerksamkeit. In der Konsequenz bestehen zum aktuellen Zeitraum kaum Kenntnisse über die Ausprägungen und die konstitutiven Merkmale datenzentrischer Geschäftsmodelle sowie über ihre Erfolgsstrategien im Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund wurde die vorliegende Arbeit als Grundlagenforschung positioniert und auf die folgenden beiden Zielsetzungen ausgerichtet: Zum einen sollte zur Erfüllung des essentialistischen Forschungsziels ein Begriffs- und Beschreibungsrahmen datenzentrischer Geschäftsmodelle kreiert werden.

Laura Dorfer

Kapitel 1. Einführung

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung und der wachsenden Bedeutung von Big Data gelten Daten als das „Öl des 21. Jahrhunderts“ (Palmer 2006; Kuneva 2009; Toonders 2014; Arthur 2016). Damit wird impliziert, dass Daten einen Wert besitzen, der sich schöpfen und als wirtschaftliches Gut auf Märkten handeln lässt. Zugänglich wird dieser Wert über die Zusammenführung und die Analyse der Daten, die im Kontext der Internetökonomie ubiquitär und in großer Anzahl vorzufinden sind (Palmer 2006).

Laura Dorfer

Kapitel 4. Empirische Exploration der Erfolgsstrategien datenzentrischer Geschäftsmodelle

Das Erkenntnisinteresse der Untersuchung besteht darin, die spezifischen Strategieinhalte datenzentrischer Geschäftsmodelle zu explorieren sowie deren Erfolgswirkung zu rekonstruieren (vgl. Abschnitt 1.2). Um dieses Forschungsziel zu erfüllen, wurde in Kapitel 3 der theoretische Bezugsrahmen entwickelt, der die empirische Exploration der Erfolgsstrategien anleitet. Abschnitt 4.1 stellt das Forschungsdesign der Untersuchung dar, bevor in Abschnitt 4.2 die Ergebnispräsentation erfolgt.

Laura Dorfer

Kapitel 3. Theoretischer Bezugsrahmen zur Exploration der Erfolgsstrategien datenzentrischer Geschäftsmodelle

Nachdem in Kapitel 2 eine konzeptionelle Herleitung datenzentrischer Geschäftsmodelle erfolgt ist und somit das erste Forschungsziel (vgl. Abschnitt 1.2) als erfüllt gilt, widmen sich Kapitel 3 und 4 dem zweiten Forschungsziel, das in der Strategieexploration datenzentrischer Geschäftsmodelle besteht. Kapitel 3 beinhaltet dabei die Entwicklung des theoretischen Bezugsrahmens, der die empirische Exploration der Erfolgsstrategien vorbereitet und anleitet.

Laura Dorfer

Kapitel 3. Qualitätsanforderungen an das Bewertungsschema

Bevor mit der Entwicklung des Bewertungsschemas begonnen wird, sind zunächst Qualitätsanforderungen an dieses zu stellen (vgl. [Hevner et al. 2004, S. 82 f.; Peffers et al. 2007, S. 56]). Dieses Kapitel leitet in Abschnitt 3.1 die nötigen Qualitätsanforderungen ab und beschreibt diese anschließend in Abschnitt 3.2.

Sebastian Däs

21. Neue Servicekonzepte in der Instandhaltung am Beispiel der Prozessindustrie

Seit Jahren besteht die Tendenz zur Auslagerung von Instandhaltungstätigkeiten auf externe Dienstleister. In der chemischen Industrie ist diese Entwicklung bereits weit fortgeschritten. Im Beitrag werden die Entwicklung von integrierten strategischen Partnerschaftsmodellen und die grundsätzlichen Unterschiede zum klassischen Vergabeverfahren von Dienstleistungen auf Basis einer Spezifikation der Einzelleistung und deren Auswirkung dargestellt. Am Beispiel der Verträge zur strategischen Servicepartnerschaft wird der Prozess der Partnerschaftsentwicklung von der Potenzialanalyse über Leistungs‐ und Vertragsspezifikation, Implementierung bis zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess beschrieben sowie die Wertbeiträge zur Steigerung der Effektivität, z. B. Schaffung der Zielkongruenz zwischen Betreiber und „Systemdienstleister“, beleuchtet.

Dr.-Ing. Götz Lauschke, Dr.-Ing. Wilhelm Otten

25. Smart Services – Datenbasierte Dienstleistungen in der Instandhaltung

Die Nutzung von Informations‐ und Kommunikationstechnologien in Wirtschaft und Gesellschaft ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Deutschen Leitbranchen, wie dem Maschinen‐ und Anlagenbau, stehen durch die Digitalisierung jedoch noch große Umbrüche vor. Die Erfassung von Daten im laufenden Betrieb der Anlagen bietet die Chance durch die Analyse der Daten wertvolle Informationen zu gewinnen. Diese Informationen lassen sich in datenbasierten Dienstleistungen mehrwertstiftend in der Instandhaltung nutzen. In diesem Beitrag wird das Potenzial von datenbasierten Dienstleistungen in der Instandhaltung erläutert und wie dadurch neue Geschäftsmodellen für Unternehmen entstehen können. Der Beitrag schließt ab mit einer Beschreibung möglicher Einsatzfelder von datenbasierten Dienstleistungen in der Instandhaltung am Beispiel des Unternehmens BELFOR DeHaDe GmbH.

Dr.-Ing. Marcus Schnell, Dr.-Ing. Philipp Jussen, M. Sc. Benedikt Moser

10. Wandel von Instandhaltungsarbeit

Mit den aktuellen Veränderungen in der produzierenden Industrie verändert sich das Arbeiten des Instandhalters/der Instandhalterin*. Dieser Beitrag führt die wesentlichen Aspekte im Wandel von Instandhaltungsarbeit auf und stellt den Mensch in den Mittelpunkt der Betrachtung. Ausgehend vom Status‐Quo werden die Auswirkungen der Veränderungen diskutiert und die sich daraus ableitenden grundsätzlichen Anforderungen an Qualifikation wie auch Wissenschaft herausgestellt. Der Beitrag unterstreicht die große Bedeutung des Instandhalters für eine erfolgreiche Wertschöpfung und zeigt gleichsam Schwachstellen in der aktuellen (Fach‑)Diskussion auf.*Im Folgenden wird aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung nur die männliche Form verwendet. Es sind jedoch stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint.

Prof. Dr.-Ing. Katja Gutsche, Prof. Dr. Bernd-Friedrich Voigt

1. Simulation logistischer Systeme

Die Untersuchung dynamischer Sachverhalte wird in vielen Bereichen der Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften über die Methodik der Simulation unterstützt. Auch in der Logistik hat die Simulation zur methodischen Absicherung der Planung, Steuerung und Überwachung der Material-, Personen-, Energie- und Informationsflüsse seit Jahren ihren berechtigten Stellenwert. Daher wird die Notwendigkeit des Einsatzes der Simulation zur Planung, Realisierung und Betriebsführung logistischer Systeme heute nicht mehr in Frage gestellt. Der Beitrag gibt einen umfassenden Einstieg in die Simulationsthematik im Bereich der Logistik.

Sigrid Wenzel

Open Access

Kapitel 37. Die Bedeutung von End-to-End-Prozessen für die Digitalisierung im Finanzbereich

Die Wucht der Digitalisierung erfasst Unternehmen in zunehmendem Maße. Sie sind gefordert sich den Chancen und Herausforderungen zu stellen und geeignete Ansätze zu entwickeln, um das Nutzenpotenzial der Digitalisierung bestmöglich zu heben. Die Orientierung an End-to-End-Prozessen hat sich als geeigneter Ansatz erwiesen, um Digitalisierung konsequent und durchgängig in die Prozesse zu verzahnen. Der Finanzbereich steht dabei im Zentrum der Digitalisierung. Dort fließen die Werteströme im Record-to-Report-Prozess, als Querschnittprozess, zusammen und werden aufbereitet. Eine hohe Integration der End-to-End-Prozesse mithilfe eines integrierten Unternehmensdatenmodells und einem wirksamen Integrationsmanagement ist dabei der Wegbereiter, um Effizienzpotenziale zu heben, neue digitale Anwendungen zu etablieren und digitale Geschäftsmodelle zu integrieren.

Christoph Wagner, Jan Georg Sodies, Tobias Meyer, Pascal Adam

Kapitel 11. From Big Data to Smart Data – Problemfelder der systematischen Nutzung von Daten in Unternehmen

Die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Leistungen oder sogar ganzen Geschäftsmodellen bietet Unternehmen vielfältige Möglichkeiten zur Wertgenerierung mit Daten. Die zielgerichtete und systematische Verarbeitung und Nutzung von Daten stellt Unternehmen verschiedener Branchen jedoch vor große Herausforderungen. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über grundlegende Prozesse der systematischen Verarbeitung und Nutzung von Daten in Unternehmen. Darüber hinaus diskutiert der Beitrag mögliche Problemfelder, die bei der Nutzung von Daten entstehen können und gibt Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen diese Herausforderungen bewältigen können.

Steffen Wölfl, Alexander Leischnig, Björn Ivens, Daniel Hein

3. Fabrikplanung

Eine Fabrik ist für ein Unternehmen eine strategische und kapitalintensive Investition, die für die Zukunft von entscheidender Bedeutung ist. Das Institut für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung hat ein Fabrikplanungs-Referenzprozess entwickelt, welches einen geordneten Planungsablauf beschreibt. Zu Beginn des Kapitels werden die wichtigsten Begriffsdefinitionen gegeben. Anschließend wird der Fabriklebenszyklus beschrieben, welcher die verschiedenen Phasen einer Fabrik- und Lebenszyklen aufzeigt. Durch die Betrachtung der verschiedenen inhärenten Lebenszyklen in einer Fabrik ergeben sich unterschiedliche Planungsfälle, welche näher erläutert werden. Dabei wird zwischen Planungsfällen und Planungsebenen unterschieden. Auf Basis der Einordnung des Projekts in den Planungsfall und –ebene, erfolgt die Planung der Fabrik in sechs verschiedenen Stufen. Diese werden einzeln ausführlich beschrieben und näher erläutert. Durch die langfristige Ausrichtung solcher Planungsprojekte ist eine Risikoabschätzung unerlässlich. Das Risikomanagement wird abschließend im Kapitel vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen wie dem Klimawandel beschrieben und ein Risikomanagementprozess erläutert.

Uwe Dombrowski, Stefan Ernst, Anne Reimer

Soziale Netzwerke

Zur Nicht-Karriere eines sozialrelevanten Konstrukts

Die Netzwerkanalyse hat sich in den Sozialwissenschaften etabliert. Zur komplexen Kleingruppenanalyse via Gesamtnetzwerke und für sozialökologische Quartiersstudien via egozentrierte Netzwerkstudien ist sie fester Teil der Forschung. Etwas zurückgeblieben sind die Anwendungen sozialer Netzwerke in Bevölkerungsumfragen. Dabei ist es ein sozialwissenschaftliches Ideal, soziale Umwelten des Individuums methodisch relativ einfach auch bei solchen Erhebungen zu erfassen. Dafür wurden innerhalb der egozentrierten Netzwerke gesondert Namensgeneratoren entwickelt. Damit lassen sich soziale Vernetzungen (heute ein großes Thema im digitalen Gewand) punktuell-peripherer Kontakte, soziale Netzwerke mit Kontakten für gesellige Unternehmungen und konkrete Hilfen sowie das Vertrauensnetzwerk sehr persönlicher bis intimer Beziehungen erfassen. Die empirische Sozialforschung hat inzwischen valide Erhebungsverfahren und neue, spezifische Auswertungstools verfügbar.Ein neues Forschungsfeld erschließt sich durch die Kombination von Netzwerkerhebungen und Strukturgleichungsmodellen. Denn die sozialen Netzwerke sind latente Strukturen und wirken ebenso latent auf unsere Einstellungen, setzen Urteilsrahmen und soziale Urteilsanker (Meinungsführer).

Uwe Pfenning

Kapitel 2. Logistik und Konsum im Wandel: Trends, die den Sektor beeinflussen

Die Logistik ist als Dienstleistungssektor darauf angewiesen, auf gesellschaftliche Megatrends strategisch klug zu reagieren und vorausschauend zu agieren. Nur so können sich einzelne Logistikdienstleister im Wettbewerb stabil positionieren und gleichzeitig wichtige gesellschaftliche Herausforderungen wie die nachhaltige Entwicklung aktiv mitgestalten. Im Folgenden werden zentrale gesellschaftliche Megatrends in Kürze dargestellt.

Arbeitskreis Innovative Logistik für Nachhaltige Lebensstile (ILoNa)

Kapitel 4. Pricing-Prozess Teil 2: Strategie

Die Unternehmensstrategie und die aus ihr abgeleiteten Wettbewerbsstrategien einzelner Sparten sind grundlegend für das Preismanagement. Eine gewinnorientierte Unternehmenssteuerung setzt voraus, dass die Preisstrategie in die Gesamtstrategie eines Unternehmens eingebunden ist. Pricing muss sich an übergeordneten Vorgaben orientieren.

Frank Frohmann

Die Zukunft der Kommunikation: Herausforderungen und Lösungsansätze im Kontext der Digitalisierung

Die Digitalisierung hat eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten der Kommunikation hervorgebracht, auf die Unternehmen durch die Formulierung geeigneter digitaler Kommunikationsstrategien reagieren müssen. In diesem Beitrag werden zunächst wichtige technologieorientierte Trends in der digitalen Kommunikation diskutiert. Daran anschließend werden die resultierenden Änderungen bei Zielen und Aufgaben der digitalen Kommunikation erörtert sowie Herausforderungen und Chancen bei der Formulierung digitaler Kommunikationsstrategien herausgearbeitet. Ergänzend versuchen die Autoren, Lösungsansätze durch den Aufbau geeigneter Medien-, Informations- und Technologiekompetenzen in Unternehmen aufzuzeigen. Den Abschluss des Beitrags bildet ein Ausblick auf die Zukunft der digitalen Kommunikation, in dem auf Treiber, Schlüsseltechnologien und die Beschreibung ausgewählter Zukunftsszenarien eingegangen wird. Begleitend werden im Beitrag neun Thesen zum Stand und zur Entwicklung der digitalen Kommunikation postuliert.

Michael Grupe, Stephan Böhm

8. Die Industrie entdeckt das Digitale

Mit diesem Kapitel verlassen wir die historischen Exkurse und kommen dort an, wo sich die Industrie weltweit derzeit befindet: beim tatsächlichen Einstieg in das Internet der Dinge und dem heftigen Ringen vor allem Deutschlands, der USA und Chinas um die weltweite Führung in diesem Schritt. Das Kapitel beschreibt etwas genauer, was es mit dem Internet der Dinge auf sich hat und untersucht, ob und wie schnell und wie gut führende – und früher führende – Industrieländer die Herausforderungen der Digitalisierung für ihre Industrien verstanden und welche Antworten sie darauf gefunden haben. Es geht um das im Prolog als zweiten Strang bezeichnete Hauptthema: Schaffen die Industrieländer durch einen funktionierenden, nicht abrupten Übergang zur smarten Industrie die Voraussetzung, dass dann auch die Digitalisierung der ganzen Gesellschaft eine gute Richtung nehmen kann?

Ulrich Sendler

Kapitel 9. Die eigene Kommunikation gestalten und umsetzen

Im Kap. 9 geht es um die Realisierung der verschiedenen Medien nach dem Medientypen-Modell und in Bezug zur jeweiligen Gründungsphase. Für die Gestaltung der Owned, Paid, Shared und Earned Media werden Hinweise und Empfehlungen gegeben. Den Abschluss bildet die Einschätzung der Kanäle für eine effiziente und wirkungsvolle Kommunikation.

Angela Bittner-Fesseler, Michael Häfelinger

Kapitel 7. Erfolgsmanagement durch Erkenntnismanagement

Zwei Schlagworte sind seit einigen Jahren dominant in Magazinen und Fachpublikationen und werden dort in vielfältiger Weise behandelt: digitale Transformation und Big Data. Was jeweils genau für diese große digitale Veränderung steht, wird stets aus der spezifischen Sichtweise des jeweiligen Autors und seiner Sicht auf wichtige Themen dieser Welt beschrieben. Zumeist geht es darum, wie sich Unternehmen auf die zunehmende internetbasierte Welt einstellen sollen und möglichst viele eigenständige digitale Serviceangebote aufbauen sollen.

Dieter Bölzing

Kapitel 4. Erfolgsmanagement durch Value-Chain-Exzellenz

Wodurch können sich Unternehmen in dieser Sofortgesellschaft behaupten, durchsetzen und neue Geschäftschancen erschließen? Natürlich gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, dieses zu tun. Zu vielfältig sind die Facetten und Möglichkeiten erfolgreichen Unternehmertums und erfolgreicher Unternehmensführung. Dazu ist das Feld zu breit, zu vielschichtig, zu international.

Dieter Bölzing

1. Dienstleistungsökonomie und Personalcontrolling in Krankenhäusern

Die Praxistheorie des Dienstleistungsmanagements von Krankenhäusern reflektiert eine ihrer wichtigsten Grundlagen nicht: Die Behandlung von Kranken stellt keine einseitige Handlung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten auf Patienten als ihr Objekt dar. Patienten sind Interaktionspartner und müssen uno actu zwecks Gesundwerdung mit den sich ausschließlich als Akteure missverstehenden Experten zusammenarbeiten. Die ökonomische Theorie der Dienstleistungsproduktion als praktische Theorie untermauert den Status der vermeintlichen Akteure, degradiert Mitarbeiter zu Einsatzfaktoren und Patienten wegen ihrer nur zeitweiligen Präsenz im Krankenhaus zum externen Faktor. Durch diese Konstruktion gelingt es schließlich, die Produktionstheorie industrieller Prägung auf Krankenhäuser zu übertragen und wichtige industrielle Zielsetzungen, Methoden und Instrumente für Krankenhäuser verfügbar zu machen. Die Schwierigkeiten einer solchen Theorie zeigen sich dann aber konkret in der Krankenhauspraxis: So offenbaren sich unerwünschte Anreize, die u. a. aus dem produktionstheoretisch formulierten Patientenklassifikations- und zum Vergütungssystem weiterentwickelten Finanzierungssystem resultieren. Ferner lassen sich Mitarbeiter nicht mehr als Einsatzfaktoren behandeln, die entlang der Arbeitsorganisation zum gewünschten Arbeitsverhalten geführt werden können. Sie zeigen dies u. a. durch erhöhte Fluktuation, fehlendes Commitment, erhöhte Wechselbereitschaft oder durch ein fehlendes Interesse, überhaupt in einem Krankenhaus zu arbeiten. Entlang der sich ändernden Arbeitsmärkte, die den Faktor Arbeit verknappen und die Konkurrenz zwischen den Institutionen um Arbeitskräfte verschärfen, muss sich deshalb die Personalwirtschaft der Krankenhäuser verändern. Hinzu kommt der Trend verstärkter Digitalisierung, der neue Funktionen eines Personalmanagements ermöglicht. Welche personalwirtschaftlichen Aufgaben innerhalb des bestehenden Finanzierungssystems und ohne das Verlassen der Produktionsperspektive auf Krankenhäuser zukommen, zeigt der Beitrag einerseits auf. Andererseits versuchen die Autoren am Ende des Beitrags erste Öffnungen der zuvor geschilderten Perspektivenverengung der Produktionstheorie mit verschiedenen Ansatzpunkten anzudeuten, um auf diese Weise Möglichkeiten zu deren Überwindung aufzuzeigen.

Bernd H. Mühlbauer, Daniel Mühlbauer

Kapitel 8. Aufbau innovativer Ökosysteme und Einführung digitaler Smart Services an Beispielen der Wertschöpfungskette vom Bauinvestor bis hin zum Facility Management

Der Beitrag zeigt Beispiele innovativer und digitaler Vernetzungsmöglichkeiten im Bausektor. Er beantwortet die Frage, was ein digitales Ökosystem ist und wie man es aufbaut. Welche Voraussetzungen brauchen Unternehmen, damit auch in Zukunft Innovationen entstehen? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen zu Innovationen in diesem Bereich führen? Welche Wirtschaftszweige sind Teil der Bauwertschöpfungskette? Was sind digitale und Smart Services und welchen Nutzen erbringen sie? Der Artikel beschreibt nicht nur aktuelle innovative digitale Smart Services und deren Zweckmäßigkeit, sondern auch, mit welchen Dienstleistungen in der Zukunft zu rechnen ist.

Christoph Jacob

Kapitel 2. Industrie 4.0 – eine Bestandsaufnahme

Ausgehend von vorangegangenen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung wird die Bedeutung von Industrie 4.0 diskutiert und in den historischen Kontext eingeordnet. Ein Fokus liegt hierbei auf der Untersuchung des derzeitigen, betrieblichen Umsetzungsstandes mit dem Ziel, branchenübergreifend die wichtigsten Digitalisierungshemmnisse zu identifizieren. Es werden beispielhaft einige technik- und humanbezogene Erfolgsfaktoren zur Auflösung dieser Barrieren vorgestellt. Dabei ist die isolierte Umsetzung einzelner Maßnahmen langfristig allerdings keine Perspektive. Vielmehr stellt deren gezielte Einbettung in eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie ein Schlüsselelement der vierten industriellen Revolution dar. Abschließend werden daher auch organisatorische Aspekte beleuchtet, welche den betrieblichen Mitarbeiter mit dem technischen Fortschritt in Einklang bringen und so den Weg in Richtung der Smart Factory ebnen.

Julian Schallow, André Hengstebeck, Jochen Deuse

Kapitel 5. Methodisches Vorgehen

Um die gestellten Forschungsfragen zu beantworten und Hypothesen zu prüfen, wurde eine Online-Befragung unter 16-29-jährigen jungen Erwachsenen durchgeführt. Im Folgenden wird das gewählte Untersuchungsdesign beschrieben und begründet (Abschnitt 5.1), die Fragebogenentwicklung und Operationalisierung der zentralen Konstrukte dargestellt (Abschnitt 5.2) sowie abschließend ein Überblick über die Stichprobe gegeben (Abschnitt 5.3).

Patricia Müller

6. Post-Production

Dieses Kapitel gibt einen Überblick darüber, wie Videos nachbearbeitet werden können und welche Tools dafür zur Verfügung stehen. Haben Sie keine Scheu und fangen Sie einfach an – der Respekt vor dieser Arbeit wird mit der Erfahrung abnehmen.

Jörg Pattiss

Tofuture – Wir kombinieren Know-how und Technik!

Die Zielsetzung bei der Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility (CSR) ist die langfristige Sicherstellung der Geschäftsentwicklung sowie Verbesserung der wirtschaftlichen Leistung durch Erhöhung der Reputation und Vertrauenssteigerung bei den Stakeholdern. Tofuture-Corporate-Social-Management (CSM) ist eine bewährte Lösung für nachhaltige Analyse, Controlling und Reporting und die Lösung ist das Bindeglied zwischen Nachhaltigkeit einerseits und Unternehmenswert anderseits. Mit anderen Worten: Wertschöpfungssteigerung unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte. CSM ist ein praxisrelevantes Werkzeug für den Nachhaltigkeitsmanager. Der komplette Nachhaltigkeitsprozess wird von CSM abgedeckt: von internen, monatlichen Berichten für Energieeffizienz bis hin zum jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Tofuture-CSM ist somit ein Schlüsselwerkzeug für die Transparenz des Risikomanagements und der unternehmerischen Strategie – gemäß dem Motto: Was du nicht messen kannst, kannst du nicht managen.

Frode Hobbelhagen, Veli Kalle Tavakka, Torsten Göbel, Dr. Verena Schulz-Klemp, Sven Reule

8. Neue Technologien und Technisierung als Innovation in sozialen Dienstleistungen

Dieses Kapitel betrachtet die Innovation sozialer Dienstleistungen in Verbindung mit neuen Technologien und hier vor allem Informations- und Assistenztechnologien. In der Analyse von Innovationsprozessen sind insbesondere zwei Aspekte der Technisierung von Interesse: die Einführung neuer Technologien an sich, sowie die Konsequenzen der Technisierung auf das Dienstleistungshandeln. Technologische Innovation in sozialen Dienstleistungen und die mit ihr verbunden Ambivalenzen zeigen sich besonders prononciert in sog. Assistenz-Technologien (Augusto et al. 2012). An ihnen lässt sich entsprechend gut zeigen, wie technische Unterstützung eine Dienstleistung verändert und in welchem Zusammenhang Technik, Dienstleistungshandeln und Dienstleistungsprodukt stehen.

Andreas Langer, Johannes Eurich, Simon Güntner

Wasserrahmenrichtlinie und Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie – Synergien und Konflikte

In Abwägungsgrund Nr. 17 der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) wird eine Synergienutzung der Wasserrahmenrichtlinie und der HWRM-RL gefordert. 2013 wurde von der Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) diesbezüglich eine Empfehlung veröffentlicht, die den einzelnen Bundesländern als Arbeitshilfe dienen kann, jedoch freien Spielraum für innovative Ansätze bietet. Rheinland-Pfalz verfolgt bereits seit 1995 mit der Aktion Blau verschiedene innovative Ansätze, die vor allem Maßnahmen des dezentralen Hochwasserschutzes und der Gewässerentwicklung kombinieren. Durch Erweiterung zur Aktion Blau Plus im Jahre 2011 wird zusätzlich eine Verknüpfung zwischen Maßnahmen der ökologischen Gewässeraufwertung, des vorsorgenden Hochwasserschutzes sowie Aspekten des Allgemeinwohls erreicht. Damit ist es möglich, auch neue Herausforderungen, die z. B. aus dem Klimawandel oder zunehmenden Starkregenereignissen resultieren, in innovative Gesamtkonzepte zu integrieren. Erste Vorhaben wurden bereits in der Praxis erfolgreich umgesetzt.

Michael Eiden, Robert Jüpner

2. Digitalisierung

Nach McKinsey wird die voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung von Geräten und Maschinen über das Internet weltweit einen wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu elf Billionen Dollar im Jahr 2025 erzeugen (McKinsey 2015). Mithilfe verschiedenster Informationstechnologien schreitet die digitale Transformation voran. Die aktuelle Agenda in Politik, Wirtschaft, Industrie und in Unternehmen wird von Schlagworten wie Industrie 4.0, Handel 4.0, Marketing 4.0 oder Kunde 4.0 geprägt.Großen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Industrie durch höhere Produktivität und auf die urbane Infrastruktur. Auch der Handel verändert sich, ebenso die Kommunikation zwischen Kunde und Marke. Klassische Ansätze im Marketing wandeln sich. Durch die Digitalisierung eröffnen sich neue Kommunikationskanäle, Kontexte und Datenquellen. Das mobile Marketing erhält neue Impulse und bezieht zukünftig den Nutzungskontext und Location Based Services mit ein. Traditionelle Beziehungen zwischen Kunde und Unternehmen werden komplexer und müssen differenzierter verstanden werden.

Tanja Kruse Brandão, Gerd Wolfram

2. Das Verkehrsmanagementsystem und die Verkehrsinformationsdienste der ASFINAG

Die ASFINAG wurde 1982 gegründet und ist eine Gesellschaft des österreichischen Bundes. Die Aufgaben der ASFINAG ist es ca. 2200 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen zu planen, finanzieren, bauen, erhalten, betreiben und bemauten. Die ASFINAG ist organisiert in eine Holding, mehrere Tochtergesellschaften und strategische Beteiligungen.

Manfred Harrer, Richard Gunitzberger, Norbert Baumgartner

4. Digital, kooperativ, automatisiert: Die Verkehrszentrale Hessen als Impulsgeber für den intelligenten Verkehr im 21. Jahrhundert

Die Verkehrszentrale Hessen ist eine Einrichtung von Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement mit Standort in Frankfurt am Main.

Achim Reusswig

Requirements and Applications

Bevor wir mit dem Kapitel „Requirements“ beginnen, ist es erforderlich, dem Leser mit einer kurzen Übersicht noch einmal die Struktur des ISA 315 bewusst zu machen. Um ihn einzustimmen, nehmen wir eine Anleihe bei der Oper auf und weisen darauf hin, dass der Standard nach einer Ouvertüre, in der „Objective“ und „Definitions“ (zu „assertions, business risks, internal control, risks assessment procedures, significant risks“) behandelt werden, aus vier Aufzügen, den Requirements besteht und dass es ein wesentliches Anliegen der ISA (und dementsprechend auch des ISA 315) ist, deren Komponenten mit Hilfe sogenannter Applications im Einzelnen zu erläutern.

Werner Krommes

2. Fundraising bei Privatpersonen

In der Definition des Fundraising-Begriffs (Kapitel 1) wurden vier Gruppen von Ressourcenbereitstellern (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Institutionen) unterschieden. In Kapitel 2 wird das Vorgehen im Fundraising bei Privatpersonen vorgestellt. Systematisiert anhand der Spenderpyramide wird anhand zahlreicher Best Practice Beispiele anschaulich erläutert, wie Interessenten, Erst-, Mehrfach-, Dauer-, Groß- und Testamentspender für eine gemeinwohlorientierte Organisation gewonnen, gebunden und (bei Abwanderung) zurückgewonnen werden können. Da Fundraising als eine Erscheinungsform des Marketing betrachtet wird, werden – in Analogie zum Marketing-Mix – alle erforderlichen Entscheidungen im Rahmen des Fundraising-Mix (Produkt-, Preis-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik) vorgestellt und anhand zahlreicher Best Practice Beispiele veranschaulicht. Aufgrund seiner steigenden Bedeutung wird das Online-Fundraising besonders hervorgehoben und auf 80 Seiten detailliert in seinen neuesten Entwicklungen vorgestellt. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen, Tipps, Kapitelzusammenfassungen und Literaturempfehlungen runden das Kapitel ab.

Michael Urselmann

Kapitel 2. Vorüberlegungen – Welches Tax CMS passt zum Unternehmen?

Bei der Umsetzung der einzelnen Bausteine des Tax CMS sollte sich jeder Anwender zunächst vier grundlegender Fakten bewusst werden, die für jedes Tax CMS wichtig sind.

Walther Pielke

Kapitel 5. Customer Relationship Management

Die fortschreitende Digitalisierung in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Kundenservice bietet neue und vielfältige Möglichkeiten, eine bessere Qualität in der gesamten Kundenbeziehung zu erreichen, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen und letztlich Umsätze zu steigern. Die Anforderungen an die Unternehmen sind für sämtliche Geschäftsmodelle branchenübergreifend im B2B sowie im B2C-Bereich gestiegen und erfordern ein grundlegendes Umdenken. Anhand zweier Fallbeispiele aus der Automobil- und Software-Industrie lässt sich die Verzahnung von neuen Geschäftsmodellen und Anforderungen an das Produkt im digitalen Zeitalter mit den neuen Ansätzen eines übergreifenden Customer Experience Management veranschaulichen. Hierbei gilt es vielfältige Herausforderungen zu meistern: neue strategischer Ziele, z. B. zum Kundenmehrwert, sind zu formulieren, bestehende Prozesse und Organisationen sind neu zu gestalten und neue Technologien sind, v. a. im Rahmen von Customer Analytics, einzusetzen. Darüber hinaus ist ein umfassendes, mitarbeiterorientiertes Change-Management zu etablieren. Die digitale Transformation zur Einführung eines Customer Experience Management kann dabei schrittweise erfolgen und bedarf einer konsequenten und durchsetzungsstarken Top-Management Unterstützung.

Torsten Albrecht

Kapitel 4. Product Lifecycle Management (PLM) im Kontext von Industrie 4.0

PLM ist ein ganzheitlicher, integrierender Management- und Organisationsansatz, welcher sämtliche Informationen im Produktlebenszyklus mit geeigneter IT-Unterstützung zusammenbringt, mit dem Ziel, sie zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Quantität und Qualität bereitzustellen. Es schließt die Planung, Steuerung und Kontrolle der damit verbundenen Prozesse im gesamten Produktlebenszyklus ein. Die im Kontext von Industrie 4.0 postulierte horizontale und vertikale Integration sowie die Durchgängigkeit des Engineerings über den gesamten Lebenszyklus stellt das PLM vor neue Herausforderungen. Mit dem Referenzarchitekturmodell RAMI4.0, dem Modell der Industrie 4.0 Komponente und der Definition von Eigenschaften, die Produkte (zukünftig) als Industrie-4.0 fähig kennzeichnen, werden die Voraussetzungen geschaffen, diesen Herausforderungen zu begegnen. Darüber hinaus bedarf es einer disziplinübergreifenden Entwicklungsmethodik des Model Based Systems Engineering und dessen systemtechnischer Unterstützung. Die Erweiterung von PLM in Richtung System Lifecycle Management scheint ein vielversprechender Lösungsansatz zu sein.

Cornelia Zehbold

5. Technologien, die evolutionieren

Im Letzten Kapitel wurden Technologien mit disruptiven Eigenschaften rsp. Veränderungspotential beschrieben. Neben diesen revolutionär wirkenden Technoligen existieren aber weitere. Diese werden ebenfalls die Wirtschaft und Unternehmen verändern – allerdings auf etwas „leiseren Sohlen“. Diese Technologien wurden ja bereits in Kap. 2 im Gesamtkontext kurz eingeführt. Nun geht es darum sich diese näher anzusehen.Wie schon in Kap. 2 bei Einordnung der einzelnen Technologien in disruptive ist natürlich auch die Gruppierung von Technologien in evolutionäre etwas subjektiv. Alle hier beschriebenen Technologien sind streng genommen nicht „neu“, sondern seit vielen Jahren bekannt. Da die Technologien „nur“ evolutionären Charakter haben, werden sie im Umfang etwas kürzer dargestellt als ihre revolutionären Vertreter. Aber auch hier gilt wiederum die Kombination einzelner Technologien hat einen ähnlichen Stellenwert wie die einzelne Technologie selber.

Walter Huber

6. Risikokommunikation

Die Risikokommunikation setzt sich eine möglichst zeitnahe Weitergabe von risikorelevanten Informationen an den jeweiligen Adressaten, in der Regel die nächsthöhere Hierarchieebene bis zur Geschäftsleitung bzw. dem Vorstand oder Aufsichtsrat, zum Ziel.Die jeweiligen Empfänger benötigen diese risikorelevanten Informationen, um effektive Maßnahmen zur Risikobewältigung ergreifen zu können. Eine gute Risikokommunikation setzt damit voraus, dass die Informationen vom Anwender auch richtig verstanden und damit die optimalen Entscheidungen getroffen werden. Grundsätzlich lässt sich die Risikokommunikation in einen internen und einen externen Bereich unterteilen. Während sich die externe Risikokommunikation bei den meisten Leasinggesellschaften wohl hauptsächlich auf den Risikobericht im Jahresabschluss und Auskünfte gegenüber den Wirtschaftsprüfern, Aufsichtsbehörden sowie eventuell Ratingagenturen und anderen Stakeholdern, beschränkt, ist die Form der internen Risikokommunikation sehr unterschiedlich.Eine kontinuierliche und fest definierte Risikokommunikation stellt sicher, dass die Maßnahmen des Risikomanagements im Sinne der Risikostrategie durchgeführt werden. Außerdem kann die Geschäftsleitung über eine Top-Down-Vorgabe hinsichtlich der Rahmenbedingungen der internen Risikokommunikation dafür sorgen, dass ein institutsweites Risikobewusstsein bei den einzelnen Mitarbeitern und Risk Takern geschaffen bzw. die institutsindividuelle Risikophilosophie verinnerlicht wird.

Christian Glaser
Bildnachweise