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Über dieses Buch

Seit der Verabschiedung der DSGVO befindet sich das Datenschutzrecht im Umbruch. Damit geht die Chance einher, die Handhabung des Datenschutzrechts neu zu konzipieren. Simon Schwichtenberg entwickelt ein dreistufiges allgemeingültiges Konzept, mittels dessen sich grundlegende datenschutzrechtliche Streitfragen klären lassen, ohne zentrale Schutzziele und Grundwerte des Datenschutzes zu vernachlässigen. Das Konzept erläutert er am Beispiel des vernetzten Automobils, einem der prominentesten Beispiele für das Internet der Dinge. Mit der Forderung, weg vom Einzelfall die Diskussion um eine grundlegende neue Dogmatik des Datenschutzes zu fördern, betritt der Autor datenschutzrechtliches „Neuland“.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Prolog: die DSGVO als Chance für Rechtsicherheit

„Internet of Things“, „Cloud of Things“, „Connected Devices“, „Pervasive Computing“ – so vielfältig die Begrifflichkeiten sind, mit denen die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Alltagsgegenständen umschrieben wird, so facettenreich sind auch die technischen Entwicklungen aus dem Bereich des Internets der Dinge. Selbst moderne Kühlschränke, intelligente Stromzähler und sogar Kinderspielzeuge wie Puppen besitzen einen Zugang zum Internet und sind sowohl untereinander als auch mit anderen Geräten vernetzt.
Simon Schwichtenberg

Kapitel 2. Teil: Schutz der informationellen Privatheit durch Datenschutz

Ausgangspunkt für den in dieser Arbeit zu entwickelnden dreistufigen Ansatz ist, dass das Datenschutzrecht künftig verstärkt an die Idee der Privatheit anzuknüpfen hat. Die Privatheit als Schutzgut des Datenschutzrechts hat für dessen Auslegung die maßgebliche Hilfe zu sein. Aus dem Schutzgut der Privatheit ergibt sich dabei nicht nur, welche Bedeutung der Datenschutz hat, sondern auch, wann und in welcher Form ein datenschutzrechtlicher Regelungsbedarf besteht. Das Verständnis von Privatheit entscheidet mithin maßgeblich darüber, wie die drei Stufen des hier vertretenen Ansatzes zu definieren sind.
Simon Schwichtenberg

Kapitel 3. Teil: Interessenausgleich durch einen dreistufigen Ansatz

Aufgabe des Datenschutzes ist es allerdings nicht, das Rechtsgut der Privatheit absolut zu schützen. Der oben in Teil 1 präsentierte Schutz der informationellen Privatheit steht stets unter dem Vorbehalt eines angemessenen Interessenausgleichs, den das Datenschutzrecht herbeiführen muss. Dass der Privatheit kein absoluter Schutz zukommt, folgt bereits aus Art. 8 Abs. 2 EMRK sowie aus Art. 52 Abs. 1 GRCh und speziell für die informationelle Privatheit aus Art. 8 Abs. 2 GRCh.
Simon Schwichtenberg

Kapitel 4. Teil: Folgerungen für das Datenschutzrecht

Der hier vertretene dreistufige Ansatz des Datenschutzrechts hat nicht nur Auswirkungen auf die Handhabung der Erlaubnistatbestände, sondern kann auch als Grundlage dienen, um den Anwendungsbereich des Datenschutzes zu bestimmen sowie datenschutzrechtlicher Regelungsinstrumentarien handzuhaben und fortzuentwickeln. Zunächst erfordert und ermöglicht dieser Ansatz einen weiten Anwendungsbereich des Datenschutzrechts. Datenverarbeitende Stellen haben dementsprechend grundsätzlich davon auszugehen, dass das Datenschutzrecht bei jedem irgendwie gearteten Umgang mit einem Datum Anwendung findet.
Simon Schwichtenberg

Kapitel 5. Abschließende Thesen

Ziel dieser Arbeit war es, einen Ansatz für die Handhabung des Datenschutzrechts finden, der eine unkomplizierte datenschutzrechtlichen Prüfung unterschiedlicher Sachverhalte anhand feststehender Beurteilungskriterien ermöglicht und zugleich der parallel zu der wachsenden Datenmenge zunehmenden Bedeutung des Datenschutzes Rechnung trägt, ohne aber gegenläufige Interessen unberücksichtigt zu lassen.
Simon Schwichtenberg

Backmatter

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