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Über dieses Buch

Das vorliegende Buch beleuchtet das datenschutzrechtliche Spannungsfeld, in welchem sich die noch verhältnismäßig junge und für viele Geschäftsbereiche vielversprechende Blockchain-Technologie mit ihren unterschiedlichen technischen Ausprägungen seit Geltung der Datenschutz-Grundverordnung bewegt. Die Unveränderlichkeit und Dezentralität, welche diese Technologie so innovativ machen, drohen aus datenschutzrechtlicher Sicht ihr größtes Problem zu werden. Die Arbeit identifiziert Herausforderungen vor allem im Bereich der datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit, befasst sich mit verschiedenen technischen und rechtlichen Lösungsmöglichkeiten und schlägt für bestimmte Blockchain-Varianten eine Anonymisierungspflicht vor.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Der Begriff „Blockchain“ ist im öffentlichen Bewusstsein vor allem verknüpft mit sog. „Kryptowährungen“ wie Bitcoin und Ether – Formen von digitalem Bar-geld, bei denen die Ausgabe des Geldes nicht durch eine Zentralbank, sondern durch ein dezentrales Computernetzwerk kontrolliert wird. Es handelt sich da-bei um eine Art von digitaler und dezentraler Währung.
Carlo Peitz

Funktionsweise einer Blockchain

Zusammenfassung
Bei der Untersuchung einer neuen Technologie unter juristischen Gesichtspunkten ist es erforderlich, sich zunächst mit den technischen Merkmalen und Eigenschaften auseinanderzusetzen, welche diese Technologie ausmachen. Da die Blockchain-Technologie mittlerweile vermehrt Gegenstand juristischer Untersuchungen ist, gibt es bereits zahlreiche Beschreibungen der technischen Merkmale.
Carlo Peitz

Vereinbarkeit mit dem Datenschutzrecht

Zusammenfassung
Da die DSGVO gem. Art. 1 Abs. 1 DSGVO nur für „personenbezogene Daten“ anwendbar ist, entscheidet (auch) das Merkmal des Personenbezuges grundlegend darüber, welche Daten nach der DSGVO verarbeitet werden müssen. Die Beurteilung, ob hinsichtlich verarbeiteter Daten ein Personenbezug vorliegt oder nicht, ist sehr relevant, da die DSGVO abhängig vom Merkmal des Personenbezuges ihren Schutz bzw. ihre Verpflichtungen entweder ganz oder gar nicht entfaltet.
Carlo Peitz

Lösungsansätze

Zusammenfassung
Ohne klar abgrenzbare Verantwortlichkeiten sind die meisten Regularien und Schutzmechanismen der DSGVO praktisch wirkungslos. Das Gleiche gilt bei Szenarien, in denen sich ein Verantwortlicher nach den Anforderungen der DSGVO zwar bestimmen ließe, dieser aber bestimmte Betroffenenrechte mangels Änderbarkeit der Blockchain nicht hinreichend berücksichtigen könnte. Der Blockchain-Algorithmus trägt insofern das Potenzial in sich, Datenschutzrechte effektiv auszuhebeln.
Carlo Peitz

Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Mit ihren besonderen Stärken, dezentrales Vertrauen zu schaffen und ohne einen Transaktions-Mittelsmann auszukommen sowie Daten unmanipulierbar zu speichern, verheißt die Blockchain-Technologie spannende neue Anwendungsbereiche und Möglichkeiten. Gerade die besonderen Stärken der Blockchain-Technologie drohen jedoch, aus datenschutzrechtlicher Sicht auch ihre größten Schwächen zu warden.
Carlo Peitz

Backmatter

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