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03.02.2020 | Datensicherheit | Infografik | Onlineartikel

Florierender Markt für Cyber-Policen

Autor:
Swantje Francke
1 Min. Lesedauer

Die Cyber-Versicherung avanciert besonders im betrieblichen Kontext zur Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts. Doch das steigende Risiko wirkt sich auf die Prämien aus.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst in der Wirtschaft das Bewusstsein für Cyber-Risiken. Das Ergebnis des Allianz Risk Barometer für 2020 offenbart: Cyber-Vorfälle führen erstmals das Ranking der wichtigsten Geschäftsrisiken für Unternehmen weltweit an. In Deutschland rangiert Schaden durch Internetkriminalität bei 44 Prozent der Studienbefragten auf Platz zwei hinter Betriebsunterbrechung auf Platz eins.

Cyber-Policen werden teurer 

Der wachsende Fokus auf Daten- und Cyber-Risiken schlägt sich in Abschlüssen von Cyber-Versicherungen nieder. Für das Jahr 2019 registrierte die Branche ein Beitragsvolumen von 85 Millionen Euro und 60.000 Verträge privater wie gewerblicher Cyber-Versicherungen. Im Vergleich zu 2018 ist das Beitragsvolumen um 70 Prozent gestiegen. Innerhalb der kommenden fünf Jahre rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit einem Prämienvolumen von mehr als einer Milliarde Euro.

Vom gesteigerten Interesse an Cyber-Versicherungen zeugen sinkende Kapazitäten im deutschen Markt. Laut Allianz-Industrieversicherer AGCS steigt nicht nur die Nachfrage, sondern auch die Prämien. Technologischer Fortschritt ebenso wie immer ausgefeiltere Hacker-Attacken sorgen bei Cyber-Versicherungen für ein besonders hohes Änderungsrisiko, das sich im Preis dieser Policen bemerkbar macht. Schäden in der Zukunft seien deshalb schwerer kalkulierbar, heißt es.

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