Microsoft verspricht Kunden souveräne Datenkontrolle
- 26.02.2026
- Datensicherheit
- Nachricht
- Nachrichten
Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.
Wählen Sie Textabschnitte aus um mit Künstlicher Intelligenz passenden Patente zu finden. powered by
Markieren Sie Textabschnitte, um KI-gestützt weitere passende Inhalte zu finden. powered by (Link öffnet in neuem Fenster)
Die fortschreitende Entfremdung Europas von den USA besorgt auch den Tech-Riesen Microsoft. Konzernchef Satya Nadella verspricht Europas Behörden und Unternehmen, ihre Daten seien sicher.
Anwender sollen "souveräne Kontrolle" über ihre in Microsoft-Rechenzentren gespeicherten Daten haben.
cybrain / Getty Images / iStock
Angesichts wachsenden europäischen Misstrauens gegen die USA umwirbt der US-Software-Konzern Microsoft seine europäischen Kunden mit Sicherheitsgarantien. Nutzer sollen ihre in Microsoft-Rechenzentren gespeicherten Anwendungen und Daten komplett gegen Zugriff von außen sichern können. Das sagte der Konzernchef bei einem Kundenkongress in München. Souveränität sei in diesen Tagen ein großes Thema, so Nadella, "was eine absolut legitime Sorge ist".
So sollen die Kunden "souveräne Kontrolle" über ihre Daten und Anwendungen haben, sowohl durch Verschlüsselung als auch in privaten Clouds, die von den großen Rechenzentren des Unternehmens separiert sind. Dies gilt auch für die Software-Entwicklung von Künstliche-Intelligenz-Anwendungen (KI), die nach Nadellas Worten nunmehr ebenfalls auf lokalen Rechnersystemen möglich sein soll. Dieser "Foundry" genannte Dienst ist bislang nur in einer Cloud zugänglich.
Erkenntnisse über Cyberbedrohungen sollen geteilt werden
Nadella sicherte darüber hinaus zu, dass das Unternehmen seine Erkenntnisse über Cyberbedrohungen teilen werde. "Weil Cyberattacken nicht innerhalb von Landesgrenzen kommen, sondern von überall", so der Microsoft-Chef. "Deswegen wäre eine souveräne Cloud ohne Zugriff auf globale Sicherheitserkenntnisse eine massive Verwundbarkeit."
Deutschland-Chefin Agnes Heftberger stieß ins gleiche Horn: Für die Nutzung Künstlicher Intelligenz sei Vertrauen notwendig, sagte die Managerin. Es gebe für diese Souveränitätsanforderungen wichtige Bausteine, zum Beispiel eine europäische Datengrenze, Kontrollmechanismen in Public-Cloud-Angeboten und auch Patenschaften, um gemeinsam gegen Cyberkriminalität und Cyberattacken ankämpfen zu können.
Anlass der Zusicherungen waren die Sorgen in europäischer Politik und Wirtschaft, dass europäische Daten in den Rechenzentren der großen US-Konzerne nicht sicher vor etwaigem Zugriff des US-Sicherheits- und Spionageapparats sein könnten. Nadella hatte am Vortag bereits in London gesprochen. Eigentliches Thema der "AI Tour" war jedoch die Werbung für die KI-Angebote des Konzerns.