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21.05.2014 | Datensicherheit | Im Fokus | Onlineartikel

Sicherheit ist die größte Hürde für eine Mobile-Strategie

Autor:
Jacqueline Pohl
2 Min. Lesedauer

Eine Mobile-Strategie verspricht Unternehmen handfeste Vorteile – von gesteigerter Produktivität der Mitarbeiter über neue Verkaufskanäle bis hin zu Kostensenkungen durch BYOD. Die Stolpersteine werden dabei oft übersehen.

Mobile Geräte unterstützen den Außendienst bei Präsentation und Verkauf und sorgen dafür, dass Mitarbeiter auf Geschäftsreisen erreichbar sind und auf Daten im Netzwerk zugreifen können. Lassen Unternehmen auch Smartphones und Tablets der Mitarbeiter zu („Bring Your Own Device“, BYOD), sinken die IT-Kosten. Unternehmen erschließen obendrein neue Verkaufskanäle via Mobile Commerce und gestalten die Prozesse in der Produktion mit mobilen Geräten effizienter. 

Mobile Risiken: Sicherheit, Recht und Change Management

Die mobile Ausrichtung birgt aber auch Risiken. Sicherheitsbedenken, angefangen beim Datenschutz bis zur Kontrolle der Netzwerkzugriffe, stellen für 76,4 Prozent der Unternehmen eine Hürde dar. Aber oft wird übersehen, dass auch Änderungen jederzeit umsetzbar sein müssen, wenn sich Geräte, Software oder Prozesse weiterentwickeln. Entscheider unterschätzen leicht, wie komplex ihre über Jahre gewachsene IT-Infrastruktur ist. Neue Unternehmensanwendungen lassen sich dann nur mit einigem Aufwand integrieren und in die IT-Prozesse einbinden – von späteren Änderungen ganz zu schweigen. 48,4 Prozent der Unternehmen sehen dies als Risikofaktor an.

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So verwundert es kaum, dass angesichts der technologischen und organisatorischen Herausforderungen erst 56 Prozent der großen und mittelständischen Unternehmen eine umfassende Strategie für ihr mobiles Geschäft entwickelt haben. Laut der Trendstudie „Mobile Enterprise Review“ von Lünendonk setzen 80 Prozent dieser Firmen Mobile Device Management (MDM) ein, um eigene und mitgebrachte Geräte der Mitarbeiter zentral zu verwalten. Bei den Firmen ohne eine Mobile-Strategie sind es gerade einmal die Hälfte (52,5 Prozent).

Für BYOD fehlen häufig auch die rechtlichen Grundlagen. Unternehmen tun gut daran, in Abstimmung mit dem Betriebsrat klare Regeln für den Umgang mit privaten und geschäftlichen Daten zu entwickeln. Gleichzeitig darf bei aller Reglementierung die leichte Integration und benutzerfreundliche Handhabung von wichtigen Anwendungen und Online-Diensten nicht verloren gehen, sonst scheitert die Mobile-Strategie letztlich am Anwender.

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