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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Zusammenfassung
Immer dann, wenn es darum geht irgendetwas zu vergleichen, findet häufig der Begriff der Effizienz Verwendung. So werden Handlungen, Methoden, Verfahren, Entscheidungen, Unternehmungen usw. oft als effizient oder auch „effizienter“ bezeichnet, wenn zum Ausdruck kommen soll, dass sie im Vergleich mit etwas anderem besser sind. Vielfach dient das Adjektiv „effizient“ somit lediglich als Synonym für das Adjektiv „gut“. Da im Allgemeinen nur effiziente zu untersuchenden Objekte eine Daseinsberechtigung haben, sind Aussagen über die Effizienz vielfach von immenser Wichtigkeit. Speziell unter ökonomischen Aspekten ist die Effizienz von Entscheidungen des Managements einer Organisation von zentraler Bedeutung. Wie sich die Effizienz generell quantitativ erfassen lässt, und auf welchen entscheidungs- und produktionstheoretischen Grundlagen hierauf aufbauende Messkonzepte der Data Envelopment Analysis (DEA) für Organisationen beruhen, ist Gegenstand der vorliegenden Schrift.
Andreas Kleine

1. Effiziente Alternativen

Zusammenfassung
Der folgende Überblick führt zunächst in die entscheidungstheoretische Terminologie ein. Nach einer Charakterisierung von Entscheidungen bzw. Klassen von Entscheidungsproblemen folgt eine Formulierung von Entscheidungsmodellen. Die einzuführenden vektoriellen Entscheidungsmodelle berücksichtigen mehrere Ziele simultan und stellen die Basis für alle Effizienzüberlegungen in dieser Arbeit dar. An die Formulierung vektorieller Modelle schließt sich eine Definition effizienter Alternativen an. Diese auf Koopmans (1951) zurückgehende Definition ist der Bezugspunkt für alle in den nächsten Abschnitten und Kapiteln folgenden Effizienzüberlegungen und damit verbundenen Varianten des Effizienzbegriffes. Wie sich beliebige Alternativen auf Effizienz testen lassen, veranschaulichen so genannte Testprogramme Welche Möglichkeiten Kompromissmodelle zur Ermittlung von effizienten Alternativen bieten, wird am Ende dieses ersten Kapitels ausführlich diskutiert.
Andreas Kleine

2. Effiziente Produktionen

Zusammenfassung
Nach einer generellen Analyse von Entscheidungen bei Zielkonflikten im ersten Kapitel beschäftigt sich das zweite Kapitel speziell mit Entscheidungen über Produktionen. Inwiefern diese Produktionsentscheidungen durch Zielkonflikte gekennzeichnet und durch vektorielle Entscheidungsmodelle, die im folgenden Text vektorielle Produktionsmodelle heißen, abbildbar sind, steht nach einer Erläuterung grundlegender produktionstheoretischer Begriffe am Anfang dieses Kapitels. Die Darstellung einiger ausgewählter Alternativenmengen (Technologien) dieser Produktionsmodelle soll einen Eindruck vermitteln, wie sich die Menge zulässiger Produktionen in vielen Fällen aus Kegeln ableiten lässt. Die Erläuterungen in diesem Abschnitt beinhalten unter anderem auch die Beschreibung nichtkonvexer Leontief-Technologien sowie speziell diskreter Technologien. Hieran schließt sich wiederum der Aspekt der Effizienz an und damit die Charakterisierung von effizienten Produktionen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Technologien. Im Hinblick auf die nichtkonvexen bzw. diskreten Technologien haben nichtwesentlich effiziente Produktionen eine besondere Bedeutung, deren Analyse sich ebenfalls ein Abschnitt widmet. Um einzelne Produktionen, die ein Produzent möglicherweise ins Auge gefasst hat, auf Effizienz zu überprüfen, bieten sich entsprechend konkretisierte Testprogramme an. Während diese Überlegungen auf der Ebene von Mengen - im Sinne von Quantitaten einer Produktion - anzusiedeln sind, lassen sich die unterschiedlichen Einflussgrölßen einer Produktion häufig durch Preise bewerten und damit zu einem Ziel (Kompromisszielfunktion) zusammenfassen. Eine Analyse auf der Basis dieser monetären Aggregation ist Gegenstand einer erfolgsorientierten Produktionsplanung im letzten Abschnitt dieses zweiten Kapitels.
Andreas Kleine

3. Effiziente Organisationen und Data Envelopment Analysis

Zusammenfassung
Die im zweiten Kapitel dargestellten Untersuchungen zu effizienten Produktionen gehen implizit von Produktionsentscheidungen aus, die ein Produzent zu einem zukünftigen Entscheidungszeitpunkt zu treffen hat. In Bezug auf die zur Auswahl stehenden Produktionsalternativen — wie möglichen Produktionsprogrammen — interessieren einen Produzenten effiziente Produktionen und bei einer erfolgsorientierten Planung insbesondere gewinn-bzw. deckungsbeitragsmaximale Produktionen. In diesem dritten Kapitel wird angenommen, dass unterschiedliche Organisationseinheiten in der Vergangenheit bereits Entscheidungen getroffen haben. Der eingesetzte Input hat zu einem bestimmten Output geführt. Im Sinne der Kontrolle einer Entscheidung stellt sich nun ex post die Frage: Welche Organisationen haben im Vergleich zu anderen Organisationen effiziente Produktionsentscheidungen getroffen? Gemäß dem in dieser Arbeit verwendeten Effizienzbegriff resultieren aus einer derartigen Betrachtung einerseits eine Menge effizienter Organisationen und andererseits eine Menge ineffizienter Organisationen. Wie speziell unter diesem Aspekt sich letztgenannte Organisationen genauer klassifizieren lassen, ist unter anderem ein Ziel der Data Envelopment Analysis (DEA).
Andreas Kleine

Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die in den drei Kapiteln dargestellten Überlegungen zur Effizienz von Alternativen, Produktionen und Organisationen haben gezeigt, dass die Struktur der zugrunde liegenden vektoriellen Modellformulierungen prinzipiell gleich ist. Es gibt eine Menge mit mehreren Elementen, denen durch mehrere Zielfunktionen jeweils ein reeller Werte zugeordnet wird. Bei Zielkonflikten existiert kein zulässiges Element aus der betrachteten Menge, das bezüglich aller Ziele zum individuell optimalen Zielfunktionswert führt. Von Interesse ist in diesen Fällen, welche Elemente aus der Menge effizient und welche ineffizient (dominiert) sind bezüglich des jeweils zugrunde liegenden Modells. Die Definition der Effizienz orientiert sich am Konzept von Koopmans (1951). Varianten dieses Effizienzbegriffes modifizieren die Anforderungen an die jeweiligen Mengen effizienter Elemente, wie etwa bei (nicht)wesentlicher Effizienz oder input- bzw. outputorientierter Effizienz. Um einzelne Elemente der Menge auf Effizienz zu überprüfen, kommen Testprogramme zur Anwendung. Diese Testprogramme unterstützen in der Regel die Vorauswahl von den betrachteten Elementen, denn es lassen sich effiziente Elemente identifizieren. Einzelne effiziente oder ineffiziente Elemente durch eine einzige reelle Zahl zu charakterisieren, ist das abschließende Ziel einer jeden Betrachtung in dieser Schrift.
Andreas Kleine

Backmatter

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