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Über dieses Buch

Der demographische Wandel verändert nahezu alle Lebensbereiche nachdrücklich. Besonders wirksam wird er in der Arbeitswelt. In der qualitativen wie quantitativen Studie werden Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer in saarländischen Industrieunternehmen aus der Perspektive der Arbeitnehmer selbst untersucht und dabei insbesondere die sogenannten weichen Faktoren wie Arbeitsklima, Zufriedenheit, Wohlbefinden, Partizipation oder Ansprüche an Führungskräfte, berücksichtigt. Damit richtet sich das Buch insbesondere an Personalverantwortliche, Betriebsräte, aber auch an WissenschaftlerInnnen, die sich mit dem demographischen Wandel, insbesondere in der Arbeitswelt, befassen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Der demographische Wandel vollzieht sich bereits und sein Fortschreiten gilt als sicher. Die Menschen werden älter, weniger und ethnisch-kulturell wie soziodemographisch differenzierter. Gerade das Saarland ist im Vergleich zu anderen westdeutschen Ländern in besonderer Weise vom demographischen Wandel betroffen. Nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens sind dabei, sich dadurch zu verändern und stehen unter einem entsprechend hohem Anpassungsdruck. Das Gesundheitssystem muss sich auf Umgestaltungen vorbereiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird verstärkt in den Fokus rücken. Reformen der Sozialversicherungssysteme werden ebenso nötig wie die von Kranken- und Pflegeversicherungen. Insbesondere die Arbeitswelt wird in naher Zukunft erhebliche Veränderungen erleben. Aufgrund dessen ist die schnellstmögliche Intensivierung der Gestaltung dieses Prozesses von großer Bedeutung. Um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Unternehmen gefragt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer zu erhalten. Der Zeit des sogenannten Jugendwahns, in denen ältere Erwerbstätige als wenig innovativer und kostspieliger Teil der Belegschaft angesehen wurden und ihnen mit Frühverrentung sowie betriebseigenen Formen der Altersteilzeit die vorzeitige Entlassung erleichtert wurde, wird ein baldiges Ende prognostiziert.
Antje Schönwald, Olaf Kühne, Corinna Jenal, Anna Currin

2. Die Postmodernisierung der Gesellschaft – Aspekte der Rahmenbedingungen aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen

Die Befassung mit der Postmoderne ist nicht selten mit Verstrickungen in einem „terminologischen Irrgarten“ verbunden. Vieles – und dabei durchaus Widersprüchliches – wird mit Postmoderne konnotiert. Auch wenn der Wortteil ‚post‘ eine zeitliche Nachlagerung zur Moderne bezeichnet, ist sie „nicht plötzlich in die Postmoderne übergegangen“. Es entstand bei dem – durchaus bis heute andauernden – Übergang von Moderne zu Postmoderne „eine Zeit zwischen den Zeiten […], eine Zwischenzeit, in der eine Unbestimmtheit herrschte, die offensichtlich im Pluralismus der Postmoderne und ihrer Beurteilung fortbesteht“. Die gesellschaftliche Postmodernisierung bedeutet also keinesfalls, „dass die Gesellschaft postmodern ist. Moderne Strukturen sind noch überall zu finden. Aber sie vermögen es nicht, die Ausbreitung der Postmoderne zu behindern“. Der postmoderne Pluralismus erfasst das gesellschaftliche Leben in seiner vollen Breite: in Bezug auf Lebensstile, räumlichen Strukturen, wirtschaftliche Entwicklungen, ästhetische Deutungen, wissenschaftliche Arbeit, politisches Handeln aber auch allgemein die Regeln der Lebensführung.
Antje Schönwald, Olaf Kühne, Corinna Jenal, Anna Currin

3. Der demographische Wandel

Der demographische Wandel lässt sich als durch drei Komponenten geprägt beschreiben: die Geburtenrate, die Lebenserwartung sowie die Migration, also die Zu- und Abwanderung.
Antje Schönwald, Olaf Kühne, Corinna Jenal, Anna Currin

4. Das Bild des Alters aus sozialkonstruktivistischer Perspektive

Aus sozialkonstruktivistischer Perspektive vermittelt sich die Wahrnehmung von Welt nicht als ein isoliertes Ereignis, vielmehr ist sie das Ergebnis „eines sehr komplizierten Interpretationsprozesses, in welchem gegenwärtige Wahrnehmungen mit früheren Wahrnehmungen“ miteinander in Beziehung gesetzt und die jeweiligen Verweisungsstrukturen aktualisiert werden. Dabei vollzieht sich bei der Erfahrung von Welt als „Inbegriff einer Wirklichkeit, die erlebt, erfahren und erlitten wird“ ein Typisierungsprozess, bei dem auf einen sozial vermittelten Vorrat von Werten, Regeln und Handlungsmaximen zurückgegriffen wird, um beispielsweise bestimmte soziale Situationen und Handlungsweisen den Kategorien Normalität oder Anormalität zuzuweisen.
Antje Schönwald, Olaf Kühne, Corinna Jenal, Anna Currin

5. Altern in der industriellen Arbeitswelt

Da „eine Konkretisierung der Einflussfaktoren, ihrer Interdependenzen, sowie die intraindividuelle Veränderlichkeit über die Zeit“ nicht in der Definition der „Arbeitsfähigkeit“ enthalten ist, bietet sie, so kritisiert Karl, „keine präzise Forschungsgrundlage“. Die Studie zu den Einflüssen auf die Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer in saarländischen Industrieunternehmen zielt jedoch nicht darauf ab, die Arbeitsfähigkeit objektiv zu messen, sondern darauf, die Einflüsse auf die Faktoren der Arbeitsfähigkeit aus Perspektive der Arbeitnehmer zu analysieren.
Antje Schönwald, Olaf Kühne, Corinna Jenal, Anna Currin

6. Zusammenfassung und Fazit

Die Studie zu den Einflüssen auf die Arbeitsfähigkeit in saarländischen Industrieunternehmen zeigt die Sicht auf die Arbeitsverhältnisse seitens der Arbeitnehmer. Durch diese Vorgehensweise, sich in der Darstellung der Schwächen und Stärken der Arbeitsbedingungen und der positiven und negativen Einflussfaktoren auf die Arbeitsfähigkeit auf die Perspektive der Arbeitnehmer zu konzentrieren, entsteht ein sehr vielschichtiges Bild, das jedoch auch einige allgemeine Tendenzen aufzeigt. Die wesentlichsten Analyseergebnisse werden im Folgenden zusammengefasst:
Antje Schönwald, Olaf Kühne, Corinna Jenal, Anna Currin

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