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Über dieses Buch

Das Buch entwickelt die empirische Basis der politischen Bildung aus der Perspektive einer kritisch-konstruktivistischen und qualitativen Politikdidaktik. Neben Rekonstruktionen von Demokratievorstellungen werden vielfältige Zugänge zu Demokratie aufgezeigt und didaktische Implikationen für die Praxis politischer Bildung exploriert. Untersucht werden die Demokratievorstellungen Wiener Jugendlicher im Kontext der postdemokratischen Konstellation ‚westlicher‘ und liberaler Demokratien.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Gegenwärtige Demokratien geraten zunehmend unter Druck. Vielerorts lassen sich autoritäre Entwicklungen ‚westlich‘-liberaler Demokratien feststellen. Angesichts dieser Lage stellt sich die Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten des Erhalts gegenwärtiger Demokratien, der letztlich nur aus einer positiven Veränderung derselben bestehen kann. Dies stellt eine konkrete Handlungsaufforderung an eine empirisch begründete und kritische Didaktik des Politischen dar, der mit einem praxisnahen Forschungsbeitrag, im Sinne kritischer demokratischer Bewusstseinsbildung, nachgekommen werden soll.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen: Fachwissenschaftliche Demokratievorstellungen

Zusammenfassung
Im Sinne einer fachwissenschaftlichen Annäherung an den Untersuchungsgegenstand ‚Demokratiebewusstsein’ sind Klärungsversuche zum Verständnis von Demokratie als Begriff und theoretisches Feld notwendig. Hierfür werden die fachwissenschaftlichen Vorstellungen zur sprachlich-diskursiven sowie zur bildlich-visuellen Dimension von Demokratie näher beleuchtet.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 3. Forschungsgegenstand: Demokratiebewusstsein

Zusammenfassung
Der in diesem Kapitel behandelte Forschungsgegenstand ‚Demokratiebewusstsein‘, kann als Teilbereich des Bürger*innenbewusstsein nach Lange (2008a, b) verstanden werden. Das ‚Demokratiebewusstsein‘ ermöglicht den Individuen Demokratie zu deuten, zu beurteilen und zu bewerten. Es bietet somit einen Interpretationsrahmen für die demokratische Wirklichkeit, auf deren Grundlage Demokratie gedacht und reflektiert, und demokratisch gehandelt wird.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 4. Forschungsstand: Kontextualisierung des Projektes

Zusammenfassung
Aus einer Gesamtschau wird deutlich, dass in bisherigen empirischen Studien eine Vielfalt möglicher Demokratievorstellungen und Themen aufzufinden sind. Demokratie wurde dabei zumeist mit den Werten bzw. Prinzipien Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit assoziiert. Sie ist zudem einerseits durch Ideologie und Werteinstellungen, sowie andererseits durch zwei mögliche Denkwege strukturiert, die Demokratie entweder als ein der Realität gegenüberstehendes Ideal oder aber als ein mit ebendieser Realität weitgehend übereinstimmendes, elitistisch-individualistisches Konzept auffassen.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 5. Methodologie: Zweistufiges Verfahren

Zusammenfassung
Den methodologisch-methodischen Rahmen dieses Forschungsprojektes bilden der Sozialkonstruktivismus und das Konzept der Politikdidaktischen Rekonstruktion. Die zentrale Idee hinter der didaktischen Rekonstruktion ist der Versuch, die lebensweltlichen Vorstellungen von Schüler*innen mit wissenschaftlichen Vorstellungen in eine fruchtbare Beziehung zu setzen und so zu didaktisieren, dass beide Seiten durch neue und alternative Vorstellungen lernen. In einem zweistufigen Verfahren werden mit Bildern und Texten Vorstellungen erhoben, sichtbar gemacht und analysiert.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 6. Forschungsprozess Phase I: Erhebung, Auswertung, Ergebnisse

Zusammenfassung
Das Kapitel gibt den Forschungsprozess der ersten Phase von Erhebung bis zur Auswertung der Ergebnisse wieder. Für den ersten Teil der Studie wurden im Rahmen eines Schulprojekts für Politische Bildung Schüler*innen eines innerstädtischen Wiener Gymnasiums der Sekundarstufe II eingeladen teilzunehmen. Die von ihnen produzierten Texte und Bilder wurden in mehreren Runden kodiert um aus dem durch die Erhebung generierten Vorstellungsfeld überblicksartig zentrale Themen ableiten und analysieren zu können.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 7. Forschungsprozess Phase II: Erhebung und Auswertung

Zusammenfassung
Die zweite Phase des Forschungsprojektes hat primär das tiefergehende Verständnis der Demokratievorstellungen und des Demokratiebewusstseins der beforschten Gruppe Wiener Jugendlicher zum Ziel. Darüber hinaus werden jedoch auch Hinweise auf allgemeinere Vorstellungsstrukturen exploriert. Leitfaden, Sampling, gewonne Daten und eine Beispielanalyse werden dargestellt und erörtert.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 8. Ergebnisse Phase II: Vorstellungen über Demokratie

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Analysen des zuvor vorgestellten Auswertungsprozesses aus Phase II werden vorgestellt. Um ein tiefergehendes Verständnis für jede Person zu erhalten, und auch die Vielfalt der Zugänge zu Demokratie angemessen widerzuspiegeln, wird zunächst spezifisch auf die je individuellen Fälle eingegangen. Anschließend an die Einzelfallanalysen werden mögliche fallübergreifende Strukturen und Denkmuster betrachtet, damit zugleich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede über die Fälle hinweg adäquat erfasst werden.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 9. Schlussbetrachtungen: Erkenntnisse und didaktische Implikationen der Studie

Zusammenfassung
Das Kapitel bringt zunächst die Ergebnisse aus den Analysen der ersten und zweiten Phase mit den theoretischen Grundlagen und den aktuellen Studien zum Thema Demokratiebewusstsein und Demokratievorstellungen interpretierend in Verbindung. Daran anschließend werden – aufbauend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen – mögliche didaktische Implikationen dieses Forschungsprojektes näher erörtert und expliziert.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Kapitel 10. Ausblick: Notwendigkeit, Aufgaben und Möglichkeiten zukünftiger Forschung

Zusammenfassung
Aufbauend auf der zuvor geleisteten Rekonstruktion und Pilotstudie wird kurz erörtert, inwiefern und warum es weitere Forschung in dem Feld der Demokratievorstellungen benötigt, wie diese Forschung genau vorangehen kann und welche Potenziale für die Zukunft bestehen.
Tobias Doppelbauer, Dirk Lange

Backmatter

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