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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Roland Zimmermann

Vorwort

Vorwort

Zusammenfassung
Immer wieder werde ich gefragt, weshalb ich mich ausgerechnet mit Afrika beschäftige -dem marginalisierten und „verlorenen Kontinent“.1 Diese Einschätzungen über Afrika schmerzen immer wieder, da der Kontinent wahrlich mehr als nur die Horrormeldungen über Kriege, Vertreibungen, Armut, Krankheiten und AIDS zu bieten hat. Die andere Seite der gleichen afrikanischen Medaille, die ich während zahlreicher Afrikaaufenthalte erleben durfte, zeigt einen Kontinent mit einer atemberaubenden kulturellen, landschaftlichen, vegetativen und zoologischen Vielfalt, mit lebensfrohen, gastfreundlichen und herzlichen Menschen. Den Kontinent als „verlorenen Kontinent“ abzuklassifizieren und deshalb die Beschäftigung mit dessen Problemfeldern abzulehnen hieße, den zweitgrößten Kontinent mit knapp 13% der Weltbevölkerung2 abzuschreiben und damit Katastrophen am Leben zu halten oder zu schaffen, vor denen sich auch die sog. „Erste Welt“ nicht dauerhaft wird abschotten können.
Roland Zimmermann

Einleitung

1. Einleitung

Zusammenfassung
Noch bis Mitte der 90er Jahre ist die letzte Dekade des 20. Jh. als das Jahrzehnt der Demokratisierung gefeiert worden. Diese Euphorie wurde von der Hoffnung (dem Wunsch) getrieben, dass das Ende der sozialistisch/kommunistischen Diktaturen in den Staaten Mittel-und Südosteuropas — in dessen Folge auch das System des Kalten Krieges mit seinen zahlreichen Stellvertreterkonflikten zerfallen ist — quasi automatisch einer weltweiten Demokratisierung den Weg bahnen würde. Ereignisse wie die Auflösung des Ostblocks, die Deutsche Wiedervereinigung oder der Niedergang des Apartheidregimes in Südafrika etc. wurden als deutliche und unmissverständliche Indikatoren, ja als logische Konsequenzen der einzig möglichen Entwicklung zelebriert. Die Zukunft schien so klar: Mit dem Zerfall des Ostblocks hatte eine der beiden großen Alternativen überlebt, so dass entlang der Fukuyama-Debatte schon das Ende der Geschichte eingeläutet wurde.4
Roland Zimmermann

Entwicklung demokratischer Ordnungen und Ansätze der Systemtransformation

2. Die Entwicklung demokratischer Ordnungen — Entwicklungen von der ersten Demokratisierungswelle bis zur Gegenwart

Zusammenfassung
Folgt man den politikwissenschaftlichen Diskursen, den Debatten in der aktuellen Politik oder dem, was sich — heute oft als Demokratisierungshilfe22 (früher Entwicklungshilfe und dann Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bezeichnet) — in den Beziehungen zwischen der sogenannten Ersten und Dritten Welt 23 wiederfindet, so fällt es schwer zu folgen, was da eigentlich gemeint oder gewollt ist — wo wir eigentlich stehen, „am Anfang oder am Ende der Demokratie“24 oder ob mit der aufgelösten Systemkonkurrenz gar das „Ende der Geschichte“25 erreicht ist.
Roland Zimmermann

3. Systematisierung von Demokratiemodellen und Ansätze der Systemtransformation

Zusammenfassung
Bevor die folgenden Kapitel auf die Umsetzung von Demokratisierungsprozessen im Wege der Systemtransformation eingehen (Kapitel 3.3. theoretisch und ab Kapitel 5. bezogen auf das Beispiel Südafrika), soll zunächst eine kurze Systematisierung der vorhandenen Demokratiemodelle und -theorien vorgenommen werden (Kapitel 3.2.). Eher empirisch-deskriptiv und weniger ideengeschichtlich-philosophisch oder kritisch-normativ angelegt, sollen Varianten der Systematisierung von Demokratiemodellen vorgestellt werden, um — was die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Ausprägungen angeht — eine Idee davon zu bekommen, welcher Systemtyp als Ausgangsbasis für Prozesse einer nachholenden Demokratisierung geeignet sein oder auf welches Ziel hin der Demokratisierungsprozess orientiert werden könnte.
Roland Zimmermann

Perspektiven einer Demokratieentwicklung: Das Beispiel Südafrika

4. Entwicklungslinien südafrikanischer Geschichte: Das südliche Afrika von der voreuropäischen Besiedelung bis zum Untergang des Apartheidregimes

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist es, Entwicklungslinien der südafrikanischen Geschichte herauszuarbeiten. Über die Skizzierung von Kolonialismus, Apartheid und dem Widerstand ist es zentrales Anliegen, die jeweiligen Hintergründe der gesellschaftspolitischen Akteure und Volksgruppen herauszuarbeiten, die mit ihren gewachsenen Erfahrungen, Ängsten und Interessen für das „neue Südafrika“von Bedeutung sind. Dies ist notwendig, weil der spezifische Erfahrungshorizont die Handlungsoptionen der Akteure und Volksgruppen im Transitionsprozess einengt und Verhaltensweisen oft nur vor den spezifischen historischen Hintergründen verständlich werden.
Roland Zimmermann

5. Das „neue“ Südafrika nach 1990: Paktierte Transition zur Demokratie?

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist es, den Prozess des paktierten Übergangs in der Republik Südafrika nachzuzeichnen. Dabei sollen die Positionen der Handlungsakteure und die ausgehandelten Kompromisse und deren Bedeutung für die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven herausgearbeitet werden. Das Gewicht dieses Kapitels wird zunächst auf den formalen Aspekten des gesellschaftspolitischen Wandels, der ausgehandelten Kompromisse und der Neuorientierung staatlich/demokratischer Institutionen liegen. Die dabei gewonnene Perspektive wird mit Kapitel 6 — das sich mit der Umsetzung der Verhandlungsergebnisse und mit den aktuellen Entwicklungen in Südafrika beschäftigt — eine Erweiterung erfahren, da die Betrachtung formaler Aspekte im Hinblick auf die Chancen von Implementierung und Herausbildung einer Demokratiekultur kaum aussagefähige Einschätzungen zulässt.
Roland Zimmermann

6. Südafrikas Prozess der Konsolidierung: Die Umsetzung der Verhandlungsergebnisse und deren Herausforderungen, Problemfelder und Fehlentwicklungen

Zusammenfassung
Während das vorangegangene Kapitel dem Verlauf des paktierten Teils des Transitionsprozesses und den aus ihnen hervorgegangenen Ergebnissen gewidmet wurde, wird es im Folgenden um die Umsetzung der Verhandlungsergebnisse gehen. Beide Phasen, Verhandlungs- und Umsetzungsphase sind voneinander zu trennen, da letzteren Abschnitt auf Grund des nicht verankerten Konsens- und des ausgespielten Mehrheitsprinzips wesentliche, ausgleichende und stabilisierende Faktoren der zuvor von der notwendigen Konsenssuche geprägten Phase fehlen. Hierbei soll das Gewicht der Betrachtung über die formalen Aspekte (wie dem Aufbau und Vorhandensein von Parlamenten, Verfassungen, Wahlen oder Rechtssystem) hinaus gehen, um einerseits die aktuelle Entwicklung an den Funktionsweisen demokratischer Systeme messen zu können und um andererseits die Problemlösungskompetenz des politischen Systems unter den gegenwärtigen Bedingungen ergründen zu können. Beide Aspekte sind die entscheidenden Kernbereiche, die über die Einführung, Ausbreitung und Festigung einer Demokratiekultur und damit über die Zukunftsfähigkeit Südafrikas entscheiden werden.
Roland Zimmermann

7. Die Perspektiven des Postapartheidsüdafrika/Korrektur- und Handlungsoptionen für die Entwicklung einer liberalen Demokratie am Kap

Zusammenfassung
Das, was im vorangegangenen Kapitel an aktuellen Entwicklungen in Südafrika zusammengetragen ist, gibt — vor dem Hintergrund der in Kapitel 2.3. skizzierten Erfahrungen mit afrikanischen Demokratieentwicklungen bzw. dem tatsächlichen Willen afrikanischer Eliten zu Demokratie — momentan wenig Anlass zu Optimismus. Dies ist — wider der gebetsmüh-lenhaft heruntergebeteten großartigen Entwicklungspotentiale und lukrativen Renditeerwartungen — die Realität, so wie sie sich mir seit einigen Jahren des Forschens, während meines Forschungsaufenthaltes in Südafrika und während zahlreicher weiterer Aufenthalte in anderen afrikanischen Ländern dargestellt haben.1223 Allein an diesen Realitäten — und nicht an Utopien, Wünschen oder Träumereien — können die Überlegungen anknüpfen, die sich mit den Perspektiven Südafrikas beschäftigen.
Roland Zimmermann

Zusammenfassung: Demokratieentwicklung, Demokratisierungsstrategien und exogenes Demokratisierungsmanagement in der Transitionsphase

8. Zusammenfassung und Anregungen für die Neuausrichtung von gesellschaftspolitischen Transitionsprozessen hin zu Demokratie

Zusammenfassung
Ausgehend von den Analysen zahlreicher Demokratisierungsprozesse, die in dieser Arbeit anhand ausgewählter Fallstudien dargestellt wurden, sollen im Folgenden einige Ideen zur internationalen Assistenz von Demokratisierungsprozessen entwickelt werden. Wie der Schwerpunkt dieser Arbeit, so sollen sich auch diese Gedanken an den gesellschaftspolitischen Gegebenheiten von Staaten des südlichen Afrika orientieren, die gekennzeichnet sind von
  • multiethnischen Bevölkerungsstrukturen mit all ihren Spannungspotentialen,
  • Generationen mit geringen Demokratieerfahrungen,
  • einer Neigung der Gesellschaften zur gewaltsamen Konfliktaustragung und
  • einer ökonomischen Rückständigkeit (sowohl gemessen im weltweiten Vergleich als auch gemessen an anderen Entwicklungsregionen).
Roland Zimmermann

Literatur-, Zeitschriften- und Tabellenverzeichnisse

9. Literaturverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Roland Zimmermann

Backmatter

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