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Über dieses Buch

Dieser Band legt – basierend auf der Wahlbeteiligung, dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie dem Systemvertrauen – ein Modell für ein regionales Maß für das vor, was die Autoren und Autorin "Demokratische Integration" nennen. Das eingeführte Strukturgleichungsmodell zeigt mit hoher empirischer Evidenz relevante Einflussgrößen auf das unterschiedliche Maß an demokratischer Integration in den europäischen Staaten sowie in den Regionen Deutschlands. Es konnte gezeigt werden: Nicht Personenmerkmale, sondern Merkmale von Regionen erklären das Ausmaß, aber auch die Gefährdung demokratischer Integration und damit der demokratischen Resilienz. Die Ergebnisse dieses Bandes bilden die Grundlage für ein dauerhaftes regionalisiertes Demokratie-Monitoring in Deutschland.

Der Inhalt

· ​Einführung: Sozialstruktur und demokratische Integration

· Demokratische Integration in Europa: Deutschland im europäischen Vergleich

· Demokratische Integration in den Raumordnungsregionen von Deutschland

· Zusammenfassung und Ausblick

Die Zielgruppen

· Studierende und Lehrende der Politik- und Sozialwissenschaften

· Politische Akteur*innen

Der Autor

Prof. Dr. habil. Thomas Klie ist Professor für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochschule Freiburg i. Br., Privatdozent an der Universität Klagenfurt/IFF-Wien und Leiter des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) Freiburg/Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung: Sozialstruktur und demokratische Integration

Zusammenfassung
Die Institutionen einer demokratischen Regierungsform sind zwar notwendig, aber keineswegs hinreichend für ein lebendiges und erfolgreiches demokratisches Gemeinwesen. Von zentraler Bedeutung ist auch eine Kultur der Demokratie, die auf den Orientierungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung beruht: Diese zeigt sich in dem Vertrauen in demokratische Institutionen und Prozesse, in der Nutzung von Partizipationsmöglichkeiten und in dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwesen. Diese Bedingungen konstituieren das, was wir als demokratische Integration der Bevölkerung bezeichnen und was im Zentrum des mit diesem Buch vorgelegten Monitorings steht.
Baldo Blinkert, Thomas Klie

Kapitel 2. Demokratische Integration in Europa: Deutschland im europäischen Vergleich

Zusammenfassung
Von einer hohen demokratischen Integration in einem Land kann man ausgehen, wenn in diesem Land das Ausmaß des Vertrauens in politische Institutionen und staatliche Organisationen im Durchschnitt sehr hoch ist, wenn es eine große Bereitschaft gibt, sich an demokratischen Wahlen zu beteiligen und wenn ein großer Teil der Bevölkerung sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen engagiert. In dem seit 2002 in zweijährigem Abstand durchgeführten European Social Survey (ESS) werden zu diesen Themen kontinuierlich Indikatoren für Länder der Europäischen Union und für einige weitere Länder (u. a. Norwegen, Schweiz, Israel, Ukraine, Russland und Türkei erhoben). Auf diese Weise wurde eine Datenbank geschaffen, die sowohl Ländervergleiche ermöglicht als auch Untersuchungen über Veränderungen im Zeitverlauf.
Baldo Blinkert, Thomas Klie

Kapitel 3. Demokratische Integration in den Raumordnungsregionen von Deutschland

Zusammenfassung
In Teil I wurde demokratische Integration als ein Strukturmerkmal von Ländern betrachtet und mit anderen Strukturmerkmalen in Verbindung gebracht. In diesem Teil II geht es um die Strukturen von Aggregaten in der Bundesrepublik Deutschland. Unsere Untersuchungen beziehen sich auf die 96 vom BBSR vorgeschlagenen Raumordnungsregionen (ROR).
Baldo Blinkert, Thomas Klie, Pablo Rischard, Irina Siegel

Kapitel 4. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Mit dem Monitoring Demokratische Integration und der hier vorgelegten Vorstudie konnte die Bedeutung von Strukturmerkmalen von Regionen abgeleitet und entwickelt werden sowie aus Aktivitätsmustern der regionalen Bevölkerung (Wahlverhalten, Engagement) in Verbindung mit strukturellen Einflussgrößen (Urbanität, wirtschaftliche Prosperität, relative Benachteiligung) herausgearbeitet werden. Damit erhält die Diskussion um Strukturbedingungen von Regionen und Gemeinden weitere empirisch begründete Nahrung. Wir sind uns dessen bewusst, dass das zugrunde liegende Modell und die herausgearbeiteten Einflussgrößen weiterer Diskussionen bedürfen.
Thomas Klie, Pablo Rischard, Irina Siegel

Backmatter

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