Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Beiträge angesehener Autoren erläutern Chancen und Risiken bei der energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle und zeigen anhand von Praxisbeispielen gelungene energetische Sanierungen unter Beachtung des Denkmalschutzes. Weiterhin werden detaillierte Betrachtungen zum Brandschutz und der Wirtschaftlichkeit sowie neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung vorgestellt.

Die Verbindung von Denkmalschutz und Energieeffizienz stellt die heutige Denkmalpflege vor eine große Herausforderung. Langfristig können sich Baudenkmale dem Konflikt zwischen energetischen Maßnahmen und Erhalt originaler Bausubstanz nicht entziehen. Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es, den Energieverbrauch und die Emissionen dieser Gebäude zu reduzieren, ohne das Erscheinungsbild der Bausubstanz wesentlich zu verändern. Doch nur wenn ein Baudenkmal einen bestimmten Nutzerkomfort erfüllt, kann es auch für zukünftige Zwecke genutzt und somit erhalten werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Die Grundsanierung des Bundesverfassungsgerichts

Zussamenfassung
Bei der energetischen Sanierung von Gebäuden aus der Nachkriegszeit wird oft das geschützte Erscheinungsbild so stark verändert, dass der Fortbestand als Denkmal in Frage gestellt wird.
Wolfgang Grether

Energetische Sanierung – Schlösschen Oppenheim

Zussamenfassung
Ein denkmalgeschütztes barockes Gartenhaus um 1780, vor den Toren von Mainz, das im 20. Jh. recht unbedachte Erweiterungen erfahren hat, wird wieder freigestellt und saniert. Der Anbau aus den 1950er Jahren wird ausgebaut, vereinheitlicht und dem "Schlösschen" modernisiert zur Seite gestellt.
Stefan Oehler

Konzepte zum Temperieren und Lüften zum Erhalt denkmalgeschützter Substanz am Beispiel der katholischen Kirche St. Joseph in Osnabrück

Zussamenfassung
Im DBU-Vorhaben „Klimaethisches Architekturkonzept zur nachhaltigen Fortentwicklung historischer Kirchenbauwerke - Innovative Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Decken- und Wandmalerei am Beispiel der Katholischen Kirche St. Joseph in Osnabrück“ [1] wurde ein ganzheitliches Konzept zur Intensivierung der Nutzung einer denkmalgeschützten Großkirche in seiner Umsetzung begleitet.
Harald Garrecht, Simone Reeb, Dana Ullmann, Christian Renner

Werk und Verfall – Konzepte der Denkmalpflege im Zyklus des Werkes

Zussamenfassung
Alles ist endlich, nichts ist von Dauer. Dies gilt auch für die Produkte der „Mutter aller Künste“ (Vitruv), auch wenn die (geplante und) gebaute Umwelt den Eindruck der Unendlichkeit vermitteln könnte und ihr eine entscheidende Rolle in unserer Gesellschaft zukommt: Jeder, der qualitätvoll baut, trägt einen kleinen Teil zum großen Mosaik Baukultur bei. [1]
Manfred v. Bentheim

Die Dämmung der Baudenkmale – Frevel oder Weitsicht?

Zussamenfassung
Auch Baudenkmale müssen wärmeschutztechnisch ertüchtigt werden. Die Energieeinsparverordnung erlaubt zwar Abweichungen für „Baudenkmäler oder sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“, wenn die Anforderungen die Substanz oder das Erscheinungsbild des Gebäudes beeinträchtigen würden.
Ralf-Peter Pinkwart

Wie viel Brandschutz steckt im Denkmal?

Zussamenfassung
Der Brandschutz hat in den letzten 20 Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Für Altbauten hat das Thema „Brandschutz“ besondere Brisanz. Nicht nur, dass moderne Anforderungen in bestehenden Gebäuden nur schwer zu erfüllen sind, vor allem in denkmalgeschützten Anlagen müssen Risiken akzeptiert und gleichzeitig haftungsrechtliche Auswirkungen im Blick gehalten werden.
Sylvia Heilmann

Wirtschaftlichkeit energetischer Maßnahmen im Baudenkmal – die Generalsanierung Theater Wolfsburg

Zussamenfassung
Das Theater der Stadt Wolfsburg ist das Ergebnis eines Architekturwettbewerbs im Jahr 1965, den Hans Scharoun (1893-1972) als international renommierter Architekt gewann. Am 5. Oktober 1973 fand die Eröffnung des Theaters statt. 1989 wurde das Gebäude durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege in die Liste der Kulturdenkmale der Stadt Wolfsburg aufgenommen.
Winfried Brenne, Franz Jaschke

Typha-Natur – Bau-Technik

Zussamenfassung
Seit einigen Jahren ist ein Baumaterial in Anwendung, das den Anforderungen an Baudenkmale bzgl. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort in völlig neuer Weise technisch gerecht werden kann. Dieses kennzeichnet die Verwendung von Makropartikeln aus der Blattmasse von Rohrkolben (lat. Typha) mit einer mineralischen, bei der Kompostierung inerten oder bioabbaubaren Verklebung.
Alexandra Fritsch, Werner Theuerkorn

Denkmalgerechte Dach- und Geschoßdeckendämmung mit eingeblasener Zellulose

Zussamenfassung
Die Begriffe "Denkmal" und "Dämmung" scheinen, angesichts allgegenwärtiger Schäden durch falsch geplante oder ausgeführte Dämmarbeiten, pauschal unversöhnliche Gegensätze zu sein.
Christoph v. Stein

Mauerwerk und Glas – wie gut geht das!: Ein Beitrag zur Fenstererneuerung im Bestand des Wohnungsbaus

Zussamenfassung
Mauerwerk und Glas sind sehr alte Baustoffe, die aus natürlichen Grundstoffen hergestellt werden können. Bis heute hat sich an den Verfahren selbst im Grunde nichts geändert. Der „Ziegler“ und der „Glaser“ musste sich an die hohen technischen Anforderungen im Baubereich anpassen können.
Astrid Holz

Von der konservatorischen Not zur energetischen Tugend – Chancen und Gefahren von Schutzverglasungen

Zussamenfassung
Die Glasmalerei hatte seit jeher unter der Tatsache zu leiden, dass sie nicht nur ein Kunstwerk darstellt, sondern auch als Wetterscheide fungiert, somit stets extremen Belastungen ausgesetzt wird.
Sebastian Strobl

Denkmal mit Energieeffizienz und Wohngesundheit. Denkmal mit Solarfassade. Zwei Beispiele.

Zussamenfassung
An zwei Beispielen wird die Einheit von Denkmalschutz, gesundem Raumklima und Energieeffizienz gezeigt sowie die Einheit von Denkmal und Solarthermie. Gebäudetechnik muss unsichtbar und einfach sein, sie muss sich zurücknehmen, das Bauwerk schützen und seine Langlebigkeit fördern.
Antje Vargas, Dirk Fiedler, Matthias Risse, Silvian Tourel

Bauklima und mikrobielle Schadensprozesse

Zussamenfassung
In den vergangenen Jahrzehnten ist die Bedeutung von Mikroorganismen in Museen, Bibliotheken, Archiven und Depots bei der Zerstörung von Papier, Pergament, Leder und Textilien, aber auch bei der Kontamination von anorganischen, historischen Artefakten aus Stein, Porzellan und Glas aus materialtechnischen wie auch hygienisch relevanten Gründen zunehmend in den Blickpunkt der verantwortlichen Restauratoren gelangt.
Thomas Warscheid

Energetische Probleme und akustische Verfahren

Zussamenfassung
Im Beitrag werden einige Möglichkeiten vorgestellt, die akustische Verfahren für energetische Fragestellungen im Bereich denkmalgeschützter Gebäude, Räume, Wände usw. eröffnen. Im Mittelpunkt stehen akustische Verfahren, die für Anwendungen im baulichen Bereich geeignet sind – typischerweise sind das Dimensionen mit Ausmaßen wie bei Fenstern und Türen sowie von Räumen oder Hallen.
Peter Holstein, Armin Raabe, Nicki Bader, Andreas Tharandt, Manuela Barth, Hans-Joachim Münch

Förderung einer nachhaltigen Entwicklung – Das neue Förderprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Bereich „Denkmal und Energie“

Zussamenfassung
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat auf die Verabschiedung der Sustainable Development Goals durch die Generaldirektion der Vereinten Nationen sowie auf das Modell der planetaren Grenzen reagiert und zum 01.01.2016 neue Förderleitlinien vorgelegt.
Paul Bellendorf, Sabine Djahanschah

Betrachtung von Baudenkmalen in der Quartiersebene

Zussamenfassung
Die Klimaschutzziele der Bundesregierung sind bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand und die Deckung des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien zu erreichen.
Dennis Thorwarth, Maartje van Roosmalen

Untersuchung zur Effizienz von alternativen Sanierungskonzepten für 1950er-Jahre Siedlungswohnbauten

Zussamenfassung
Energetische Gebäudesanierungen haben u.a. das Ziel, den Energiebedarf zu senken. Dieses Ziel wird in der Regel durch die Reduktion der Wärmeverluste erreicht. Die EnEV definiert hierfür entsprechende Grenzwerte.
Klara Bauer, Angèle Tersluisen, Nadine Lebong, Kamyar Nasrollahi

PV-Module mit Latentwärmespeicher zum Einsatz in Fassaden der Nachkriegsmoderne

Zussamenfassung
Bei der energetischen Sanierung von Gebäuden der Nachkriegsmoderne spielt neben der Anlagentechnik vor allem die Verbesserung der energetischen Qualität der Gebäudehülle eine entscheidende Rolle.
Sebastian Horn, Julia Seeger, Leonie Scheuring

Backmatter

Weitere Informationen