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Über dieses Buch

In zahlreichen Beiträgen namhafter Autoren aus Wissenschaft und Praxis werden aktuelle Fragestellungen rund um das Themengebiet Denkmal und Energie beleuchtet. Es dient zum Wissenstransfer von praxisrelevanten Projektbeispielen, aktuellen Forschungserkenntnissen und der Wirkungsweise neu entwickelter Materialien an die Handlungsakteure im Bauwesen. Hierzu werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine Symbiose zwischen dem behutsamen Umgang mit dem Gebäudebestand, einer energetischen Ertüchtigung und der Verbesserung des Nutzerkomforts geschaffen werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Mathildenhöhe Darmstadt – energetische Sanierung des Ausstellungsgebäudes

Zusammenfassung
Die Mathildenhöhe Darmstadt ist ein einzigartiges architektonisches und städtebauliches Gesamtkunstwerk. 1908 wurde auf der höchsten Stelle der östlich der Innenstadt gelegenen Anhöhe das von Josef Maria Olbrich geplante Ausstellungsgebäude errichtet. Zusammen mit dem zeitgleich erbauten Hochzeitsturm bildet es ein das Stadtbild bis heute prägendes eindrückliches Jugendstil-Ensemble.
Johann Reiß, Astrid Wuttke

Strategien zur denkmalgerechten Sanierung von Fassaden der Nachkriegsmoderne

Zusammenfassung
Die energetische Sanierung des Gebäudebestands ist ein wichtiger Beitrag, um bereits gebaute Substanz als Ressource zu erhalten, energieeffizient zu betreiben und zukunftssicher zu gestalten. Eine besonders interessante „Ressource“ stellen die Gebäude der deutschen Nachkriegsmoderne aus den 50er-/60er-Jahren dar. Viele dieser Gebäude wurden bereits vor Jahrzehnten „kaputt“ saniert, wenige sind noch im Originalzustand erhalten, werden aber in jüngster Zeit immer häufiger zu Spekulationsoder Störobjekten degradiert.
Florian Mähl

Innovative Umwelttechnologien für die Giraffen – Sanierung des Giraffenhauses im Schönbrunner Tiergarten

Zusammenfassung
Das historische Giraffenhaus wurde im Jahr 1828 im Ambiente des Schönbrunner Tiergartens errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Wie bei anderen in schönbrunnergelb gehaltenen Gebäuden auch, stellte dies bei der Überlegung zur Sanierung die Planer und Bauherren vor einige Herausforderungen. Jeder Eingriff bei einer Sanierung beziehungsweise bei einem Um- oder Zubau musste unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Grundsätze erfolgen.
Vanessa Sonnleitner, Claudia Paul

U-Wert und Schimmelmessung – Potentiale und technische Realisierbarkeit bei der Sanierung von denkmalgeschützten Bauten

Zusammenfassung
Im Rahmen dieser Fallstudien wurden U-Wert und aw-Wert Messungen an einem denkmalgeschützten Haus in der Schweiz durchgeführt. Ziel war es, die für eine Sanierung erforderliche Mindestdämmung zu bestimmen und den Keller des Hauses auf die Gefahr von Schimmelbildung zu untersuchen. Alle dafür erforderlichen Messungen wurden mit dem gO Mess-System von greenTEG und einer Wärmebildkamera gemacht.
Lukas Durrer, Holger Hendrichs

Leitfaden für das nachhaltige Prozessmanagement bei energetischen Sanierungsmaßnamen in WEG-Mehrfamilienhäusern

Zusammenfassung
Die im vorliegenden Aufsatz beschriebenen Prozesssteuerungswerkzeuge und Entscheidungshilfsmittel für die ressourceneffiziente Sanierung zwecks energetischer und komforttechnischer Optimierung von Mehrfamilienwohngebäuden und unter anderem historisch und baukulturell wertvollen Bauten, die von Wohnungseigentümergemeinschaften betrieben werden, sind für ein breites Spektrum relevanter Beteiligter entwickelt: WEG-Verwalter, Verwaltungsbeiräte, Energieberater und Kümmerer.
Georgi Georgiev, Katharina Rupp, Gunnar Grün

Plattenbau – Handlungsleitfaden für die energetische Sanierung von Typenbauten

Zusammenfassung
Der Plattenbau zeichnet sich vor allem durch seine robuste und langlebige Fassade aus, wodurch auf eine aufwendige und kostenintensive Sanierung im Fassadenbereich meist verzichtet werden kann. Das Ärztehaus Fürstenwalde/Spree, als repräsentatives Beispiel, zeigt, dass allein die Installation einer Flächenheizung eine Energieeinsparung von bis zu 32,5 % generieren kann.
Antje Vargas

Systematisierte Instandhaltungsplanung für Sakralbauten – Bewahrung und Anpassung

Zusammenfassung
Die beiden großen Kirchen in Deutschland verfügen über einen umfangreichen Gebäudebestand, der sich in Sakralbauten und nicht-sakrale Zweckbauten, wie Pfarrhäuser, Kirchgemeindehäuser und Verwaltungsgebäude, gliedert. Die bauliche Instandhaltung der Gebäude erweist sich aufgrund der stetig sinkenden Mitgliederzahlen und der hierdurch veränderten finanziellen Randbedingungen zunehmend als eine große Herausforderung für jede einzelne Kirchgemeinde. Von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wurden mit Blick auf diese Entwicklungen wirtschaftliche Randbedingungen zur langfristigen Erhaltung und Sicherung der unbedingt notwendigen Gebäude in einer kirchgemeindlichen Gebäudekonzeption festgesetzt [1]. Ein wirtschaftlich sinnvoller Einsatz setzt jedoch eine gezielte Priorisierung und Planung von Investitionen voraus. Hierzu wurde im Rahmen einer Diplomarbeit die Möglichkeit einer systematisierten Instandhaltungsplanung abgegrenzt.
David Schiela, Benno Günther

Das Raumbuch in der Denkmalpflege – ein Werkzeug zur Dokumentation und zur Kostenermittlung

Zusammenfassung
Der folgende Beitrag will aufzeigen, welche Aufgaben dem Raumbuch in der Dokumentation von Projekten in der Denkmalpflege zukommen und welche Rolle dem Raumbuch bei der Kostenplanung und -verfolgung zukommen kann.
Manfred von Bentheim

TYPHABOARD als Innendämmung bei Mehrfamilienhäusern mit Eigentümergemeinschaften in Bulgarien

Zusammenfassung
Durch die durch die DBU geförderte und vor kurzem positiv abgeschlossene zweijährige umfassende Machbarkeitsstudie bzgl. der Übertragung und Realisierung des TYPHABOARD-Konzepts auf die regionalen, baulichen sowie sozioökonomischen Gegebenheiten in Bulgarien wurde eine fundierte wissenschaftliche Grundlage geschaffen. Das Projekt hat Werner Theuerkorn, gemeinsam mit dem Fraunhofer IBP, geleitet, und das Fraunhofer IMW, die VSU Lyuben Karavelkov in Bulgarien, sowie Sienit Holding haben aktiv mitgewirkt.
Georgi Georgiev, Werner Theuerkorn, Katharina Rupp, Nikolay Tuleschkow, Pentscho Dobrev, Martin Krus

Die RAL-Zertifizierung „Innendämmung“ – Voraussetzungen und Potentiale

Zusammenfassung
Der Markt für Innendämmungen ist kaum erschlossen. Die ausführenden Betriebe verteilen sich diffus auf verschiedene Branchen. Und diese arbeiten selten in geschlossenen Systemen, weshalb ein Wildwuchs an verschiedenen Produkten auf dem Markt angeboten werden.
Walter Leo Meyer

Oberseitige Dämmungen historischer Saaldecken am Beispiel der Bremer Glocke

Zusammenfassung
Die Dämmung des oberen Gebäudeabschlusses ist ein wichtiger Bestandteil einer energetischen Altbausanierung. Wenn möglich, ist es einfacher und kostengünstiger statt des gesamten Daches nur die oberste Geschossdecke zu dämmen. Dies kann auch bei denkmalgeschützten Gebäuden durchgeführt werden, wie am Beispiel des Konzerthauses „Bremer Glocke“ dargestellt wird.
Kerstin Paschko, Arnold Drewer

Bewertung der energetischen Qualität von Verglasungen am Campus der TU Dresden

Zusammenfassung
In der Praxis können die thermischen Schwachstellen in der Gebäudehülle – die Fenster – mittels Thermografieaufnahmen qualitativ abgebildet werden. Offen bleibt jedoch die quantitative Bewertung der eingebauten Verglasung, da der Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung (Ug-Wert) durch diese Aufnahmen nicht bestimmbar ist. Somit kann auch keine Aussage getroffen werden, ob die Anforderungen an den vorgegebenen Wärmeschutz erfüllt werden. Schlussendlich können die Aussagen über die Qualität der Verglasung lediglich getroffen werden, wenn der vor Ort gemessene Ug-Wert bekannt ist.
Maartje van Roosmalen, Dennis Thorwarth, Bernhard Weller

Das „Ökohaus“ als technisches Denkmal? Eine architekturgeschichtliche und denkmalkundliche Einordnung

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund der Sinn- und Ressourcenkrise der Moderne wird die Architekturproduktion seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend von den Anforderungen an die energetische „Performance“ der Bauwerke bestimmt. Jenseits von Normen und Bauvorschriften hat sich aber auch eine Architektur entwickelt, die als „ökologisches“ oder „klimagerechtes“ Bauen die Umweltbedingungen bewusst (wieder) zum Thema des Entwurfsprozesses macht. Inzwischen kann diese Strömung als eigenständiger Teil der Architekturgeschichte aufgefasst werden.
Johannes Warda

Wandheizungssysteme für historischen Bestand – vergleichende Untersuchungen am realen Gebäude

Zusammenfassung
Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist die Einsparung von Energie zur Beheizung von Gebäuden. Auch für die Renovierung traditioneller Gebäude sind energieeffiziente Entwicklungen auf dem Gebiet der Anlagentechnik wesentliche Aufgabenstellungen. Im modernen Bauwesen wurde eine Vielzahl innovativer Ansätze verfolgt, Untersuchungen von Heiztechnologien in historischen Gebäuden wurden bisher eher vernachlässigt.
Martin Krus, Stefan Bichlmair, Ralf Kilian

Das Gebäude-Emissions-Gesetz (GEG-2050)

Zusammenfassung
Wenn die Energiewende im Gebäudebereich zum Erfolg führen soll, dann ist ein neues GEG grundlegend anders zu formulieren. Anstatt mit einer falschen EnEV Novellierung noch mehr Zeit und Geld zu verlieren, die auf 150 Seiten unverständlich und ohne Ziel als „Gebäude-Energie-Gesetz“ (GEG) diskutiert wird, wird hier ein wirkungsvolles, effektives, einfaches und verständliches „Gebäude-Emissions-Gesetz“ (GEG-2050) auf nur 3 Seiten skizziert. Mehr muss nicht geregelt werden, um technologieoffen alle Bestandsgebäude und Neubauten in Deutschland umweltfreundlich werden zu lassen.
Stefan Oehler

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