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Über dieses Buch

In zahlreichen Beiträgen namhafter Autoren aus Wissenschaft und Praxis werden aktuelle Fragestellungen rund um das Themengebiet Denkmal und Energie beleuchtet. Es dient zum Wissenstransfer von praxisrelevanten Projektbeispielen, aktuellen Forschungserkenntnissen und der Wirkungsweise neu entwickelter Materialien an die Handlungsakteure im Bauwesen. Hierzu werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine Symbiose zwischen dem behutsamen Umgang mit dem Gebäudebestand, einer energetischen Ertüchtigung und der Verbesserung des Nutzerkomforts geschaffen werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Umbau und Sanierung des Kulturpalastes Dresden

Zusammenfassung
Der Umbau und die Sanierung des Kulturpalastes Dresden umfassten den Neubau eines Konzertsaales für 1.750 Besucher im Kern des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes von 1969, das als herausragendes Beispiel der DDR-Moderne gilt. Mit den Hauptnutzern Dresdner Philharmonie, städtischer Zentralbibliothek und Kabarett „Herkuleskeule“ entstand ein neues Miteinander von Kultur, Bildung und Unterhaltung innerhalb des Gebäudes. Dabei wurde die originäre Bausubstanz rekonstruiert und in die Neugestaltung integriert, die Fassaden wurden energetisch saniert. Die äußere Konstruktion ist erhalten geblieben, nur bei Tragwerk und Brandschutz wurden einige wenige Dinge angepasst.
Stephan Schütz, Christian Hellmund

Die Hightech-Mühle – eine denkmalgeschützte Mühle wird zu einem Forschungsgebäude

Zusammenfassung
Im Industriegebiet des Dresdner Nordens wurde das ehemalige unter Denkmalschutz stehende Mühlengebäude saniert und als Ergänzung ein modernes Pendant geschaffen: das Technikum. So entstand für die Novaled GmbH ein neues Büro- und Forschungsgebäude. In der alten Mühle sitzt jetzt die Verwaltung und in den Reinräumen und Laboren des Technikums wird geforscht. Die äußere Kubatur des neuen Firmensitzes entwickelte sich aus den Gegebenheiten: Zum einen galt es, das historische Mühlengebäude zu integrieren, zum anderen ließen die Form des Grundstücks und der Bebauungsplan nur einen winklig angeordneten, zweigeschossigen und langgestreckten Baukörper zu. In der Folge entstand ein gelungener Kontrast zwischen Denkmal und Hightech – der aufgrund der hochwertig gedämmten Gebäudehülle und effizienten Anlagentechnik auch energiesparend und ökologisch ist.
Danyel Pfingsten, Uwe Kind, Antonio Mühlner, Susanne Weidelt, Heiko Bernhardt, Dominik Schilling

Aktiv Stadthaus im Bestand

Zusammenfassung
Prototypische Sanierung eines 50er Jahre MFH zum Effizienzhaus Plus Standard als millionenfach übertragbarer Baustein zur Erreichung der globalen Klimaziele.
Johannes Hegger, Gerhard Greiner, Thomas Wilken, Mathias Schlosser

Sanierung und Umbau der Orangerie in Greiz

Zusammenfassung
Das Orangeriegebäude liegt im Fürstlich Greizer Park, einer barocken Gartenanlage, nur wenige Meter vom Flusslauf der Weißen Elster entfernt. Es entstand nach der Fertigstellung des dortigen Sommerpalais. Zahlreiche Umbauten prägen dieses Haus. Bis 1945 wurden ein Theater, Wohnungen und ein Warmhaus gebaut. Nun soll das Gebäude grundlegend saniert werden. Zwei neu zu errichtende Kalthäuser machen es wieder als Orangerie nutzbar.
Friedhelm Haas

Elemente aus technischer Kaltkeramik | Nachhal(l)tige Innovation im Denkmal

Zusammenfassung
Einer der prägenden Teile des generalsanierten Innenraums der Staatsoper Unter den Linden in Berlin ist die Nachhallgalerie. Hoch über den Köpfen der Zuschauer stellt sie als praktisch einziges wirklich neues, sichtbares Bauteil in der ansonsten unter Maßgabe des Denkmalschutzes wieder hergestellten Oper gestalterisch und technisch eine Verbindung zwischen der bewegten Geschichte des Hauses und der Gegenwart her. Unter der Leitung von Prof. HG Merz erfolgte in den Jahren von 2009 bis 2017 die Generalinstandsetzung, welche neben der umfangreichen technischen Aufwertung und denkmalgerechten Sanierung auch die Entwicklung und den Einbau der Nachhallgalerie umfasste. Diese wurde erforderlich, da das von Akustikern und Architekten entwickelte Konzept eine Anhebung der Saaldecke vorsah, um die Nachhallzeit zugunsten eines bessern Klangvolumens zu verlängern.
Matthias Oppe, Thorsten Helbig, Florian Scheible

Auseinandersetzung mit dem Begriff „Besondere Leistungen“ in der Denkmalpflege

Zusammenfassung
Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Besonderen Leistungen bei Projekten der Denkmalpflege erforderlich sein können und wie eine Vergütung vereinbart und berechnet werden kann. Dabei werden technische und wirtschaftliche Kriterien berücksichtigt, rechtliche Ausführungen werden nicht gemacht. Im Einzelnen kommt es immer auf die projektbezogenen Gegebenheiten und Umstände an, daher gelten die Empfehlungen und Hinweise generell und sind immer auf das aktuelle Projekt anwendbar.
Manfred v. Bentheim

Sanierung der 6. Grundschule „Am Großen Garten“ Dresden

Zusammenfassung
Die 6. Grundschule „Am Großen Garten“ ist einer der frühen großen Nachkriegs-Schulneubauten in Dresden und ein einzigartiges Architektur-Denkmal der späten 50er Jahre der DDR. Das Gebäude entstand in den Jahren 1957-1959 als Mittelschule im Rahmen der Neubauplanungen eines großen Wohn- und Geschäftsquartiers auf dem Areal eines kriegszerstörten ehemaligen Villenviertels in unmittelbarer Nähe zur innerstädtischen Parkanlage „Großer Garten“. Die denkmalgerechte Sanierung des Schulgebäudes stellte aufgrund der hohen Anforderungen eines modernen Schulbetriebs eine komplexe und herausfordernde Aufgabenstellung dar. Das Gebäude musste sowohl in Hinblick auf die heutigen Standards der Energetik, des Brandschutzes, der Barrierefreiheit, der Gebäudetechnik und der Sicherheit umfassend ertüchtigt, als auch den denkmalpflegerischen und vielfältigen funktionalen Anforderungen gerecht werden.
Claudia Klinkenbusch

Akustische Verfahren zur Ermittlung der Luftdichtheit von Bestandsgebäuden

Zusammenfassung
Akustische Verfahren zeichnen sich dadurch aus, dass sie für vielfältige Einsatzgebiete modifiziert werden können. Sowohl Luft als auch andere Materialien kommen als Übertragungswege aber auch als Untersuchungsziele infrage. Das Spektrum der Methoden reicht dabei vom hörbaren bis in den Ultraschallbereich.
Peter Holstein, Nicki Bader, Steffen Moeck, Hans-Joachim Münch, Dirk Döbler, Alexander Jahnke

Akustische Tomografie und Raumklimatisierung

Zusammenfassung
Die physikalischen Eigenschaften der Luft modifizieren die Schallgeschwindigkeit in Abhängigkeit von Temperatur und Strömungsverhältnissen. Es wurde eine akustische Methode, die ursprünglich für meteorologische Anwendungen zur Messung der Lufttemperatur bzw. der Windgeschwindigkeit entwickelt wurde, für die Anwendung klimatischer Fragestellungen in Innenräumen beliebiger Größe modifiziert. Eine Kombination von mehreren Schallgeschwindigkeitsmesstrecken, die flächenhaft oder räumlich angeordnet werden, ermöglicht es, auf diese Weise die sich über die Zeit hinweg ändernden Schallgeschwindigkeitsfelder aufzuzeichnen.
Armin Raabe, Peter Holstein

UV- und Infrarot-Schutz mit mundgeblasenem Flachglas – Die moderne Weiterentwicklung eines historischen Materials

Zusammenfassung
Der Artikel behandelt das Thema Lichtschutz als essenzieller Bestandteil in der präventiven Konservierung von Kulturgütern vor dem Hintergrund einer kontinuierlich beschleunigten Erderwärmung und einer damit verbundenen intensivierten Sonneneinstrahlung. Er gibt einen Einblick in bestehende Möglichkeiten Lichtschutz umzusetzen und rückt dabei einen traditionellen Werkstoff in den Vordergrund, welcher in modern weiterentwickelter Form sowohl einen zeitlich unbegrenzten Lichtschutz als auch ein historisch adäquates Erscheinungsbild gewährleisten kann. Neben Erläuterungen zur Herstellungstechnik wird auf die Wirkungsweise eingegangen sowie Anwendungsmöglichkeiten anhand ausgewählter Praxisbeispiele vorgestellt.
Michael Brückner

Das neue Dach – brand- und klimawandelsicher mit GUTEX Pyroresist®

Zusammenfassung
Der verheerende Brand von Notre-Dame in Paris hat vor Augen geführt, was passieren kann, wenn mehr oder weniger ungeschützte Dachkonstruktionen unkontrollierten äußeren Brandquellen ausgesetzt sind. Weitere schlimme Bilder über zerstörte Dächer bedingt durch klimawandelbedingte Extremwetterlagen zeigen, dass Extremlasten aus Hitze, Sturm und Starkregen an Häufigkeit und Intensität unerbittlich zunehmen und das auch an Standorten, wo damit bisher kaum zu rechnen war. Die Neuentwicklung „GUTEX Pyroresist®“, eine als schwerentflammbar eingestufte Holzfaserdämmplatte, eröffnet neue Möglichkeiten zur Ertüchtigung des Daches.
Walter Leo Meyer

Grundlagen für die energetische Verbesserung von Burgen und Schlössern

Zusammenfassung
Im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Forschung und Technologie geförderten Projektes untersucht das Institut für Bauklimatik der TU Dresden die folgende Fragestellung: Wie lassen sich der Erhalt und die Bewirtschaftung von Burgen, Schlössern und Klöstern in Mitteldeutschland angesichts sich verändernder energetischer und klimatischer Randbedingungen sichern? Im vorliegenden Artikel werden die Grundlagen dieses Projektes vorgestellt. Insbesondere wird herausgearbeitet, dass eine Adaption von bisher verfügbaren Instrumentarien für die energetische Beurteilung und die Erarbeitung von technischen Lösungen auf Grund der Spezifik von Burgen und Schlössern nicht ausreichend ist. Vielmehr bedarf es der Erarbeitung eines eigenständigen methodischen Ansatzes.
Olaf Freytag, Norbert Lange, Rene Hoch

Entwicklung des Energieverbrauches im Bestand am Beispiel des TU Dresden-Campus

Zusammenfassung
Mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finden an der TU Dresden seit 2015 Forschungen zur Campus-Energieeffizienz statt [1] [2]. Die besondere Herausforderung besteht darin, den ausgedehnten historischen Kerncampus an hohe Anforderungen der Institute hinsichtlich technischer Ausstattung, Sicherheit und Komfort anzupassen, gleichzeitig die schützenswerte Bausubstanz zu erhalten und möglichst wenig (insbesondere fossil erzeugte) Energie zu verbrauchen. Zunächst wurde die TU Dresden auf Grundlage vorhandener Verbrauchs- und Flächeninformationen der zurückliegenden 20 Jahre einer tiefgehenden energetischen Analyse unterzogen.
Annina Gritzki, Julia Seeger, Clemens Felsmann

Denkmalpflegerische Entscheidungen über Solaranlagen in Sachsen – ein Rückblick

Zusammenfassung
Die sächsische Denkmalpflege tat sich bei ihrer ersten Berührung vor heute ziemlich genau 20 Jahren – wie nicht anders zu erwarten war – schwer mit der Unterstützung neuzeitlicher Solartechnik auf Dächern der in ihrer Verantwortung liegenden Kulturdenkmale. Das, was in den frühen 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die damals gerade neu aufgekommenen liegenden Dachfenster in den zuvor fast nur von traditionellen Gaupen belichteten Dachlandschaften waren, wurden nun die Glasflächen der Solarthermie- und Photovoltaikanlagen: technisch wirkende, materialfremde Überformungen, unerwünschte Verletzungen zuvor geschlossener Dachflächen, überflüssige und störende modernistische Zutaten. Dabei gab es vereinzelte gestaltähnliche Großverglasungen auf heute ebenfalls schützenswerten historischen Gebäuden schon lange: seit um 1850 die Gewächshausarchitektur und seit um 1900 die immer häufiger gewordenen Atelierverglasungen, nicht nur auf Villen-, sondern auch auf Gewerbegebäuden.
Ralf-Peter Pinkwart

Solarsysteme in Bestandsfassaden

Zusammenfassung
Um die globalen Ziele in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu erreichen, spielt gerade der Gebäudesektor eine wichtige Rolle. Dazu stellte die deutsche Bundesregierung ein umfassendes Energiekonzept auf. Dessen Schwerpunkte sind neben der Energieeinsparung und Reduktion der Treibhausgasemissionen auch die dauerhafte Umstellung auf die Energieversorgung aus nachhaltigen Energiequellen. Aktive Solartechnologie, wie Photovoltaik, bietet sich hier besonders an, da diese in die Gebäudehülle integrierbar sind. Zudem können sie klassische Bauelemente und Baumaterialien substituieren und verringern damit den Ressourcenverbrauch.
Franziska Rehde, Leonie Scheuring, Bernhard Weller

Backmatter

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