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Über dieses Buch

In ihrer medienethisch ausgerichteten Analyse untersucht Shirin Packham die Rolle aktueller Kriegsfilme zu den Einsätzen im Irak und Afghanistan innerhalb des Kriegsfilmgenres. Die Autorin kombiniert historische Arbeiten zur Film-, Kino- und Fernsehlandschaft des 20. und 21. Jahrhunderts mit medien- und filmanalytischen Betrachtungen von Dokumentarfilmen, Spielfilmen und digitalem Filmmaterial, um zu zeigen, wie die politischen Positionierungen des kommerziellen Kinos im jeweiligen Entstehungskontext zu begreifen sind. Auf diesem Weg wird der mehr als eine Dekade überspannende Zyklus von aktuellen Kriegsfilmen erstmals in ein übergreifendes Bild des Kriegsfilmgenres eingeordnet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Das kommerzielle Kino hat jeden medienträchtigen Krieg des 20. Jahrhunderts mit festen formal-ästhetischen Standards und wiederkehrenden Plots, Motiven und Topoi besetzt. Von den desillusionierten jungen Männern des Great War, die im schwarzen Schlamm des Niemandslandes der Einfallslosigkeit militärischer Befehlshaber ausgeliefert waren, über die altruistischen Helden des Good War, deren Widerstand gegen die Nationalsozialisten wieder und wieder im Kino inszeniert wird, bis hin zu den spektakulär-kreativen Darstellungen vollgedröhnter Dschungelkämpfer, die in der Grünen Hölle Vietnams vor allem sich selbst bekämpfen; der Kriegsfilm hat für jeden Krieg ein erfolgreiches Image ausgebildet, das im kulturellen Gedächtnis dokumentarische Darstellungen überlappt.
Shirin Packham

Kapitel 2. Retrospektive

Kriegsfilme sind Teil kultureller Übersetzungsprozesse, da sie nicht nur über den Krieg berichten, sondern militärische Handlungen in politische Erfolge, menschliche Biographien oder weiter gefasst zivile Akte übersetzen. Der Film war - in seinen Ausprägungen als Teil der Berichterstattung, als Dokumentation und als Spielfilms - seit Beginn des 20. Jahrhunderts Teil jedes Krieges.
Shirin Packham

Kapitel 3. Aktuelle Kriegsfilme

Der 11. September 2001 stellte den Initialschock des neuen Jahrtausends dar, dessen Konsequenzen die Weltgeschichte bis heute mitbestimmen. „Nie zuvor wurde ein Massenmord live ausgestrahlt.“ (Thompson 2001) Nie zuvor erreichte eine Kriegserklärung jedes Mitglied einer Gesellschaft im Moment ihres Stattfindens. Nie zuvor stiftete das Fernsehen ein „weltumspannendes, kollektives Erlebnis“ (ebd.). Die Live-Übertragung der Anschläge prägte hierbei jedoch nicht nur die Wahrnehmung der Ereignisse, die sich auf den Bildschirmen entfalteten; sie selbst waren das Ereignis.
Shirin Packham

Kapitel 4. Fazit

Die westliche Kriegsberichterstattung über die Kriege im Irak und in Afghanistan wies eingangs geradezu klassische Strategien, wie die aus dem Zweiten Weltkrieg bekannte journalistische Einbettung oder das aus dem Golfkrieg bekannte Pool-System, auf. Vor allem die USRegierung wünschte sich eine personenzentrierte, ansprechende Kommunikation, die den Krieg zu einer emotionalen Angelegenheit machen sollte, die über parteipolitischen Fragen stand. Bereits im frühen Kriegsverlauf wurden die so entstehenden Kriegsbilder der Massenmedien jedoch von Gegendarstellungen alternativer Informationsanbieter, Bebilderungen westlichen Fehlverhaltens und terroristischer Gewaltpropaganda herausgefordert.
Shirin Packham

Backmatter

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