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2017 | Buch

Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft

Das Informationszeitalter. Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Band 1

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Über dieses Buch

Manuel Castells entwirft in seinem Werk eine Soziologie des Informationszeitalters. Auf der Grundlage reichhaltigen empirischen Materials analysiert und interpretiert er die Entwicklung von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft.
Seit seinem ersten Erscheinen 1996 in den USA hat das Werk einen beispiellosen Siegeszug durch die wissenschaftlich interessierte Leserschaft genommen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Chapter 1. Prolog: Das Netz und das Ich
Zusammenfassung
Gegen Ende des zweiten Jahrtausends christlicher Zeitrechnung haben mehrere Ereignisse von historischer Tragweite die gesellschaftliche Landschaft des menschlichen Lebens verändert. Eine technologische Revolution, in deren Mittelpunkt die Informationstechnologien stehen, hat begonnen, die materielle Basis der Gesellschaft in zunehmendem Tempo umzuformen. Volkswirtschaften auf der ganzen Welt sind heute global interdependent.
Manuel Castells
Chapter 2. Die informationstechnologische Revolution
Zusammenfassung
„Der Gradualismus“, so schrieb der Paläontologe Stephen J. Gould, „also die Vorstellung, aller Wandel müsse sanft, langsam und stetig verlaufen, hatte niemals eine empirische Grundlage. Es handelt sich hier um eine verbreitete, kulturell begründet verzerrte Sichtweise, die teilweise eine Reaktion des Liberalismus des 19. Jahrhunderts auf eine Welt voller Revolution war.
Manuel Castells
Chapter 3. Die Neue Wirtschaftsform: Informationalismus, Globalisierung, Vernetzung
Zusammenfassung
Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts ist weltweit eine neue Wirtschaftsform entstanden. Ich nenne sie informationell, global und vernetzt um ihre grundlegenden Charakteristika zu bezeichnen und deren wechselseitige Verflechtung zu betonen. Diese Wirtschaftsform ist informationell, weil die Produktivität und Konkurrenzfähigkeit von Einheiten oder Akteuren in dieser Wirtschaft – ob es sich nun um Unternehmen, Regionen oder Nationen handelt – grundlegend von ihrer Fähigkeit abhängig ist, auf effiziente Weise wissensbasierte Information hervorzubringen, zu verarbeiten und anzuwenden.
Manuel Castells
Chapter 4. Das Netzwerk-Unternehmen
Die Kultur, die Institutionen und die Organisationen der informationellen Ökonomie
Zusammenfassung
Die informationelle Ökonomie ist wie jede historisch abgrenzbare Form der Produktion durch ihre spezifische Kultur und ihre Institutionen geprägt. Jedoch sollte Kultur in diesem analytischen Bezugsrahmen nicht als System von Werten und Überzeugungen verstanden werden, das mit einer bestimmten Gesellschaftsform verknüpft ist. Typisch für die Verbreitung der informationellen, globalen Wirtschaftsform ist gerade ihr Auftauchen in sehr unterschiedlichen kulturell/nationalen Zusammenhängen: in Nordamerika, Westeuropa, Japan und Russland ebenso wie im „chinesischen Kulturkreis“ oder in Lateinamerika; hinzu kommt ihre planetare Reichweite, die alle Länder erfasst und ein multikulturelles Bezugssystem hervorbringt.
Manuel Castells
Chapter 5. Die Transformation von Arbeit und Beschäftigung
Zusammenfassung
Der Arbeitsprozess steht im Zentrum der Sozialstruktur. Die technologische und Management-Transformation der Arbeit und der Produktionsverhältnisse im entstehenden Netzwerk-Unternehmen und seinem Umfeld ist der wichtigste Hebel, durch den das informationelle Paradigma und der Prozess der Globalisierung auf die Gesamtgesellschaft einwirken. In diesem Kapitel analysiere ich diese Transformation auf der Grundlage des verfügbaren Materials und versuche dabei, die widersprüchlichen Tendenzen verständlich zu machen, die in den Veränderungen der Arbeits- und Beschäftigungsmuster während der letzten beiden Jahrzehnte zu beobachten sind.
Manuel Castells
Chapter 6. Die Kultur der realen Virtualität
Die Integration der elektronischen Kommunikation, das Ende des Massenpublikums und die Entstehung der interaktiven Netzwerke
Zusammenfassung
Um 700 v. Chr. wurde in Griechenland eine große Erfindung gemacht: das Alphabet. Nach Ansicht führender Altertumswissenschaftler wie Havelock, war diese konzeptionelle Technologie die Grundlage für die westliche Entwicklung der Philosophie und Wissenschaft, wie wir sie heute kennen. Sie baute eine Brücke zwischen mündlicher Rede und Sprache.
Manuel Castells
Chapter 7. Der Raum der Ströme
Zusammenfassung
Raum und Zeit sind die fundamentalen, materiellen Größen des menschlichen Lebens. Die Physik hat die Komplexität enthüllt, die hinter der trügerischen, intuitiven Einfachheit derartiger Begriffe steckt. Schon Schulkinder wissen, dass Raum und Zeit etwas miteinander zu tun haben.
Manuel Castells
Chapter 8. Zeitlose Zeit
Zusammenfassung
Wir sind verkörperte Zeit, wie auch unsere Gesellschaften Produkt der Geschichte sind. Aber die Einfachheit dieser Aussage verdeckt die Komplexität des Konzepts Zeit, einer der kontroversesten Kategorien in den Natur- ebenso wie in den Sozialwissenschaften, deren zentrale Bedeutung gegenwärtig durch Debatten in der Sozialtheorie unterstrichen wird. Die Transformation der Zeit unter dem informationstechnologischen Paradigma, wie es durch soziale Praxisformen geprägt wird, ist denn auch eines der Fundamente der neuen Gesellschaft, in die wir eingetreten sind, und sie ist unauflöslich mit dem Auftreten des Raumes der Ströme verbunden.
Manuel Castells
Chapter 9. Schluss: Die Netzwerkgesellschaft
Zusammenfassung
Unsere Erkundung entstehender sozialer Strukturen in den verschiedenen Bereichen menschlicher Tätigkeiten und Erfahrung führt zu einer übergreifenden Schlussfolgerung: Es lässt sich als historische Tendenz festhalten, dass die herrschenden Funktionen und Prozesse im Informationszeitalter zunehmend in Netzwerken organisiert sind. Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften, und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion, Erfahrung, Macht und Kultur wesentlich. Zwar hat es Netzwerke als Form sozialer Organisation auch zu anderen Zeiten und in anderen Räumen gegeben, aber das neue informationstechnologische Paradigma schafft die materielle Basis dafür, dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt.
Manuel Castells
Backmatter
Metadaten
Titel
Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft
verfasst von
Manuel Castells
Copyright-Jahr
2017
Electronic ISBN
978-3-658-11322-3
Print ISBN
978-3-658-11321-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-11322-3

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