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Der Beitrag der Psychologie zur nachhaltigen Entwicklung

Ein Kompendium

  • 2024
  • Buch

Über dieses Buch

Die von den Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung formulierten siebzehn Themenfelder sind politische Zielsetzungen. Sie beruhen auf dem Leitbild der Nachhaltigkeit, dem drei Dimensionen zugrunde liegen: die Ökonomie, die Ökologie und die sozialen Belange. Die internationalen und nationalen Akteursebenen liefern ein Rahmenprogramm, das jedoch gefüllt und konkretisiert werden muss, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Das geschieht vor allem auf der kommunalen und der individuellen Ebene. Damit der einzelne Mensch zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann, muss er dazu befähigt und motiviert werden. Die Psychologie verfügt über Theorien und Konzepte, um umweltbezogenes Handeln zu erklären und zu beeinflussen. Sie ist deshalb bei den Bemühungen, zu einer nachhaltigen Entwicklung zu gelangen, unentbehrlich.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Einleitung

    Antje Flade
    Das Kapitel thematisiert die dringende Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung und die globalen Veränderungen, die diese erfordern. Es wird die historische Entwicklung der Umweltzerstörung durch Industrialisierung und Bevölkerungswachstum beleuchtet und die Rolle des technischen Fortschritts und der Selbstverwirklichung in der Gesellschaft analysiert. Ein zentraler Punkt ist die Diskussion der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und soziale Belange. Es wird aufgezeigt, wie diese Dimensionen in Einklang gebracht werden können und welche Herausforderungen dabei bestehen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Psychologie und den sozialen Normen gewidmet, die das Verhalten der Menschen beeinflussen. Das Kapitel betont die Bedeutung von Bildung und Umweltwissen als Schlüsselfaktoren für eine nachhaltige Entwicklung und diskutiert die Rolle verschiedener Akteursebenen, von internationalen Organisationen bis hin zu individuellen Verhaltensweisen. Es werden auch innovative Ansätze und Strategien zur Förderung nachhaltigen Handelns vorgestellt, wobei der Fokus auf der Balance zwischen Effizienz, Konsistenz und Suffizienz liegt. Das Kapitel schließt mit einer Betrachtung der globalen Partnerschaften und der Notwendigkeit, die Menschen zu befähigen und zu motivieren, umweltgerecht zu handeln.
  3. Kapitel 2. Schlüsselbegriffe

    Antje Flade
    Das Kapitel behandelt die Allmende-Klemme, ein Dilemma, bei dem ökologische und soziale Belange aufeinanderstoßen. Es wird anhand der gemeinsamen Weide als Metapher erklärt, wie eine nicht nachhaltige Entwicklung konzeptionell erfasst werden kann. Die Herausforderung besteht darin, dass das Gemeingut begrenzt ist und die individuelle Nutzung ohne Vorgaben und Regeln zu einem Problem werden kann. Die von Hardin (1968) stammende Bezeichnung „The tragedy of the commons“ drückt aus, dass ein knappes Gemeingut überbeansprucht wird, wenn die Ansprüche aller daran Interessierten nicht erfüllt werden können. Dies führt zu einer Tragödie, wenn einige profitieren, während andere darben. Ein Beispiel ist das Waldsterben in Europa, das durch Borkenkäfer und Luftschadstoffe verursacht wurde. Die Verstädterung und der damit verbundene Baulichkeitsverdichtung stellen weitere Herausforderungen dar, da sie die Lebensqualität und die Umweltbelastung beeinflussen. Simulationsexperimente und psychologische Ansätze werden diskutiert, um nachhaltiges Verhalten zu fördern. Die Bedeutung von Umweltbildung und Bildung im Allgemeinen wird hervorgehoben, da sie das Bewusstsein für Umweltprobleme schärft und nachhaltiges Handeln fördert. Die Folgenabschätzung und Evaluation von Maßnahmen zur Nachhaltigkeit sind ebenfalls wichtige Themen, um den Erfolg von Interventionen zu bewerten und zu verbessern.
  4. Kapitel 3. Ausblick

    Antje Flade
    Das Kapitel untersucht die Rolle der Psychologie bei der Analyse und Lösung von Umweltproblemen. Es wird betont, dass die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen unerlässlich ist, um umweltgerechtes Verhalten zu fördern und nachhaltige Entwicklungen zu unterstützen. Die Psychologie kann durch präzise Problembeschreibungen, Erklärungen des Verhaltens und Empfehlungen von Maßnahmen zur Lösung von Umweltproblemen beitragen. Besonders hervorgehoben wird das Einflussschema für umweltbezogenes Verhalten von Fietkau und Kessel, das Ansätze für Verhaltensänderungen liefert. Weitere Themen sind die Bedeutung von Handlungsräumen und Handlungsanreizen, sowie die Rolle von Bildung und Vorbildern bei der Förderung nachhaltigen Verhaltens. Zudem wird die Notwendigkeit einer systemischen Betrachtung und der Einbindung von Psychologen auf kommunaler Ebene diskutiert, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
  5. Backmatter

Titel
Der Beitrag der Psychologie zur nachhaltigen Entwicklung
Verfasst von
Antje Flade
Copyright-Jahr
2024
Electronic ISBN
978-3-658-45505-7
Print ISBN
978-3-658-45504-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-45505-7

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    Bildnachweise
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