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Über dieses Buch

Dieses essential vermittelt auch in der aktualisierten und überarbeiteten 2. Auflage Gründern innovativer Unternehmen sowie Investoren ein Verständnis über typische Regelungen des Beteiligungsvertrages zwischen der Gesellschaft und dem Kapitalgeber. Christopher Hahn erläutert die Funktionsweise des Beteiligungsvertrages und der Gesellschaftervereinbarung sowie die dazugehörigen Nebenvereinbarungen. Auf leicht verständliche Weise wird erklärt, wie innovative Unternehmen die Herausforderungen ihrer ersten Finanzierungsrunde mit Risikokapital (Venture Capital) rechtlich erfolgreich meistern.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Umsetzung („execution“) innovativer Ideen kostet Geld; ohne ihre Umsetzung sind Ideen wenig wert. Gerade bei digitalen Geschäftsmodellen und im Hightechbereich benötigt ein junges Unternehmen insbesondere in der Anfangsphase einen stark wachstumsorientieren Kapitalzufluss. Hierzu ist die Unterstützung durch Risikokapital („Venture Capital“) daher von besonderem Interesse. Neben professionellen Venture Capital-Gesellschaften lassen sich immer mehr Privatpersonen für ein Investment in die meist digitalen Unternehmen begeistern. Als Business Angel, die häufig aus ihrem bisherigen Berufs- und Unternehmerleben eine besondere Branchenaffinität für das jeweilige Geschäftsmodell besitzen, liefern diese als Investor nicht nur wertvolles Kapital, sondern zusätzlich aufgrund ihrer Kontakte und Erfahrungen auch wertvolle Unterstützung für die Gründer bei der Entwicklung der Unternehmensidee hin zu einem tragfähigen Geschäftsmodell.
Christopher Hahn

Kapitel 2. Beteiligungsvertrag

Zusammenfassung
Hat sich der Investor endgültig entschieden, in das Start-up zu investieren und sind die Gründer mit den in den Beteiligungsverhandlungen ausgehandelten Konditionen (v. a. Bewertung des Start-ups und die daraus folgende Beteiligungsquote des Investors) einverstanden, folgt eine verbindliche Beteiligungsdokumentation. Diese enthält insbesondere den Beteiligungsvertrag („Investment Agreement“), den ggf. angepassten Gesellschaftsvertrag sowie regelmäßig eine Gesellschaftervereinbarung der zukünftigen Gesellschafter. Im Fall der Beteiligung des Investors über eine Kapitalerhöhung (vgl. dazu unten 3.) sollten die Gründer darauf achten, dass ihre Vergütung in separaten Anstellungsverträgen sichergestellt ist, da das Investment in diesem Fall lediglich dem Start-up als juristische Person zur Verfügung gestellt wird und die Gründer ihren Lebensunterhalt hiervon nicht bestreiten können. Die entsprechenden Anstellungsverträge werden in der Praxis häufig selbst Bestandteil der Beteiligungsdokumentation.
Christopher Hahn

Kapitel 3. Kapitalerhöhung

Zusammenfassung
Die Altgesellschafter verpflichten sich im Beteiligungsvertrag, einen Beschluss zur Erhöhung des Stammkapitals des Unternehmens zu fassen sowie den Investor zur Übernahme der neu geschaffenen Anteile zuzulassen. Für die Beteiligung des Investors sind grundsätzlich zwar auch andere Varianten denkbar. Dabei ist zu bedenken, dass der Kapitalgeber das zu investierende Kapital in aller Regel als Gegenleistung für Geschäftsanteile des Start-ups („equity“) einbringen wird. Ohne eine Kapitalerhöhung (und somit Ausgabe neuer Geschäftsanteile) müsste der Kapitalgeber den Geldzufluss unmittelbar an die bestehenden Gesellschafter des Start-ups gegen Abtretung ihrer jeweiligen Geschäftsanteile zuführen. In der Regel möchte der Geldgeber das Kapital aber gerade nicht an die Gesellschafter selbst zahlen, sondern durch sein Investment das Wachstum des Unternehmens selbst sicherstellen. Darüber hinaus hat der genannte Verkauf von Geschäftsanteilen (über einen sog. Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag) gegen eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft den Nachteil, dass diese Form der Beteiligung – als Geschäftsanteilsverkauf – zur Versteuerung des Veräußerungsgewinns gemäß § 17 EStG führen kann.
Christopher Hahn

Kapitel 4. Vertragliche Regelungen zur Beteiligung des Investors

Zusammenfassung
Der Beteiligungsvertrag im engeren Sinne fasst die wesentlichen rechtlichen Bedingungen zusammen, nach denen der Investor dem Start-up beitritt. Die getroffenen Vereinbarungen sind dabei von der – schon bei den Beteiligungsverhandlungen bestehenden – Informationsasymmetrie zwischen dem VC-Geber und den Gründern des Start-ups geprägt. Diese folgt daraus, dass der Investor die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des jungen Unternehmens wegen fehlender „hard facts“ („Fundamentaldaten“) und damit einen Exit-Erlös nur unpräzise bzw. gar nicht kalkulieren kann. Hinzu kommt, dass die Gründer in der Regel besser über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Start-ups als ein Außenstehender informiert sind.
Christopher Hahn

Kapitel 5. Gesellschaftervereinbarung

Zusammenfassung
Unter einer Gesellschaftervereinbarung (Shareholders’ Agreement, „SHA“) sind Regelungen zwischen den einzelnen Gesellschaftern – bei der VC-Finanzierung also insbesondere den Gründern (Altgesellschafter) und dem Investor (Neugesellschafter) – zu verstehen. In solchen Vereinbarungen werden – in der Regel als Anlage zum Beteiligungsvertrag – Verhaltenspflichten für die Gründer definiert, die von detailliert ausgestalteten Sonderrechten des Investors flankiert werden.
Christopher Hahn

Kapitel 6. Weitere Regelungen des Beteiligungsvertrages (im weiteren Sinne)

Zusammenfassung
Neben dem Beteiligungsvertrag (im engeren Sinne) und der Gesellschaftervereinbarung, treffen der Investor und die Gründer im Einzelfall weitere selbstständige Vereinbarungen. So wird der VC-Geber zur Sicherung der oben beschriebenen Lock-up-Periode bspw. versuchen, die Gründer/Geschäftsführer über entsprechende Vesting-Regelungen im Beteiligungsvertrag dauerhaft an das Start-up zu binden. Die Umsetzung der Mitarbeiter- bzw. Managerbeteiligung erfolgt sodann in einem separaten Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (vgl. hierzu bspw. Hahn 2018b).
Christopher Hahn

Kapitel 7. Anpassung des Gesellschaftsvertrages/der Satzung

Zusammenfassung
Unabhängig davon, dass bei Widersprüchen zwischen der Gesellschaftervereinbarung und dem Gesellschaftsvertrag im Zweifel die individuell zwischen dem Investor und den Gründern vereinbarten vertraglichen Regelungen vorrangig gelten (vgl. Weitnauer 2016, S. 347), sollten neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestinhalt (s. hierzu Hahn 2018a, § 7 2.1.3.1.3) folgende Vereinbarungen in den Gesellschaftsvertrag mitaufgenommen werden:
Christopher Hahn

Kapitel 8. Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vereinbarungen

Zusammenfassung
In der Praxis funktioniert der Beteiligungsvertrag im weiteren Sinne nur dann, sofern der Beteiligungsvertrag im engeren Sinne, die Gesellschaftervereinbarung sowie die Satzung und die sonstigen Regelungen zur (dauerhaften) Bindung der Gründer, Geschäftsleiter und Expertise-Träger an das Start-up nicht losgelöst voneinander, sondern so aufeinander abgestimmt sind, dass „ein Rädchen in das andere greift“ .
Christopher Hahn

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