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Über dieses Buch

Imre Koncsik beschreibt die Theorie des Geistes als naturphilosophische Theorie auf Basis der Physik. Er identifiziert signifikante Parallelen zwischen Geist und Gehirn, die beide durch Elemente der Quantentheorie und der komplexen Systemtheorie beschrieben werden können. Beide Theorien beziehen sich auf eine immaterielle, formale und imaginäre Schicht der Realität. Sie ermöglichen eine innovative Beschreibung der morphologischen Strukturen und dynamischen Aktivitätsmuster des Gehirns in Analogie zu Mustern des Geistes. Eine Theorie des Geistes bildet hinsichtlich ihrer technologischen Applikation den Grundstein einer neuen, im eigentlichen Sinn „intelligenten“ Technologie: der quantenbasierten Systemtechnologie.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Der sog. Geist

Zusammenfassung
Ein naturwissenschaftlich fundierter und naturphilosophisch vermittelter Zugang zum Phänomen des Geistes ist derzeit nur in Grundzügen erkennbar. Dabei bildet ein adäquates Verständnis des Geistes die unhintergehbare Basis für die technologische Realisierung: die Künstliche Intelligenz-Forschung sowie der komplementäre Ansatz über die Simulation oder Emulation neuronaler Netze, wie sie derzeit im Human Brain Project verwirklicht werden sollen, beruhen beide auf der klassischen Physik. Typische Quanteneffekte sowie eine im ursprünglichen Sinn nicht deterministische Systemtheorie werden weder adäquat gewürdigt noch technologisch umgesetzt. Eine „klassische“ Technologie jedoch ist prinzipiell begrenzt und wird kaum über eine kluge Rekombination von Regeln und Meta-Regeln des Verhaltens eines Roboters, der durch ein Programm kontrolliert wird, hinaus kommen. Echte Intelligenz i. S. sich kreativ selbst gestaltender und sich selbst reflektierender Systeme kann so höchstens simuliert, jedoch nicht authentisch realisiert werden.
Imre Koncsik

2. Physik: Anorganische Quantenstrukturen

Zusammenfassung
Die offenkundigen Parallelen einerseits zwischen der Quantentheorie sowie komplexen Systemtheorie, mit welchen das Gehirn besser „verstanden“ werden kann, und andererseits dem Geist bzw. den Prozessen und Mustern des Geistes, kann nun vertieft werden. Die Quanten- und Systemtheorie fungieren als die entscheidende Vermittlungsplattform einer essentiellen Beschreibung des Gehirns sowie des Geistes als komplexes und mehrschichtiges Quantensystem. Aus einer „Theorie des Geistes“ resultieren essentielle Wegweiser für eine künftige „intelligente“ Technologie bzw. einer Technologie der „Intelligenz“: sie wird systemisch ansetzen und vom System her das Substrat ko-regulieren.
Imre Koncsik

3. Mikroskopische Quantenstrukturen: Quantum Life

Zusammenfassung
Schreitet man nun von physikalischen Quantensystemen fort, die noch nicht durch ein komplexes System dirigiert werden und daher zufällig erfolgen, zu der nächsten Raumzeit-Skala mikroskopischer Quanteneffekte, so findet man unter dem Stichwort „Quantum Life“ das Wirken bereits auf natürliche Weise stabilisierter – und sich durch „Präparation“ und „Messung“ immer wieder selbst stabilisierender und sich selbst bestimmender – Systeme vor.
Imre Koncsik

4. Mesoskopische Quantenstrukturen: das System Geist-Gehirn

Zusammenfassung
Auf Basis der bisherigen Skizze des Gehirns als komplexes System, das sich auf unterschiedlichen temporalen und räumlichen Skalen manifestiert, können nun unter Voraussetzung einer stabilen Persistenz des Geistes konkretere Ansatzpunkte für eine Interpretation eines „geist-induzierten“ Gehirns als wechselwirkendes komplexes Quantensystem genannt werden.
Imre Koncsik

5. Ausblick: quantenbasierte System-Technologie

Zusammenfassung
Eine quantenbasierte Systemtechnologie könnte die Schlüsseltechnologie zur Kreation echt-intelligenter Systeme werden. Dafür muss das künstlich erzeugte komplexe Quantensystem – unabhängig von der betreffenden räumliche und zeitlichen Skala sowie vom morphologischen Muster – trotz seiner Interaktion mit klassischen Strukturen erhalten werden. Es darf nicht durch Präparation (vertikaler Input) oder durch Messung (vertikaler Output) kollabieren oder seine Kohärenz verlieren. Vielmehr sollte es sich durch seine Interaktion mit der klassischen Raum-Schicht selbst bestimmen. Zur selbstbestimmten, adaptiven und kreativen Stabilisierung des komplexen Quantensystems dienen beim menschlichen Gehirn vermutlich auch die Gliazellen.
Imre Koncsik

Backmatter

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