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Über dieses Buch

Praxisnah gewährt das Buch Einblick in die Mechanismen von Wirtschaftskriminalität und Non-Compliance. Im Fokus der Betrachtung stehen dabei die verschiedenen Ausprägungen menschlicher Risiken. Ziel des Buches ist es, Verantwortliche effektiv dabei zu unterstützen, Risikofaktoren und deren Frühwarnindikatoren rechtzeitig zu erkennen und proaktiv zu agieren.
Sonja Stirnimann hat eine Methode entwickelt, welche die Handlungsfähigkeit der Entscheidungsträger eines von Wirtschafts- und Cyberkriminalität sowie Non-Compliance betroffenen Unternehmens in Krisensituationen sicherstellt und dazu beiträgt, die Reputation des betroffenen Unternehmens sowie der involvierten Personen zu bewahren. In fünf Stufen führt es durch alle relevanten Phasen von der Prävention bis zur Vorgehensweise im Ernstfall. Arbeitshilfen für die Praxis ergänzen das Buch.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Basis schaffen

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Kapitel 1. Grundlagen und Theorie – eine Einführung

Wirtschaftskriminalität, Non-Compliance und Cyberangriffe sind Themen, die den Medien immer wieder Titelgeschichten wert sind. In der Politik dienen sie als dankbare Aufhänger für parteispezifische Agenden, betroffene Individuen sowie Verantwortungsträger von Organisationen und Unternehmen – jedoch spricht man nur ungern darüber. Es ist ein Tabu-Thema seit Anbeginn der Menschheit, weil es immer einzelne Individuen oder Gruppierungen gab, die ihre (berufliche) Stellung ausgenutzt haben zum Schaden derjenigen, die ihnen Vertrauen schenkten. Die Betroffenen wollen in den meisten Fällen vermeiden, dass die Angelegenheit an die Öffentlichkeit gelangt – zu groß wäre der drohende Reputationsschaden.
Die Ausdehnung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bewegungsradius durch den Cyberspace in den vergangenen Jahrzehnten hat die Anzahl möglicher Deliktmuster potenziert. Weshalb ein Individuum zulässt, dass sich seine (wirtschaftskriminelle) Energie materialisiert, wird im Folgenden analysiert und beantwortet. Die unterschiedlich ausgeprägten Deliktmuster finden sich in einer Kategorisierung, die unter Berücksichtigung der neusten Veränderungen durch den Cyberspace ergänzt wird. Der Mensch steht hierbei im Zentrum des Geschehens (vgl. Abb. 1.1) und ist verantwortlich.
Sonja Stirnimann

Erfolgsfaktoren erkennen

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Kapitel 2. Risiken – eine Frage der Toleranz

Risiko, Risikotoleranz und Risikomanagement fordern die Verantwortungsträger – sei es in Unternehmen, Organisationen oder anderen Bereichen des wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Interagierens. Die menschliche Tendenz, sich über die eigene Risikotoleranz nicht bewusst zu sein und entsprechend die damit einhergehenden Fragestellungen und Entscheidungen zu delegieren, ist weit verbreitet. Ziel ist, dass der bewusste Umgang mit Risiken die Handlungsfähigkeit und Reputation im Ereignisfall stärkt. Der Mensch als Entscheidungsträger hält die Verantwortung im Hinblick auf den Umgang mit Risiken inne. Die Erweiterung der realen um die virtuelle Welt bedarf zusätzlicher Kriterien, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Die Trends im Zusammenhang mit den Risiken offenbaren, welche Herausforderungen auf Individuen zukommen.
Sonja Stirnimann

Kapitel 3. Faktor Mensch

Der Mensch als Schaltzentrale. Der Mensch als Quelle für Erfolg. Der Mensch als einer der wichtigsten Faktoren, wenn es darum geht, wirtschaftskriminelle Ereignisse, Non-Compliance und Cyberkriminalität wahrzunehmen, zu erkennen, dagegen vorzugehen oder – im schlimmsten Falle – diese zu begehen. Die Tatsache, dass sich Individuen neben der realen Welt sehr häufig in der virtuellen Welt aufhalten und eigene Muster im Umgang mit den technischen Möglichkeiten entwickeln, stellt Verantwortliche vor zusätzliche Herausforderungen.
Durch die bewusste Erlangung von zusätzlichen Kenntnissen im Bereich „Profiling“ wird die Fähigkeit gefördert, Verhandlungspartner in ihrer Funktion als Mitarbeiter und Geschäftspartner zu „lesen“. Der Umstand, dass die Mehrheit der Täter in der realen und virtuellen Welt aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter sind, fordert die Verantwortlichen dazu auf, Profiling-Wissen strukturiert und professionell anzuwenden.
Sonja Stirnimann

Kapitel 4. Social Engineering als Modus Operandi

Der Begriff Social Engineering hat in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen im Zusammenhang mit Delikten, die im Territorium des Cyberspace verübt werden. In Vergessenheit geriet jedoch die Tatsache, dass die Beeinflussung und Manipulation von Menschen seit frühester Evolutionsgeschichte ein fester Bestandteil sämtlicher Kulturen ist. Jede Aktion eines Individuums setzt eine Reaktion in seinem realen oder virtuellen sozialen Umfeld in Gang. Die Entscheidungsfindung jedes Individuums oder eines Zusammenschlusses von Individuen in einer Gruppe, Organisation oder einem Unternehmen ist beeinflusst, wenn nicht sogar manipuliert. Die Erkenntnisse der Neurowissenschaft belegen die daraus abgeleiteten Verhaltensweisen im Umgang mit Situationen, die bei exponierten Individuen Stress auslösen. Durch das Bewusstsein dieser Dimensionen der Manipulation, Beeinflussung und Entscheidungsfindung unter Stress werden die Verantwortungsträger bei der Beurteilung von Entscheidungsgrundlagen und in ihrer eigenen Entscheidungsfindung unterstützt.
Sonja Stirnimann

Kapitel 5. Verhaltensökonomie – ihre Rolle im Kontext der Wirtschaftskriminalität

Die Rationalität von Entscheidungen wurde in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Finanzanlagen infrage gestellt. Die traditionellen Finanztheorien entsprachen nicht mehr den Anforderungen der sich weiter entwickelnden Erklärungen im Hinblick auf das Investitionsverhalten. Elemente der Finanzwissenschaften, Soziologie und Psychologe verhalfen dazu, dass die Handlungen der Individuen verstanden werden können. Die zugrundeliegenden Faktoren zur Interpretationen von Informationen geben Auskunft darüber, wie die Entscheidungen zustande kommen. Die Adaption bestehender Modelle der Verhaltensökonomie von „Behavioral Finance“ auf die Wirtschaftskriminologie und deren Verhaltensmuster in Form von „Fraud Behavior“ zeigt erstaunliche Parallelen und Anknüpfungspunkte für Verantwortliche auf.
Sonja Stirnimann

Kapitel 6. Befangenheit – was wir warum glauben

Jedes Individuum steht unter ständigem Einfluss und nimmt Einfluss auf das Umfeld. Die bewusste und unbewusste Einflussnahme auf andere und deren Hintergrund führen im privaten wie geschäftlichen Kontext dazu, dass die Konsequenzen weitreichende Folgen haben können. Diese fehlende Objektivität oder Befangenheit können die Einflussnehmenden und Beeinflussten nur zu einem geringen Teil ein- und abschätzen. Die vielfältigen Ausprägungen und Möglichkeiten von Befangenheit während des professionellen Einsatzes werden anhand von praktischen Beispielen skizziert und veranschaulicht. Eigene Reflexionen möglicher Indikatoren können anhand der Fragestellungen erarbeitet und beliebig erweitert werden.
Sonja Stirnimann

Wissen implementieren

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Kapitel 7. Lebenszyklus wirtschaftskrimineller Handlungen und Non-Compliance

Das Kapitel „Lebenszyklus wirtschaftskrimineller Handlungen und Non-Compliance“ geht auf die drei Phasen ein, die Verantwortliche im Zusammenhang mit unterschiedlichsten wirtschaftskriminellen Ereignissen berücksichtigen sollten. Durch die Verknüpfung dieser drei Phasen mit den Erfolgs- und Risikofaktoren gelingt es, die Handlungsfähigkeit betroffener Unternehmen und Organisationen im Ereignisfall aktiv sicherzustellen. Im Fokus sind wesentliche Komponenten wie:
  • die Recherche,
  • die Indikatoren im Zusammenhang mit Frühwarnindikatoren und
  • die Untersuchung mit der Interviewmethodik.
Die Fallbeispiele verdeutlichen die verschiedenen Perspektiven der jeweiligen Rollen, die die Verantwortlichen, die Betroffenen und die Täter innehaben.
Sonja Stirnimann

Kapitel 8. Kommunikation – in guten wie in schlechten Zeiten

In guten Zeiten nimmt die Kommunikation eine andere Rolle ein als in schlechten. Dieses Kapitel befasst sich mit der Bedeutung von Kommunikation in Zeiten der Krise aufgrund wirtschaftskrimineller Handlungen und Non-Compliance. Die Definition von Begrifflichkeiten sowie die Abgrenzung unterschiedlicher Krisen werden aufgezeigt. Ebenso wird der Lebenszyklus einer Krise dem Zyklus eines Ereignisses aus dem Bereich Wirtschaftskriminalität gegenübergestellt und relevante Erkenntnisse abgeleitet. Der Fokus liegt auf der Kommunikations- und Handlungsfähigkeit von Betroffenen (Unternehmen und Verantwortliche) – mit dem Ziel, auch in Zeiten der Krise die Kommunikationsmöglichkeiten so zu wählen und einzusetzen, dass der Schaden aus einem Ereignis minimiert werden kann.
Sonja Stirnimann

Kapitel 9. Erfolgsfaktor Handlungsfähigkeit

Die individuelle Handlungsfähigkeit ist eine der Grundvoraussetzungen zur aktiven Teilnahme an der Gesellschaft – für jedes Individuum. Dass Handlungsfähigkeit aufgrund externer Ereignisse bedroht sein kann, gehört zu den Risiken, derer sich Verantwortliche von Organisationen und Unternehmen bewusst sein müssen. Das Ziel ist, durch vorkehrende Maßnahmen sicherzustellen, dass im Falle von wirtschaftskriminellen Ereignissen, Non-Compliance und Cyberangriffen die Handlungsfähigkeit dennoch jederzeit gewährleistet ist. Durch eine gute strategische Vorbereitung auf mögliche Delikt-Szenarien erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Schadensbegrenzung, insbesondere auf die Reputation. Die professionelle Ereignisbewältigung ist eine der wesentlichen Aufgaben von Verantwortungsträgern. Gute „Leader“ und fähige Führungskräfte erkennt man daran, wie sie sich im Moment der Kenntnisnahme bei Unregelmäßigkeiten verhalten und wie sie den weiteren Verlauf des Prozesses gestalten.
Sonja Stirnimann

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