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Über dieses Buch

Mit diesem Buch entdecken Sie die spannende Welt des Fußballmanagements

Wie keiner anderen Sportart gelingt es dem Fußball, Millionen von Menschen weltweit zu begeistern. Für die Fans ist das Spiel um den Ball mit Aufregung, Leidenschaft und Liebe verbunden. Doch Fußball ist gleichzeitig ein Big Business, das jährlich Umsätze in Milliardenhöhe generiert.
In seinem Buch „Der Professionelle Fußballklub - Professionelle Vereinsführung – Fakten, Zahlen und Anekdoten für Manager, Investoren und Fans.“ beschreibt Markus C. Hasel alles Wissenswerte aus diesen beiden Welten. Er schildert, was den Zauber der deutschen Bundesliga ausmacht und untersucht, wie unterschiedliche Managementstrategien und Entscheidungen zum Erfolg im Profifußball führen. So verknüpft er historische Fakten mit anwendungsorientierten Praxiselementen.
Dieses Sportmanagement-Buch nimmt Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit des Fußballmanagements. Markus C. Hasel untersucht die vergangenen zwei Jahrzehnte der ersten deutschen Bundesliga. Ausführliche Statistiken, Zahlen und Fakten zeigen Ihnen, welche Menschen die Bundesliga zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Der Autor beleuchtet speziell die Rolle von Trainern, Spielern, Positionen sowie Sponsoren. Unterhaltsame Anekdoten geben Ihnen bisher unbekannte Einblicke in die deutsche Fußballbranche – ein Mehrwert für Fußballmanager und Fans gleichermaßen.

Die Praxiswerkzeuge der erfolgreiche Vereinsführung

Im weiteren Verlauf des Buches beschreibt der Autor den Kern des Fußballmanagements: die Elementen der erfolgreichen Vereinsführung. Neben der Frage, was Vereinsmanagement und Vereinsführung unterscheidet, behandelt Markus Hasel auch die folgenden Aspekte in seinem Buch:
Budget
Sprachrohr
Personalarbeit
Beziehung zwischen Management und Trainer
Psychologische Werkzeuge im Umgang mit Spielern
Zielfestlegung

Zahlreiche Praxisbeispiele liefern Ihnen neue Ideen für Erfolgsstrategien, die sich auf den eigenen Verein übertragen lassen. Grundlagen der strategischen Planung runden diesen Themenkomplex ab. Zu guter Letzt stellt dieses Fußballmanagement-Buch menschliche Aspekte der Fußballbranche heraus und verdeutlicht, wie wichtig eine gute Beziehung zu den Fans und ein vertrauensvolles Miteinander innerhalb des Managementteams sind. Das macht dieses Fußballmanagement-Buch zu einem hilfreichen Begleiter für Studenten von Sportmanagement und Sportwissenschaft sowie für berufliche Quereinsteiger, die Ihren Berufswunsch Fußballmanager verwirklichen wollen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die Bundesliga

Die Bundesliga erlebt seit Jahren einen enormen Zuwachs an Popularität. Weltweit gehört die Bundesliga zu den fünf wichtigsten Fußballligen. Auch wenn momentan die englische Premier League noch Spitzenreiter auf internationalem Parkett ist, muss sich die Bundesliga nicht verstecken. Immer wieder werden Stimmen laut, die Bundesliga würde den Anschluss verlieren, die Zahlen der letzten Jahre deuten aber auf den großen Erfolg der deutschen Königsklasse hin. Einst eine Akkumulation von 16 Vereinen, um auf internationaler Ebene konkurrenzfähige Spieler zu entwickeln, ist die Bundesliga heute ein Riesengeschäft mit Umsätzen, die größer sind als das Bruttosozialprodukt so mancher Nation. Die Bundesliga hat seit dem neuen Millennium viele Klubs kommen und gehen sehen. Manche jedoch haben sich fest installiert und gehören zur 1. Bundesliga wie der Ball zum Fußball. Andere erlebten wilde Zeiten, Abstiege und Aufstiege, finanzielle sowie sportliche Probleme, gefolgt von triumphalen Momenten. Die Anziehungskraft der Bundesliga spiegelt sich nicht nur in ihrer finanziellen Stärke wieder, sondern auch der enormen Beliebtheit ihrer Fans, in Deutschland, Europa und weltweit. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich alleine die Stadionbesuche fast verdoppelt, die Zahlen für Fans hinter den Bildschirmen sind ebenso beeindruckend. Ein Ende ist nicht in Sicht. Das Gegenteil ist der Fall, die Bundesliga eilt von einem Erfolg zum nächsten. Die Bundesliga ist in der Tat eine wahre Erfolgsgeschichte.
Markus C. Hasel

Kapitel 2. Zahlen und Fakten zu den Menschen der Bundesliga

Der Fußball ist Menschen. Ob Fans, Spieler, Trainer, oder Vereinsvorstand. So erfolgreich das Wachstum der finanziellen Seite des deutschen Fußballs, so beeindruckend auch das Wachstum der menschlichen Seite, vor allem der Fanbasis der einzelnen Vereine. Die populärsten Vereine spielen pro Saison vor mehr Zuschauern im eigenen Stadion als Hamburg oder Köln an Einwohnern zählt. Andere Vereine werden lediglich von einer Kleinstadt unterstützt. Unabhängig von der Zahl der Zuschauer erlebten die meisten Vereine des professionellen Fußballs einen deutlichen Zuwachs in ihrer Fanbasis in den letzten zwei Jahrzehnten. Durch die stetig wachsende Begeisterung und die Zunahme der Stadionbesuche, profitieren viele Vereine von den wichtigen Einnahmen durch Ticket-Verkäufe. Die letzten zwei Jahrzehnte brachten aber nicht nur mehr Fans, sondern auch tausende von Spielern aus verschiedenen Nationen und eine hohe Anzahl an Trainern sowie Vereinsmanagern. Während mancher Klub mit seinen Mitarbeitern für Jahre zusammen arbeitete und gemeinsam Erfolg nach Erfolg feiern durfte, war es für andere schwieriger langfristige Beziehungen zu schaffen. Beeindruckend sind auch die Unterschiede zwischen den besten Vereinen und ihren weniger glücklichen Konkurrenten bezüglich der Altersstruktur und Besetzung der Positionen. Manch ein Verein setzte dabei auf Alter und Erfahrung, während andere Vereine Jugend auf dem Feld bevorzugte. Einige Gemeinsamkeiten bezüglich ihrer Spieler und Trainer verbindet die erfolgreichsten Vereine der letzten zwei Jahrzehnte jedoch.
Markus C. Hasel

Kapitel 3. Trainer

Die Trainer der Bundesliga sind so unterschiedlich wie die Vereinslogos. Auch die Beziehungen zwischen den Vereinen und ihren Trainern waren vielfältig. Manch ein Klub war loyal den Trainern gegenüber, andere entschieden sich für häufige Trainerwechsel. Qualität ist zweifelsohne die wichtigste Eigenschaft eines guten Fußballtrainers, aber diese mag mit der Zeit an Kraft verlieren. Dies ist nicht unbedingt der Qualität eines Trainers geschuldet, sondern seiner Wirkung auf das Team. Ein Trainer kann seinen Strategien nur realisieren, wenn die Spieler bereit sind seine Ideen und Strategien mit zu tragen. Es wird auch dem besten Trainer nicht gelingen Spieler zu motivieren und eine Mannschaft zu bilden, wenn er nur einige Wochen beim Verein ist, sich mit dem Vereinsmanagement zerstritten hat, oder Umstände einen Wechsel erfordern.
Höchstleistung braucht Zeit, ein Trainer, das Management und die Spieler müssen in eine Gemeinschaft hineinwachsen, aber manchmal gibt es auch für den besten Trainer einen Punkt an dem sein Einfluss auf die Mannschaft schwindet, seine Zeit an der Spitze der Mannschaft sein Ende findet. Sind die erfolgreichsten Vereine der letzten zwei Jahrzehnte dieses äußerst wichtige Element des Vereinserfolgs anders angegangen als ihre weniger erfolgreichen Konkurrenten? Blieben die Trainer länger bei den Topvereinen und macht dies wirklich einen Unterschied, oder sind Toptrainer in der Lage auch innerhalb kurzer Zeit einen bleibenden Erfolg zu schaffen? Es zeigen sich in der Tat große Unterschiede zwischen den erfolgreichsten und den schwächeren Vereinen im Umgang mit dem Trainer und der Dauer, die diese der Mannschaft vorstanden.
Markus C. Hasel

Kapitel 4. Vereinsmanager

Sie sind die Männer und Frauen an der Spitze ihrer Vereine. Sie sind diejenigen, die wegweisende Entscheidungen treffen und diese umsetzen. Spieler und Trainer, Fan und Sponsor, Presse und Managementkollegen, ein jeder richtet seine Aufmerksamkeit auf die Vereinsmanager ihrer Vereine. Ähnlich den Trainern bleiben auch hier einige nur wenige Monate an der Spitze, während andere Jahrzehnte ihrem Verein vorherrschen. Die Frage stellt sich auch hier: Ist der Vereinsmanager erfolgreicher, der lange an der Spitze des Vereins steht, oder bedarf es häufig eines Wechsels? In der Politik spricht man von der Lame Duck, einem Politiker, oder genauer, einem Präsidenten, der an einem Punkt angekommen ist, an dem jeder weitere Entscheidung nur noch wenig ausrichten kann. Ideen werden schnell verworfen und nicht umgesetzt, da der Präsident nur noch für einige Zeit im Amt ist und somit der Implementierung der Vision und Strategie nur noch wenig behilflich sein wird. Der Lame Duck Präsident, der generell gegen Mitte seiner letzten Amtszeit, eine eher symbolische Rolle einnimmt, weniger der, einer exekutiven Stärke. Der Präsident verkommt zu einer wenig handlungsfähigen und geschwächten Machtperson. Die Frage stellt sich somit, ob die Bundesliga, die viel mehr als reiner Sport ist, ein finanzstarkes Business, das gilt professionell geleitet zu werden, auch viele Lame Ducks an der Spitze hat, oder ob sich ein anderes Bild zeigt. Sind die erfolgreichsten Vereine, die, die oft ihren Vereinsvorstand wechseln oder die, die stabil über Jahre von einer Person und einer Mannschaft geführt werden?
Können Sie sich einen deutschen Bundeskanzler vorstellen, der ursprünglich aus Italien kommt, einen US Präsidenten, der in der Schweiz geboren ist? Beides ist rechtlich nicht möglich. Wie steht es aber um die Nationalitäten der Vereinsmanager der Bundesligavereine der letzten zwei Jahrzehnte? Findet sich auch hier ein homogenes Bild wieder. Wird die deutsche Liga geführt von deutschen Vorständen und Präsidenten, oder sind sie so vielfältig wie ihre Spieler, heterogen und aus unterschiedlichen Winkeln dieses Planeten?
Markus C. Hasel

Kapitel 5. Die Elemente der erfolgreichen Vereinsführung

Sie sind die Männer und Frauen an der Spitze ihrer Vereine. Sie sind für deren Erfolg zuständig, entscheiden über Personalentscheidungen, tragen die Stimme des Vereins nach außen wieder, sie sind die Repräsentanten ihres Vereins, verhandeln erfolgreiche Sponsorenverträge, definieren die Strategien für den Verein und pflegen Beziehungen mit Mitarbeitern, Managementkollegen, Investoren, Fans, der Presse und vielen anderen. Ihre Handlungen weisen den zukünftigen Weg des Vereins und führen hoffentlich zu dem erwünschten Erfolg. Ihre Persönlichkeiten sind bunt, ihre Hintergründe reichen von Unternehmer zu großem Fußballfan und ehemaligem Profispieler. Sie sind die Manager der 37 Vereine der Mannschaften, die in den letzten zwei Jahrzehnten die Bundesliga geschmückt haben. Egal wie unterschiedlich ihre Hintergründe, ihre Persönlichkeiten, die Besten unter ihnen teilten ähnliche Ansätze in der Führung ihrer Vereine. Sie setzten ihre Fähigkeiten zum richtigen Zeitpunkt ein und schafften es die Unmenge an Aufgaben erfolgreich zu bewältigen und andere in ihre Visionen mit einzubinden. Das folgende Kapitel ist die erste kurze Übersicht über die Persönlichkeiten an der Spitze der Bundesligavereine der letzten zwei Jahrzehnte und den Managementtätigkeiten, die sie teilen und deren, die sie voneinander unterscheiden.
Markus C. Hasel

Kapitel 6. Budget

Fußball ist Business, es ist Geld, sehr viel Geld. Die besten Vereine werden wie Unternehmen geführt, professionelle Manager stehen den Vereinen vor und stellen sicher, dass das Fundament des Vereins, die Finanzen, solide ist. Ein Verein, der laufend vor einem finanziellen Kollaps weglaufen muss, hat weniger Kraft auf dem Platz die nötigen Meter für den Erfolg zu laufen. Manch ein Verein bediente sich äußerst unterhaltsamer Methoden der Geldbeschaffung, andere wiederum gingen einen eher konservativen Weg. Allen erfolgreichen Vereinen ist jedoch gemein, dass sie die Beziehungen mit Sponsoren erfolgreich meisterten und auf langfristige Partnerschaften setzten. Dies ist auch eines der Geheimnisse, es waren Partnerschaften, die von einem gegenseitigen Gewinn geprägt waren. Die besten Vereinsmanager sahen den Sponsor nicht nur als reinen Geldgeber, sondern als Partner, der ebenso stark von der Sponsorenbeziehung profitieren sollte, wie der Verein selbst. Nicht nur das, die erfolgreichsten Vereine der letzten zwei Jahrzehnte wussten auch um die Bedeutung der Pfauen-Wirkung, der Macht des Vereinsimages als ein herausragender, einzigartiger Pfau, der in der Lage ist mehr zu bieten als die Mitbewerber. Bevor wir uns die subtileren Seiten des Sponsorenmanagements ansehen, wollen wir uns die harten Fakten, die Entwicklung der Einnahmen durch Fernsehrechte und Trikoteinnahmen aller Vereine der letzten zwei Jahrzehnte, die in der 1. Bundesliga spielten, ansehen.
Markus C. Hasel

Kapitel 7. Sprachrohr

Jeder kennt Namen wie Karl-Heinz Rummenigge, Joachim Watzke, Bernd Hoffmann, Uli Hoeneß, Jörg Schmadtke, oder Michael Schade und seinen Nachfolger Fernando Carro de Prada. Sie sind die Sprachrohre ihrer Vereine, diejenigen, die in der Öffentlichkeit ihren Verein vertreten, in den Entscheidungsgremien mitwirken, und ihrem Verein ein Gesicht gegen. Sie leihen ihrem Verein auf nationaler wie auch internationaler Ebene ihre Stimme. Vor kurzem war es der Vorstand des FC Bayern, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, die mit ihrer Pressekonferenz am 19. Oktober 2018 einen Sturm der Entrüstung auslösten. Sie taten ähnliches wie viele der erfolgreichsten Vorstände der 37 Vereine der letzten zwei Jahrzehnte. Sie benutzten ihre öffentliche Position als defensiver Schirm, der den Verein und seine Mitarbeiter vor externer Kritik schützen soll.
Ob Medien oder Politiker, Schiedsrichter oder Berater, der effektive Umgang mit externen Instanzen war allen guten Vereinsmanagern gemein. Sie verteidigen ihren Verein, sind intelligent und gelegentlich diplomatisch im Umgang mit Schiedsrichtern. Sie sprechen sich öffentlich gegen Missstände aus, um ihren eigenen Verein vor Schaden zu bewahren und für zukünftige Ereignisse zu wappnen. Lassen Sie uns einige der Aspekte der Funktion des Managers als Sprachrohr des Vereins näher beleuchten.
Markus C. Hasel

Kapitel 8. Personalarbeit

Die teuersten Spieler richten als Einzelne wenig gegen einen Gegner aus, der als Mannschaft kämpft. Wir sahen es in der Vergangenheit immer wieder, teure Spieler wurden gekauft, konnten den Erwartungen an sie nicht gerecht werden und verließen den Verein wieder. Vereine können langfristig nur Erfolg haben, wenn die Personalarbeit effizient und durchdacht gehandhabt wird. Überstürzte Einkäufe, zu kleine oder zu große Kader, mehrere Topspieler, die, statt miteinander, gegeneinander spielen, in Konkurrenz stehen und folglich wenig zum Teamerfolg beitragen. Es beginnt bei der Rekrutierung und zieht sich durch bis zum Ende der Zusammenarbeit mit Spielern, Trainern und Mitarbeitern, die Personalarbeit muss vorausschauend stattfinden. Reaktives Handeln führt zu falschen und schwachen Entscheidungen, Notlösungen, die eine Mannschaft nur kurzfristig, oder gar nicht stärken.
Es gilt Toppotenzial zu erkennen, Spieler von innen und außen zu entwickeln und mit den Spielern, die für den Verein kämpfen, eine vertrauensvolle Beziehung zu entwickeln und zu erhalten. Auch das teuerste Team mag nur bedingt besser sein als finanzielle schwächere, wenn die Rekrutierung und das Zusammenstellen der Mannschaft weniger durchdacht ist. Es geschah nicht nur einmal in den letzten zwei Jahrzehnten, dass viel Geld für Spieler ausgegeben wurde ohne eine große Wirkung auf den Mannschaftserfolg. Eine kostspielige Angelegenheit, die durch smarte und proaktive Personalarbeit verhindert werden hätte können.
Da wir verstehen wollen, was Vereinsmanager tun, um eine Topmannschaft auf den Platz zu schicken, sollten wir uns die Schritte ansehen, die aus einzelnen Spielern eine erfolgreiche Mannschaft formen. Lassen Sie uns die einzelnen Etappen, von der Rekrutierung über die Motivation der Spieler bis zu dem Moment, an dem es heißt, Lebewohl zu sagen, genauer beleuchten. Fangen wir am Anfang an, der Rekrutierung der Spieler.
Markus C. Hasel

Kapitel 9. Die Beziehung zwischen Management und Trainer

Die einen sind ruhiger, die anderen wirken enorm gestresst. Sie laufen an der Seitenlinie auf und ab, geben den Spielern auf dem Platz Anweisungen, rudern mit ihren Armen in Unverständnis angesichts einer, in ihrer Wahrnehmung, falschen Schiedsrichterentscheidung. Die Trainer, sie sind der elementare Faktor für den Erfolg einer Mannschaft. Wie ein Dirigent gibt es auch für Trainer die Phase des Trainierens und die des Analysierens. Bei Anpfiff können nur noch beschränkt Strategien beeinflusst, Spielabläufe verbessert werden. Durch punktgenaue Auswechslungen kann zwar noch während des Spiels großen Einfluss genommen werden, aber dies ist nur ein kurzer Moment in der Arbeit eines Trainers. Der Trainer ist Motivator und Lehrer zugleich. Trainer sind oft Bindeglied zwischen Spielern und Management. Als wichtiger Teil des Vereinserfolgs ist es deshalb von größter Bedeutung, dass der Trainer nicht nur eine gute Beziehung mit den Spielern pflegt, sondern auch mit dem Management. Konsequenterweise nehmen die besten Vereinsmanager nicht nur ihre Spieler in Schutz, sondern auch ihre Trainer. In welcher Weise sie dies taten und wie sie durch Flexibilität und Jobgarantien für die Trainer für Erfolge sorgten, darauf wollen wir uns im nächsten Abschnitt konzentrieren. Nicht umsonst gilt die Trainerstelle im professionellen Fußball als eine der unsichersten Jobs im Fußball.
Markus C. Hasel

Kapitel 10. Die psychologischen Werkzeuge im Umgang mit Spielern

Fußballmanager verfügen über eine Vielzahl an Werkzeugen, um einen Verein erfolgreich zu führen. Unter anderem, wie schon erwähnt, die Rekrutierung von Spielern, Trainern und anderen Vereinsmitarbeitern. Diese sind offensichtliche Personalentscheidungen, leicht einsehbar von außerhalb des Vereins. Andere Bereiche des Klubmanagements sind subtiler und weniger öffentlich, deren Wirkung auf Mannschaft und Verein aber ebenso wesentlich. Wir haben uns soweit mit den finanziellen Aspekten des Vereinsmanagement sowie die Weise, in der erfolgreiche Vereinsmanager Konflikte mit Trainern lösen, sie vor Angriffen schützen und funktionierende, motivierende und positive Beziehungen schaffen. Die Art der Kritik und der Lob am Trainer und Sponsor liest sich teils ähnlich im Umgang mit Spielern. Die besten Manager der letzten zwei Jahrzehnte bedienten sich einiger psychologischen Tricks, ihre Kritik und ihrem Lob Wirkung zu verschaffen. Sie beließen es nicht bei einfachen Fakten, um ihrem Lob Ausdruck zu verleihen. Sie kommunizierten Kritik und Lob bildlich, appellierten an den persönlichen und professionellen Stolz der Spieler oder verglichen sie mit den Besten, die der Fußball je erleben durfte. Lob und Kritik nahmen durch den persönlichen Aspekt eine stärkere Stellung ein. Die besten Vereinsmanager bedienten sich einem weiteren Trick ihrem Feedback der Spielerleistung Gewicht zu verleihen. Emotionen. Wir als Homo Sapiens sind am stärksten angetrieben von Gefühlen, Träumen und Bedürfnissen. Es sind die Emotionen, die uns am stärksten beeinflussen. Die Gefühle sind eine der mächtigsten Waffen eines Managers seine Spieler zu besseren Leistungen anzutreiben. Lassen sie uns weiter im Werkzeugkasten des erfolgreichen Fußballmanagements stöbern, um zu verstehen wie die Manager der letzten zwei Jahrzehnte ihre Mannschaften zu Höchstleistungen trieben.
Markus C. Hasel

Kapitel 11. Einheit demonstrieren

Stellen Sie sich vor, Sie ständen einer Mannschaft an elf Topspielern gegenüber, alleine, ohne den Rückhalt ihrer Mannschaftskollegen. Die Aufgabe wirkt gigantisch. Einer gegen elf. Sie sind aber nicht alleine, jedenfalls nicht physisch. Stellen Sie sich vor Sie ständen zwar mit den anderen zehn Spielern ihrer Mannschaft auf dem Platz, aber wüssten nicht, ob Sie sich auf den Mann neben sich oder hinter sich verlassen könnten. Vielleicht wollen sie es auch gar nicht wissen, vielleicht liegt ihnen nicht viel an einem engeren Kontakt mit dem Mitspieler.
Auch wenn ein Team zu elft auf dem Spielfeld steht, bedeutet dies nicht, dass sie als Einheit funktionieren. Wir sahen dies in jüngster Zeit in der deutschen Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaft, es gab dies zu bestaunen als Paris Saint Germain, trotz zwei der besten Spieler weltweit, Neymar und Mbappe, die erwarteten Leistungen nicht brachte. Es fehlte der Mannschaftsgeist, Risse zwischen einzelnen Spielern machten Höchstleistungen unmöglich.
Ein Verein kann nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn die Mannschaft eine Einheit bildet. Lassen Sie uns deshalb einige Beispiele ansehen, in denen der Mannschaftsgeist, und vielmehr die Schaffung eines Einheitsgefühls, zu großen Erfolgen führte.
Markus C. Hasel

Kapitel 12. Schutz der Spieler

Gelegentlich will ein jeder die schützende Hand eines Anderen über sich wissen. Dies gilt vor allem für die Jugend. Weshalb Jugend, mögen Sie sich jetzt fragen? Die Mehrheit der Spieler, die auf dem Platz um Erfolge kämpft sind Anfang, Mitte Zwanzig und bedürfen häufig mehr Unterstützung als ein Spieler Ende Zwanzig oder Anfang Dreißig. Aber auch ältere Spieler müssen hin und wieder vor internen oder externen Angriffen geschützt werden.
Die besten Vereinsmanager taten dies nicht nur für die Spieler auf dem Platz, sondern auch abseits. Einige sogar für verdiente Spieler, die Angriffen von Kritikern ausgesetzt waren, obwohl diese nicht länger für den Verein tätig waren. Die Wirkung um das Wissen, dass das Vereinsmanager hinter den Spielern steckt ist nicht nur bedeutend für die Spieler des Vereins, sondern auch zukünftige Spieler. Es kommuniziert Verantwortungsbewusstsein und ein sicheres Umfeld geschaffen durch ein professionelles Vereinsmanagement.
Lassen Sie uns unterschiedliche Situationen und Umgehensweisen der Vereinsmanager zum Schutz der Spieler und deren Auswirkungen auf Spieler und Team näher betrachten.
Markus C. Hasel

Kapitel 13. Ziele

Ziele sind wichtige Elemente für den Erfolg einer Mannschaft und den Verein. Ein Ziel ist wie das Nordlicht am Himmel, es dient als Führung, es bestimmt die Aktionen, die zum Erfolg führen. Ziele sind wie ein Navigationsgerät: sie bringen uns dorthin, wo wir uns in der Zukunft sehen. Die Bestimmung eines Ziels kann eine enorme Antriebsfeder sein. Ein Ziel ist aber nur so viel wert wie es erreichbar und greifbar für alle Beteiligten ist. Es gilt Ziele so zu kommunizieren, dass sie für alle verständlich sind.
Vereinsmanager der letzten zwanzig Jahre haben sich verschiedener Techniken bedient, um Ziele so wirksam wie möglich mit der Mannschaft und dem Verein zu teilen. Von realistischen Zielen zu Emotionen, Symbolik zu Herausforderungen. Die Art und Weise der Zielsetzung und der Kommunikation bestimmen über die erfolgreiche Realisation eines Ziels. Denn Vereine sind Kollektive und es ist somit unabdingbar, dass Spieler wie Fans, Trainer und Managementkollegen, Mitarbeiter wie Sponsoren imstande und bereit sind den Weg mitzugehen.
Markus C. Hasel

Kapitel 14. Positiver Ausblick

Wie auch im Leben, gibt es im Fußball ein Auf und Ab. Eine Woche mag man sich auf dem Höhepunkt der Welt befinden, in der nächsten eine schwere Niederlage verkraften müssen. Schwierige Zeiten sind normal und es ist im Interesse eines Fußballmanagers die Klubmoral zu erhalten. Als Kapitän des Vereins sind der Vereinsmanager und sein Team bestens beraten eine positive Botschaft zu kommunizieren, die Vision einer besseren Zukunft, eine Zukunft, in der der Verein stärker und erfolgreicher ist, in der Spieler frei spielen können ohne sich über die Geschehnisse in den nächsten Monaten sorgen zu müssen. Eine Zukunft, in der Fans das Spiel als das genießen können was es ist, eine wunderbare Freizeitbeschäftigung, 90 min voller Gefühle und die Möglichkeiten ihre Mannschaft anzufeuern und eine tolle Leistung zu feiern.
Fußball ist ein visueller Sport. Wir sehen uns das Team an, wie es über das Feld läuft, Möglichkeiten herausspielt und ihre eigene Hälfte verteidigt. Wir genießen Zweikämpfe, tolle Aktionen und Tore. So visuell wie der Sport, so visuell auch die diversen Managementtechniken, denen sich Vereinsmanager bedienen, um eine bessere Zukunft zu porträtieren. Wenn Vereine sich am Boden befanden, gab es nicht mehr viel, was sie zu verlieren hatten. Aufgeben war für viele jedoch keine Option, es ging darum, eine positive, zukunftsorientierte Vision zu etablieren und zu verwirklichen.
Hier einige Beispiele wie dies gelingen kann und wie Vereinsmanager ihre positive Wirkung selbst unterwandert haben.
Markus C. Hasel

Kapitel 15. Beziehung mit den Fans

Eine der wichtigsten Interessengruppen eines Fußballvereins sind sicherlich die Fans. Fans identifizieren sich mit ihrem Verein, bleiben ihm oft ein Leben lang treu, leben ihre Loyalität durch Gesänge und reisen zur Unterstützung ihrer Mannschaft teils hunderte und tausende von Kilometern.
Spieler sind nicht nur einfach ein identitätsloser Haufen, der den Platz auf und ab läuft, Fans kennen ihre Namen, Hintergründe und identifizieren sich gelegentlich auch mit einem Spieler. Junge Fans blicken zu ihren Idolen auf und eifern ihnen nach. Fans fühlen mit ihrem Team, werden unruhig, wenn sie bei der Wahl eines Trainers oder Managers nicht mit ihrem Vereinsmanagement übereinstimmen. Im Fußball, wie auch in Familien, sind die guten und schlechten Seiten Teil des täglichen Lebens. Fans mögen sich über Managemententscheidungen ärgern oder ihrem Frust Luft machen, wenn die Mannschaft nicht alles tut, um ein Spiel zu gewinnen, aber sie werden in den meisten Fällen ihrem Verein auf Ewigkeit treu bleiben.
Der 12. Mann unterstützt nicht nur das Team, Fans haben die Kraft ein Spiel zu entscheiden. Auswärtsspiele stellen eine Mannschaft vor eine große Probe, sind es doch die Unterstützer der Heimmannschaft, die die Macht haben ein Spiel in ihrem Stadion zu beeinflussen. Die schiere Wucht der Gesänge und Anfeuerungsrufe bewegen sich wie eine Welle über das Feld und können die eigenen Spieler zum Erfolg tragen, den Gegner bei seinem Angriff verunsichern. Gleichzeitig besitzen unzufriedene Fans die Möglichkeit das Vereinsmanagement zu entthronen. Der 12. Mann ist enorm mächtig.
Vereinsmanager nehmen die Macht der Fanbasis äußerst wichtig und es sind die erfolgreichsten, die dieses Potenzial für den Erfolg ihres Vereins mobilisieren und die Beziehung mit Andacht pflegen.
Markus C. Hasel

Kapitel 16. Beziehungen innerhalb des Managementteams

So wichtig die Beziehung mit Fans, so bedeutend auch der Umgang innerhalb des Vereinsmanagements. Stellen sie sich einen Klub vor, in dem die Manager sich aus dem Weg gehen, nicht in der Lage sind miteinander zu kommunizieren, oder in permanentem Konflikt bezüglich der Zukunft des Vereins stehen. Ein Managementteam, das lediglich der Beschreibung einer zusammenarbeitenden Ansammlung an Menschen genügt, hat den Namen Team nicht verdient. Anstatt eines wahren Teams, in dem Manager ebenbürtig kooperieren, ein gemeinsames Verständnis und ein hohes Niveau an Vertrauen haben, ist die Ansammlung nichts weiter als Koexistenz ohne große Wirkung und Schlagkraft, ohne wirklich Hoffnung darauf, den Verein nach vorne bringen zu können.
Wäre es möglich einen erfolgreichen Klub zu führen, wenn das Management im stetigen Konflikt steht, Vertrauen zwischen den einzelnen Personen fehlt und eine autoritäre Figur über allen thront? Die erfolgreichsten Vereine führten ihren Verein und lebten ihre Managementteams genau gegenteilig, sie führten als Team, mit Respekt und Vertrauen.
Markus C. Hasel

Kapitel 17. Strategische Planung

Beziehungen im Fußball sind wichtig, aber sie müssen auch Bestand haben, um langfristig einen wirklichen Mehrwert für den Verein darzustellen. Die erfolgreichsten Vereine seit 1999/2000 sind diejenigen, die Kontinuität an erste Stelle gesetzt haben. Dies bezieht sich auf alle Bereiche, einschließlich dem sportlichen, den Spielertransfers, Sponsorenverträgen, Marketing-Deals, Mitarbeitern und auf der Managementebene. Vereinsmanager der erfolgreichsten Vereine der letzten zwei Jahrzehnte integrierten die Bewahrung der Stabilität aller Bereiche des Vereins und das vorausschauende Planen und Handeln in ihre Managementtätigkeiten. Sie führten den Verein mit einem mittel- und langfristigen Ansatz, statt nur die nächsten paar Wochen in ihre Entscheidungen einfließen zu lassen.
Markus C. Hasel

Kapitel 18. Persönlichkeiten der Vereinsmanager

Als Person an der Spitze des Vereins ist es entscheidend welche Expertisen und welchen Hintergrund ein Vereinsmanager besitzt. Ist es ein Unternehmer, der das Schicksal des Vereins bestimmt, ein ehemaliger Fußballspieler, eine autoritäre Führungspersönlichkeit oder ein Fan des Vereins, dem viel an der Meinung anderer gelegen ist? Die Vereinsmanager der letzten zwei Jahrzehnte waren in ihrer Art und ihrer Persönlichkeit vielfältig. Ihre Erfahrungsschätze reichten von erfolgreichem Unternehmer, der erst anschließend der Fußballwelt beitrat zu Managern, die von Kindheit den Fußball lebten. Andere waren einst Lehrer und schafften den Spagat zum erfolgreichen Vereinsmanagement durch ihre Empathie, andere verhielten sich wie Könige und erreichten trotz anfänglicher Erfolge weniger als ihre Kollegen, die sich der Diplomatie und des Zusammenarbeitens mit Kollegen verschrieben.
Einige dieser verschiedenen Persönlichkeiten unter den Vereinsmanagern, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede und deren Erfolge, die sie während ihrer Zeit verbuchen konnten, wollen wir nachfolgend näher betrachten.
Markus C. Hasel

Kapitel 19. Die 22 Gebote der erfolgreichen Fußballmanager

1.
Bringe die Klubfinanzen in Ordnung
 
2.
Sehe personelle Veränderungen und Bedürfnisse voraus
 
3.
Sei aktiv, nicht reaktiv, in der Spielerrekrutierung
 
Markus C. Hasel
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