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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlegung der Untersuchung

Zusammenfassung
Obwohl die Herstellung bzw. Erzeugung von Waren und der Handel mit diesen eine „... uralte und ureigenste Eigenschaft des Menschen“1 ist, nahm die systematische und wissenschaftliche Analyse von ökonomischen Austauschprozessen und -beziehungen zwischen Einzelwirtschaften2 erst gegen Ende des 19. bzw. mit Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Anfang.3 Dabei rückte auch die Gestaltung des Absatzweges vom Erstanbieter zum Letztnachfrager und die damit verbundene Frage nach der Einschaltung von Zwischennachfragern/Zwischenanbietern in den Fokus der Diskussionen,4 so daß die Beziehung zwischen Hersteller und Handel als Forschungsgegenstand der Betriebswirtschaftslehre auf eine ungefähr hundertjährige Geschichte zurückblicken kann.
Ralph Tunder

2. Wissenschaftstheoretische Hintergründe und Einordnung der Arbeit

Zusammenfassung
Wie bereits den bisherigen Ausführungen implizit zu entnehmen war, fungiert als Forschungsdisziplin für die gesamte Untersuchung grundsätzlich die Betriebswirtschaftslehre im allgemeinen und die Marketingwissenschaft als deren spezielles Teilgebiet im besonderen. Gleichwohl verlangen die Problemstellung und die angestrebte pluralistische Ausrichtung der Erkenntnisziele eine interdisziplinär offene Blickrichtung, so daß stellenweise auch volkswirtschaftliche und rechtliche Bewertungseinheiten beim Aufspannen des wissenschaftlichen Bezugsrahmens für die Arbeit Berücksichtigung finden.69 Dabei ist die Einbeziehung rechtlicher Restriktionen aufgrund deren Einfluß auf die Entwicklungs- und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Hersteller-Handel-Beziehungen zwar einerseits erforderlich, anderseits führt dies notgedrungen dazu, daß der räumlich-zeitliche Urteilsbezug eingeschränkt werden muß. Die Untersuchung beschränkt sich dementsprechend im wesentlichen auf die deutsche Wirtschaft der Gegenwart. Nichtsdestotrotz werden jedoch auch Belege für Wirkungszusammenhänge aus früheren Zeitabschnitten verwendet, ebenso wie auf Beispiele aus anderen Ländern verwiesen wird, um möglichst Ergebnisse von einem allgemeingültigen Charakter anzustreben.
Ralph Tunder

3. Entwurf eines problemrelevanten nomologischen Hypothesenrahmens zu Transaktionen, Transaktionsprozessen und -beziehungen

Zusammenfassung
Im vorstehenden Kapitel 2 wurde die Arbeit in ihren wissenschaftstheoretischen Kontext eingeordnet und die paradigmatische Grundlage zur weiteren Analyse gelegt. Darauf aufbauend wird im Rahmen der Arbeit versucht, nach der oben skizzierten deduktiv-nomologischen Methode von Hempel/Oppenheim, ein Explanans zu erstellen, aus dem Ansatzpunkte zur problemrelevanten Erklärung von Transaktionsbeziehungen zwischen Hersteller und Handel abzuleiten sind. Das bedeutet als erstes, daß in dem anstehenden dritten Kapitel problemrelevante nomologische Hypothesen entwickelt werden müssen, um im Anschluß daran auf deren Basis im vierten Kapitel die dazugehörigen Antecedenzbedingungen aufzustellen.
Ralph Tunder

4. Entwicklung von Antecedenzbedingungen der Transaktionsbeziehung der Hersteller zum Handel

Zusammenfassung
Auf Basis des im vorangegangen Kapitel 3 entwickelten nomologischen Hypothesenrahmens wird im weiteren nach den systemimmanenten Antecedenzbedingungen gefragt, die Hersteller einer Beziehung zum Handel vorausstellen und die deswegen von ursächlicher Natur für deren Transaktionsbeziehung sind. Die diesbezügliche Erklärung setzt an der Transaktionskostentheorie an und führt den Transaktionswert als Effizienzkriterium ein. Daran anknüpfend werden in diesem Kapitel jene Bestimmungsfaktoren untersucht, die den Transaktionswert zwischen Hersteller und Handel bestimmen, wobei diese zuerst einmal identifiziert werden müssen, um im Anschluß daran deren Einflußgrößen und somit deren Ausprägungen erklären zu können.
Ralph Tunder

5. Deduktionen aus dem Transaktionswert für Gestaltungsoptionen der Hersteller-Handel-Beziehung anhand des Markt-Hierarchie-Paradigmas

Zusammenfassung
Auf Basis des im dritten Kapitel aufgestellten nomologischen Hypothesenrahmens widmete sich das vorstehende vierte Kapitel der Entwicklung von Antecedenzbedingungen der Transaktionsbeziehung zwischen Hersteller und Handel. Dabei wurde im Zusammenhang mit den Bestimmungsgründen einer Transaktionsbeziehung zunächst der Transaktionswert als Effizienzkriterium eingeführt. Darauf aufbauend galt es anschließend nach den Größen zu fragen, die Einfluß auf die Bestimmungsfaktoren des Transaktionswertes nehmen. Im Ergebnis des vierten Kapitels konnte somit ein Prüfschema aufgestellt werden, daß sowohl die Wirkungszusammenhänge der Einflußgrößen auf die Bestimmungsfaktoren des Transaktionswertes im besonderen aufzeigt als auch die Wesensmerkmale der systemimmanenten Antecedenzbedingungen im allgemeinen abträgt.
Ralph Tunder

6. Schlußbetrachtung und Quintessenz

Zusammenfassung
Ausgehend von dem gegenwärtigen Kräfteverhältnis zwischen Hersteller und Handel war die vorliegende Untersuchung von der Problemstellung geleitet, dem Hersteller einen neuen Denkansatz im Verständnis zum Handel aufzuzeigen. Dieser sollte grundsätzlich über die Grenzen des systemimmanenten vertikalen Konkurrenzdenkens zwischen Hersteller und Handel hinausgehen und sich somit auch von deren klassischen Rollen- und Konfliktbildern lösen. In diesem Sinne stand die Untersuchung vor der Aufgabe, dem Hersteller eine Perspektive zu eröffnen, mit der er seine Transaktionsbeziehung mit dem Handel frei von „ideologischem Ballast“ bewerten und gestalten kann.
Ralph Tunder

Backmatter

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