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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel I. Einleitung

Zusammenfassung
Der technologische Wandel ist eine der wichtigsten Triebkräfte des Wettbewerbs.I Neue Technologien können die Grundlage für das Entstehen einzelner Unternehmen bzw. gesamter Branchen sein und gleichzeitig aus Sicht bestehender Anbieter eine existenzbedrohende Gefahr darstellen.2 Betrachtet man die Realität, so ist festzustellen, daß etablierte Unternehmen mit einer starken Marktposition oft nur beschränkt in der Lage sind, auf radikale technologische Umbrüche adäquat und rechtzeitig zu reagieren, was durch Utterback auf den Punkt gebracht wird:
„A critical pattern in the dynamics of technological innovation — and one that should give every business strategist a great deal of discomfort — is the disturbing regularity with which industrial leaders follow their core technologies into obsolescence and obscurity. Firms that ride an innovation to the heights of industrial leadership more often than not fail to newer technologies. Few attempt the leap from the fading technology to the rising challenger; even fewer do it successfully.„3
Jens Mörchel

Kapitel 2. Modellierungen von technologischem Wissen

Zusammenfassung
Die Beherrschung von Technologien hat in fast allen Branchen eine überragende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Anbietern. Trotz dieser sowohl in der betriebswirtschaftlichen als auch volkswirtschaftlichen Literatur herrschenden Ansicht ist bisher noch nicht eindeutig geklärt, wie der Begriff Technologie in adäquater Weise abzugrenzen ist. Zunächst seien einige in der Literatur vorzufindende Definitionen genannt:
Jens Mörchel

Kapitel 3. Das Unternehmen als Akteur im Wettbewerb

Zusammenfassung
Bisher wurden in relativ abstrakter Weise sowohl unterschiedliche Formen als auch die Entwicklung von technologischem Wissen betrachtet. Bezüglich der Akteure wurde dabei stets implizit vorausgesetzt, daß sie versuchen, ihr Wissen in möglichst optimaler Weise zu verwerten. Um brauchbare Aussagen über die Dynamik des technologischen Wettbewerbs treffen zu können, ist es jedoch nötig, das Verhalten und die Fähigkeiten dieser Akteure näher zu analysieren. In der neoklassischen Theorie fällt die Produktion von Gütern den Unternehmen zu. Ebenso wie die Technologie wird dabei auch das Unternehmen nur oberflächlich behandelt bzw. seine Modellierung auf eine vollständig determinierte und statische Produktionsfunktion reduziert. Einer der Gründe fur diese Vernachlässigung mag in der relativen Unbestimmtheit des Begriffs des Unternehmens zu suchen sein, was durch Penrose zum Ausdruck gebracht wird:
„A ‘firm’ ist by no means an unambiguous clear-cut entity; it is not an observable object physically separable from other objects, and it is difficult to define except with reference to what it does or what is done within it. Hence each analyst is free to choose any characteristics of firms that he is interested in […] Herein lies a potential source of confusion.“147
Jens Mörchel

Kapitel 4. Wissensprozesse auf der unternehmensübergreifenden Ebene

Zusammenfassung
Im letzten Kapitel wurde die ressourceninduzierte Wachstumsdynamik von Unternehmen betrachtet. Ein wesentliches Ergebnis dieser Analyse ist darin zu sehen, daß durch die wissensbasierte Evolution unternehmensindividuelle Wachstumspfade impliziert werden, die zwangsläufig zu unterschiedlichen Wissensständen und damit auch zu unterschiedlichen Aktivitäten verschiedener Unternehmen fuhren müßten. Eine Gleichheit zwischen Unternehmen wäre überhaupt nur bei gleichem Anfangsbestand an Ressourcen denkbar und selbst dann würden die von Penrose beschriebenen Prozesse der Ressourcenveränderung wiederum zu unternehmensspezifischen Entwicklungen fuhren. Allerdings zeigt bereits eine flüchtige Betrachtung der Realität, daß durchaus Gruppen von Unternehmen existieren, die sich durch einen hohen Grad an technologischer Homogenität auszeichnen, was sich unter anderem in einem gleichartigen Verhalten im Wettbewerb widerspiegelt. Diese Beobachtung hat wesentlich die mikroökonomische Literatur geprägt und innerhalb der neoklassischen Literatur sogar zu einer kompletten Negierung der Unterschiede von Unternehmen geführt. Ein etwas anderes Bild ergibt sich innerhalb der Industrieökonomik, in der die Charakteristika eines Unternehmens im wesentlichen als Ergebnis bestimmter Strukturvariablen einer Branche begriffen werden.
Jens Mörchel

Kapitel 5. Wettbewerb als Verknüpfung von Branchen und Märkten

Zusammenfassung
Wettbewerbliche Vorteile sind innerhalb der Marktprozeßtheorie ausschließlich auf Wissensvorsprünge einzelner Marktteilnehmer zurückzufuhren und infolge der Fähigkeiten anderer Indivi­duen stets als temporär zu betrachten.449 Der Erwerb von Wissen kann sich auf unterschiedliche Art und Weise vollziehen.450 Zum einen können Transaktionen auf einem Markt beobachtet werden und haben insofern Signalwirkung. Durch Beobachtung erhalten Marktteilnehmer Informationen darüber, zu welchen Konditionen Transaktionen Zustandekommen und welche angebotenen Lösungen von den Nachfragern ausgewählt werden. Solche Informationen sind von besonderer Relevanz für unterlegene Anbieter, die sich in der nächsten Runde des Marktprozesses, z. B. durch Imitation eines bestehenden Angebots, besser auf die Anforderungen der Nachfrager einstellen können. Desweiteren sind Marktakteure jedoch auch selbst am Transaktionsgeschehen beteiligt, was zu einem Lernen durch Erfahrung führt. Mit jeder realisierten oder auch nicht realisierten Transaktion erhält ein Anbieter zusätzliches Wissen sowohl über die Präferenzen von Käufern als auch seine eigenen Kompetenzen zur Lösung bestimmter Probleme.
Jens Mörchel

Kapitel 6. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Seit Beginn der industriellen Revolution wird die Welt immer wieder von technologischen Umbrüchen erschüttert, die z.T. mit weitreichenden gesellschaftlichen, infrastrukturellen sowie ökonomischen Veränderungen verbunden sind. Die Geschwindigkeit der technologischen Dynamik hat dabei in letzter Zeit durch eine Reihe technologischer Entwicklungen nochmals zugenommen, wobei der Einfluß der IuK-Technologien als besonders bedeutsam eingeschätzt werden muß. Technologischer Fortschritt wurde in dieser Arbeit als ein Prozeß interpretiert, innerhalb dessen neues Wissen geschaffen wird, wobei gleichzeitig alte Wissenselemente entweder nur geringfügig oder radikal in ihrem Wert geschmälert werden. Die IuK-Technologien sorgen dafür, daß Wissen in einem nie dagewesenem Tempo und Ausmaß global diffundieren kann und innerhalb verschiedenster Kontexte anwendbar wird. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel der Arbeit, ein tiefergehendes Verständnis der technologischen Wissensentwicklung im allgemeinen und diskontinuierlicher Verläufe im besonderen zu entwickeln. Diskontinuierliche Wissensumbrüche stellen für jeden technologisch orientierten Anbieter schicksalhafte Perioden dar, in denen eine signifikant erhöhte Gefahr des Ausscheidens aus dem Wettbewerb besteht.
Jens Mörchel

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