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Über dieses Buch

E-paper, Webseite, Blog und natürlich Zeitung – Verlage vermitteln heute journalistische Informationsangebote über viele Channels. Doch wie informieren sich die Leser und User? Nur wenig ist bekannt darüber, ob für sie im Netz andere Themen Relevanz besitzen als in der Tageszeitung oder ob ein attraktiver Online-Auftritt neue Leser gewinnen und an die Zeitung heranführen kann. Manuel Thomä beschreibt, wie journalistische Informationsangebote in Print- und Online-Medien genutzt werden. Er zeigt den Wandel des Nachrichtensystems zwischen Zeitung und Internet und welche Folgen er für die Medienrezeption der Leser hat. Dargestellt werden verschiedene Ansätze, die sich in der Kommunikations- und Medienforschung mit diesen Entwicklungen beschäftigen. Die empirische Basis bildet ein langjähriges Forschungsprojekt des Instituts für Praktische Journalismusforschung. Um die spezifische Nutzung einzelner Channels zu analysieren wurden 30 problemzentrierte Interviews geführt, 1.239 regelmäßige Leser telefonisch interviewt und erstmals über eine Paneluntersuchung rund 350 Leser und User periodisch online befragt. Die Ergebnisse zeigen, wie häufig und warum die befragten Leser auf einzelne Medienangebote zugreifen, wie sie diese bewerten und warum sie auf andere verzichten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Tageszeitung unter Druck

Zusammenfassung
Die Auflagen der Tageszeitungen gehen zurück und die Einnahmen der Verlage sinken. Vor allem junge Lesergruppen erreicht das Nachrichtenmedium nicht mehr. Das Internet sei schuld, so lautet eine häufig bemühte Erklärung für die Misere. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Wie attraktiv journalistische Angebote sind, hängt auch davon ab, ob die ausgewählten Informationen auf das Interesse der Leser stoßen und wie sie aufbereitet werden.
Manuel Thomä

2. Die Leser im Wandel

Zusammenfassung
Das Publikum des alten Rom wirkte auf den ersten Eindruck wie aus einem Guss, nachdem Augustus für alle Zuschauer das Tragen der Toga verlangt hatte. Doch die Anordnung der Sitze spiegelte die sozial-politische Hierarchie der Gesellschaft wider. Der Kaiser trennte nach Geschlechtern, Alter und Ständen (vgl. André 1990).
Manuel Thomä

3. Methodik

Zusammenfassung
Das vorliegende Buch liegt einigen methodischen Annahmen zu Grunde, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden. Die Untersuchung orientiert sich in gleichem Maße an theoretischem Wissen wie auch an der Verwendbarkeit der Ergebnisse. Das ist erwähnenswert, weil Wissenschaft und Praxis Probleme nach den ihnen eigenen Routinen definieren; insofern integriert die Arbeit das Verständnis zweier Kulturen (vgl. Abs.3.1.).
Manuel Thomä

4. Instrumente

Zusammenfassung
Entsprechend der Triangulation (vgl. Abs.3.2.) wurden drei Instrumente verwendet, die in diesem Kapitel beschrieben werden. Um die Nutzung medienübergreifend vermittelter journalistischer Inhalte zu messen, wurden zunächst 30 problemzentrierte Interviews mit Lesern geführt. Mit ihrer Hilfe wurde die Problemstellung näher eingegrenzt und ein Fragebogen entwickelt.
Manuel Thomä

5. Durchführung

Zusammenfassung
Durchschnittszahlen repräsentieren nicht immer die Realität. Sie sagen beispielsweise nichts über die Streuung der Daten aus, ob es also besonders viele Fälle gibt, die vom Durchschnitt nach oben oder nach unten abweichen. Die Medienforschung hat mit einer zusätzlichen Besonderheit zu kämpfen: Nicht nur die Wünsche, Interessen und Nutzungsweisen der Leser und Zuschauer können variieren, sondern auch das Medienangebot, das sie nutzen und ihre Bedürfnisse mehr oder weniger erfüllt, kann sich ändern.
Manuel Thomä

6. Das Publikum und seine Medien

Zusammenfassung
Es gibt verschiedene Szenarien, wie die Menschen medienübergreifend angebotene Nachrichten in Zukunft nutzen könnten. Denkbar sind nicht nur die beiden von Wissenschaftlern und Praktikern am häufigsten diskutierten Möglichkeiten, dass die neuen Medien die alten ‚verdrängen‘ oder ‚ergänzen‘. In den problemzentrierten Interviews zeigten einzelne Leser und User auch andere Nutzungsmuster, sowohl hinsichtlich ihrer Haltung, als auch ihres situationsgebundenen Verhaltens (vgl. dazu Abs.6.1.).
Manuel Thomä

7. Diskussion

Zusammenfassung
Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der befragten Leser den Onlineauftritt ihrer Tageszeitung gar nicht nutzt. Regelmäßige Leser informieren sich konservativ. Sie sehen in der Webseite häufig kein eigenes Nachrichtenangebot, sondern erweiterte Funktionen der Zeitung. Sie schätzen vor allem Features, die sich mit dem Angebot einer klassischen Zeitung verknüpfen lassen (vgl. dazu Abs.6.2.3.).
Manuel Thomä

8. Handlungsempfehlungen für die Medienpraxis

Zusammenfassung
Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten der befragten Leser ihrer Zeitung treu bleiben. Der überwiegende Teil von ihnen interessiert sich gar nicht für Nachrichtenangebote, die über das Internet vermittelt werden. Diejenigen Leser, die sich für die Webseite ihrer Zeitung interessieren, ersetzen damit in der Regel nicht einfach die Tageszeitung.
Manuel Thomä

Backmatter

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