Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Nach diesen Aussagen bedingt die Integration derivativer Finanzinstrumente in die Unternehmenspolitik eines Versicherungsunternehmens prinzipiell Qualitätseinbußen; der Einsatz dieser Innovationen der Kapitalmärkte entspricht also nicht den Eigenheiten des versicherungstechnischen Geschäfts.
Peter Schenk

2. Zahlungsströme in Versicherungsunternehmen

Zusammenfassung
„Betriebswirtschaften sind vielschichtige Gebilde. Ihre Aufgabe sind die Erstellung und Verwertung von Leistungen und die Erzielung von Einkommen für ihre Mitglieder.“1 Hierzu werden Güter und Dienste von anderen Wirtschaftseinheiten beschafft, in einem Produktionsprozeß zu marktfähigen Leistungen umgewandelt und schließlich an andere Betriebswirtschaften oder Haushalte weitergegeben. Dabei wird ständig Kapital gebunden und wieder freigesetzt, es fließen Zahlungsströme zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlicher Höhe.
Peter Schenk

3. Risikopolitische Betrachtung der Kapitalanlagepolitik von Versicherungsunternehmen

Zusammenfassung
Risikopolitik geht von einem risikoavers eingestellten Entscheidungsträger aus. Ausgehend von den Komponenten des Risikobegriffs liefert sie eine Folge von Entscheidungen zur Reduktion vorhandener Informationsdefizite bezüglich eines Zielsystems. Eine vollständige und operationale Separierung risikopolitischer von „sonstigen“ Entscheidungen wird im allgemeinen nicht möglich sein. Vielmehr wird jegliche unternehmerische Entscheidung einen die Risikosituation beeinflussenden Anteil aufweisen. Auch eine Maßnahme, die der Gewinnmaximierung, also einem klassischen Unternehmensziel, dient, ändert die Risikoposition des Unternehmens: Das Risiko, das mögliche Gewinnmaximum nicht zu erreichen, wird reduziert.1
Peter Schenk

4. Derivative Finanzinstrumente

Zusammenfassung
Eine Systematisierung von Finanzinstrumenten, die insbesondere eine schlüssige Einteilung in originäre und in derivative Finanzinstrumente (kurz Finanzderivate) begründet, kann über die Charakterisierung der sie definierenden Attribute erfolgen.1 Ausgangspunkt der Überlegungen sei die von Baxmann und Weichster entwickelte Einteilung in drei Klassen von Attributen: die betroffenen Handelsobjekte, die zeitliche Leistungsverpflichtung und die jeweilige Währung.2 Diese Klassen, die sie Dimensionen nennen, ermöglichen die Positionierung jedes Finanzinstruments in dem von ihnen aufgespannten Raum, der als „Finanzwürfel“ dargestellt werden kann.
Peter Schenk

5. Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in Versicherungsunternehmen

Zusammenfassung
In den vorigen Abschnitten wurde die Komplexität des Systems von Zahlungsströmen in einem Versicherungsunternehmen und die Möglichkeit ihrer Abbildung in einer Risikohierarchie verdeutlicht. Diese Risikohierarchie ermöglicht die integrative Planung, Realisation und Kontrolle risikopolitischer Maßnahmen zur Risikosteuerung aller Finanztitel. Zu diesen Maßnahmen kann auch ein Einsatz derivativer Finanzinstrumente zählen. Diese ermöglichen einen lokal begrenzten Eingriff in eine Risikohierarchie während vorgegebener Zeiträume oder -punkte. Durch Kombinieren von Basiselementen kann die gewünschte Wirkung ihres Einsatzes erzielt oder zumindest approximiert werden.
Peter Schenk

6. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Im Rahmen einer in einem Unternehmen implementierten integrativen Risikopolitik werden dessen Gesamtrisikoposition bestimmt und Handlungsalternativen bewertet, die die Risikoposition verändern. Die Handlungsalternativen, die Versicherungsunternehmen zur Verfügung stehen, umfassen Entscheidungen über die Zusammensetzung sowohl der Kapitalanlagen als auch der versicherungstechnischen Risikokollektive. Die derivativen Finanzinstrumente sind Teil des Alternativenraums. Sie dürfen gemäß dem „Gesetz zur Änderung versicherungsrechtlicher Vorschriften“ seit 1991 in Versicherungsunternehmen zur Absicherung gegen Kurs- und Zinsänderungsrisiken, zur Erwerbsvorbereitung und zur Ertragsvermehrung eingesetzt werden und ermöglichen einen lokal und zeitlich begrenzten Eingriff in ein System von Portefeuilles, die sich aus den Finanztiteln eines Unternehmens zusammensetzen und zwischen denen Instrumentalrelationen, Kausalrelationen und Interdependenzen bestehen. Man spricht hierbei von einer Risikohierarchie.
Peter Schenk

Backmatter

Weitere Informationen