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Design for Sustainable Inclusion

CWUAAT 2023

  • 2023
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch, Design for Sustainable Inclusion, wurde von den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen inspiriert und inspiriert. Dazu gehören unter anderem "Gesundheit und Wohlbefinden", "Verringerung der Ungleichheit" und "nachhaltige Städte und Gemeinden". Die Bewältigung dieser Herausforderung erfordert einen disziplinübergreifenden Ansatz und eine enge Zusammenarbeit mit vielen Interessengruppen. Der Cambridge Workshop on Universal Access and Assistive Technology (CWUAAT) 2023 lud Teilnehmer aus einer Vielzahl von Disziplinen ein, an der Diskussion zu diesem Thema teilzunehmen. Dieses Buch repräsentiert die auf dieser Konferenz präsentierten Arbeiten, die von einem internationalen Gremium aktiver Forscher durch Peer Review ausgewählt wurden. Die Kapitel des Buches bieten einen einzigartigen Einblick in die aktuelle nationale und internationale Forschung in den Bereichen inklusives Design, universeller Zugang sowie Hilfs- und Rehabilitationstechnologie. Die Hauptteile des Buches spiegeln die folgenden Schlüsselthemen wider: • Menschen verstehen • Für eine alternde Bevölkerung entwerfen • Inklusive gebaute Umgebungen • Gesundheitsfürsorge • Unterstützende Technologien • Entwurfsmethoden • Bildung und AusbildungWir hoffen, dass dieses Buch Forschern, Lehrern, Studenten und der breiten Öffentlichkeit, die an inklusivem Design und nachhaltiger Entwicklung interessiert sind, nützlich sein wird.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Understanding People

    1. Frontmatter

    2. Understanding Real People: Going Beyond Single Severe Capability Loss

      S. D. Waller, J. A. Goodman-Deane, M. D. Bradley, I. M. Hosking, P. J. Clarkson
      Das Kapitel vertieft die Bedeutung inklusiven Designs und konzentriert sich auf die Unterrepräsentation gleichzeitiger Leistungsverluste in bestehenden Personas. Sie präsentiert Daten aus der DIGNITY-Umfrage, aus denen hervorgeht, dass mehr als die Hälfte der deutschen Erwachsenen über irgendeine Form der Leistungseinschränkung berichten, wobei das Sehen am weitesten verbreitet ist. Die Autoren stellen "Capability Fingerprints" als neuartigen Ansatz vor, um die vielfältigen Beschränkungen zu verstehen und darzustellen, und betonen die Notwendigkeit, über vereinfachende Ansichten einzelner schwerer Beschränkungen hinauszugehen. Diese Methode bietet eine genauere Darstellung der Bevölkerung und ermöglicht fundiertere Gestaltungsentscheidungen. Das Kapitel schließt mit der Diskussion der Beschränkungen der Studie und dem Vorschlag weiterer Forschungsansätze, die sie zu einer wertvollen Ressource für Fachleute machen, die versuchen, die Inklusivität ihrer Entwürfe zu verbessern.
    3. Inclusivity Requirements for Immersive Content Consumption in Virtual and Augmented Reality

      L. Yin, J. J. Dudley, V. Garaj, P. O. Kristensson
      Dieses Kapitel geht der entscheidenden Notwendigkeit nach Inklusivität in der virtuellen Realität (VR) und im Konsum von Inhalten aus erweiterter Realität (AR) nach, insbesondere für Nutzer mit Behinderungen und ältere Erwachsene. Die jüngsten Fortschritte bei den VR- und AR-Technologien haben die Möglichkeiten für immersive Erfahrungen erweitert, aber um die Zugänglichkeit für alle sicherzustellen, müssen die Designer die vielfältigen Bedürfnisse der Nutzer verstehen. Die Studie präsentiert die Ergebnisse von acht Fokusgruppen, an denen Teilnehmer mit unterschiedlichen Behinderungen beteiligt sind, mit dem Ziel, auf hohem Niveau Nutzeranforderungen für inklusiven Content-Konsum zu wecken. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Individualisierung, Interaktion und Information als Schlüsselstrategien, um VR und AR-Erfahrungen leichter zugänglich zu machen. So legen die Anwender beispielsweise Wert auf die Fähigkeit, visuelle und auditive Elemente anzupassen, die Unterstützung mehrerer Interaktionsmodalitäten und klare, benutzerfreundliche Informationen. Darüber hinaus wird in diesem Kapitel das Potenzial von VR und AR diskutiert, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, indem virtuelle Mobilität erleichtert und Zugangsbeschränkungen in der realen Welt überwunden werden. Die Arbeit trägt zum Verständnis der Inklusivitätsanforderungen in immersiven Technologien bei und liefert wertvolle Erkenntnisse für Entwickler und Forscher, die versuchen, Inhalte von VR und AR leichter zugänglich zu machen.
    4. Low-Carbon Behaviour in Older Chinese Migrants: Theoretical Models

      Q. Ni, A. Kaniadakis, H. Dong
      Dieses Kapitel vertieft die komplizierte Beziehung zwischen kohlenstoffarmen Verhaltensweisen und älteren chinesischen Migranten und unterstreicht die bedeutende Rolle theoretischer Modelle beim Verständnis ihrer Kohlenstoffemissionen. Durch die Untersuchung von Modellen wie dem Low Carbon Behaviour Model, Theory of Planned Behaviour und Ecological Systems Theory beleuchten die Autoren die vielfältigen Faktoren, die dieses Verhalten beeinflussen. Kulturelle Anpassungen, Widerstandsfähigkeit und die Auswirkungen der Migration auf die Konsumgewohnheiten sind Schlüsselthemen, die untersucht werden und eine nuancierte Perspektive auf die Herausforderungen und Chancen bei der Förderung eines kohlenstoffarmen Lebensstils innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe bieten. Die Integration dieser Modelle in einen umfassenden Rahmen verbessert nicht nur unser Verständnis des Problems, sondern bietet auch einen Fahrplan für zukünftige Forschungs- und Interventionsstrategien.
  3. Designing for an Ageing Population

    1. Frontmatter

    2. Engagement Towards Creating New Models for Later Life Living

      C. Zecca, C. McGinley, R. Griffiths
      Das Kapitel geht der dringenden Notwendigkeit nach, integrative Gestaltungskonzepte innerhalb der Architektur und der bebauten Umwelt zu klären, und hebt die Marginalisierung älterer Gruppen aufgrund institutionalisierten altersbeschränkten Wohnens hervor. Es schlägt eine inklusive Umsetzung des RIBA-Arbeitsplans vor, wobei der Schwerpunkt auf dem Engagement der Gemeinden und der Einbeziehung der Nutzer von den frühen Phasen des Designs an liegt. Anhand von Fallstudien wie Agorahaverne Co-housing in Kopenhagen zeigt das Kapitel erfolgreiche Prinzipien inklusiver Gestaltung auf, die soziale Vernetzung, Nachhaltigkeit sowie Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Diese Prinzipien werden skizziert, um Architekten und Stadtplaner bei der Schaffung inklusiverer und nachhaltigerer Wohnmodelle für das spätere Leben zu leiten.
    3. Promoting Physical Activity to Older Adults Using Different Ageing Models

      J. Guan, E. Zitkus, C. de Bont, H. Dong
      Das rasche Wachstum der älteren Bevölkerung stellt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Gesundheitsbranche dar. Dieses Kapitel befasst sich mit dem Einsatz körperlicher Aktivität, um die Inklusivität im Alter anzusprechen, und konzentriert sich dabei auf vier gängige Alterungsmodelle: Altern im Bestand, natürlich auftretende Altersgemeinschaften (NORC), Altersgemeinschaften und Pflegeheime. Er diskutiert die vielfältigen Bedürfnisse älterer Erwachsener, einschließlich kognitiver Fähigkeiten und sozioökonomischer Unterschiede, und betont die Bedeutung der Gestaltung inklusiver Interventionen. Die Studie, die auf einer Literaturrecherche und Interviews beruht, untersucht die sozialen und barrierefreien Aspekte der Förderung körperlicher Aktivität. Er beleuchtet die Vorteile und Herausforderungen jedes alternden Modells und kommt zu dem Schluss, dass das NORC-Modell für Regierungen das integrativste und kosteneffektivste zur Förderung gesunden Alterns sein könnte. Das Kapitel fordert außerdem eine systematische Datenerhebung und weitere Forschung, um Alterungsmodelle systematisch zu vergleichen.
    4. The Effect of Socio-cultural Determinants on Designing Inclusive Telemedicine Tools for the Aging Population

      M. Forbes, J. Chakraborty
      Das Kapitel geht den Herausforderungen nach, vor denen ältere digitale Einwanderer bei der Einführung telemedizinischer Werkzeuge stehen, insbesondere in ländlichen Gebieten. Sie unterstreicht die Bedeutung soziokultureller Faktoren wie Gesundheit, Alter, Bildung und soziale Einflüsse bei der Gestaltung der empfundenen Nützlichkeit und Benutzerfreundlichkeit telemedizinischer Anwendungen. Die Studie nutzt das Technology Acceptance Model (TAM) Framework, um qualitative Daten zu analysieren und interne und externe Determinanten aufzuzeigen, die die Einführung von Technologien beeinflussen. Insbesondere werden in diesem Kapitel Unterschiede bei der Einführung von Informationstechnologien zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen festgestellt und Strategien zur Verbesserung der Konzeption und Umsetzung inklusiver Instrumente im Gesundheitswesen vorgeschlagen. Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren bietet das Kapitel wertvolle Erkenntnisse für Gesundheitsexperten, UX-Designer und Spezialisten im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens, die darauf abzielen, die telemedizinische Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit für die alternde Bevölkerung zu verbessern.
    5. Proposing a Systematic Assessment Tool for Evaluating the Architectural Variables of Dementia-Friendly Design in Nursing Homes

      T. Golgolnia, M. Kevdzija, G. Marquardt
      Das Kapitel stellt ein systematisches Bewertungstool zur Bewertung der architektonischen Variablen (AVs) einer demenzfreundlichen Gestaltung von Pflegeheimen vor. Sie unterstreicht die Bedeutung der bebauten Umgebung für die Unterstützung von Menschen mit Demenz und die Notwendigkeit einer kohärenten Definition von demenzfreundlicher Gestaltung. Das vorgeschlagene Instrument zielt darauf ab, die Mängel bestehender Bewertungsinstrumente wie mangelnde Verständlichkeit, Schwierigkeiten bei der Verwendung vor dem Bau und begrenzte Erweiterbarkeit zu beheben. Die Methodik für die Entwicklung des Tools umfasst eine umfassende Klassifizierung von AVs und Gesundheits- und Pflegeergebnissen (HCOs), die Erstellung organisierter Datenbanken zur Datenerhebung und die Definition quantitativer Beziehungen zwischen AVs und HCOs. Das Instrument soll die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessern, indem es eine verlässliche Grundlage für evidenzbasierte Gestaltungsentscheidungen bietet.
  4. Inclusive Built Environments

    1. Frontmatter

    2. Reframing Independent Living: Co-producing Homes to Age-in-Place

      C. Resendiz-Villasenor, F. Pour-Rahimian, P. Carnemolla
      Das Kapitel "Reframing Independent Living: Co-produced Homes to Age-in-Place" geht der globalen Herausforderung der Bevölkerungsalterung und der Initiative zur Verbesserung des Lebens älterer Erwachsener im Rahmen des Jahrzehnts des gesunden Alterns nach. Es stellt das Konzept des unabhängigen Lebens und seine Korrelation mit der Funktionsfähigkeit vor und konzentriert sich auf die Beziehung zwischen intrinsischer Fähigkeit und Umweltfaktoren. Die Studie verwendet Human-Centred Design und Koproduktionsmethoden, um ein Wohnkonzept zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse älterer Erwachsener zugeschnitten ist. Durch Workshops mit informellen Betreuern werden Präferenzen im Mikromaßstab, technologische Abhängigkeit und Widerwillen sowie der Einfluss von Pflegeerfahrungen auf Strategien des Alterns identifiziert. Die Ergebnisse zeigen Einblicke in bevorzugte Wohnkonfigurationen, technologische Interaktionen und das positive Interdependenzsystem und bieten eine wertvolle Referenz für die Gestaltung integrativer gebauter Umgebungen und unterstützender Technologien.
    3. Examining Inclusion of Women in Public Spaces: A Review of Tools and Methods

      A. Isha, G. Raheja
      Das Kapitel untersucht die Einbeziehung von Frauen in den öffentlichen Raum und betont die Notwendigkeit einer geschlechtergerechten Gestaltung. Es überprüft eine breite Palette von Werkzeugen und Methoden, die in Studien in verschiedenen Ländern verwendet werden, und kategorisiert sie in beobachtende, partizipatorische, technologiebasierte und online-basierte Werkzeuge. Die Studie unterstreicht, wie wichtig es ist, diese Instrumente zu mischen, um ein ganzheitliches Verständnis der Bedürfnisse und Wahrnehmungen von Frauen im öffentlichen Raum zu gewinnen. Außerdem werden die Stärken und Grenzen der einzelnen Instrumente diskutiert und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Forschungs- und Stadtplanungsprojekte geliefert, die darauf abzielen, integrativere öffentliche Räume zu schaffen.
    4. Geography, Indoor Mobility and Activity Space: Informing Inclusive Healthcare Design

      J. Sturge
      Das Kapitel geht der Bedeutung der Geografie in der Gestaltung des Gesundheitswesens nach und hebt hervor, wie geografische Konzepte wie der Aktivitätsraum angepasst werden können, um die Innenmobilität innerhalb des Gesundheitswesens zu verstehen. Durch die Erforschung der Interaktionen der Nutzer mit der gebauten Umwelt bietet der Text wertvolle Einblicke in die Gestaltung von Gesundheitseinrichtungen, die Wohlbefinden und Inklusivität fördern. Der Autor betont die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit und die Anwendung geografischer Methoden, um die komplexe Dynamik von Mobilität und räumlichen Interaktionen zu erfassen. Dieser Ansatz verspricht, die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überbrücken, was zu effektiveren und nutzerzentrierteren Gesundheitskonzepten führt.
  5. Healthcare

    1. Frontmatter

    2. Public Policies and Inclusive Design: Analysis of a Brazilian Oncology Service

      P. R. Bohn, E. Konig, L. M. Tonetto, C. S. Libânio
      Dieses Kapitel befasst sich mit der entscheidenden Rolle der öffentlichen Politik bei der Förderung inklusiver Gestaltung im Gesundheitswesen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf einem brasilianischen Onkologiedienst liegt. Es beginnt damit, den globalen Kontext der Ausgrenzung und die Bedeutung inklusiver Gestaltung bei der Bewältigung dieser Probleme darzustellen. Anschließend untersucht die Studie den bestehenden rechtlichen Rahmen in Brasilien, der darauf abzielt, die Zugänglichkeit und Inklusion für alle Patienten sicherzustellen, insbesondere für Menschen mit Behinderungen oder Schwächen. Anhand einer Fallstudie analysiert das Kapitel verschiedene Aspekte des onkologischen Dienstes, darunter Zugang zu Behandlung, architektonische Gestaltung, Information und Kommunikation, Technologie und Einstellungen von Angehörigen des Gesundheitswesens. Die Ergebnisse offenbaren eine Kluft zwischen Politik und Praxis und unterstreichen die Notwendigkeit einer effektiven Umsetzung und Verwaltung, um eine wirklich integrative Gesundheitsversorgung zu erreichen. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen zur Verbesserung der Inklusivität im Gesundheitswesen, wobei die Bedeutung partizipatorischer Prozesse und des laufenden Dialogs zwischen politischen Entscheidungsträgern und Leistungserbringern hervorgehoben wird.
    3. How to Design for Everyday Designers? Learning by Redesigning a Child Oncology Ward

      P. Tutenel, A. Balmaseda Dominguez, A. Heylighen
      Dieses Kapitel vertieft sich in das Konzept des Gestaltens für alltägliche Gestalter, wobei der Schwerpunkt auf Kindern in der Kinderonkologie liegt. Darin wird die Lücke in der Forschung darüber diskutiert, wie Architekten Menschen als Gestalter des Alltags unterstützen können, insbesondere im Bereich des Gesundheitswesens. Die Studie basiert auf einem einwöchigen Kurs, in dem die Studenten eine Kinderonkologie-Station umgestalteten und dabei aus Beobachtungsübungen und Expertengesprächen lernten. Der Designvorschlag der Studenten mit dem Namen "Sponge-Therapy" betont Offenheit und Kommunikation und zielt darauf ab, ermöglichende Momente für die Nutzer zu schaffen. Das Kapitel unterstreicht die Bedeutung des Verständnisses der Praktiken von Kindern und der Gestaltung von Räumen, die ihre Handlungsfähigkeit und Kreativität unterstützen, selbst in herausfordernden Umgebungen wie einer Krankenstation. Es unterstreicht auch den Wert des Feedbacks der tatsächlichen Nutzer und das Potenzial von TV-Dokumentationen als Quelle der Designinspirierung.
    4. Study of a Smartphone App as a Bridge Assistive Technology for a COVID-19 Home Test: 19 Essential Guidelines

      S. K. Oswal, H. K. Oswal
      Dieses Kapitel befasst sich mit der Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit einer Smartphone-App, die für einen Heimtest des COVID-19 entwickelt wurde, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf seiner Eignung für blinde Nutzer liegt. Die Studie beleuchtet die Lücken im aktuellen Design, die den Bedürfnissen blinder Menschen nicht gerecht werden, und bietet eine Reihe von 19 grundlegenden Richtlinien für die Entwicklung barrierefreier medizinischer Kits. Die Autoren betonen, wie wichtig es ist, behinderte Nutzer in den Designprozess einzubeziehen und den Designern strategische Informationen zur Verfügung zu stellen, um effektivere Schnittstellen zwischen medizinischen Geräten und digitalen Apps zu schaffen. Das Kapitel unterstreicht auch die Notwendigkeit universeller Designprinzipien und Zugänglichkeitsstandards, die überall angewendet werden müssen, um sicherzustellen, dass medizinische Tests einem breiteren Anwenderkreis zugänglich sind.
  6. Assistive Technology

    1. Frontmatter

    2. What to Consider When Exploring Multidimensional Stigmatisation and Assistive Technology Inclusive Design

      E. Healy
      Dieses Kapitel vertieft sich in die komplizierte Beziehung zwischen multidimensionaler Stigmatisierung und unterstützendem Technologiedesign für Erwachsene mit Legasthenie am Arbeitsplatz. Sie beginnt damit, die fehlgeleiteten Ansätze der HCI-Entwickler in Frage zu stellen, die oft die Angst vor Stigmatisierung und ihren Auswirkungen auf Anwender unterstützender Technologien übersehen. Das Kapitel untersucht dann die Komplexität der Legasthenie, einschließlich ihrer Prävalenz, ihrer Begleiterscheinungen und der anhaltenden Debatte um ihre Definition. Sie unterstreicht die große Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung, die Erwachsene mit Legasthenie an verschiedenen Arbeitsplätzen erfahren, was den Zugang zu angemessenen Unterkünften behindern und zu Selbststigmatisierung führen kann. Die Autoren argumentieren, dass Designer eine nicht-reduktionistische Perspektive einnehmen und die Grundursachen und Prioritäten der Nutzer berücksichtigen müssen, um wirksame unterstützende technologische Lösungen zu entwickeln. In diesem Kapitel werden auch die Herausforderungen diskutiert, vor denen HCI-Designer stehen, darunter das mangelnde Verständnis emotionaler Design- und Zugänglichkeitsrichtlinien und die Notwendigkeit maßgeschneiderter Lösungen. Es stellt das Konzept der mehrdimensionalen Stigmatisierung und ihre Auswirkungen auf den Einsatz und die Gestaltung unterstützender Technologien vor und betont die Notwendigkeit einer stigmafreien Gestaltung. Die Autoren schlagen einen Co-Design-Ansatz vor, der Experten und Doktoranden mit Legasthenie einbezieht, um diese Probleme besser zu verstehen und anzugehen. Das Kapitel schließt mit der Betonung der Bedeutung einer frühzeitigen Zusammenarbeit und des Einsatzes von Co-Design-Tools, um einen echten Wandel in der Legasthenie-Forschung und im Design unterstützender Technologien voranzutreiben.
    3. Tinkerable Augmentative and Alternative Communication for Users and Researchers

      B. Yang, P. O. Kristensson
      Das Kapitel behandelt die Vorteile von bastelbaren AAC-Systemen, die es Anwendern und Forschern ermöglichen, Kommunikationswerkzeuge während der Interaktion zu modifizieren. Es führt ein Rahmenwerk ein, das Systemqualitäten mit AAC-Forschungsbereichen verknüpft und so ein besseres Verständnis des Designraums erleichtert. Die Autoren präsentieren ein bastelbares AAC-System zur Textvorhersage, das das Potenzial für Anpassung und Erforschung bei der Verbesserung der Kommunikation für Nutzer mit Behinderungen hervorhebt. Das Kapitel behandelt auch die Herausforderungen und zukünftigen Richtungen für die Entwicklung von bastelbaren AAC-Systemen und betont die Bedeutung benutzerzentrierten Designs und systematischer Evaluierung.
    4. Towards a Multidisciplinary Approach for Designing Multimodal Sensory Communication Devices for Aeronautics

      C. Lounis, M. Bénéjean, F. Hémont, P. Marrast, A. M. Brock, H. Corderoy Du Tiers, J. L. Madras, E. Ceretto
      Dieses Kapitel geht den Herausforderungen nach, vor denen hör- und sprachbehinderte Piloten in der Luftfahrt stehen, und stellt ein innovatives multimodales sensorisches Kommunikationsgerät (MSCD) vor, das ihre Kommunikation mit der Flugsicherung verbessern soll. Das Gerät, bestehend aus Tablet und haptischer Weste, soll eine visuelle und taktile Schnittstelle für verbale Botschaften bieten, das Bewusstsein für Situationen verbessern und die Arbeitsbelastung verringern. Der Entwicklungsprozess umfasste einen partizipativen Designansatz mit umfangreichen Nutzerstudien in Simulatoren und realen Flugzeugen, der die Bedeutung benutzerzentrierten Designs in der Luftfahrttechnologie hervorhob. Das Kapitel diskutiert auch die potenzielle Erweiterung des MSCD um zusätzliche Geräte wie Head-up-Displays und Augmented-Reality-Brillen sowie zukünftige Anweisungen zur Verbesserung des situativen Bewusstseins und zum Abbau von Kommunikationsbarrieren in der Luftfahrt.
  7. Design Methods

    1. Frontmatter

    2. Exploring Generative Design for Assistive Devices

      C. Y. Choi, D. Rosen
      Dieses Kapitel geht auf das transformative Potenzial des generativen Designs für Assistenzgeräte ein, betont die Notwendigkeit benutzerzentrierten Designs und geht auf die Herausforderungen der Anpassung und sich entwickelnden Benutzerbedürfnisse ein. Es untersucht die Anwendung von Cyber-Physisch-Menschlichen Systemen (CPHS) und die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Stimme des Benutzers in Designprozessen. Die Autoren schlagen Methoden zur Generierung eines breiten Spektrums an Designlösungen vor und heben die Bedeutung des Konfigurationsdesigns und die Notwendigkeit automatisierter Usability Assessments hervor. Das Kapitel diskutiert auch die Hindernisse und Chancen bei der Integration neuer Technologien in das Design assistiver Geräte und bietet einen umfassenden Einblick in die Zukunft kundenspezifischer Engineering-Lösungen im Bereich assistiver Technologien.
    3. Fostering Co-creation Tools for More Inclusive Digital Mobility Services: The DIGNITY Toolkit

      N. Carmona, B. Lazzarini, E. Roca
      Das Kapitel befasst sich mit der Entwicklung des DIGNITY Toolkit, einer digitalen Ressource zur Förderung der Inklusivität von Mobilitätsdienstleistungen. Er skizziert die angewandten Methoden, einschließlich nutzerzentrierter Gestaltung und gemeinsamer Erstellung, um sicherzustellen, dass das Toolkit die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen erfüllt, insbesondere derjenigen, die durch digitale Ausgrenzung gefährdet sind. Die Autoren erläutern den iterativen Prozess der Konzeption und Bewertung des Toolkits und betonen die Bedeutung von Feedback von Stakeholdern und Zugänglichkeitsmerkmalen. Das Toolkit zielt darauf ab, Entscheidungsträgern, Forschern und Mobilitätsanbietern praktische Leitlinien und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um digitale Lücken zu schließen und integrativere Strategien und Dienstleistungen zu schaffen. Das Kapitel schließt mit der Diskussion der Vorteile und Herausforderungen von Ko-Schöpfungsprozessen zur Erreichung dieser Ziele.
    4. Creating Inclusive Materials and Methods for Co-designing Health Information Technologies with People Who Have Down Syndrome

      R. E. Wood, J. Lazar, J. H. Feng, A. Forsythe-Korzeniewicz
      Das Kapitel "Creating Inclusive Materials and Methods for Co-design Health Information Technologies with People Who Have Down Syndrome" geht den Herausforderungen und Strategien zur Einbeziehung von Menschen mit Down-Syndrom in die Entwicklung von Gesundheitstechnologien nach. Er diskutiert die gesundheitlichen Ungleichheiten, mit denen diese Bevölkerung konfrontiert ist, und die Unzugänglichkeit der aktuellen Gesundheitsinformationssysteme. Die Studie ist Teil des Forschungsprojekts Health Data Storytelling Research und zielt darauf ab, Aktivitäten im Bereich Technologiedesign inklusiver zu gestalten und gemeinsam zugängliche Präsentationen von Gesundheitsinformationen zu erstellen. Die Autoren geben praktische Einblicke in die Zugänglichkeit von Forschungsmaterialien und -methoden, einschließlich des Einsatzes einfacher Sprache, visueller Unterstützung und gerüsteter Einverständnisprozesse. Das Kapitel betont auch die Bedeutung der Selbstverteidigung und die einzigartigen Stärken von Menschen mit Down-Syndrom bei der Gestaltung von Gesundheitstechnologien. Durch die Einbeziehung gelebter Erfahrungen und Rückmeldungen von Menschen mit Down-Syndrom bietet die Forschung einen umfassenden Ansatz zur Schaffung inklusiverer und effektiverer Gesundheitsinformationssysteme.
  8. Education and Training

    1. Frontmatter

    2. Effectiveness of the Inclusive Design Wheel in Practice: Lessons from Five Pilot Projects

      J. A. Goodman-Deane, M. D. Bradley, B. Lazzarini, E. Roca, S. D. Waller, P. J. Clarkson
      Das Kapitel vertieft die praktische Anwendung des Inclusive Design Wheels (IDW) anhand von fünf Pilotprojekten, die sich auf digitale Mobilitätsdienstleistungen konzentrieren. Er beginnt mit der Skizzierung der Notwendigkeit inklusiven Designs und stellt die IDW als strukturierten Prozess zur Konzeptgestaltung vor. Die Autoren erläutern die Anpassung der IDW an digitale Mobilitätsdienstleistungen, einschließlich Änderungen, die an die spezifischen Bedürfnisse des Sektors angepasst wurden. Die Pilotprojekte, die in ganz Europa durchgeführt wurden, zielten darauf ab, inklusivere Mobilitätsdienstleistungen zu entwickeln, wobei jedes Projekt einzigartige Ergebnisse hervorbringt. Das Kapitel bewertet dann die Effektivität der angepassten IDW und hebt den Wert von Co-Creation-Workshops und die Herausforderungen bei der Aufzeichnung von Iterationen hervor. Es schließt mit Einsichten in die Wichtigkeit einer frühzeitigen Einbeziehung der Nutzer und die Notwendigkeit flexibler Designprozesse. Die Evaluierungsergebnisse und die laufenden Anpassungen des IDW-Prozesses und des Design Logs werden ebenfalls diskutiert.
    3. Towards a More Inclusive Learning Experience for Minority Ethnic Students in Brunel Design School

      H. Dong, Q. Ni, A. Manohar
      Dieses Kapitel befasst sich mit den Herausforderungen, vor denen ethnische Minderheitenstudenten in der Designausbildung stehen, insbesondere an der Brunel Design School. Durch Aktionsforschung identifiziert sie Schlüsselprobleme wie Sprachbarrieren, mangelnde Klarheit bei den Kursanforderungen und unzureichende Englischunterstützung. Die Studie präsentiert auch studentische Vorschläge und institutionelle Maßnahmen, die darauf abzielen, ein inklusiveres Lernumfeld zu schaffen. Durch die Berücksichtigung dieser Bedenken zielt die Brunel Design School darauf ab, das Preisgefälle zwischen weißen und ethnischen Minderheiten zu verringern und letztlich das Bildungserlebnis für alle zu verbessern.
    4. An Educational Game for Inclusive Innovation: Teaching How to Design for and with Extreme Users

      E. Peyrard
      Dieses Kapitel stellt ein innovatives Lernspiel vor, das darauf ausgelegt ist, integrative Innovation zu lehren, wobei der Schwerpunkt auf der Gestaltung für und mit extremen Nutzern, einschließlich Menschen mit Behinderungen, liegt. Das Spiel, das durch eine Research-Action-Methodik entwickelt wurde, besteht aus sechs Arten von Karten, die die Teilnehmer durch den Prozess der Identifizierung von Designausschlüssen, der Anwendung universeller Designprinzipien und der Planung von Sitzungen zur gemeinsamen Erstellung führen. Das Spiel wurde mit verschiedenen Gruppen, einschließlich Studenten und Fachleuten, getestet und hat vielversprechende Ergebnisse bei der Förderung von Engagement und Verständnis für integrative Innovation gezeigt. Das Kapitel bietet außerdem einen detaillierten Überblick über die Entwicklung, die Tests und die potenziellen Auswirkungen des Spiels, was es zu einer wertvollen Ressource für diejenigen macht, die an der Förderung inklusiver Design- und Innovationspraktiken interessiert sind.
  9. Backmatter

Titel
Design for Sustainable Inclusion
Herausgegeben von
Joy Goodman-Deane
Hua Dong
Ann Heylighen
Jonathan Lazar
John Clarkson
Copyright-Jahr
2023
Electronic ISBN
978-3-031-28528-8
Print ISBN
978-3-031-28527-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-031-28528-8

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    Marktübersichten

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