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Über dieses Buch

Jeremias Kettner untersucht erstmals den Auf- und Ausbau der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands zu Katar und deren Kontext. Die Analyse zeigt die Vielschichtigkeit der Interessenlagen in den deutsch-katarischen Beziehungen und arbeitet die Chancen und Risiken einer zukünftigen Kooperation klar strukturiert heraus. Dabei basiert die politikwissenschaftliche Studie auf 115 Interviews, welche der Autor mit Protagonisten aus Wirtschaft und Politik in Deutschland und Katar geführt hat und bietet seltene Einblicke in ein bisher nicht erschlossenes Politikfeld.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Seit Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrain und Ägypten ihre diplomatischen Beziehungen mit Doha am 05.06.2017 abgebrochen haben, ist Katar in aller Munde (vgl. Al Jazeera 2017). In Deutschland war das nicht immer so. Um die Jahrtausendwende herum war das arabische Golfemirat in Deutschland nur wenigen ein Begriff. Einer breiteren deutschen Öffentlichkeit wurde Katar erstmals im Zusammenhang mit dem des Vorwurfs der Korruption belasteten Zuschlag als Austragungsort für die FIFA-Fußball WM 2022 im Jahr 2010 bekannt.
Jeremias Kettner

Kapitel 2. Theoretischer Analyserahmen und Methodik der Arbeit

Zusammenfassung
Im wissenschaftlichen Diskurs finden sich zahlreiche Definitionen von Außenpolitik. Hellmann, Wagner und Bauer (2006, 15–16) verweisen beispielsweise auf „jene Handlungen staatlicher Akteure […], die auf die Ermöglichung und Herstellung von kollektiv bindenden Entscheidungen in den internationalen Beziehungen abzielen“. Gareis (2006, 15) bezeichnet Außenpolitik als „die Gesamtheit der Handlungen […], die ein Staat unternimmt, um seine wesentlichen Interessen auf Gebieten wie Machtpolitik, Sicherheit, Wirtschaft oder Kultur gegenüber seiner internationalen Umwelt zu verwirklichen“. Peters (1997, 364) definiert Außenpolitik abstrakter als „eine Resultante komplexer Wirkungszusammenhänge zwischen innenpolitischen und internationalen Anforderungen, die zusätzlichen Einflüssen aus dem politischen System und von akteursspezifischen Faktoren ausgesetzt ist“.
Jeremias Kettner

Kapitel 3. Katar – das Handlungsumfeld für die deutsche Politik und Wirtschaft

Zusammenfassung
Katar ist mit 11.437 Quadratkilometern das kleinste Land des Mittleren Osten. Im Februar 2017 betrug die Gesamtbevölkerung 2,6 Millionen, davon waren 600.000 Frauen. Nur ca. 12 % der Bevölkerung sind Katarer.Damit stellen die lokalen Einwohner eine Minderheit im eigenen Land dar. Der Rest sind Gastarbeiter, überwiegend aus Asien und anderen arabischen Staaten. Die jährliche Wachstumsrate beträgt 7,2 % (v. a. durch Zuwanderung) (vgl. Auswärtiges Amt 2017a). Wie folgende Schaubilder zeigen, stieg die Bevölkerungszahl im Untersuchungszeitraum rasant an.
Jeremias Kettner

Kapitel 4. Deutschland und Katar: Analyse der Beziehungen von 1999–2014

Zusammenfassung
Die Analyse der Beziehungen zwischen Deutschland und Katar von 1999–2014 erfolgt chronologisch und wird unterteilt in politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Beziehungen. Dabei ergibt sich aus der jeweiligen Teil-Analyse, welche politisch-administrativen und privaten Akteure in der Arbeit untersuchten Politikfeldnetzwerke mobilisiert waren und sich im innergesellschaftlichen Willensbildungsprozess mit ihren Interessen und außenpolitischen Präferenzen gegenüber Katar durchsetzen konnten.
Jeremias Kettner

Kapitel 5. Problemfelder in den deutsch-katarischen Beziehungen

Zusammenfassung
Einige der Problemlagen in den deutsch-katarischen Beziehungen im Untersuchungszeitraum wurden bereits angesprochen. Im folgenden Kapitel wird auf die wichtigsten Problemfelder, welche die deutsch-katarischen Beziehungen im Untersuchungszeitraum beeinflusst haben, eingegangen.
Jeremias Kettner

Kapitel 6. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die Analyse der deutsch-katarischen Beziehungen von 1999–2014 wurde durch folgende Fragestellungen angeleitet.
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Kapitel 7. Ausblick

Zusammenfassung
Seit Ende des Untersuchungszeitraumes haben sich zahlreiche regionale Entwicklungen in der Region ergeben, die sich 2014 bereits abgebildet haben, allerdings in der Intensität und Offenheit, wie sie aktuell zu Tage treten nicht voraussehbar waren. Das zeigt, wie schwierig Prognosen sind. Umso mehr in einer Zeit, in der sich die Meldungen aus der Golfregion fast täglich überschlagen. Die am 5. Juni begonnene Katar-Krise hat bereits heute weitreichende Folgen für die Region und darüber hinaus und damit auch für die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Katar.
Jeremias Kettner

Backmatter

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