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Über dieses Buch

Stefan Ossenberg erforscht in einer immer weiter zusammenwachsenden Welt mit multikulturellen Kulturen die vorherrschenden Bilder von und über Deutsche und Türken, die als Typisierungen unser Handeln und unsere Kommunikation mit Vertretern anderer Gruppen beeinflussen. In einer Untersuchung mit über 5000 Probanden in Deutschland und in der Türkei wurden deren Aussagen im Vergleich untersucht und analysiert. Zudem wurde eine Metaanalyse von Erhebungen mit dem Merkmallistenverfahren zu Stereotypen im deutschsprachigen Raum vorgenommen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Es könnte einzelnen Mitgliedern einer Gruppe gleichgültig sein, was andere Gruppen über Sie denken, wenn Stereotype lediglich als kognitive Dimension sozialer Diskriminierung existieren würden. Jedoch berühren Stereotype unterschiedlichste Lebensbereiche und werden verhaltenswirksam, da Sie oft Verhalten und Interaktion zu und zwischen Gruppen beeinflussen. In der pädagogischen Forschung sind Belege zu finden, dass Stereotype zudem die kognitiven Fähigkeiten derjenigen negativ beeinflusst, denen diese zugeschrieben werden (vgl. Steele 1997). Die Forschung geht zudem davon aus, das interkulturelle Kommunikation gestört und/oder irritiert wird, wenn negative Stereotype in Gesprächen geäußert werden und sie Mitglieder einer Gruppe unvorbereitet treffen, wie dies bspw. auch bei ethnischen Witzen der Fall ist (vgl. Baur/Ossenberg 2016).
Stefan Ossenberg

Kapitel 2. Begriffe und Konzepte

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll zum einen der Begriff des Stereotyps für eine weitere Arbeitsdefinition erläutert werden, zum anderen wird seine Relevanz für kommunikationswissenschaftliche Forschung dargelegt. Der Begriff des Stereotyps ist in den vergangenen Jahrzehnten in zahlreichen Publikationen behandelt und bearbeitet worden. Dabei existieren divergente Definitionen zum Terminus an sich. Die Literatur zeigt jedoch, dass es einige Key-Readings gibt, die immer wieder behandelt werden. Ziel dieser Arbeit ist keine umfassende Metaanalyse des breit diskutierten Terminus und des gesamten ihn betreffenden wissenschaftlichen Diskurses.
Stefan Ossenberg

Kapitel 3. Forschungsstand – Stereotype-Untersuchungen im deutschsprachigen Raum

Zusammenfassung
Bevor eine Betrachtung der bisherigen Stereotype-Untersuchungen im deutschsprachigen Raum erfolgt, soll zuvor kurz auf den Forschungsstand im anglophonen Raum eingegangen werden. Oakes/Haslam/Turner (1994) bezeichnen die Studien von Lippmann (1990/1922), Katz/Braly (1933), Adorno et al. (1950), Allport (1971/1954), Sherif (1967), Tajfel (1969), Hamilton (1981) und Tajfel (1981) als „major milestones“ (vgl. Oakes/Haslam/Turner 1994: 8) der Stereotypenforschung fassen die genannten Publikationen in folgende Abbildung zusammen.
Stefan Ossenberg

Kapitel 4. Forschungsmethode und-design

Zusammenfassung
Nach der Explikation der dieser Untersuchung zugrundeliegenden Begriffe und Theorien sollen im Folgenden die prinzipiellen Überlegungen zur Konzeption der exemplarischen Trendstudie und der Fragebogenkonstruktion dargelegt werden. Verzichtet wird an dieser Stelle auf forschungsmethodologische Diskussionen und/oder Bewertungen aus folgendem Grund: in der nationalen Stereotypenforschung im deutschsprachigen Raum sind vor allem Studien zu finden, die quantitativ zu verorten sind und sich des Merkmallistenverfahrens bedienen (vgl. Kapitel 3). Auch wenn in den vergangenen 25 Jahren bspw.
Stefan Ossenberg

Kapitel 5. Untersuchungsergebnisse

Zusammenfassung
Die Datenanalyse bezieht sich auf die Gesamtuntersuchung und somit auf die Erhebungen F.DE und F.TUR. Neben der Betrachtung der Ergebnisse werden dabei je nach Untersuchungsland folgende Variablen betrachtet und analysiert.
Stefan Ossenberg

Kapitel 6. Fazit

Zusammenfassung
Der exemplarische Vergleich der unterschiedlichen stereotypen Einstellungen und ihrer prozentualen Ausprägung in Deutschland und in der Türkei zeigt unterschiedliche und ähnliche Perspektiven bei inter- und intrakulturellen Zugängen. Es lassen sich (wie gezeigt) drei Cluster feststellen: Eigenschaften, die von allen Gruppen geteilt werden; Eigenschaften, die von zwei Gruppen in ihren Ranglisten geteilt werden (jedoch nicht durch die dritte Kohorte) und Eigenschaften, die jeweils nur in den Top-20-Eigenschaften in einer der Gruppen genannt werden.
Stefan Ossenberg

Backmatter

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