Diagnostische Performanz und Einschätzungen von Primarstufen-Studierenden
Vergleich des informativen und zur Exploration anregenden Zugangs der digitalen, fallbasierten Lernplattform ‚FALEDIA‘
- 2026
- Buch
- Verfasst von
- Meike Maibach
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Diese Arbeit untersucht den Einsatz der fallbasierten, digitalen Lernplattform zur Steigerung von Diagnosefähigkeiten ‚FALEDIA‘ in der universitären Lehrkräfteausbildung des Bereichs Mathematik in der Primarstufe. Die Plattform wird in zwei verschiedenen Versionen angeboten, die sich in der Art der Informationsdarbietung unterscheiden. Dabei stützt sich eine Version auf einen rein informierenden Ansatz, während die andere Version zur Exploration anregende Elemente bereithält. Mit einem Pre-Post-Test und dazwischenliegender Intervention (Nutzung einer der beiden Versionen der Plattform) werden Daten zur diagnostischen Performanz der teilnehmenden Studierenden erhoben, kategorisiert und quantitativ ausgewertet. Zudem wurden zwei Interviews zu der Entwicklung der eigenen Diagnosefähigkeit über die jeweilige FALEDIA-Variante und beiden Varianten im Vergleich mit zufällig ausgewählten Studierenden durchgeführt. Die Interviews werden qualitativ ausgewertet und analysiert. Eine Mixed-Methods-Untersuchung zur Selbsteinschätzung der eigenen Diagnosefähigkeiten bildet den dritten Untersuchungsbaustein.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Theorie
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Frontmatter
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1. Diagnosefähigkeit
Meike MaibachZusammenfassungErgebnisse von internationalen Vergleichsstudien weisen immer wieder darauf hin, dass die Förderung im Mathematikunterricht in einer heterogenen Schüler:innenschaft oftmals nicht als hinreichend angenommen werden kann. Ergebnisse aus dem TIMSS-Zyklus von 2023 zeigen für das Lernen mathematischer Inhalte in der Primarstufe in Deutschland sowohl auf, dass nur sechs Prozent die höchste Kompetenzstufe erreichen als auch, dass unterdurchschnittliche mathematische Fähigkeiten bei etwa jedem vierten Kind ausgemacht werden konnten. -
2. Fallbasiertes Lernen
Meike MaibachZusammenfassungEin zentraler Anspruch an Lehrkräfte ist es, über Fähigkeiten zur Diagnose und Förderung von Lernenden zu verfügen. Wie in Kapitel 1 herausgearbeitet, haben Analysen großer Vergleichsstudien (wie TIMSS (Selter, 2024) und PISA (Reiss et al., 2016)) gezeigt, dass in Deutschland (insbesondere leistungsschwache) Schüler:innen nicht in ausreichendem Maße gefördert werden und ihr Kompetenzstand bisweilen sogar mehrere Jahre hinter dem Stand von Mitlernenden liegt. Studien haben außerdem gezeigt, dass in der Praxis von Lehrkräften eine durchaus heterogene Qualität, ein unterschiedlich belastbares Wissen, aber auch eine teilweise dürftige Selbsteinschätzung Lehrender in Bezug auf Diagnose und Förderung besteht. -
3. Digitale Lerngelegenheiten in der universitären Lehrkräfteausbildung
Meike MaibachZusammenfassungInternational geht zum Beispiel aus den Ausführungen des National Research Council (2012) hervor, dass eine weltweite Notwendigkeit darin besteht, die Ausbildung der zukünftigen Generation so zu gestalten, dass sie handlungsfähig in ihrem späteren Beruf werden. Dies bedeutet auch, dass sie in der Lage sein müssen, theoretisch erlerntes Wissen in berufspraktische Handlungen nutzbar zu machen (National Research Council, 2012). Die sogenannten 21st century skills umfassen dabei auch das Leben in einer Gesellschaft, einer immer intensiveren Nutzung digitaler Medien.
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Design
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Frontmatter
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4. Design der FALEDIA Lernplattform
Meike MaibachZusammenfassungDas Design der FALEDIA-Lernplattform ist in einem multiprofessionellen Projektteam, bestehend aus Informatiker:innen der FH Dortmund sowie Mathematikdidaktiker:innen der TU Dortmund und der Universität Münster, entstanden. Gemeinsam wurden Fragen der digitalen Umsetzung von adressat:innenbezogenen Anforderungen diskutiert und die bestvorstellbare Umsetzung ausgehandelt. -
5. Design der Untersuchung
Meike MaibachZusammenfassungIn diesem Kapitel wird das Design der empirischen Untersuchung dieser Arbeit dargestellt. In Abschnitt 5.1 werden zunächst die Ziele und Forschungsfragen, die der Untersuchung zugrunde liegen, vorgestellt. Abschnitt 5.6 hat die Darlegung der Methodik zum Inhalt.
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Empirie
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Frontmatter
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6. Ergebnisse der Untersuchung zur Performanz
Meike MaibachZusammenfassungIn diesem Kapitel werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung der drei zuvor aufgestellten Forschungsfragen zur Performanz vorgestellt. Das Kapitel gliedert sich daher entsprechend der übergeordneten Forschungsfragen mit den jeweiligen Fokussierungen in zwei Teilkapitel, wie die nachfolgende Tabelle 6.1 verdeutlicht. -
7. Ergebnisse der Untersuchung zur Aktivierung
Meike MaibachZusammenfassungDa die quantitative Datenauswertung keine eindeutige Aussage darüber zulässt, welcher konzeptionelle Zugang (E oder I) grundsätzlich für den Aufbau von Diagnosefähigkeiten zu bevorzugen ist, wird in diesem Kapitel qualitativ untersucht, welche der beiden Varianten von den Studierenden zu welchem Zweck bevorzugt wird. In Forschungsfrage 3 wird analysiert, wodurch die Studierenden beim Aufbau ihrer Diagnosefähigkeiten im Vergleich der beiden Versionen der Plattform aktiviert werden. -
8. Diskussion und Ausblick
Meike MaibachZusammenfassungWenngleich in dieser Arbeit Diagnosefähigkeit, etwas konzeptuell losgelöster, von Förderfähigkeiten untersucht wurden, soll nicht der Eindruck entstehen, dies sei per se getrennt voneinander zu denken. Diese Trennung resultierte aus dem Erkenntnissinteresse heraus, die Steigerung von Diagnosefähigkeit über den Einsatz einer fallbasierten und digitalen Plattform detailliert zu verstehen. Förderfähigkeiten waren dabei konzeptuell stets mitgedacht und wurden immer als das, was der Diagnose konstitutiv festgesetzt folgen muss, verstanden.
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Backmatter
- Titel
- Diagnostische Performanz und Einschätzungen von Primarstufen-Studierenden
- Verfasst von
-
Meike Maibach
- Copyright-Jahr
- 2026
- Electronic ISBN
- 978-3-658-50683-4
- Print ISBN
- 978-3-658-50682-7
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-50683-4
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