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2022 | Buch

Dialogkultur

Dialog sein – Dialog führen – dialogische Beziehungen

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Über dieses Buch

Dialog ist ein Wort, mit dem jeder etwas anfangen kann. Doch wann führen wir einen Dialog? Wie kann eine oft geforderte Dialogkultur beschrieben werden? Dieses Buch gibt durch die kategoriegeleitete Analyse verschiedenster Theorien und Dialogkonzepten eine Antwort auf diese Fragen. Dabei werden Ansätze der Philosophie genauso betrachtet wie jene der Organisationssoziologie, der Kommunikationswissenschaften, der Soziologie, der Psychologie oder der Theologie - von Martin Buber über Marshall Rosenberg und Schulz von Thun bis hin zu Pierpaolo Donati, Carl Rogers und Papst Franziskus. Dabei werden die Gemeinsamkeiten der Ansätze ebenso dargestellt, wie die jeweiligen Spezifika. Es werden nicht nur die Handlungsweisen beschrieben, welche einen Dialog ausmachen, sondern auch die dahinterstehenden Annahmen über den Dialog, das zugrundeliegende Menschenbild, Werte und Normen. So bietet das Buch einen guten Überblick über die Dialogkultur und einen guten Einstieg in die Thematik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Wir brauchen eine Dialogkultur
Zusammenfassung
Zum Thema Dialog scheint heute jeder etwas sagen zu können. Interessant ist, dass unter dem Begriff Dialog unterschiedlichste Dinge verstanden werden. Oft wird davon gesprochen, dass es heutzutage eine Dialogkultur braucht.
Claudia Christin Hubert

Wie lässt sich eine Dialog-Kultur beschreiben? – Begriffsbestimmung

Frontmatter
Kapitel 2. Dialog– ein Definitionsversuch
Zusammenfassung
Das Wort Dialog besteht aus zweit griechischen Worten: διά und λογος. Dabei bedeutet διά so viel wie durch, hindurch, durch ein Mittel; „vom Raume,(…) durch einen Raum hindurch und wieder heraus“ im Sinne der Bewegung durch das etwas hin, mitten durch. Unter λογος hin gegen wird rein etymologisch, das Wort, die Sprache, die Rede, die Vernunft, das Denkvermögen, der Beweis, die Erklärung, der Grund, das Verhältnis oder aber die Lehre verstanden. Im Alltag wird unter Dialog ein Gespräch unter mindestens zwei Personen verstanden. Das Verständnis der Kommunikationswissenschaften und der Soziologie weichen leicht davon ab, bzw. ergänzen und vertiefen dieses. Neben der Darstellung der verschiedenen Verständnisse wird auch die in diesem Buch zur Anwendung kommende Definition des Dialogs von Patrizia Romney vorgestellt und erläutert.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 3. Definition Kultur
Zusammenfassung
Nachdem in einem ersten Schritt der Begriff des Dialogs definiert wurde, soll nun auf jenen der Kultur eingegangen werden. Auch das Wort Kultur wird im Alltag häufig gebraucht, ohne dass seine Bedeutung immer mitgedacht wird. Dazu werden verschiedenste Kulturkonzepte unterscheidlichster wissenschaftlicher Disziplinen dargestellt.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 4. Vom „drei-Ebenen-Modell“ zur Dialog-Kultur-Beschreibung
Zusammenfassung
Wie können die drei Ebenen der Kultur aus dem Modell Edgar Scheins für die Untersuchung der Dialogkultur nutzbar gemacht werden? Will man rigide an seiner Beschreibung der Ebenen festhalten, so wird dies kaum möglich sein. Dieses Kapitel zeigt, wie das Modell von Schein dennoch wichtige Kategorien zur Kulturbeschreibung liefern kann.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 5. Dialog-Kultur – Eine erste Definition
Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird durch die Zusammenführung der Dialog- und Kulturdefinition die in diesem Buch zur Anwendung kommende Defintion der Dialogkultur erarbeitet und dargestellt. Sie dient als Grundlage für die Analyse der im Buch angeführten Dialogtheorien.
Claudia Christin Hubert

Dialog- Sein – dialogische Haltung – das dialogische Prinzip Martin Bubers

Frontmatter
Kapitel 6. Martin Buber – Grundlagen des dialogischen Prinzips in seiner Person
Zusammenfassung
Martin Mordechai Buber - dieser Name fällt wohl jedem ein, wenn man an das Phänomen Dialog denkt. In diesem Kapitel werden die Ursprünge sein dialogisches Prinzip dargestellt.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 7. Die zwei Grundwortpaare: ICH-DU und ICH-ES
Zusammenfassung
Die Grundlage des dialogischen Prinzip Bubers sind die zwei Grundwortpaare ICH-DU und ICH-ES. Sie werden in diesem Kapitel erläutert und miteinander verglichen.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 8. Das dialogische Prinzip
Zusammenfassung
Das dialogische Prinzip ist für Buber nicht nur eine Art zu handeln, ein bestimmtes Handlungsmuster, sondern eine Lebenseinstellung; eine bestimmte Haltung. Seine Grundlage liegt in dem Verständnis und der Beschreibung der ICH-DU Beziehung. Gleichzeitig beschreibt das dialogische Prinzip in einer allgemein gehaltenen Weise, wie diese Beziehung in der Praxis gelebt werden kann. Ein Handbuch für Handlungsabläufe stellt es aber nicht dar. Auf seine einzelnen Aspekte soll nun im Einzelnen kurz eingegangen werden.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 9. Das dialogische Prinzip – eine Dialogform?
Zusammenfassung
Vergleicht man die Ausführungen Bubers zum Dialog mit der Definition von Patricia Romney so lässt sich eine große Übereinstimmung finden. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden in diesem Kapitel dargestellt.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 10. Dialogisches Prinzip = Dialogkultur? – der Beitrag Martin Bubers für die Entwicklung einer Dialogkultur
Zusammenfassung
Welche Elemente des von Buber beschriebenen dialogischen Prinzips können zur Beschreibung einer Dialogkultur herangezogen werden? Um diese Frage zu beantworten wird das bis hierher dargestellte Konzept des Dialogs von Buber auf die drei von Schein genannten Ebenen und die im Methodenteil beschriebenen Kategorien hin untersucht. Dabei geht es in einem ersten Schritt um die selbstverständlichen Annahmen und Grundanschauungen über den Dialog, das Dialogführen und seine Akteure; die Definition des Dialogs, was seine Aufgaben sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um von einem Dialog sprechen und ihn aufrechterhalten zu können. In einem zweiten Schritt werden die Wertvorstellungen, Normen und wünschenswerte Handlungsmuster bzw. Handlungsanweisungen herausgearbeitet, während in einem dritten die Umgangsformen mit dem Anderen, mit dem Dialog selbst und die konkreten Ausprägungen der Dialogkultur beschrieben werden.
Claudia Christin Hubert

Dialog führen – Dialog als eine Form sozialen Handelns

Frontmatter
Kapitel 11. Soziales Handeln
Zusammenfassung
Folgt man Max Webers Definition der Soziologie, so ist sie eine Wissenschaft, „welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will“ (Weber 1956: 1). Die Untersuchung des Handelns, des sozialen Handelns, ist also eng mit der Soziologie verbunden, ja es konstituiert sie als Wissenschaft. Doch was wird unter sozialem Handeln verstanden? Durch was wird es beeinflusst? Dies wird im folgenden Kapitel erörtert werden.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 12. Bohm, Dietz und Hartkemeyers – das dialogische Prinzip in Organisationsprozessen
Zusammenfassung
In den nun darzustellenden Ansätzen von David Bohm, Karl-Martin Dietz und dem Ehepaar Hartkemeyer wird der Dialog sowohl als eine Methode, als auch als ein Prozess im Bereich der Organisationsentwicklung, angesehen. Hier stehen somit nicht sosehr innere Haltungen im Vordergrund, sondern praktische Verhaltensmuster und Handlungen. Diese beschreiben, wie das Handeln der Einzelnen in diesem kollektiven Prozess aufeinander abgestimmt werden kann.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 13. Dialog als Kommunikation – kommunikationstheoretische Ansätze
Zusammenfassung
Nachdem der Dialog als Strategie der Wissensfindung in Organisationen und deren Weiterentwicklung dargestellt wurde, wenden wir uns nun den Theorien der Kommunikationswissenschaften zu. Eine umfassende und ausführliche Diskussion kann hier nicht geführt werden. Auf ihre wohl bekanntesten Vertreter soll aber im Folgenden eingegangen werden.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 14. Das Kommunikationsmodell von Marshall Rosenberg
Zusammenfassung
Nach den Theorien, die sich aus dem Denken Bubers für das Leben von Organisationen entwickelt haben, und jenen von Watzlawick und Schulz von Thun, die aufeinander aufbauen, wird nun ein weiterer kommunikationstheoretischer Strang, der sich mit gelungener Kommunikation auseinandersetzt, beleuchtet: jenen der gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg. Während Watzlawick den Kommunikationsprozess an sich und seine Strukturen beleuchtet, das Individuum aber außen vorlässt, beleuchtet Schulz von Thun auch diesen Aspekt der Kommunikation. Rosenberg hingegen wendet sich ganz dem Individuum in der Kommunikation zu.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 15. Der Beitrag Watzlawicks, Schulz von Thuns und Rosenbergs zur Dialogkultur
Zusammenfassung
Nachdem nun die kommunikationstheoretisch geprägten Theorien dargestellt wurden, stellt sich die Frage, welche Beiträge sie für die Entwicklung eines Dialogkultur-Konzeptes leisten können. Dabei geht es in einem ersten Schritt um die selbstverständlichen Annahmen und Grundanschauungen über die Kommunikation, den Kommunikationsprozessen und ihren Akteuren, die Definition der Kommunikation, was ihre Aufgaben sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um sie aufrechterhalten zu können. In einem zweiten Schritt werden die Wertvorstellungen, Normen und wünschenswerte Handlungsmuster bzw.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 16. Kommunikation und soziales Handeln – 2.Teil
Zusammenfassung
Nach der Darstellung der verschiedenen Kommunikationstheorien erscheint es sinnvoll nochmals auf das soziale Handeln zurückzukommen und zu schauen, in wie weit in den beschriebenen Theorien die Kommunikation als eine Form des sozialen Handelns angesehen werden kann.
Claudia Christin Hubert

Dialogische Beziehungen – Dialog als Form sozialer Beziehungen

Frontmatter
Kapitel 17. Soziale Beziehungen in den verschiedenen soziologischen Theorien
Zusammenfassung
Bevor in diesem Kapitel Beziehungen aus der Sicht Pierpaolo Donatis und Carl Rogers beschrieben werden, ist es notwendig auf die soziologische Sicht von Beziehungen einzugehen. Dies scheint aufgrund verschiedener Aspekte als sinnvoll und zielführend. Zum einen, um die soziologische Perspektive der Betrachtung der Dialogkultur und somit auch der sozialen Beziehungen, aufrechtzuerhalten. Zum anderen, um die Neuheit Pierpaolo Donatis Konzept der relationalen Soziologie und der sozialen Beziehungen besser verstehen zu können. In wie weit diese Betrachtung auch dem besseren Verständnis der Theorie Carl Rogers dient, wird noch zu entdecken sein, da seine Theorie im Bereich der Psychologie entstand.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 18. Soziale Beziehungen bei Pierpaolo Donati
Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird das Konzept der sozialen Beziehungen Pierpaolo Donatis dargestellt.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 19. Hilfreiche Beziehungen bei Carl Rogers
Zusammenfassung
Nach der theoretischen Erörterung, was unter einer sozialen Beziehung verstanden werden kann, soll nun auf ein konkretes Beispiel solcher Beziehungen eingegangen werden – das Konzept der hilfreichen Beziehungen von Carl Rogers. Es stellt ein Konzept der Psychologie dar und kann m. E. wertvolle Beiträge für das Verständnis des Dialogs als einer Beziehung geben. Dabei wird es nicht möglich sein auf das gesamte Werk Rogers und dem von ihm entwickelten personenzentrierten Ansatz im Detail einzugehen.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 20. Dialog – eine Form sozialer Beziehung?
Zusammenfassung
In den vorherigen Kapiteln wurden sowohl die theoretischen Grundlagen der sozialen Beziehungen erörtert, als auch eine konkrete Form derselben – die hilfreichen Beziehungen – beschrieben. Ähnlich wie bei der Beschreibung der Kommunikation, zeigte sich auch in diesem Kapitel, dass der Dialog durchaus als eine Form der Beziehung angesehen werden kann, die Beziehung an sich jedoch mehr sein kann, bzw. ist als dass sie auf den Dialog beschränkt werden kann.
Claudia Christin Hubert

Dialog-Führen, Dialog-Sein, dialogische Beziehungen in der katholischen Kirche und der Fokolar-Bewegung

Kapitel 21. Dialog aus katholischer Sicht – Dialog als Mittel – Dialog als Lebensstil
Zusammenfassung
In seiner Enzyklika Ecclesiam Suam (Paul VI. 1964) legt Papst Paul VI. die Grundlagen des Dialogverständnisses der katholischen Kirche dar. Seine Ausführungen üben einen Einfluss auf die Konzilstexte aus und werden in letzteren immer wieder aufgegriffen. Aus diesem Grund wird in diesem Kapitel als erstes auf ihn und seine Enzyklika eingegangen.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 22. Dialogverständnis in Chiara Lubich
Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird nun auf das Dialogverständnis von Chiara Lubich und der von ihr gegründeten Fokolar-Bewegung eingegangen. Dies geschieht vor allem aus dem Beweggrund heraus, dass hier, innerhalb des kirchlichen Raumes, eine Organisation vorliegt, in welcher der Dialog als Lebensstill dargestellt wird, welcher nicht nur von Einzelnen, sondern von der Organisation als ganze übernommen wird.
Claudia Christin Hubert

Dialogkultur – ein Beschreibungsversuch

Frontmatter
Kapitel 23. Dialog – was ist das?
Zusammenfassung
Ausgehend von der Dialogdefinition Particia Romneys wurde in den vorangegangenen Kapitel versucht, das Phänomen „Dialog“ zu beschreiben. Die Ausführungen werden nun zusammengefasst.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 24. Dialogkultur eine Beschreibung
Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden nun die Aussagen zu den drei Ebenen des Scheinschen Kulturmodells zusammengetragen und vergleichend gegenübergestellt. So gewinnt das Konzept der Dialogkultur Substanz.
Claudia Christin Hubert
Kapitel 25. Abschlussbemerkungen
Zusammenfassung
Wie deutlich wurde, ist unter der Dialogkultur ein weit komplexeres Gebilde als eine reine Ansammlung von Handlungsanweisungen in Bezug auf die Kommunikation zu verstehen. Dieses Kapitel fasst die wichtigsten Aspekte noch einmal zusammen.
Claudia Christin Hubert
Backmatter
Metadaten
Titel
Dialogkultur
verfasst von
Claudia Christin Hubert
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-37801-1
Print ISBN
978-3-658-37800-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-37801-1