Dichtungen sind Bauteile oder konstruktiv gestaltete Elemente zur räumlichen Trennung von festen, flüssigen oder gasförmigen Medien mit dem Ziel, den Stoffaustausch zu verhindern, beziehungsweise auf ein zulässiges Niveau (zulässiger Leckageverlust) zu reduzieren. Eine absolute Dichtheit im physikalischen Sinn (vollständiges Unterbinden eines Stoffaustausches) ist technologisch nicht zu bewerkstelligen, da Diffusionsvorgänge nicht zu unterbinden sind.
Neben der absperrenden Wirkung erfüllen Dichtungen oftmals weitere Zusatzfunktionen wie beispielsweise Wärmeleitung/-isolierung, elektrische Isolation, Schwingungsdämpfung, Kraftübertragung und Führungsfunktion beziehungsweise Lagefixierung.
Grundsätzlich lassen sich statische und dynamische Dichtungen unterscheiden, wobei jeweils eine weitere Unterteilung in berührende und berührungslose Dichtungen erfolgt (Abb. 7.1).
Bei statischen Dichtungen sind die zueinander abzudichtenden Räume beziehungsweise die Dichtflächen gegeneinander nicht verschiebbar. Vorrangig werden berührende Dichtungen verwendet, berührungslose Dichtungen haben nur eine untergeordnete Bedeutung.
Sind die Dichtflächen zueinander verschiebbar oder drehbar gelagert, spricht man von dynamischen Dichtungen. Diese können berührend oder berührungslos ausgeführt sein.
Eine absolute Dichtheit im technischen Sinn ist nur durch elastische oder elastisch-plastische Verformungen der sich berührenden Dichtflächen oder durch stoffschlüssige Verbindungen erreichbar.