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27.10.2017 | Dichtungen | Nachricht | Onlineartikel

Freudenberg entwickelt Rotationsdichtungen aus zwei Komponenten

Autor:
Patrick Schäfer

Freudenberg Sealing Technologies forscht an einem Verfahren, um Polyurethane mit neuen Kunststoffen in hydraulischen Rotationsdichtungen zu verbinden. Das soll mehrere Vorteile mit sich bringen.

Das Unternehmen fertigt bereits Stangendichtungen, die aus nur einem Element bestehen, aber aus zwei unterschiedlichen Polyurethanen gefertigt werden. Bei der Herstellung der Zwei-Komponenten-Dichtungen werden die unterschiedlich harten Polyurethane in einem Spritzgussverfahren miteinander verbunden. 

Hydraulische Rotationsdichtungen kommen in Drehdurchführungen von Maschinen zum Einsatz, die nicht permanent rotieren, sondern Dreh- und Schwenkbewegungen ausführen – zum Beispiel drehbaren Oberwagen von hydraulisch angetriebenen Kettenbaggern.

Neue, einteilige Rotationsdichtungen 

Bislang bestanden diese Rotationsdichtungen aus zwei Elementen: einem O-Ring, einem Vierkant- oder X-Ring, der als statisches Anpresselement das Gehäuse abdichtet, und einem Gleitring, an dem die Welle in der Rotationsbewegung entlanggleitet und der diese – angepresst durch den Druck der Hydraulikflüssigkeit – abdichtet. Durch erhöhten Druck und Verschleiß kann jedoch der Gleitring von der Welle mitgerissen werden. Das soll die neue, fest aneinandergefügte Zwei-Komponenten-Dichtung aus Polyurethanen und Hochleistungskunststoffen verhindern.

Freudenberg möchte die Vorteile der Zwei-Komponenten-Stangendichtungen auf die Rotationsdichtungen übertragen. Diese erlauben den Herstellern von Hydraulikzylindern höhere Toleranzen bei der Auslegung von Kolben und Stangen. Weil die Dichtungen zum Extrusionsspalt hin eine höhere Festigkeit aufweisen, darf dieser größer sein als beim Einsatz konventioneller Dichtsysteme. Außerdem lässt sich der Dichtring laut Freudenberg aufgrund der bedarfsgerechten Festigkeit einfacher montieren.

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