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Didaktik der Analysis

Grundvorstellungen zu zentralen Begriffen

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch bietet eine umfassende Darstellung der Didaktik der Analysis unter Berücksichtigung der aktuellen didaktischen Diskussion, theoretischer Konzepte, praktischer Unterrichtserfahrungen und der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz. Es unterstützt Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie Lehrkräfte, die das Gebiet angemessen – kompetenzorientiert – unterrichten möchten. Dazu gibt es Orientierung über die allgemeinbildende Bedeutung der Analysis und beleuchtet die zentralen Begriffe Funktion, Folge, Reihe, Grenzwert, Ableitung und Integral. Für diese, insbesondere für den Analysisunterricht der gymnasialen Oberstufe zentralen Begriffe, werden Grundvorstellungen herausgearbeitet sowie typische unterrichtliche Zugänge vorgestellt. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, mit digitalen Mathematikwerkzeugen das Lehren und Lernen im Analysisunterricht zu unterstützen. Übungsaufgaben geben Impulse für selbstständiges Anwenden und Vertiefen der Inhalte.

Für die 2. Auflage wurden alle Kapitel grundlegend überarbeitet und erweitert. Insbesondere wurden unterrichtspraktische Zugänge zu zentralen Begriffen der Analysis und deren Anwendungen durch die Einbeziehung aktueller Schulbuchliteratur und -aufgaben gestärkt, digitale Ressourcen aktualisiert und ergänzt sowie weitere, vertiefende Materialien von den Autoren online bereitgestellt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Warum Analysis in der Sekundarstufe?

    Gilbert Greefrath, Reinhard Oldenburg, Hans-Stefan Siller, Volker Ulm, Hans-Georg Weigand
    Der Fachbeitrag untersucht die Bedeutung und Ziele des Analysisunterrichts in der Sekundarstufe. Es werden die KMK-Standards für die Sekundarstufe I und II diskutiert, die als Grundlage für den Analysisunterricht dienen. Der Beitrag beleuchtet verschiedene Gesichtspunkte, darunter pragmatische, kulturelle, erkenntnistheoretische und kognitive Aspekte, die die Ziele und Inhalte des Analysisunterrichts beeinflussen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Bedeutung von Grundvorstellungen im Mathematikunterricht und deren Rolle bei der Begriffsbildung. Zudem wird die Integration digitaler Medien und künstlicher Intelligenz in den Analysisunterricht thematisiert, wobei die Vorteile und Herausforderungen dieser Technologien diskutiert werden. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion über die Zukunft des Analysisunterrichts und mögliche Alternativen, wie die Einführung von Elementarer Zahlentheorie anstelle von Analysis. Die Kernaussagen des Beitrags sind, dass der Analysisunterricht in der Sekundarstufe eine wichtige Rolle spielt und dass die Integration digitaler Medien und künstlicher Intelligenz neue Möglichkeiten und Herausforderungen bietet.
  3. 2. Folgen, Grenzwerte und Reihen

    Gilbert Greefrath, Reinhard Oldenburg, Hans-Stefan Siller, Volker Ulm, Hans-Georg Weigand
    Das Kapitel untersucht die historischen Entwicklungen und didaktischen Ansätze der Begriffe Folge, Grenzwert und Reihe in der Mathematik. Es beginnt mit einem historischen Abriss, der die Wechselbeziehungen zwischen diesen Begriffen in der Entwicklungsgeschichte der Mathematik aufzeigt. Anschließend werden Grundvorstellungen zum Folgenbegriff und deren Bedeutung für die Entwicklung des Folgenbegriffs in der Sekundarstufe I aufgezeigt. Das Kapitel diskutiert auch die aktuelle Sichtweise des Folgen- und Grenzwertbegriffs in den KMK-Bildungsstandards und die Entwicklung des Grenzwertbegriffs im Mathematikunterricht. Es werden verschiedene Zugänge zum Grenzwertbegriff, einschließlich intuitiver und propädeutischer Ansätze, sowie die Rolle digitaler Mathematikwerkzeuge bei der Vermittlung dieser Konzepte behandelt. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über die Bedeutung des Folgenbegriffs für das Verständnis des Ableitungs- und Integralbegriffs und die Rolle von Folgen in der Sekundarstufe I. Durch die Integration von Beispielen und Visualisierungen wird das Verständnis der Konzepte erleichtert und ein tieferes Verständnis der Analysis gefördert.
  4. 3. Funktionen

    Gilbert Greefrath, Reinhard Oldenburg, Hans-Stefan Siller, Volker Ulm, Hans-Georg Weigand
    Das Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Funktionsbegriffs, von den frühen Vorstellungen bei Newton und Leibniz bis hin zu den modernen Definitionen. Es wird aufgezeigt, wie Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Darstellungsformen wie Pfeildiagramme, statistische Diagramme, Graphen im Koordinatensystem, tabellarische Darstellungen und verbale Beschreibungen ein tiefes Verständnis von Funktionen erlangen können. Besonders hervorgehoben werden die Grundvorstellungen von Funktionen als Zuordnung, Kovariation und Objekt, die für ein umfassendes Verständnis essenziell sind. Zudem wird die Bedeutung von Grenzwerten von Funktionen erläutert, wobei sowohl der dynamische als auch der statische Aspekt betrachtet werden. Das Kapitel schließt mit der Diskussion, wie diese Konzepte im Mathematikunterricht vermittelt werden können, um den Lernenden ein fundiertes Verständnis von Funktionen zu vermitteln.
  5. 4. Differenzialrechnung

    Gilbert Greefrath, Reinhard Oldenburg, Hans-Stefan Siller, Volker Ulm, Hans-Georg Weigand
    Die Differenzialrechnung, ein zentrales Werkzeug in vielen Wissenschaften, wird in diesem Kapitel umfassend beleuchtet. Es beginnt mit einer historischen Entwicklung, die die Beiträge von Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz hervorhebt. Die fachlichen Grundlagen werden detailliert erläutert, einschließlich der Definitionen der Ableitung als Grenzwert des Differenzenquotienten und als lokale lineare Approximation. Der Text diskutiert auch die Bedeutung der Stetigkeit und Differenzierbarkeit von Funktionen sowie die Ableitung von Polynomfunktionen. Ein besonderer Fokus liegt auf den didaktischen Herausforderungen und Ansätzen, die Differenzialrechnung verständlich zu vermitteln. Der Autor betont die Bedeutung von Grundvorstellungen wie der Tangentensteigung und der lokalen Änderungsrate für das Verständnis der Ableitung. Zudem werden Ableitungsregeln wie die Faktor- und Summenregel behandelt, die für die Berechnung von Ableitungen essenziell sind. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion darüber, wie diese Konzepte im Unterricht effektiv vermittelt werden können, um ein tiefes Verständnis bei den Lernenden zu fördern.
  6. 5. Integralrechnung

    Gilbert Greefrath, Reinhard Oldenburg, Hans-Stefan Siller, Volker Ulm, Hans-Georg Weigand
    Die Integralrechnung hat eine lange und faszinierende Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Der Beitrag beginnt mit einer detaillierten historischen Entwicklung der Integralrechnung, von den frühen Ansätzen in der Antike bis hin zu den modernen Definitionen und Anwendungen. Besonders hervorgehoben werden die Beiträge von Archimedes, Kepler und Leibniz, die die Grundlagen für die heutige Integralrechnung gelegt haben. Der Text diskutiert auch die fachlichen Aspekte des Integralbegriffs, einschließlich der Definition als Produktsumme, Stammfunktion und Maß. Diese Aspekte werden durch verschiedene Grundvorstellungen ergänzt, wie die Flächeninhaltsvorstellung, die Rekonstruktionsvorstellung und die Kumulationsvorstellung. Der Beitrag zeigt, wie diese verschiedenen Perspektiven zusammenkommen, um ein umfassendes Verständnis des Integralbegriffs zu vermitteln. Abschließend werden mögliche unterrichtliche Zugänge zum Integralbegriff betrachtet, die sowohl historische als auch moderne Ansätze integrieren. Der Text bietet einen detaillierten Überblick über die Entwicklung und Anwendung der Integralrechnung und zeigt, wie diese mathematische Disziplin sowohl in der Theorie als auch in der Praxis von großer Bedeutung ist.
  7. Backmatter

Titel
Didaktik der Analysis
Verfasst von
Gilbert Greefrath
Reinhard Oldenburg
Hans-Stefan Siller
Volker Ulm
Hans-Georg Weigand
Copyright-Jahr
2026
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-72626-6
Print ISBN
978-3-662-72625-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-72626-6

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